Profilbild von nina_liest

nina_liest

Lesejury Profi
offline

nina_liest ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit nina_liest über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.05.2026

Wenn Nähe zur Gefahr wird

Masked by Nightfall
0

Masked by Nightfall von Kim Nina Ocker hat mich direkt abgeholt. Man ist super schnell in der Geschichte drin und merkt sofort: Hier geht’s ums Überleben.

Elodie tritt bei der Auslese an, einem brutalen ...

Masked by Nightfall von Kim Nina Ocker hat mich direkt abgeholt. Man ist super schnell in der Geschichte drin und merkt sofort: Hier geht’s ums Überleben.

Elodie tritt bei der Auslese an, einem brutalen Trainingslager, um später als Schattensoldatin am Bruch eingesetzt zu werden. Sie macht das vor allem für ihre Familie, weil ihre Mutter krank ist und sie das Geld dringend brauchen. Dieser Druck ist die ganze Zeit spürbar.

Ich mochte Elodie echt gern. Sie ist stark, aber eher ruhig und vorsichtig. Sie versucht, nicht aufzufallen und hält bewusst Abstand zu allen, weil sie niemandem vertraut. Das hat für mich total Sinn gemacht.

Bei Jax wusste ich lange nicht, woran ich bin. Er wirkt selbstbewusst, irgendwie gefährlich und beobachtet Elodie viel zu genau – was sie natürlich gar nicht feiert. Ich mochte, dass man ihn nach und nach besser kennenlernt, aber so ganz vertrauen konnte ich ihm trotzdem nicht.

Die Dynamik zwischen den beiden fand ich richtig gut. Viel Misstrauen, viel Spannung und gleichzeitig merkt man, dass da mehr ist. Es fühlt sich oft so an, als könnte alles jederzeit kippen.

Wichtig ist auch: Der Großteil der Geschichte spielt im Trainingslager. Der Bruch selbst kommt erst gegen Ende richtig ins Spiel, was für mich aber gut funktioniert hat, weil dadurch erstmal der Fokus auf das Training und die Figuren gelegt wird.

Das Setting mochte ich insgesamt sehr. Diese düstere Welt, die Vorbereitung auf den Einsatz und das Wissen, was am Bruch passiert, sorgen die ganze Zeit für eine unterschwellige Bedrohung.

Der Schreibstil ist super angenehm, ich bin richtig schnell durch die Seiten gekommen. Die Spannung entsteht vor allem durch die Dynamik zwischen den Charakteren und dieses ständige Gefühl, dass etwas passieren könnte.

Klar, viele Tropes kennt man schon und manches war vorhersehbar, aber mich hat das ehrlich gesagt nicht gestört. Es war einfach unterhaltsam.

Und der Cliffhanger… wirklich fies 😭 jetzt will ich unbedingt wissen, wie es weitergeht

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.05.2026

Dark Vibes & Slow Burn

Weavingshaw
0

Weavingshaw von Heba Al-Wasity ist eine düstere Gothic-Romantasy mit einem extrem langsamen Slow Burn – und genau das habe ich beim Lesen auch sehr stark gespürt.

Leenas Bruder Rami ist todkrank, und ...

Weavingshaw von Heba Al-Wasity ist eine düstere Gothic-Romantasy mit einem extrem langsamen Slow Burn – und genau das habe ich beim Lesen auch sehr stark gespürt.

Leenas Bruder Rami ist todkrank, und aus purer Verzweiflung wendet sie sich an Saint Silas, den „Saint der Stille“. Der Preis für seine Hilfe ist ihr Geheimnis: dass sie die Toten sehen kann. Im Gegenzug soll sie für ihn einen Geist auf einem verfluchten Anwesen aufspüren – ein Ort voller dunkler Vergangenheit und unheimlicher Präsenz.

Ich mochte Leena wirklich gern. Man merkt einfach, wie sehr sie von ihrer Vergangenheit geprägt ist – der Verlust ihrer Mutter, ihr Vater im Gefängnis – und trotzdem tut sie alles für ihren Bruder. Diese Mischung aus Stärke und Verletzlichkeit hat sie für mich sehr greifbar gemacht.

Mit Saint Silas hatte ich dagegen eher meine Probleme. Er war mir von Anfang an zu manipulativ, zu kontrollierend, einfach irgendwie… unangenehm. Klar, genau das macht ihn interessant, aber ich konnte emotional nie wirklich Zugang zu ihm finden. Für mich hatte er eher etwas Toxisches, und ich habe beim Lesen oft gedacht: Bitte geh einfach auf Abstand.

Die Dynamik zwischen den beiden ist genau das, was man erwartet – und gleichzeitig auch nicht. Es ist ein sehr langsamer Slow Burn, aber keiner, der sich „romantisch“ anfühlt. Vielmehr ist es angespannt, intensiv und manchmal auch echt unangenehm. Es geht weniger um Liebe und mehr um Macht, Abhängigkeit und diese gefährliche Anziehung, die man eigentlich hinterfragen sollte.

Was für mich aber richtig gut funktioniert hat, war das Setting. Dieses verfluchte Anwesen, die düstere Stimmung, dieses Gefühl, dass ständig etwas Unheimliches im Hintergrund lauert – das hat mich total abgeholt. Die Atmosphäre ist wirklich die größte Stärke des Buches.

Der Schreibstil passt perfekt dazu: sehr dicht, sehr düster, teilweise fast ein bisschen schwer. Die Geschichte nimmt sich Zeit, manchmal vielleicht sogar etwas zu viel. Der Plot geht eher langsam voran, und ich hatte zwischendurch das Gefühl, dass mir etwas mehr Entwicklung guttun würde. Auch emotional bin ich nicht zu allen Charakteren richtig durchgedrungen – vor allem bei Silas.

Trotzdem fand ich das Buch insgesamt echt spannend und vor allem interessant, einfach weil es sich anders anfühlt als viele andere Romantasy-Bücher. Es ist düsterer, unangenehmer und weniger „romantisch“, als man vielleicht erwartet.

Mir hat nur an ein paar Stellen noch das gewisse Etwas gefehlt, um komplett überzeugt zu sein.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.04.2026

Toller atmosphärischer Thriller

Der Fjord
2

Dieser Thriller hat mich wirklich direkt gepackt. In der Geschichte geht es um Amelia, die dem mysteriösen Verschwinden ihrer Schwester Rose auf den Grund gehen möchte. Um endlich Antworten zu finden, ...

Dieser Thriller hat mich wirklich direkt gepackt. In der Geschichte geht es um Amelia, die dem mysteriösen Verschwinden ihrer Schwester Rose auf den Grund gehen möchte. Um endlich Antworten zu finden, schleust sie sich unter falscher Identität auf eine exklusive Party in Norwegen ein – genau an dem Ort, an dem ihre Schwester vor einem Jahr zuletzt gesehen wurde. Doch je näher Amelia der Wahrheit kommt, desto gefährlicher wird die Situation für sie.



Schon der Klappentext hat mich sofort angesprochen. Die Mischung aus einer luxuriösen Party am norwegischen Fjord, vielen Geheimnissen und einem Vermisstenfall klang einfach nach einem richtig spannenden Thriller.



Besonders gut gefallen hat mir das Setting. Der norwegische Fjord wird atmosphärisch beschrieben und die glamouröse Party bildet dazu einen interessanten Kontrast. Hinter der schillernden Fassade wirkt alles irgendwie geheimnisvoll und düster, und man merkt schnell, dass hier längst nicht alles so ist, wie es scheint.



Amelia ist fest entschlossen herauszufinden, was damals mit ihrer Schwester passiert ist. Dafür nimmt sie eine falsche Identität an und begibt sich bewusst in eine Situation, die immer gefährlicher wird. Ihre Entschlossenheit ist während der ganzen Geschichte deutlich spürbar.



Auch die Nebenfiguren tragen viel zur Spannung bei, denn eigentlich wirkt jede Person auf der Party verdächtig. Immer wieder tauchen neue Geheimnisse und Wendungen auf, wodurch man beim Lesen ständig rätselt, wem man überhaupt noch trauen kann. Einige Entwicklungen waren für mich allerdings etwas vorhersehbar, wodurch ein bisschen von der Spannung verloren ging.



Der Schreibstil von Sarah Goodwin ist sehr flüssig und angenehm zu lesen, sodass man schnell durch die Seiten kommt.



Insgesamt ist „Der Fjord“ ein spannender Thriller mit einer tollen Mischung aus luxuriöser Party, düsteren Geheimnissen und einer guten Portion Spannung.



4 von 5 Sternen. 📚

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.04.2026

Luxus, lügen, Leidenschaft

Unmasking Billionaires’ Row
1

Unmasking Billionaires’ Row von Kathinka Engel ist eine Romance, die mit viel Luxus, Drama und einem Hauch Suspense daherkommt. Besonders die High-Society-Thematik und die angedeuteten dunklen Geheimnisse ...

Unmasking Billionaires’ Row von Kathinka Engel ist eine Romance, die mit viel Luxus, Drama und einem Hauch Suspense daherkommt. Besonders die High-Society-Thematik und die angedeuteten dunklen Geheimnisse haben mich von Anfang an neugierig gemacht.

Katherine „Kit“ kehrt nach London zurück, um die Wahrheit über ihren Vater herauszufinden. Dafür nimmt sie einen Job bei Titan Media an und trifft dort auf Kilian. Schnell entwickelt sich ein gefährliches Spiel aus Macht, Verrat und Gefühlen.

Kit fühlt sich in der Welt der High Society fehl am Platz, was sie sehr greifbar macht. Sie ist stark von ihrer Vergangenheit geprägt und emotional verletzt, wirkt aber dennoch mutig und entschlossen, sich dieser zu stellen, um endlich die Wahrheit herauszufinden.

Kilian hingegen verkörpert zunächst den klassischen arroganten und unausstehlichen Erben. Er bleibt lange undurchschaubar, doch man spürt, dass hinter seiner Fassade mehr steckt und langsam erste Risse entstehen.

Die Dynamik zwischen den beiden entwickelt sich von anfänglicher Abneigung hin zu einer gefährlichen Anziehung. Dabei bleibt lange unklar, ob man Kilian überhaupt trauen kann, was die Spannung zusätzlich verstärkt.

Das Setting der Londoner High Society ist glamourös, wird aber gleichzeitig auch kritisch dargestellt, was mir besonders gut gefallen hat.

Der Schreibstil ist sehr flüssig, und die Spannung entsteht vor allem durch Geheimnisse und nach und nach enthüllte Wahrheiten.

Einige Entwicklungen waren für mich vorhersehbar, und auch der große Plottwist konnte mich leider nicht vollständig überraschen. Trotzdem hat mir das Buch insgesamt gut gefallen, und ich bin gespannt, wie die Geschichte weitergeht.

4 von 5 Sternen

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.04.2026

Ein Spiel auf Leben und Tod

The Crane and the Nightjar
0

The Crane and the Nightjar ist eine düstere Romantasy, die vor allem durch ihre bedrückende Atmosphäre besticht und mich von Beginn an mit einem Gefühl von Misstrauen und ständiger Bedrohung begleitet ...

The Crane and the Nightjar ist eine düstere Romantasy, die vor allem durch ihre bedrückende Atmosphäre besticht und mich von Beginn an mit einem Gefühl von Misstrauen und ständiger Bedrohung begleitet hat.

Es geht um Zara Nightjar, die aufgrund eines vermeintlichen Diebstahls verhaftet wird. Ihre Freiheit scheint jedoch zum Greifen nah, wenn sie an den tödlichen Spielen des Königs teilnimmt. Dort sieht sie sich gefährlichen Gegnern gegenüber – vor allem der mysteriöse Crane wirkt dabei undurchschaubar, geheimnisvoll und zugleich auf eine unerklärliche Weise anziehend.

Zara selbst ist eine starke Protagonistin. Sie ist von Misstrauen geprägt, aber gleichzeitig kämpferisch, clever und darauf bedacht zu überleben.

Die Beziehung zwischen Crane und Zara ist stark von Zwang, Notwendigkeit und gegenseitigem Misstrauen geprägt, was die Dynamik zwischen den beiden besonders spannend macht.

Auch die Welt hat mich interessiert zurückgelassen. Es gibt ein Magiesystem, das ich bisher noch nicht vollständig durchblicke, das aber hoffentlich im zweiten Band weiter ausgebaut wird.

Der Schreibstil ist sehr spannungs- und actionorientiert, gleichzeitig düster und atmosphärisch. Ich war insgesamt sehr in die Geschichte hineingezogen.

Insgesamt hat mir The Crane and the Nightjar als spannungsreicher, düsterer Auftakt gut gefallen – besonders die Atmosphäre konnte überzeugen. Wer tödliche Spiele und düstere Romantasy mag, ist hier genau richtig.

Einzig ein paar Unklarheiten, möglicherweise durch die Übersetzung bedingt, sowie ein noch stärker ausgearbeitetes Magiesystem hätten für mich das Leseerlebnis weiter verbessert.

4 von 5 Sternen

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere