Anspruchsvolle, intensive Dystopie zum spannenden Mitfiebern
Dogma der Wahrheit„Dogma der Wahrheit“ ist wahrlich keine leichte Kost. Der dystopische Thriller spielt in einer Welt zwischen Virtualität und Realität. Der Autor E.X. Behemoff weiß um dieses Thema perfekt zu schreiben.
Im ...
„Dogma der Wahrheit“ ist wahrlich keine leichte Kost. Der dystopische Thriller spielt in einer Welt zwischen Virtualität und Realität. Der Autor E.X. Behemoff weiß um dieses Thema perfekt zu schreiben.
Im (kaum mehr existierenden) Berlin leben Hagen und seine Eltern, die bei einer brutalen Straftat ihr Leben verlieren. Ein Leben, das in der Wirklichkeit steril und kalt ist, in der Hyperrealität jedoch ungeahnte Möglichkeiten bietet. Die Straßen und Menschen sind geprägt von Drogenhandel und -missbrauch, deren Beschaffung durchs Streamen von spektakulären Straftaten erfolgt.
Hagen ist einer der wenigen noch geborenen Menschen, glaubt nicht an den Tod seiner Eltern und geht der ganze Sache auf den Grund. Wobei das Wort „Ab-Grund“ es viel besser trifft.
Menschliche Abgründe, moralisch verwerfliche Gegebenheiten und anschaulich brutale Situationen prägen das Buch. Die unterschiedlichen Zeitstränge, die sich erst nach und nach zusammenfügen, und die verschiedenen Perspektiven, die Vergangenheit und Gegenwart der Hauptcharaktere vereinen, halten den Spannungsboden hoch.
Eine erschreckende Story, die genauso die menschliche Zukunft darstellen könnte, ist in diesem Thriller lebhaft bildlich dargestellt. Auch wenn es sich hier um Band 1 von „Das Honeypot-Protokoll“ handelt, ist das Buch in sich abgeschlossen und lässt sich problemlos separat lesen.