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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.05.2026

Nachdenklich-melancholischer Krimi

Mord in der Pension Möwennest
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Nora Breen - vormals Schwester Agnes - beginnt nach 30 Jahren ein neues Leben außerhalb ihres Klosters und zieht nach Gore-on-Sea in die Pension Möwennest. Keine behagliche Pension, das Essen ist mehr ...

Nora Breen - vormals Schwester Agnes - beginnt nach 30 Jahren ein neues Leben außerhalb ihres Klosters und zieht nach Gore-on-Sea in die Pension Möwennest. Keine behagliche Pension, das Essen ist mehr als fragwürdig, die Regeln sind streng und vor allem die Haushälterin weckt keine Sympathie. Aber Nora ist aus einem ganz bestimmten Grund hier: Ihr Schützling Frieda hat vor einiger Zeit auch das Kloster verlassen und ihr regelmäßig Briefe geschrieben, bis diese schließlich aufhörten und Frieda verschwand. Nun hat Nora Friedas ehemaliges Zimmer bezogen, um herauszufinden, was passiert ist und vielleicht sogar Frieda zu finden.
Doch dann passiert ein Mord in der Pension. Einer ihrer Mitbewohner wurde vergiftet. Und Nora beginnt zu ermitteln, wobei sie immer wieder mit Inspektor Rideout von der örtlichen Polizei aneinandergerät, aber irgendwann merkt dieser, dass Nora vielleicht doch hilfreich sein kann, wenn auch weiterhin nervig.
Die Geschichte spielt 1954, die Zeit des Krieges ist immer noch in den Köpfen der Menschen, das Leben ist hart und jede und jeder hat hier seine Probleme und seine - manchmal - verborgene Geschichte. Aus diesem Grund ist es kein amüsanter, sondern eher ein nachdenklich-melancholischer Krimi, der mir dennoch gut gefallen hat.

Veröffentlicht am 07.05.2026

Ein neuer Fall für die Queen

Die Queen, die aus der Kälte kam
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Diese Geschichte spielt im Jahr 1961 und Joan hat sich mittlerweile als immer wertvollere Stütze für die Queen erwiesen, auch wenn sie eigentlich "nur" die Assistentin des Privatsekretärs ist. Alles beginnt ...

Diese Geschichte spielt im Jahr 1961 und Joan hat sich mittlerweile als immer wertvollere Stütze für die Queen erwiesen, auch wenn sie eigentlich "nur" die Assistentin des Privatsekretärs ist. Alles beginnt mit einer Zugfahrt mit dem komfortablen, königlichen Zug. Eine der Eingeladenen, Sandra Pole, Ersatz-Hofdame, die sich nicht gut eingeführt hat, hat beobachtet, wie draußen vor dem Zug eine Leiche „weggeworfen“ wird. Aber das kann nicht sein, da passt so einiges nicht. Dennoch versucht Joan herauszufinden, was passiert ist.
Wir wissen, dass es vermutlich ein Fotograf war, aber ansonsten ist unser Wissensstand der, auf dem Joan und die Queen sind.
Und dann entwickelt sich alles ganz anders. Es geht auf Fahrt mit der Britannia, unter Anderem nach Venedig. Und der Fall wird wie üblich immer verzwickter, aber ich möchte die Richtung hier ungerne bereits verraten.
Am Ende hat die Queen dann wieder einmal den kompletten Durchblick und löst alles gekonnt auf, so dass keine Fragen mehr offen bleiben.
Ein weiterer amüsanter Krimi aus dieser Reihe - mit ganz viel Anspielungen auf James Bond.
Die Sprecherin Sandra Voss hat mir hier auch wieder sehr gefallen und das Buch zu einem schönen Hörerlebenis gemacht.

Veröffentlicht am 07.05.2026

Eine Reise ins Mittelalter

Nachtschwarzes Avignon
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Der neue Krimi um Malbec spielt dieses Mal in Avignon und Umgebung.
Eigentlich wollte Malbec das freie Wochenende dazu nutzen, in seinem Haus weiter zu arbeiten, aber auf Bitte seines Freundes Dandine, ...

Der neue Krimi um Malbec spielt dieses Mal in Avignon und Umgebung.
Eigentlich wollte Malbec das freie Wochenende dazu nutzen, in seinem Haus weiter zu arbeiten, aber auf Bitte seines Freundes Dandine, trifft er sich mit diesem. Dessen Freund Trudeau, ein bekannter Mediävist, ist seit 10 Tagen verschwunden, was so gar nicht zu ihm passt. Malbec lässt sich überreden und er sucht nach Trudeau. Dafür reist er immer wieder nach Avignon, in diese ehemalige Stadt der Päpste, und taucht tief in die Geschichte ein. Und wir erfahren auch einiges über die Päpste in Avignon, die Geschichte der Stadt und dann zunehmend über die Templer, die ja bis heute noch viele Geheimnisse umgeben, die aber auch immer noch Faszination ausüben. Ich war schon einige Male in Avignon und kannte zwar einiges, habe aber wieder viel Neues gelernt. Ich mag diese Mischung aus historischen Fakten und Krimi sehr. Und das Kulinarische kommt auch dieses Mal nicht zu kurz.
Ein kurzweiliger Krimi mit viel Provence-Gefühl und eine Reise zurück ins Spätmittelalter.

Veröffentlicht am 02.05.2026

Eine süße Fantasy-Geschichte

The Faraway Inn
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Calisa lebt eigentlich in Brooklyn mit ihren beiden Moms, aber nach dem Ende ihrer Beziehung mit Ethan - der auch noch im selben Haus wohnt - braucht sie dringend einen Ortswechsel. Und so fährt sie nach ...

Calisa lebt eigentlich in Brooklyn mit ihren beiden Moms, aber nach dem Ende ihrer Beziehung mit Ethan - der auch noch im selben Haus wohnt - braucht sie dringend einen Ortswechsel. Und so fährt sie nach Vermont zu ihrer Großtante Zee, die dort das Faraway Inn leitet. Allerdings ist Tante Zee so gar nicht begeistert von ihrer Ankunft. Zuletzt haben sie sich zehn Jahre zuvor gesehen und da ist irgendetwas passiert. Aber Calisa lässt sich nicht unterkriegen. Und ziemlich bald findet sie heraus, was so besonders an dem Inn ist.
Gemeinsam mit Jack, dem Sohn des Hausmeisters, bringt sie Ordnung in Haus und Garten und backt jede Menge Kuchen. Die wenigen Gäste sind alle ein wenig sonderlich, aber umso wichtiger ist es deshalb, dass sich alle wohlfühlen. Denn zurück nach New York kann Calisa jetzt einfach nicht, darum gibt sie alles, um ihre Großtante zu überzeugen.
Eine total süße Fantasy-Geschichte zum Wohlfühlen, mit einer Liebesgeschichte, die ohne Drama auskommt, mit tollen Charakteren und voller süßer Magie.

Veröffentlicht am 30.04.2026

Für mehr Miteinander

Pina fällt aus
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Pina ist die Mutter von Leo. Leo ist Autist, zwanzig Jahre alt und sehr auf seine Mutter fixiert. Doch dann muss Pina ins Krankenhaus, Intensivstation und kann sich nicht um ihren Sohn kümmern. Den wirft ...

Pina ist die Mutter von Leo. Leo ist Autist, zwanzig Jahre alt und sehr auf seine Mutter fixiert. Doch dann muss Pina ins Krankenhaus, Intensivstation und kann sich nicht um ihren Sohn kümmern. Den wirft das natürlich total aus der Bahn, weil seine täglichen Routinen nicht mehr vorhanden sind und er sich umorientieren muss, was ihm nicht leicht fällt. Aber nach und nach wächst ein neuer Zusammenhalt unter den Hausbewohnern und neue Routinen werden entwickelt und die Menschen rücken näher zusammen. Es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen, eine wunderbare Geschichte für mehr Aufmerksamkeit und Inklusion, für Andersartigkeit und Nächstenliebe.
An manchen Stellen kommt die Geschichte ein wenig märchenhaft und unrealistisch rüber, aber das ist auch in Ordnung, denn es ist ja ein Roman und ich werde hier nicht hinterfragen, wo denn die jeweiligen Kontrollinstanzen bleiben. Denn das würde dem Roman nicht gerecht. Ein Roman, der nachhallt und gut unterhält.