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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.05.2026

Die Wurzeln der Familie

Die Holunderschwestern
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Der Roman verbindet auf gelungene Weise eine persönliche Familiengeschichte mit einem bewegenden historischen Hintergrund. Im Mittelpunkt steht Katharina, die als Restauratorin alter Möbel arbeitet und ...

Der Roman verbindet auf gelungene Weise eine persönliche Familiengeschichte mit einem bewegenden historischen Hintergrund. Im Mittelpunkt steht Katharina, die als Restauratorin alter Möbel arbeitet und eines Tages Besuch von einem Engländer erhält, der die Tagebücher ihrer Urgroßmutter Fanny besitzt. Durch diese Tagebücher entfaltet sich eine zweite Erzählebene, die das Leben von Fanny und ihrer Zwillingsschwester Fritzi in der Zeit zwischen den Weltkriegen und während der Machtergreifung Hitlers schildert. Besonders diese Rückblenden machen den Reiz des Romans aus, weil sie die politischen und gesellschaftlichen Spannungen jener Zeit eindrucksvoll greifbar machen. Vor allem die gegensätzlichen politischen Ansichten der beiden Schwestern arbeiten die inneren und äußeren Konflikte dieser Epoche überzeugend heraus. Die Figuren sind dabei lebendig und differenziert gestaltet: Fanny wirkt besonders sympathisch, doch auch Fritzi ist als Protagonistin facettenreich gezeichnet. Ebenso erhalten die Nebenfiguren genügend Raum, um die Familiengeschichte glaubwürdig und vielschichtig wirken zu lassen.

Insgesamt ist Teresa Simon mit diesem Roman erneut eine fesselnde und atmosphärisch dichte Erzählung gelungen, die einen wichtigen geschichtlichen Zeitabschnitt anhand einer packenden Familiengeschichte eindrucksvoll vermittelt. Das Buch überzeugt sowohl durch seine spannende Handlung als auch durch seine emotional und historisch glaubwürdige Darstellung.

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Veröffentlicht am 19.05.2026

Ein Cold Case mit viel Lokalkolorit

Dein ist die Sühne
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20 Jahre nach dem Tod ihres Vaters bittet die Studentin Theresa Inspektorin Dorothea Keusch in dem Fall noch einmal zu ermitteln. Obwohl ihre Kollegen ihr davon abraten, übernimmt Dorothea den Fall. Doch ...

20 Jahre nach dem Tod ihres Vaters bittet die Studentin Theresa Inspektorin Dorothea Keusch in dem Fall noch einmal zu ermitteln. Obwohl ihre Kollegen ihr davon abraten, übernimmt Dorothea den Fall. Doch dann geschieht ein weiterer Mord aus dem persönlichen Umfeld von Theresas Vater. Die Geschichte fand ich sehr spannend, da einerseits viele Örtlichkeiten in Kufstein beschrieben wurden, aber auch der Fall selbst sehr spannend war und eine düstere Seite der Stadt gezeigt hat. Bei Dorothea war ich zum Teil etwas zwiegespalten. Einerseits fand ich sie sympathisch und sie brennt für ihren Beruf, andererseits hat sie einige Probleme in ihrem Privatleben, mit denen sie zu kämpfen hat. Dennoch fand ich die Mischung aus dem Cold Case und dem Privatleben der Ermittlerin sehr gut gelungen.

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Veröffentlicht am 05.05.2026

Eine Geschichte über Freundschaft

Zeit der Freundinnen
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Julia lebt in München in einem geordneten Leben als Goldschmiedin. Als ihr 16-jähriger Sohn eine Ausbildung in Mittenwald beginnen möchte, fällt ihr diese Entscheidung sehr schwer. Einerseits weil er diese ...

Julia lebt in München in einem geordneten Leben als Goldschmiedin. Als ihr 16-jähriger Sohn eine Ausbildung in Mittenwald beginnen möchte, fällt ihr diese Entscheidung sehr schwer. Einerseits weil er diese Entscheidung hinter ihrem Rücken, jedoch in Übereinstimmung mit ihrem Ex-Mann getroffen hat und weil sie ihn noch nicht ganz loslassen möchte. Im Zuge dieses Umbruchs findet sie Halt bei ihren Freundinnen. Bei einer Wanderung in den Bergen werden dabei einige Geheimnisse offenbart.
Der Roman wird ohne viele Höhen und Tiefen in einem ruhigen Stil erzählt. Dennoch war die Geschichte um Julia, ihre Familie und ihre Freundinnen sehr abwechslungsreich und stimmungsvoll. Ich mochte die Protagonistin, die versucht mit ihrer neuen Lebenssituation umzugehen und auch ihre Freundinnen, die sie dabei unterstützen, waren sehr sympathisch. Im Laufe der Geschichte gab es auch unter ihnen einige Unstimmigkeiten und ihr Verhalten während der Wanderung war stellenweise ein wenig naiv. Dennoch war es ein Roman, der beim Lesen eine positive und optimistische Stimmung verbreitet
Es war ein rundum Wohlfühlroman und ich freue mich auf die kommenden Geschichten von Helen und Sophie.

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Veröffentlicht am 02.05.2026

Eine alte Nähmaschine und ein neues Leben

Fäden des Glücks
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Karla kehrt in das Gutshaus nach Mecklenburg-Vorpommern zurück, in dem sie mit ihren Eltern früher Urlaub gemacht hat. Ihr Vater hat es ihr vererbt und da sie seit vielen Jahren nicht mehr dort ...

Karla kehrt in das Gutshaus nach Mecklenburg-Vorpommern zurück, in dem sie mit ihren Eltern früher Urlaub gemacht hat. Ihr Vater hat es ihr vererbt und da sie seit vielen Jahren nicht mehr dort war und auch noch ihren Job in einer Unternehmensberatung verloren hat, beschließt sie nach Lüttenbü zu fahren, um einige Räume herzurichten, auszumisten und das Haus zu verkaufen. Doch als sie ankommt, ist das Haus in einem schlechteren Zustand als sie gedacht hat und auch ihre Vergangenheit holt sie wieder ein. Daher ist sie gezwungen mehr Zeit in die Renovierung des Hauses zu stecken als ursprünglich geplant.

Die Geschichte ist zwar ein wenig vorhersehbar, hat mir aber dennoch sehr gut gefallen. Neben der Geschichte in der Gegenwart, werden auch immer Rückblenden in die Zeit von Karlas letztem Sommer in Lüttenbü mit ihren Eltern gemacht. In kurzen und leider viel zu wenigen Abschnitten wird die Geschichte der ursprünglichen Bewohner des Gutshauses während des zweiten Weltkrieges erzählt, die ich ebenfalls sehr interessant fand. Durch den Wechsel der Zeitabschnitt erfährt man sehr viel über Karla und die Gründe, weshalb sie erst nach einer sehr langen Zeit wieder zurück nach Lüttenbü kommt.

Ich mochte den Erzählstil sehr und auch das Einfließen der Näharbeiten und besonders die Beschreibung des Gutshauses haben mir sehr gut gefallen. Da hier so viele verschiedene Aspekte in die Geschichte eingeflossen sind, ist sie immer sehr lebendig und abwechslungsreich geblieben. Sowohl die Protagonistin Karla als auch die Nebencharaktere waren sehr sympathisch und es wurde Karla auch nie zu leicht gemacht besonders ihre privaten Probleme aus der Vergangenheit zu lösen. So dass die Geschichte und die Charaktere nie oberflächlich waren. Karla hat mir sehr gut gefallen, da sie eine Person war, die anpacken konnte und aufgrund ihrer Kreativität viele Ideen für das Gutshaus hatte. So dass nicht nur das Gutshaus, sondern auch ein wenig Karlas eigenes Leben renoviert wurde.

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Veröffentlicht am 19.04.2026

Ein Mordfall in der Kulturszene

Letzter Landler
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Bei der Familie Gasperlmaier geht es wieder turbulent zu, denn Besuch aus Kanada hat sich angekündigt. Die Schwiegereltern seines Sohnes kommen zu Besuch, um Bad Aussee kennenzulernen und Zeit mit ihrer ...

Bei der Familie Gasperlmaier geht es wieder turbulent zu, denn Besuch aus Kanada hat sich angekündigt. Die Schwiegereltern seines Sohnes kommen zu Besuch, um Bad Aussee kennenzulernen und Zeit mit ihrer Tochter Richelle und den Enkeln zu verbringen. Nach einem ersten Kennenlernen und gemeinsamen Essen haben Gasperlmaier und Christine für den Abend Karten für ein Ballett in Bad Aussee. Entgegen seinen ursprünglichen Bedenken, gefällt ihm die Veranstaltung sehr gut. Daher ist er ein wenig schockiert, als er am nächsten Morgen die Mitteilung eines Leichenfundes erhält, bei dem sich herausstellt, dass es sich um eine der Geigerinnen des Orchesters handelt.
Nun beginnen die spannenden Ermittlungen in Bad Aussee und Umgebung. Diese führen Gasperlmaier und seine Kolleginnen aus Liezen, Dr. Kohlross und Emina, in die Kulturszene Österreichs und in den Bekanntenkreis der ermordeten Geigerin.
Mir hat dieser Altaussee-Krimi um Gasperlmaier, seiner Familie und Freunden wieder sehr gut gefallen. Besonders dabei mag ich einerseits das Lokalkolorit um die Gegend um Bad Aussee, aber auch den wirklich spannenden Kriminalfall, der mit vielen Wendungen besticht und mich oftmals bzgl. der Verdächtigen in die Irre geführt hat. Denn dieses Mal gewinnt man einerseits einen Einblick in die Kulturszene mit seinen Höhen und Tiefen, aber auch in manche familiären Abgründe und natürlich in die Polizei- und Ermittlungsarbeit. Daher gibt es wieder viele Verdächtige und Wendungen in der Geschichte, aber man erhält auch immer wieder Einblicke in Gasperlmaiers Privatleben mit seiner Familie und dem beliebten Nachbarn Doktor Altmann.
Fazit: Ein Krimi, der mich bestens unterhalten hat.

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