Über alle Berge
WiddersehenDie Schafe sind zufrieden mit ihrer Schäferin Rebecca. Auf einmal jedoch verfrachtet Rebecca die Herde in einen Transporter und es geht über das Meer. Etwa nach Hause, nach Irland, wo das Gras viel grüner ...
Die Schafe sind zufrieden mit ihrer Schäferin Rebecca. Auf einmal jedoch verfrachtet Rebecca die Herde in einen Transporter und es geht über das Meer. Etwa nach Hause, nach Irland, wo das Gras viel grüner ist? Miss Maple und die anderen Schafe freuen sich. Daheim angekommen kann die Realität nicht mit der freudigen Erwartung mithalten. Und auf ihrer alten Weide stehen drei andere Schafe. Zu allem Überfluss verschwindet Rebecca quasi von einem Moment auf den anderen. Nicht gut. Miss Maple und den anderen Schafen bleibt nur ein Brief, den sie nicht lesen können, und ein abgetrennter Finger. Nun müssen sie über alle Berge, um Rebecca zu finden.
Nach Glennkill und Garou kommt ein dritter Schafskrimi, mit dem schon nicht mehr zu rechnen war. Da sind sie wieder Miss Maple, Mopple the Whale, Sir Ritchfield und einige andere. Und es gibt Madouc, das Schaf auf Probe. Und zu Hause treffen sie drei Neuschafe mit den sinnigen Namen Eins, Zwei und Drei. Als Rebecca verschwindet, ist Miss Maple natürlich gefragt. Sie hat ja schon ermittelt und sie wird die Herde zu ihrer Schäferin führen. Vielleicht brauchen sie aber doch einen Aushilfsschäfer, der ihnen vorliest oder Schlösser knackt.
Ja, damit war wirklich nicht mehr zu rechnen, wenn man sich die Erscheinungsdaten der ersten Bände anschaut. Umso erfreulicher, dass es neben diesem dritten Band der Reihe auch eine Verfilmung des ersten Bandes geben wird. Zu Beginn werden ein paar Erinnerungen geweckt und dann kommt die Lust auf Neues auf. Sich in die Schafsgedanken hineinzufinden, hat einfach etwas sehr Entspannendes. Da entknoten sich Gehirnwindungen und formieren sich neu. Man folgt dem Schafsflow auf den Spuren von Rebecca und lässt sich davon überraschen, was den Schafen so begegnet. Manchmal dumme Menschen, die die Schafe nicht verstehen wollen. Manchmal Schafsempathen, bei denen es so aussieht, als könnten sie die Schafe erspüren.
Das ist meist sehr lustig, allerdings müssen ein paar Leute ihr Leben lassen, wie es sich für einen ordentlichen Krimi gehört. Diese Überraschung ist der Autorin hervorragend gelungen.