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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.05.2026

Düsterer Einstieg voller Geheimnisse

The Woods 1. Die vergessene Anstalt
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Ich fand „The Woods 1 – Die vergessene Anstalt“ richtig atmosphärisch und stellenweise echt unheimlich. Besonders die verlassene Anstalt im Wald hat bei mir sofort dieses beklemmende Gefühl ausgelöst, ...

Ich fand „The Woods 1 – Die vergessene Anstalt“ richtig atmosphärisch und stellenweise echt unheimlich. Besonders die verlassene Anstalt im Wald hat bei mir sofort dieses beklemmende Gefühl ausgelöst, das sich durch die ganze Geschichte zieht.

Mir hat gefallen, dass die Spannung eher langsam aufgebaut wird und nicht nur auf plötzliche Schockmomente setzt. Die Hauptfiguren wirkten auf mich glaubwürdig, auch wenn einige Nebencharaktere etwas blass geblieben sind.

An manchen Stellen hat sich die Handlung für meinen Geschmack ein bisschen gezogen, aber insgesamt war ich trotzdem gefesselt und wollte wissen, wie es weitergeht.

Für mich ein gelungener Horror-Auftakt, den ich vor allem Fans von ruhigem, psychologischem Grusel empfehlen würde.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Ein Reich der Schönheit. Eine Ordnung der Unterdrückung.

Kinder des Dominions / Kinder des Dominions 1
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„Die Herrschaft der Elfen – Kinder des Dominions 1“ von Tim J. Radde versprach mir ein düsteres High-Fantasy-Abenteuer … und hielt Wort. Der vielversprechende Auftakt über eine Geschichte zum Erwachsenwerden, ...

„Die Herrschaft der Elfen – Kinder des Dominions 1“ von Tim J. Radde versprach mir ein düsteres High-Fantasy-Abenteuer … und hielt Wort. Der vielversprechende Auftakt über eine Geschichte zum Erwachsenwerden, der Bewältigung von herausbrechenden Gefühlen und dem Preis der Freiheit hat mich gefesselt.

Mit dem jungen Elf Caedan in der Hauptrolle handelt es sich nicht um eine übliche Fantasygeschichte. Die Elfen in diesem Abenteuer sind herrschsüchtig und haben sich ein Reich aus Glanz und Gehorsam aufgebaut. Deutlich kommt hervor, dass Menschen, Zwerge und andere Völker in ihrem Schatten leben. Sie werden geduldet, zum Teil geknechtet, aber nie als ebenbürtig angesehen.

Dass die Elfen sich wie Götter fühlen – und es (aus)leben – macht dieses Buch für mich anders und damit sehr interessant.

Caedan durchbricht diesen erstellten Glanz, als er gezwungen wird seine Stadt zu verlassen und damit in eine Welt zu stolpern, die ihm völlig fremd ist. Sein von Geburt an geschultes Weltbild zerbricht mit jedem Schritt und er beginnt zu hinterfragen, zu lernen, zu misstrauen, aber auch Freundschaften zu knüpfen.

Die Entwicklung, die Caedan hinlegt, ist nicht nur auf Rache aufgebaut. Sie steht für etwas Höheres. Gleichberechtigung. Gerechtigkeit. Für mich ist sie sehr emotional, atmosphärisch und zeigt Tiefe.

Nicht nur Caedan hat es mir angetan, auch Xandyr und die Truppe aus Ausgestoßenen, die er um sich herum versammelt hat, haben sich in mein Herz geschlichen. So gibt es keinen alleinigen Helden, aber eine komplexe Ansammlung unterschiedlicher Charaktere, die Seite um Seite Faszination auf mich ausgeübt haben.

Ich fand das Buch mit einem anderen, düsteren Blick auf das Elfenvolk sehr erfrischend. Ich habe weder Schwarz noch Weiß heraus gelesen, was es spannend macht. Konflikte und moralische Grauzonen prägen die Story.

Als Fazit gebe ich nur zu gerne an, dass ich auf die Fortsetzung hinfiebere. Auch der flüssige, sehr bildlich und spannungsreiche Schreibstil gibt sein Übriges dazu.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Magisch, fesselnd, geheimnisvoll, fantastisch

Die wandelnden Schwestern
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"Die wandelnden Schwestern" von Lily Stark bietet dem Leser ein sehr spannendes Highfantasy-Abenteuer.

Ladina, eine von 13 wandelnden Schwestern, wünscht sich nichts sehnlicher als ein einfaches Leben. ...

"Die wandelnden Schwestern" von Lily Stark bietet dem Leser ein sehr spannendes Highfantasy-Abenteuer.

Ladina, eine von 13 wandelnden Schwestern, wünscht sich nichts sehnlicher als ein einfaches Leben. Ein Leben, dass sie nicht zwingt als unsterbliches Wesen ruhelos auf der Welt Solana zuwandern, keinen festen Platz haben zu dürfen. Alles um das Nakai zu schützen; ein Juwel, das die Magie der Welt sammelt.

Ein unsterbliches Wesen kann sterben? Ja, kann es. Ladinas Schwester wird kaltblütig ermordet und das erschüttert nicht nur sie. Eine gefahrvolle Reise beginnt. Ein fesselndes Abenteuer auf der Suche nach dem Täter.

Unterstützt wird sie nicht nur von Larus, Naturmagier, sondern auch von Akay, Seelentier.

Verschiedene Sichtweisen bzw. Perspektiven unterstützen die dynamische Handlung und das magiegeladene, mystische Gesamtbild der Geschichte.

Nicht nur die Gestaltung der Welt wurde wortgewandt zu Papier gebracht, auch die vielen verschiedenen Lebensformen werden perfekt bildlich beschrieben.

Ich hatte viel Freude beim Lesen und bin nur so durch die Seiten geflogen.

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Veröffentlicht am 02.05.2026

Anspruchsvolle, intensive Dystopie zum spannenden Mitfiebern

Dogma der Wahrheit
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„Dogma der Wahrheit“ ist wahrlich keine leichte Kost. Der dystopische Thriller spielt in einer Welt zwischen Virtualität und Realität. Der Autor E.X. Behemoff weiß um dieses Thema perfekt zu schreiben.

Im ...

„Dogma der Wahrheit“ ist wahrlich keine leichte Kost. Der dystopische Thriller spielt in einer Welt zwischen Virtualität und Realität. Der Autor E.X. Behemoff weiß um dieses Thema perfekt zu schreiben.

Im (kaum mehr existierenden) Berlin leben Hagen und seine Eltern, die bei einer brutalen Straftat ihr Leben verlieren. Ein Leben, das in der Wirklichkeit steril und kalt ist, in der Hyperrealität jedoch ungeahnte Möglichkeiten bietet. Die Straßen und Menschen sind geprägt von Drogenhandel und -missbrauch, deren Beschaffung durchs Streamen von spektakulären Straftaten erfolgt.

Hagen ist einer der wenigen noch geborenen Menschen, glaubt nicht an den Tod seiner Eltern und geht der ganze Sache auf den Grund. Wobei das Wort „Ab-Grund“ es viel besser trifft.

Menschliche Abgründe, moralisch verwerfliche Gegebenheiten und anschaulich brutale Situationen prägen das Buch. Die unterschiedlichen Zeitstränge, die sich erst nach und nach zusammenfügen, und die verschiedenen Perspektiven, die Vergangenheit und Gegenwart der Hauptcharaktere vereinen, halten den Spannungsboden hoch.

Eine erschreckende Story, die genauso die menschliche Zukunft darstellen könnte, ist in diesem Thriller lebhaft bildlich dargestellt. Auch wenn es sich hier um Band 1 von „Das Honeypot-Protokoll“ handelt, ist das Buch in sich abgeschlossen und lässt sich problemlos separat lesen.

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Veröffentlicht am 02.05.2026

gelungenes Ende eines Zweiteilers

Die Macht aus Nebel und Schatten
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In „Die Macht aus Nebel und Schatten“ tauchen wir erneut mit Myrra und ihrem verfluchten Bein, das einen eigenen Namen trägt, in einem magischen Kampf gegen den bösen Gott Bawor. In Band 1 rettete sie ...

In „Die Macht aus Nebel und Schatten“ tauchen wir erneut mit Myrra und ihrem verfluchten Bein, das einen eigenen Namen trägt, in einem magischen Kampf gegen den bösen Gott Bawor. In Band 1 rettete sie ihrem Großvater, zahlte jedoch einen hohen Preis und befreite damit die dunklen Schatten, die nun ihre Welt heimsuchen.
Roran, ihr Weggefährte und Hexer, sucht seinen Platz in einer Welt, die seinesgleichen verabscheut. Im Gegensatz zu Magiern, wie Myrra eine ist, werden Hexen immer noch gejagt und verurteilt.

Roran und Myrra kämpfen außerdem noch unter einem weiteren aufgelösten Bann; ein Liebesbann, der Rorans Ziehmutter ihnen auferlegte und wieder nahm. So fahren ihre Gefühle Achterbahn auf der Suche nach der Wahrheit und ihren eigene Gefühlen.
Der Schreibstil der Autorin Jenny Pieper ist gewohnt flüssig und bildhaft.

Die Beschreibungen sind detailliert und anschaulich. Die Charaktere authentisch. Sodass die bedrohliche Atmosphäre und die magische Umgebung lebendig werden.

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