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Veröffentlicht am 03.05.2021

Über den tiefen Sinn des Lebens - Erst sacken lassen!

Jenseits des Abgrunds
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Toni, Inhaber einer Werbeagentur, von seiner Gefährtin verlassen, ohne Kontakte zu seiner Familie, gestresst und unzufrieden mit seinem Leben, ist mit der Urne seines verstorbenen Bruders unterwegs in ...

Toni, Inhaber einer Werbeagentur, von seiner Gefährtin verlassen, ohne Kontakte zu seiner Familie, gestresst und unzufrieden mit seinem Leben, ist mit der Urne seines verstorbenen Bruders unterwegs in die Rocky Mountains, um dort an gewünschter Stelle, dessen Asche zu verstreuen. Auf der langen Fahrt dorthin gelangt er an eine steile Felsenklippe, eingebettet in atemberaubende Szenerie, mit einer Hütte ganz in der Nähe. Dort lebt Kosei-San, ein alter Japaner, zurückgezogen als ‚Wächter dieses tödlichen Abgrunds‘, der die Verzweifelten anspricht, sie in die Hütte zu einer Tasse Tee einlädt, um sie von ihrem selbst zerstörerischen Vorhaben abzubringen.
Auch Toni folgt der Einladung des Alten, hört von Geschichten über Höhen und Tiefen des Lebens, zu lieben und geliebt zu werden, wie auch das Tagebuch von Kosei-San verrät. Sinniert wird über den Sinn des Lebens, den es scheinbar bei Verlust nur geben kann, wo es auch neue Perspektiven aufgreift, um sich mit dem Leben in Grenzsituationen wieder neu zu versöhnen. Kosei-San versucht diesen Verzweifelten neue Wege aufzuzeigen.
Basierend auf einer wahren Begebenheit lädt dieses Buch vielleicht auch den Leser ein, über den tiefen Sinn seines Lebens zu reflektieren.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Eine lustige und einfühlsame Schuleinführung für Erstklässler

Sammy Schlappohr (Band 1) – Vier Pfoten für den Schulstart
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Das bunte Cover mit Schultafel und wuseligen Kindern rund um die tierische Hauptfigur Sammy führt gedanklich gut in den Buchinhalt ein. Aus seiner aufmerksamen Perspektive konzentriert sich der Text zunächst ...

Das bunte Cover mit Schultafel und wuseligen Kindern rund um die tierische Hauptfigur Sammy führt gedanklich gut in den Buchinhalt ein. Aus seiner aufmerksamen Perspektive konzentriert sich der Text zunächst auf die lange erwartete Einschulungsfeier der Regenbogenschule. Sammy Schlappohr, der lustige Schulhund, begleitet auch in der ersten Schulwoche die Klasse 1b bei ihren gemeinsamen Aktionen während der Unterrichtszeit und auch in den Pausen. Neben den Regeln im morgendlichen Stuhlkreis geht es auch um Teamarbeit, z.B. bei der kreativen Schatzsuche mit dem Ziel der Schulerkundung und dem Abbau eventueller Unsicherheiten bei den Schulkindern, die Sammy wohl leicht erschnüffeln kann.
Illustrationen in kräftigen Farben unterstützen mindestens halbseitig den in klarer Schriftart gehaltenen Text von 13 Kapiteln. Zu Kapitel 4 - mit dem Verlust der Namensliste der Erstklässler – verwundert es, dass die Hausmeisterin Lou hier Zugriff auf den Schulserver hat und neben einem Computer sogar über einen Drucker verfügt. Diese Episode könnte inhaltlich eher im Schulbüro verortet werden und von Frau Querlich, der Schulsekretärin, ausgeführt werden.
Insgesamt kreativ und kindgerecht in Wort und Bild.

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Veröffentlicht am 25.04.2026

Ora et labora – Calvinismus auf den Hebriden

John of John
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Gefangen zwischen strengsten calvinistischen Bibelauslegungen und einer geheimen queeren Liebe auf den Hebriden im windigen Nord-Westen Schottlands, so stellt sich insgesamt die unwirtliche Szenerie dar ...

Gefangen zwischen strengsten calvinistischen Bibelauslegungen und einer geheimen queeren Liebe auf den Hebriden im windigen Nord-Westen Schottlands, so stellt sich insgesamt die unwirtliche Szenerie dar für Cal, John Calum MacLeod, der schlussendlich für seinen Vater John MacLeod die christliche Ausrede unter Zuhilfenahme des Matthäusevangeliums, einer verlogenen Lösung, findet, damit dieser seinem Geliebten Innes endlich folgen kann. Die religiöse Enge der Inselgemeinschaft zwischen Schafzucht und Regentagen am Webstuhl bildet den Rahmen für queere Liebe und heimlicher Scham wegen geschmähter Homosexualität einerseits, andererseits geht es auch um kirchliche und familiäre Verpflichtungen, auch Verblendung. So wie der Vater John wirkt der gescheiterte, schwule Cal wie ein Webfehler im selbstgewebten Harris-Tweed, kämpft an gegen Unfreiheiten in seinem traditionellen Umfeld. Neben die zwei ebenbürtigen Männer-Charaktere tritt Cals Großmutter Ella auf als verbindendes, liebevolles Familienmitglied. Die Rückblenden aus Cals Kindheit lassen den Vater John als hart, verschlossen, sogar als gewaltsam erscheinen, doch ihre Liebe zueinander zeigt sich schließlich trotz vieler nachvollziehbarer Heimlichkeiten. Hier hilft schließlich nur ein Ausbruch aus dieser engen Inselgemeinschaft, dass man seine Sexualität im religiösen Frieden mit sich selbst ausleben kann. Die gälischen Dialog-Einschübe und fantasievollen Wortschöpfungen zu Wollfarben erhöhen die sprachliche Lebendigkeit.

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Veröffentlicht am 21.04.2026

"Nur wer von Zuhause weggeht, kann Heimkommen".

Mirabellentage
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Die Szenerie spielt in dem beschaulichen Dorf Blumfeld in Bayern, mit dem Bach Ache, mit einem im Wald versteckten kleinen See. Hauptakteurin ist die 54-jährige Haushälterin Anna Nass, die mit dem unerwarteten ...

Die Szenerie spielt in dem beschaulichen Dorf Blumfeld in Bayern, mit dem Bach Ache, mit einem im Wald versteckten kleinen See. Hauptakteurin ist die 54-jährige Haushälterin Anna Nass, die mit dem unerwarteten Tod des katholischen Ortspfarrers Josef Heubeck, 57 Jahre, ihrem Arbeitgeber und Freund seit ihrer Kindheit, und wegen seinem besonderen Bestattungswunsch neue Entscheidungen in ihrem festgefahrenen Leben treffen muss. Bis zur Mirabellenernte im Pfarrgarten des Sommers 2010 geht es neben der Einführung des jungen Ersatzpriesters Fridtjof Nissen auch um ihre weit zurückliegenden Erinnerungen an Elternhaus, an harte Arbeitserfahrungen und teils lustigen Erlebnissen mit der Dorfgemeinschaft. Die Episoden rund um die lateinischen bzw. pikanten italienischen Sonntagspredigten des Friesen Fridtjof ohne hochdeutsche Sprachfertigkeiten wirken despektierlich in dieser ländlichen Idylle und dörflichen vertrauten Verbundenheit miteinander. Wie sich langsam besonders über den Fahrlehrer Manfred Tanner der Wendepunkt in Annas Leben anbahnt, hätte mehr Tiefgang einnehmen können. Ihre Angst vor dem Verlust ihres heimischen Platzes im Dorf, mit dem neuen, noch zu fremden Pfarrer, ist verständlich. Komplexere Gedanken zum Thema Neuanfang in der Lebensmitte hätten sicherlich gefallen. Der letzte Wunsch des verstorbenen Pfarrers wird leider sehr unspektakulär abgewickelt.
Insgesamt wirken die Charaktere authentisch, teils originell. Der Schreibstil vermittelt sommerliche Atmosphäre.

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Tödliche Geheimnisse und Schuldgefühle in einem spannenden Plot

Das letzte Buch von Marceau Miller
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Das Cover mit Seenlandschaft in felsiger Umgebung siedelt das Szenario lt. Roman am Genfer-See nahe Yvoire in Frankreich passend an. In acht Episoden geht es um mörderische Beziehungen zwischen langjährigen ...

Das Cover mit Seenlandschaft in felsiger Umgebung siedelt das Szenario lt. Roman am Genfer-See nahe Yvoire in Frankreich passend an. In acht Episoden geht es um mörderische Beziehungen zwischen langjährigen Freunden rund um den erfolgreichen, verschlossenen Autor Marceau Miller und seiner hartnäckigen, zähen, wild entschlossenen Frau Sarah. Er hat bereits mit 40 Jahren ein Testament in Form eines Manuskripts verfasst, deponiert in einem Schließfach einer Bank in Genf, zusammen mit viel Bargeld. Mit seinem plötzlichen, tödlichen Kletterabsturz entwickelt sich für seine Ehefrau eine Aufklärungsphase voller Twists, kritischer Vertrauenskrisen und Zweifeln an eigener Menschenkenntnis neben der Suche nach dem plötzlich verschwundenen Manuskript.
Die Szenarien wechseln zwischen Aktionen am und auf dem Genfer See, in den Bergen und nicht nur polizeilichen Durchsuchungen. Zwischen Sarahs unermüdlichen Ermittlungserfolgen lüften auch Fragmente des entdeckten Manuskripts nach und nach mörderische Geheimnisse, auch zum Verschwinden von Marceaus Schwester Jade.
Hauptsächlich Sarah, die Ehefrau des Schriftstellers, tritt als unerschrockene, wütende Erzählerin auf, vielleicht in ihren Aktionen etwas zu übertrieben derb, unzivilisiert gegenüber Polizei und Freunden. Unrealistisch erscheint die grobe Vernachlässigung ihrer zwei Kinder, allein gelassen mit deren Trauerbewältigung. Jedoch Sarahs emotionale Verletztheit, Zweifel und Entschlossenheit in Sachen Aufklärung werden gut vermittelt. Mit langsam steigendem Spannungsbogen entpuppen sich die langjährigen Freundschaften als nachvollziehbare Dramen in angenehmer Landschaft.

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