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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.05.2026

düsteres Gruselhighlight nicht nur zur Halloweenzeit

The Witch’s Debt
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„The Witch's Debt“ beginnt ruhig. Ruhig in dem Sinne, dass es Ethina nicht leicht als Ausgestoßene im College hat. Das Verhalten ihrer Mutter, die einen Laden für Okkultes führt, macht es ihr da nicht ...

„The Witch's Debt“ beginnt ruhig. Ruhig in dem Sinne, dass es Ethina nicht leicht als Ausgestoßene im College hat. Das Verhalten ihrer Mutter, die einen Laden für Okkultes führt, macht es ihr da nicht angenehmer. Hinzu kommt, dass sie sich Schuldgefühle am Unfall ihrer jüngeren Schwester einredet, die seit Jahren im Koma liegt.

Und doch findet sie eine gute Freundin. April, ein beliebtes Mädchen, und fester Bestandteil einer Clique, die hoch angesehen ist. Unterschiedlicher können die beiden nicht sein, aber genau das schweißt sie zusammen.

Scheinbar ist da noch mehr im Spiel. Eine weitere Verbindung zwischen Ethina und April. Unerklärlich, düster, skurril, beunruhigend und in der Normalität nicht greifbar. Mitten drin Ethinas Mutter und ihr „Hexendasein“.

Die Geschichte entwickelt sich rasant, die Erlebnisse überschlagen sich, werden mysteriöser und unheimlicher. Zum Ende hin lässt einem der Horror nicht los.

Der fesselnde und bildliche Schreibstil, den die Autorin Clarissa Kühnberger an den Tag legt, verbunden mit facettenreicher und tiefgründiger Ereignisse aus Vergangenheit und Gegenwart, machen das Buch rund.

Es handelt sich um den ersten Band, hat aber ein schlüssiges Ende, das jedoch Lust auf mehr macht.

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Veröffentlicht am 02.05.2026

gelungener Fantasy-Auftakt im ewigen Winterlande

Der Weg des ewigen Winters
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„Der Weg des ewigen Winters“ spielt in Konstantinopel im Jahr 1007 nach Christus.

Seit sieben Jahren wird Europa von einer eisigen Kälte beherrscht, die den jährlichen Sommer immer weiter verdrängt und ...

„Der Weg des ewigen Winters“ spielt in Konstantinopel im Jahr 1007 nach Christus.

Seit sieben Jahren wird Europa von einer eisigen Kälte beherrscht, die den jährlichen Sommer immer weiter verdrängt und das Anbauen von Nahrung nahezu unmöglich macht. Nicht nur fehlende Lebensmittel, sondern auch mörderische Banden und obere Herrschende ohne milde Hand, machen das Überleben schwer.

Halla, ein junges, aber besonderes Mädchen, das scheinbar vom Himmel fiel, wird von verschiedenen Parteien gejagt. Nicht nur Menschen haben es auf sie abgesehen.

Auf ihrer Flucht quer durch die Lande wird sie von ihrem Onkel Orpheus begleitet, der junge Bruder Hallas verstorbener Adoptivmutter, der sich als Lautenspieler verdingt und alles andere als ein Held ist.

Der Autor Niilo Sevänen hat mit diesem Buch einen großen nordischen Fantasyepos gestartet, bei es eiskalt und komplex hergeht. Verschiedene Erzählstränge und Perspektiven ziehen den Leser in seinen Bann. Der Spannungsbogen wird hoch gehalten mit humorvollen Szenen untersetzt.

Historische Gegebenheiten werden geschickt mit der nordischen Mythologie verknüpft und ergeben ein authentisches Bild.

Die Charaktere verbleiben lebhaft im Gedächtnis. Auch Fabelgestalten finden ihren Weg in dieses Buch. Geifernde Werwölfe, angriffslustige Harpyen, Traumvögel und redseelige Füchse untermalen die Geschichte.

Mir fiel der Einsteig in diese Fantasygeschichte leicht, der durchgängig flüssige Schreibstil lies mich kaum innehalten und ich freue mich wahnsinnig auf das nächste Band.

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Veröffentlicht am 02.05.2026

märchenhafte Fantasie nach dem bekannten Balletmärchen

Federlicht & Tränenglanz
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In „Federlicht & Tränenglanz“ verzaubert wortgewandt die Autorin Maja Köllinger alle Fans von Schwanensee.

In diesem märchenhaften Fantasieroman wurde die Hauptprotagonistin Adaliz, die Nachfahrin des ...

In „Federlicht & Tränenglanz“ verzaubert wortgewandt die Autorin Maja Köllinger alle Fans von Schwanensee.

In diesem märchenhaften Fantasieroman wurde die Hauptprotagonistin Adaliz, die Nachfahrin des mächtigsten Fluchwebers im Lande, dem Kronprinzen Jaro versprochen. Doch weder Jaro, der Adaliz lediglich als sehr gute Freundin ansieht, noch Adaliz, die ihr Herz an jemand ganz anderen verschenkt hat, sind mit der Vermählung einverstanden.

Als Adaliz' Vater von ihrer heimlichen Liebschaft erfährt, versucht er mit einem Fluch die beiden zu trennen. Der Schwanenfluch erwischt nicht nur Odette, die einfache Bürgerliche, die sich ins Herz Adaliz' eingeschlichen hat, sondern auch Adaliz selbst.

Fortan ist sie noch mehr bereit für ihre wahre Liebe zu kämpfen, auch wenn ihr des Nachts ein schwarzes Federkleid wächst, während Odette tagsüber als weißer Schwan ihr Leben leben muss.

Auch wenn das Cover eine rosa Romanze verspricht, ist die Geschichte düster angehaucht.
Der Schreibstil hat mir super gefallen. Die Beschreibungen vom Königreich, der Charaktere und der Handlungen lassen keine Wünschen offen.

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Veröffentlicht am 02.05.2026

perfekte Wohlfühl-Fantasy im Reich der irischen Mythologie

Plötzlich Banshee
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Privatdektivin Alana, die so gar nichts von mythologischen Fabelwesen hält, muss sich jedoch damit abfinden, dass sie eine Banshee ist; eine Todesfee der irischen Mythologie. Bereits ihr gesamtes Waisenleben ...

Privatdektivin Alana, die so gar nichts von mythologischen Fabelwesen hält, muss sich jedoch damit abfinden, dass sie eine Banshee ist; eine Todesfee der irischen Mythologie. Bereits ihr gesamtes Waisenleben lang sieht sie über den Köpfen der Menschen eine rückwärts laufende Uhr, die deren noch verbleibende Lebenszeit anzeigt. Einzig ihr bester Freund, ebenfalls Waise und am selben Tag an der Türschwelle des Heimes gefunden wie sie, hat ihr den „Uhrenquatsch“ von Anfang an geglaubt.

Alana stolpert tollpatschig durch die Welt, versucht die Menschen zu retten, deren Todesuhr fast abgelaufen ist und kommt nicht umhin, dies mittels eines schrillen Bansheeschreies kundzutun. Aufgrund ihrer Vorerfahrung bleibt sie lieber für sich, möchte keine (weitere) Liebesbeziehung anfangen und muss sich doch damit abfinden, dass sie Gefühle für Detective Shane entwickelt, mit dem sie immer wieder aufgrund der vermehrten, unerklärlichen Todesfälle in Kontakt treten muss.

Die Geschichte lies sich sehr flüssig und die Schreibweise war fesslnd. Ich habe bereits mehrere Bücher von Nina MacKay gelesen und wurde nie enttäuscht.

In „Plötzlich Banshee“ habe ich Gefallen an den oft überdreht dargestellten Charakteren gefunden, die mit humorvollen Dialoge und witzigen Szenen das doch ernste Thema der Serienmorde angegangen sind. Es kamen verhältnismäßig viele und eher unübliche Metaphern und Vergleiche zum Vorschein, die in meinen Augen das Buch deutlich aufgelockert haben.

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Veröffentlicht am 22.05.2026

packende Zombie-Dystopie mit Herz

Die Manipulierten
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„Die Manipulierten – Experiment Liebe“ von Anya Moon ist ein düsterer Mix aus Horror und Science-Fiction in der Liebe stärker ist als jedes Virus. Denn ein Virus ist es, das die Welt bevölkert. Ein Virus, ...

„Die Manipulierten – Experiment Liebe“ von Anya Moon ist ein düsterer Mix aus Horror und Science-Fiction in der Liebe stärker ist als jedes Virus. Denn ein Virus ist es, das die Welt bevölkert. Ein Virus, das eine Welt voller Zombies und genetischer Experimente hinterlässt.
Und mitten drin Sande-Ann. Von ihrer Vergangenheit traumatisiert und gejagt, wird sie gerettet von Ulrich, einer Kampfmaschine, die in ihr mehr weckt als nur Dankbarkeit.
Besonders gelungen finde ich die Kombination aus dystopischem Survival und romantischer Spannung. Die Beziehung zwischen Sande-Ann und Ulrich wirkt trotz der rauen Welt glaubwürdig und emotional. Auch die Idee genetischer Experimente und verborgener Kräfte bringt frischen Wind in das Zombie-Genre. Die Handlung bleibt durchgehend spannend und bietet einige überraschende Wendungen, vor allem gegen Ende.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht zu lesen, wodurch die nicht ganz 200 Seiten schnell vergehen. Das Ende lässt guten Freiraum für eine Fortsetzung, ohne mich als Leser mit einem bösen Cliffhanger hängen zu lassen.
Meinerseits gibt es eine klare Leseempfehlung für diejenigen, die Endzeitszenarien lieben und auch nichts gegen etwas heiße Szenen haben. Ich persönlich hätte genau darauf verzichten können, auch wenn es sich gut in die Story eingefügt hat.

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