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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.05.2026

Mansfield Park...

Mansfield Park
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...ist ein typischer Austen-Roman. Das heißt, dass die Geschichte aus Sicht einer jungen Frau erzählt wird, die sich mit Intrigen und Verwicklungen rund um das Thema Liebe und Ehe auseinandersetzen muss. ...

...ist ein typischer Austen-Roman. Das heißt, dass die Geschichte aus Sicht einer jungen Frau erzählt wird, die sich mit Intrigen und Verwicklungen rund um das Thema Liebe und Ehe auseinandersetzen muss. Im Mittelpunkt steht diesmal die schüchterne Fanny, die sich den Avancen des Herzensbrechers Henry Crawford erwehren muss, da ihre heimliche Liebe doch ihrem Cousin Edmund Bertram gilt.

Auch wenn die Geschichte in meinen Augen etwas behäbig beginnt, ändert sich das im Verlauf mit einem Mal. Die einzelnen Charaktere bekommen mehr Profil und man erfährt wie sie ticken, und warum sie so handeln wie sie handeln.

Wie schon aus anderen Romanen von Jane Austen bekannt, versteht sie es auch hier wieder ihre Protagonisten auf den Punkt gebrachte Dialoge sprechen zu lassen, womit sie eben auch diese typisch englische Landadel-Atmosphäre transportieren.

Alles in allem wieder einmal ein sehr gelungenes Buch, was mich wunderbar unterhalten hat.


Veröffentlicht am 25.04.2026

Gelungene Fortsetzung

Der Aschefeuerkönig
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Nach „Der Sternenstaubdieb“ entführt die Autorin den Leser erneut in ein Universum voller Magie, Dschinns und Legenden.

Nach einer Schlacht, die ihnen beinahe zum Verhängnis geworden wäre, finden ...




Nach „Der Sternenstaubdieb“ entführt die Autorin den Leser erneut in ein Universum voller Magie, Dschinns und Legenden.

Nach einer Schlacht, die ihnen beinahe zum Verhängnis geworden wäre, finden Loulie und Prinz Mazen vermeintlich Zuflucht im Reich der Dschinns. Doch Dhahab, die mythische Stadt, die lange Zeit durch die Magie der Könige beschützt wurde, ist nicht mehr der versprochene Zufluchtsort. Das Sandmeer gewinnt an Boden, Zwietracht gärt, und eine Revolte droht, diese ohnehin schon wankende Welt zu verschlingen. Gefangen in diesem ebenso faszinierenden wie gefährlichen Chaos müssen alle Beteiligten alles in die Waagschale legen um zu überleben. Getrennt von Qadir müssen Loulie und Mazen lernen, einander zu vertrauen und sich aufeinander zu verlassen. Während ihre Beziehung tiefer wird, finden sie neue Freunde und Verbündete, aber auch neue Feinde.

Jede Buchseite ist gespickt mit Action, Geheimnissen und Abenteuern, und die Autorin beherrscht die Kunst, die Spannung aufrechtzuerhalten. Die fantastische Welt wird weiter ausgebaut und führt den Leser in neue Länder voller außergewöhnlicher Kreaturen und origineller Charaktere. Es mangelt auch nicht an politischen Intrigen, Machtkämpfen und starken Emotionen, die zwischen den Figuren entstehen. Der Schreib- und Erzählstil ist dabei leicht zu lesen und mitreißend.

Fazit: Atmosphärisch und mit der richtigen Mischung aus Action, Magie und Emotionen ist dieser zweite Band eine wirklich gelungene Fortsetzung. Allerdings sollte man Band 1 „Der Sternenstaubdieb“ kennen, damit das Lesen zum Erlebnis werden kann.


Veröffentlicht am 25.04.2026

Düstere Gothic-Romantasy

Weavingshaw
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Der Anfang hat mich gleich gepackt. Ein Mädchen, das die Toten sehen kann. Ein mysteriöser Mann, der mit den Geheimnissen der Menschen handelt. Ein düsteres Herrenhaus voller alter Geschichten und seltsamer, ...




Der Anfang hat mich gleich gepackt. Ein Mädchen, das die Toten sehen kann. Ein mysteriöser Mann, der mit den Geheimnissen der Menschen handelt. Ein düsteres Herrenhaus voller alter Geschichten und seltsamer, gruseliger Dinge.

„Weavingshaw“ ist ein wunderschöner, vielschichtiger Roman, der kulturelle Tiefe, eine reichhaltige Erzählkunst und fesselnde Charaktere vereint. Die Autorin erzählt hier eine Geschichte, die sowohl emotional berührt als auch zum Nachdenken anregt, da sie Themen wie z. B. Identität, Herkunft und persönliche Entwicklung beinhaltet.

Heba Al-Wasity hat hier eine düster-atmosphärische, fremdartige Welt geschaffen, die sich zugleich eindringlich schön und zutiefst gefährlich anfühlt und in der sie die Figuren authentisch und vielschichtig agieren lässt. Die sich entwickelnde Romanze zwischen den Hauptfiguren passt dabei gut zum Geschehen, denn sie bietet durch ihre langsame Entfaltung das gewisse Etwas.

Fazit: Wenn euch Gothic-Fantasy mit Tiefe, Geheimnissen und einer Romanze anspricht, ist dieses Buch eine Lektüre, die euch einen Blick wert sein sollte. Mich hat es jedenfalls gut unterhalten und ich bin schon gespannt, wie die Geschichte weitergehen wird. Doch bis es soweit ist, bekommt dieses Buch von mir eine Empfehlung und 4 von 5 Sterne.


Veröffentlicht am 25.04.2026

Unheimliches Vergnügen

Das Nachthaus
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Richard zieht nach dem tragischen Tod seiner Eltern in eine Kleinstadt, um bei seiner Tante und seinem Onkel zu leben. Als ein Klassenkamerad verschwindet, bleibt Richard mit einer Geschichte zurück, ...




Richard zieht nach dem tragischen Tod seiner Eltern in eine Kleinstadt, um bei seiner Tante und seinem Onkel zu leben. Als ein Klassenkamerad verschwindet, bleibt Richard mit einer Geschichte zurück, die kein Erwachsener jemals glauben würde.

Es war schon etwas seltsam, ein Buch für Erwachsene zu lesen, in dem ein 14-Jähriger im Fokus steht, aber im Laufe der Geschichte ergibt gerade das immer mehr Sinn. Das ist die Art von Buch, bei dem man glaubt zu verstehen was vor sich geht, bis man plötzlich merkt, dass doch alles eigentlich ganz anders ist.

Ich war angenehm überrascht von diesem Roman. Am Anfang war ich etwas verwirrt und wahr mir nicht im Klaren, warum bestimmte Ereignisse passieren doch der dritte Teil hat mich dann total überrascht.

Ein unheimliches Leseerlebnis, das mit Wendungen aufwartet, die einen dazu bringen weiter lesen zu wollen. Es ist eine gut durchdachte und tiefgründigere Geschichte, die ich Fans von Horror-/Spannungs-Romanen wärmstens empfehlen kann.



Veröffentlicht am 25.04.2026

Dank Eva Mattes beste Hörbuch-Unterhaltung

Die Neapolitanische Saga
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Meine geniale Freundin: Die Ich-Erzählerin Elena berichtet über ihr Heranwachsen in Neapel, in der bittere Armut und familiäre Gewalt die Norm sind. Während Elena die Chance hat ihrem Leben dort durch ...




Meine geniale Freundin: Die Ich-Erzählerin Elena berichtet über ihr Heranwachsen in Neapel, in der bittere Armut und familiäre Gewalt die Norm sind. Während Elena die Chance hat ihrem Leben dort durch Bildung zu entkommen, bleibt ihrer Freundin nur die Aussicht im Schuhgeschäft des Vaters zu arbeiten. Das Buch gibt dem Leser einen Einblick in die Verhältnisse der einfachen Leute in der Zeit der 1950er bis 1960er Jahre in Neapel am Bild der beiden heranwachsenden Mädchen. Die kurzen Kapitel aber auch der sehr angenehm zu lesende Schreib- und Erzählstil sorgten dafür, dass ich in Null Komma Nichts das Buch schon wieder beendet hatte. Die einzelnen Figuren aber auch die beschriebenen Lebensbedingungen wirkten auf mich sehr authentisch. Der Roman ist im besten Sinne des Wortes episch und doch ruhig und persönlich in seinem Umfang.

Die Geschichte eines neuen Namens: Dieser zweite Teil der Neapolitanischen Saga setzt die Geschichte der Freundschaft von Lenu und Lila bis ins junge Erwachsenenalter fort. Es ist eine komplexe, konkurrierende Verbindung, die zu vielen Kämpfen, gebrochene Herzen, Verrat und viel Drama führt. Aber ich war absolut fasziniert und gefesselt, wie die Autorin es geschafft hat die unterschiedlichen Entwicklungen von Lenu und Lila in Szene zu setzen. Der Kampf, es aus der heimischen Umgebung heraus zu schaffen, etwas zu tun, was einen letztlich auch voranbringt, der Beste zu sein, durch Bildung einen Weg aus der Enge und der Armut zu finden und somit seine Träume und Hoffnungen und natürlich auch die Liebe zu leben ist sehr anschaulich erzählt. Ich war erneut überrascht wie schnell ich diesen Schmöker doch durch hatte. Einmal begonnen war ich wieder so eingenommen von der Geschichte, dass ich das Buch nur sehr schwer aus der Hand legen konnte. Auch der 2. Teil hat mir wieder gut gefallen.

Die Geschichte der getrennten Wege: Auch der 3. Teil der Neapolitanischen Saga ist in Hinsicht auf die Seitenzahl alles andere als ein „Leichtgewicht“. Aber auch diesen Roman hatte ich im Nu ausgelesen. Der Roman, der ja die Geschichte um die beiden Hauptprotagonistinnen Elena und Lila weiterführt, ist in deren 20er bis 30er Lebensjahre angekommen. Parallel und sich auch gelegentlich überschneidend, werden ihre beider Lebenswege mit Heirat, Kinder, Familie, Liebhaber aber auch vielen Selbstzweifeln erzählt. Als Leser erkennt man, wie die beiden Frauen durch die Gesellschaft in der sie leben bzw. mit den Menschen mit denen sie sich umgeben geprägt werden und sich verändern oder verändert werden. Da der Hauptfokus auf Elena und Lila liegt bleiben andere Charaktere eher blass, aber wirklich unangenehm fand ich das im Ganzen betrachtet nicht. Ich fand es sehr überzeugend, wie es der Autorin gelungen ist, die beiden doch recht unterschiedlich verlaufenden Leben letztlich wieder so gekonnt zu verweben. Ich bin schon jetzt auf den nächsten Teil gespannt.

Die Geschichte des verlorenen Kindes: Auch in Teil 4 dieser Saga über die Leben von Elena und ihrer Freundin seit Kindertagen Lila kann die eine nicht ohne die andere. Es geht auch hier um die Liebe, Familie und Kinder. Was oberflächlich betrachtet wie ein Frauenroman anmutet ist aber vielmehr. Geht es doch auch um Politik und den Status als Frau in einer noch immer männerdominierten Gesellschaft. Dabei ist der Schreib- und Erzählstil so überzeugend, dass die Emotionen und das Erlebte der beiden Hauptcharaktere so echt und gut beschrieben sind, dass es sich fast wie eine Autobiografie als ein fiktiver Roman anfühlt. Ein bisschen traurig bin jetzt schon, dass ich mich von Elena und Lila verabschieden muss, waren sie mir doch sehr ans Herz gewachsen. Für alle die die Beiden erst noch kennenlernen möchten, empfehle ich diese Saga in der richtigen Reihenfolge zu lesen, aber auch keinen Teil auszulassen. Ich empfehle also nicht nur diesen 4. Teil sondern in diesem Fall die gesamte Neapolitanische Saga.

Die Umsetzung als Hörbücher ist gelungen und eine angenehme Alternative zu den Büchern.