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Veröffentlicht am 03.05.2026

Tiefe Freundschaft und beklemmende Trauerbewältigung

Unter Wasser
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Schon das Cover lässt den interessierten Leser eintauchen in die bezaubernden Tauchgebiete rund um Phuket in Thailand – so klar und sonnendurchdrungen sind die einladenden Gewässer. Neben dieser beeindruckenden ...

Schon das Cover lässt den interessierten Leser eintauchen in die bezaubernden Tauchgebiete rund um Phuket in Thailand – so klar und sonnendurchdrungen sind die einladenden Gewässer. Neben dieser beeindruckenden Naturbeschreibung im Wasserbereich wie auch im Wald auf der geschützten, thailändischen Forschungsinsel um 2004 erzählt die Hauptperson Marissa auch von 2 Tagen in New York im Oktober 2012. Das spannende Setting in Thailand beschreibt die tiefe, innige Freundschaft zwischen Marissa und Arielle, bis ein Tsunami in 2004 dieser ein unerwartetes Ende beschert. 8 Jahre später wandert Marissa orientierungslos und immer noch traumatisiert durch New York in Erwartung eines Hurricans. Die Schilderung beider Naturkatastrophen aus ihrer Sicht ist beklemmend. Ihr über diese lange Zeit nachwirkender Schmerz wirkt authentisch. Dynamik erhält die Gegenwart mit anrückendem Hurrikan durch ihre Alpträume und anwachsenden Erinnerungen an die zerstörerische Riesenwelle in Phuket. Angerissen werden auch Themen wie Sextourismus und häusliche Gewalt sowie Umweltverschmutzung, Wilderei und Klimaerwärmung in Thailand.
Inspirierende Unterwasserwelt in Thailand und Anreiz für einen dortigen Tauchurlaub.

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Veröffentlicht am 28.04.2026

Ein gesellschaftskritischer Thriller

Das Gesetz der Elite
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Das Cover führt passend hin zum ersten Opfer, denn es zeigt ein Hochhaus, das besonders im ersten Teil des Thrillers als "Jungla Urbana" ein wichtiger Tatort ist.
Die Szenerien spielen in Mailand, Rom, ...

Das Cover führt passend hin zum ersten Opfer, denn es zeigt ein Hochhaus, das besonders im ersten Teil des Thrillers als "Jungla Urbana" ein wichtiger Tatort ist.
Die Szenerien spielen in Mailand, Rom, Paris und auf Sardinien, geprägt von dem teils detailliert beschriebenen Ambiente der Superreichen.
Hauptfiguren sind Colomba Caselli, ehemalige Vizepolizeidirektorin und Beraterin beim DIS (italienischer Geheimdienst). Und Dante Torre, Amateurkriminalist, eines der entführten Kinder, unter Klaustrophobie leidend, überzeugt mit seinen besonderen Fähigkeiten und hochgradigen Intelligenz in Fragen der Konklusion. Die besondere Vorgeschichte dieser beiden Protagonisten wird leider nur vage in einigen Rückblenden angedeutet.
Insgesamt unterteilt sich der Krimi in drei Teile. Mordopfer im ersten Teil sind Jesús Martínez, ehemaliger Fußballspieler und steinreicher Unternehmer, verstorben in seiner Kryosauna und Cristina Rinaldi Moretti, Modedesignerin, verbrannt. Aus diesen scheinbaren Einzeldelikten entwickelt sich allmählich nachvollziehbar eine Serie komplizierter Verbrechen an Superreichen mit viel Macht, Geld und Einfluss, die teils 30 Jahre zurückliegen. Besonders im zweiten Teil werden subtil gesellschaftskritische Themen wie z. B. Kinderarbeit oder das Einfrieren nach dem Tod nebst Klonen einbezogen. Im dritten Teil geht es vornehmlich um die Überführung des wahren Täters mit ausgeklügelter Beweisführung.
Insgesamt ein intelligenter Plot zwischen Italien und Frankreich mit ideenreichen, detaillierten Mordkonstellationen und realistischen, dynamischen Dialogen.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Eine lustige und einfühlsame Schuleinführung für Erstklässler

Sammy Schlappohr (Band 1) – Vier Pfoten für den Schulstart
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Das bunte Cover mit Schultafel und wuseligen Kindern rund um die tierische Hauptfigur Sammy führt gedanklich gut in den Buchinhalt ein. Aus seiner aufmerksamen Perspektive konzentriert sich der Text zunächst ...

Das bunte Cover mit Schultafel und wuseligen Kindern rund um die tierische Hauptfigur Sammy führt gedanklich gut in den Buchinhalt ein. Aus seiner aufmerksamen Perspektive konzentriert sich der Text zunächst auf die lange erwartete Einschulungsfeier der Regenbogenschule. Sammy Schlappohr, der lustige Schulhund, begleitet auch in der ersten Schulwoche die Klasse 1b bei ihren gemeinsamen Aktionen während der Unterrichtszeit und auch in den Pausen. Neben den Regeln im morgendlichen Stuhlkreis geht es auch um Teamarbeit, z.B. bei der kreativen Schatzsuche mit dem Ziel der Schulerkundung und dem Abbau eventueller Unsicherheiten bei den Schulkindern, die Sammy wohl leicht erschnüffeln kann.
Illustrationen in kräftigen Farben unterstützen mindestens halbseitig den in klarer Schriftart gehaltenen Text von 13 Kapiteln. Zu Kapitel 4 - mit dem Verlust der Namensliste der Erstklässler – verwundert es, dass die Hausmeisterin Lou hier Zugriff auf den Schulserver hat und neben einem Computer sogar über einen Drucker verfügt. Diese Episode könnte inhaltlich eher im Schulbüro verortet werden und von Frau Querlich, der Schulsekretärin, ausgeführt werden.
Insgesamt kreativ und kindgerecht in Wort und Bild.

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Veröffentlicht am 25.04.2026

Ora et labora – Calvinismus auf den Hebriden

John of John
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Gefangen zwischen strengsten calvinistischen Bibelauslegungen und einer geheimen queeren Liebe auf den Hebriden im windigen Nord-Westen Schottlands, so stellt sich insgesamt die unwirtliche Szenerie dar ...

Gefangen zwischen strengsten calvinistischen Bibelauslegungen und einer geheimen queeren Liebe auf den Hebriden im windigen Nord-Westen Schottlands, so stellt sich insgesamt die unwirtliche Szenerie dar für Cal, John Calum MacLeod, der schlussendlich für seinen Vater John MacLeod die christliche Ausrede unter Zuhilfenahme des Matthäusevangeliums, einer verlogenen Lösung, findet, damit dieser seinem Geliebten Innes endlich folgen kann. Die religiöse Enge der Inselgemeinschaft zwischen Schafzucht und Regentagen am Webstuhl bildet den Rahmen für queere Liebe und heimlicher Scham wegen geschmähter Homosexualität einerseits, andererseits geht es auch um kirchliche und familiäre Verpflichtungen, auch Verblendung. So wie der Vater John wirkt der gescheiterte, schwule Cal wie ein Webfehler im selbstgewebten Harris-Tweed, kämpft an gegen Unfreiheiten in seinem traditionellen Umfeld. Neben die zwei ebenbürtigen Männer-Charaktere tritt Cals Großmutter Ella auf als verbindendes, liebevolles Familienmitglied. Die Rückblenden aus Cals Kindheit lassen den Vater John als hart, verschlossen, sogar als gewaltsam erscheinen, doch ihre Liebe zueinander zeigt sich schließlich trotz vieler nachvollziehbarer Heimlichkeiten. Hier hilft schließlich nur ein Ausbruch aus dieser engen Inselgemeinschaft, dass man seine Sexualität im religiösen Frieden mit sich selbst ausleben kann. Die gälischen Dialog-Einschübe und fantasievollen Wortschöpfungen zu Wollfarben erhöhen die sprachliche Lebendigkeit.

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Veröffentlicht am 21.04.2026

"Nur wer von Zuhause weggeht, kann Heimkommen".

Mirabellentage
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Die Szenerie spielt in dem beschaulichen Dorf Blumfeld in Bayern, mit dem Bach Ache, mit einem im Wald versteckten kleinen See. Hauptakteurin ist die 54-jährige Haushälterin Anna Nass, die mit dem unerwarteten ...

Die Szenerie spielt in dem beschaulichen Dorf Blumfeld in Bayern, mit dem Bach Ache, mit einem im Wald versteckten kleinen See. Hauptakteurin ist die 54-jährige Haushälterin Anna Nass, die mit dem unerwarteten Tod des katholischen Ortspfarrers Josef Heubeck, 57 Jahre, ihrem Arbeitgeber und Freund seit ihrer Kindheit, und wegen seinem besonderen Bestattungswunsch neue Entscheidungen in ihrem festgefahrenen Leben treffen muss. Bis zur Mirabellenernte im Pfarrgarten des Sommers 2010 geht es neben der Einführung des jungen Ersatzpriesters Fridtjof Nissen auch um ihre weit zurückliegenden Erinnerungen an Elternhaus, an harte Arbeitserfahrungen und teils lustigen Erlebnissen mit der Dorfgemeinschaft. Die Episoden rund um die lateinischen bzw. pikanten italienischen Sonntagspredigten des Friesen Fridtjof ohne hochdeutsche Sprachfertigkeiten wirken despektierlich in dieser ländlichen Idylle und dörflichen vertrauten Verbundenheit miteinander. Wie sich langsam besonders über den Fahrlehrer Manfred Tanner der Wendepunkt in Annas Leben anbahnt, hätte mehr Tiefgang einnehmen können. Ihre Angst vor dem Verlust ihres heimischen Platzes im Dorf, mit dem neuen, noch zu fremden Pfarrer, ist verständlich. Komplexere Gedanken zum Thema Neuanfang in der Lebensmitte hätten sicherlich gefallen. Der letzte Wunsch des verstorbenen Pfarrers wird leider sehr unspektakulär abgewickelt.
Insgesamt wirken die Charaktere authentisch, teils originell. Der Schreibstil vermittelt sommerliche Atmosphäre.

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