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Veröffentlicht am 07.05.2026

Hochwertiges Book Journal mit viel Platz für Büchersüchtige

Book Journal
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Das Book Journal beeindruckt mich vor allem durch sein ästhetisches Erscheinungsbild. Seine gebundene Form und der kräftige Buchdeckel verleihen ihm Stabilität und machen es zu einem echten Blickfang im ...

Das Book Journal beeindruckt mich vor allem durch sein ästhetisches Erscheinungsbild. Seine gebundene Form und der kräftige Buchdeckel verleihen ihm Stabilität und machen es zu einem echten Blickfang im Bücherregal. Das schwarze Cover wirkt sowohl edel als auch modern. Besonders gefallen mir die filigranen Verzierungen aus floralen und literarischen Motiven, die farblich hervorgehoben sind. Am schönsten finde ich die eingefügte Goldfolie, die in Kombination mit dem dunklen Hintergrund den Titel strahlen lässt und dem gesamten Journal eine besonders hochwertige Ausstrahlung verleiht.

Nach ein paar freundlichen Worten der Designerin Julia Myotte kann ich direkt mit der doppelseitigen Liste „Mein Stapel ungelesener Bücher“ loslegen. Platz ist für 32 Titel, währenddessen lacht mein echter SuB im Hintergrund ziemlich laut. Dennoch gefällt mir die Liste sehr, denn sie bietet einen kleinen Ansporn, den neuesten SuB im Zaum zu halten. Und ein bisschen schummeln ist erlaubt, schließlich ist die nächste Doppelseite für meine „Wunschliste“ reserviert. Sie umfasst 30 Bücher, und auf den folgenden drei Seiten kann ich pro Monat bis zu acht Neuerscheinungen festhalten. Das ist wirklich beachtlich.

Besonders gefällt mir der „Lesetracker“. Hier darf ich jeden Monat die Anzahl der Bücher farbig ausmalen, die ich gelesen habe. Für bis zu 16 Bücher bietet er Platz, was für mich völlig ausreichend ist. Faszinierend finde ich, dass ich sogar täglich meine gelesenen Seiten eintragen kann. Das hatte ich bisher noch nie ausprobiert, weshalb ich die kleine Legende sehr schätze, die mir genau erklärt, wie ich den Tracker ausfüllen soll. Außerdem habe ich jeden Monat die Möglichkeit, mein Lieblingsbuch zu küren und ein Buch auszumalen, sobald ich es beendet habe.

Witzig finde ich die „5 Bücher“ Listen, wobei ich mich hier wirklich schwertun werde, mich auf 5 Bücher zu beschränken, die ich zum Beispiel aus einem brennenden Haus retten oder auf eine einsame Insel mitnehmen würde.

Das Book Journal eröffnet mir zudem die Möglichkeit, an verschiedenen Lesechallenges teilzunehmen. Normalerweise nehme ich an solchen Aktionen nicht aktiv teil, doch hier kann ich am Jahresende sehen, was ich ganz nebenbei geschafft habe. Das ist auf jeden Fall eine schöne Überraschung. So finde ich später zum Beispiel heraus, ob ich ein „Bingo“ habe oder ob die Einbände der gelesenen Bücher zusammen einen Regenbogen ergeben.

Ich finde es richtig spannend, dass ich im Laufe oder am Ende meines Lesejahres festhalten kann, welches Buch mich emotional am meisten berührt hat. Unter der Rubrik „Sturm der Gefühle“ kann ich notieren, welche Bücher mich in schlechten Momenten begleiteten, welche mich beruhigt oder welche mich saisonal besonders begeistert haben. Außerdem habe ich die Möglichkeit, Bücher verschiedenen Tropes zuzuordnen. Manche sind vorgegeben, etwa „Enemies to Lovers“, andere kann ich selbst auswählen. Diese Idee finde ich ziemlich unterhaltsam. Mal sehen, ob ich überhaupt Bücher aus der Liebeskategorie lesen werde.

Mein Highlight ist ganz klar die Liste „Friedhof der Enttäuschungen“. Dort halte ich all die Bücher fest, die mich nicht überzeugen konnten. Acht Einträge wirken dabei noch recht optimistisch, wenn ich bedenke, dass das Book Journal Platz für 100 gelesene Werke vorsieht.

Nachdem ich auch noch meine Lieblingszitate festhalten kann, gelange ich zum Herzstück des Book Journal. Unter dem Deckblatt „Meine gelesenen Bücher“ habe ich Platz, bis zu 100 Werke einzeln festzuhalten. Pro Seite kann ich ein Buch mit meiner persönlichen Sternevergabe, Titel, Autorin oder Autor, Genre, Emotionen, Spice Level und der Ausgabeart eintragen.

Außerdem kann ich meine eigene Meinung in Kurzform notieren, Lieblingszitate festhalten und vermerken, wann ich mit dem Lesen begonnen und wann ich es abgeschlossen habe. Die letzte Zeile „Passende Musik zu diesem Buch“ bleibt vermutlich leer, denn beim Lesen höre ich keine Musik. Es reicht schon, wenn mich jemand von der Seite anquatscht, während ich tief in einer Buchwelt versunken bin.

Ganz am Ende des Buches wartet noch ein besonderes Schmankerl: eine Piktothek. Die nutze ich auf jeden Fall, denn ich finde es großartig, wie einfach ich damit kleine Piktogramme zeichnen und dem Book Journal so meinen ganz persönlichen Stil verleihen kann.

Insgesamt schätze ich sehr, dass das Innere des Book Journal in Schwarz und Weiß gestaltet ist. Dadurch wirkt es zurückhaltend, und ich habe die Möglichkeit, Farben ganz nach meinem Geschmack hinzuzufügen. Die zarten Illustrationen und Piktogramme bringen eine lebendige Note ins Journal, ohne vom eigentlichen Thema abzulenken.

Das Book Journal gefällt mir richtig gut, weil es sich am Ende wie ein kleines Lesetagebuch anfühlt. Mein Lesejahr ist darin wunderbar zusammengefasst, und ich weiß schon jetzt, dass ich immer wieder gern darin blättern werde.

Fazit:
Ein liebevoll gestaltetes Book Journal, das Platz für 100 gelesene Bücher bietet und zugleich genügend Raum lässt, um Lesestatistiken festzuhalten, neue Challenges zu entdecken und das eigene Lesejahr auf eine ganz persönliche Weise zu begleiten.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Ein vielschichtiger Kriminalroman, der das neapolitanische Leben zur Osterzeit authentisch einfängt

Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl
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Es ist Osterzeit in Neapel und die wichtige Karwoche ist angebrochen. Sofort werde ich in die österliche neapolitanische Stimmung hineingezogen und die erneute Begegnung mit Commissario Gaetano ist erst ...

Es ist Osterzeit in Neapel und die wichtige Karwoche ist angebrochen. Sofort werde ich in die österliche neapolitanische Stimmung hineingezogen und die erneute Begegnung mit Commissario Gaetano ist erst einmal entspannt. Denn Gaetano hat Urlaub und den möchte er in dem Bauernhaus, das seine Eltern ihm und seinem Bruder hinterlassen haben, verbringen. Dort wohnt seine hochschwangere Nichte Carla mit ihrem Mann Michele. Zum Osterwochenende möchte sie heile Familie spielen, denn auch Gaetanos Bruder Aniello, der nach einem Unfall pflegebedürftig ist, lebt mittlerweile ebenfalls auf der Tenuta.

Alles könnte so schön sein, wenn Beppa Bellucci, Gaetanos junge Kollegin, nicht anrufen würde, um mitzuteilen, dass sie einen Toten aus dem Hafenbecken gefischt hat. Und den Fall kann und will Gaetano Beppa nicht alleine überlassen, denn die Fischerstochter ist stets überambitioniert und noch grün hinter den Ohren.

Und so werde ich in einen Kriminalfall hineingezogen, der auf den ersten Blick eindeutig wirkt. Alles passt zu einem Selbstmord. Noch ein paar Informationen sammeln, den Fall abschließen und dann endlich Ostern feiern.
Doch recht schnell wird klar, irgendwas passt nicht zusammen. Spätestens als die kleine Franca, die Tochter des Toten, aus dem Nähkästchen plaudert, keimen in Gaetano Zweifel auf. Ihre Worte deuten an, dass mehr dahintersteckt als ein Suizid, und plötzlich wirkt der Fall nicht mehr so eindeutig. Doch wie zuverlässig ist diese junge Zeugin wirklich und was hat das alles mit der Firma zu tun, in welcher der Tote gearbeitet hat und welches das führende Unternehmen beim Verkauf von ganz besonders tollen Algenprodukten ist?

Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl besticht durch die besondere Mischung aus persönlicher Ermittlungsarbeit und neapolitanisch-gesellschaftlichem Hintergrund. Besonders die Osterzeit spielt hier eine große Rolle und ich finde es spannend zu sehen, wie wichtig den Neapolitanern unter anderem die Prozessionen und die traditionellen Speisen sind. Gleichzeitig zeigt Fabio Nola sehr feinfühlig, wie familiäre Erwartungen, wirtschaftlicher Druck und gesellschaftliche Probleme ineinandergreifen. Gerade weil der Tote in manchen Punkten ein Leben geführt hat, das Gaetano nur allzu gut kennt, kann er sich in dessen Lage hineinfühlen, ohne dabei den Fokus zu verlieren.

Abgerundet wird Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl durch den interessanten Schreibstil. Dieser ist eine gelungene Mischung aus situationsbezogenem Humor, lebendig beschriebenen Wahrnehmungen und dem Talent, eine immer zur Szene passende Atmosphäre zu erschaffen. Besonders die Dialoge, die gerne mal vor Sarkasmus triefen, und die Situationskomik gefallen mir gut. Was ich ebenfalls mag, ist, dass hier viele neapolitanische Ausdrücke mit in die Geschichte einfließen. Aus dem Kontext kann ich sie gut in ihrer Bedeutung ableiten, aber es gibt am Ende des Buches auch ein Glossar.

Dank des personalen Erzählers bin ich ausschließlich an Gaetanos Seite, was mir aber dennoch Perspektivwechsel ermöglicht. Ich habe Gaetano schon seit Band 1 ins Herz geschlossen. Denn er ist kein klassischer Held, sondern ein Charakter, der öfter mit sich und dem bestehenden polizeilichem System ringt. Sein Vorgesetzter möchte den Fall lieber im Sinne der Firma und des Staatsanwaltes abschließen, um den Ruf zu wahren. Doch Gaetano spürt, dass hier etwas nicht stimmt, und weigert sich, eine bequeme Wahrheit zu akzeptieren.

Beppa hingegen ist übereifrig, starrsinnig und möchte am liebsten mit dem Kopf durch die Wand. Jetzt hat sie ihren ersten eigenen Fall und ich mag, dass Gaetano ihr zur Seite steht und ihr zuhört, wenn es sonst niemand macht. Gleichzeitig bremst er sie, bevor sie sich in einen noch größeren Schlamassel manövriert. Die beiden wachsen hier zu einem richtig guten Team zusammen. Aber auch die Nebenfiguren haben eine besondere Charaktertiefe und es fühlt sich durchgängig so an, als würde ich echten Menschen begleiten.

Obwohl Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl zu Beginn ruhig anfängt, entwickelt sich dieser Krimi schnell zu einem vielschichtigen und nicht leicht zu durchschauenden Fall. Ich begleite Gaetano privat, sehe die Herausforderungen seiner Nichte, die ihren pflegebedürftigen Vater zu sich holt, und erlebe, wie ihr Mann versucht, der Familie ein sicheres Auskommen zu ermöglichen. Gleichzeitig erschweren Sabotageversuche seines Vorgesetzten die Ermittlungen, sodass Gaetano heimlich weiterforschen muss, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Und all das eingebettet in die besondere Osterzeit Neapels, die den Menschen dort unglaublich wichtig ist. Immer wenn ich denke, jetzt weiß ich, wie es sich weiterentwickeln wird, kommt die nächste überraschende Wendung. Nichts ist wirklich so, wie es auf den ersten Blick scheint, und das macht Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl zu einem tollen Leseerlebnis.

Eine sehr große Empfehlung ist das Hörbuch. Peter Lontzek gelingt es mit seiner Stimmvielfalt und den mit Inbrunst gesprochenen neapolitanischen Ausdrücken, mich in die beschriebene Welt hinauszukatapultieren. Besonders die Dialoge kommen hier richtig gut zur Geltung.

Im Übrigen lässt sich Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl ohne Vorkenntnisse zum ersten Band lesen. Die Fälle sind in sich abgeschlossen und damit selbstständig lesbar.

Fazit:
Ein Krimi, der mich mit seinem vielschichtigen und emotionalen Fall komplett gepackt hat. Die lebendige Osterstimmung Neapels schafft eine starke Atmosphäre, während der Fall selbst bis zum Schluss immer neue Wendungen bereithält.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Ein verständliches, interaktives und modernes Finanzbuch für Kinder

Von Geld, Gold und Guppys
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Ich habe Von Geld, Gold und Guppys vor allem für den Lesejunior geholt. In der Schule war in Politik das Thema Aktien und Fonds schon einmal dran, aber das war eher trocken und wenig greifbar. Ich wollte ...

Ich habe Von Geld, Gold und Guppys vor allem für den Lesejunior geholt. In der Schule war in Politik das Thema Aktien und Fonds schon einmal dran, aber das war eher trocken und wenig greifbar. Ich wollte ein Buch, das Finanzwissen so erklärt, dass Kinder es wirklich verstehen können, ohne dass es sie überfordert. Und ich muss sagen, dass mich die Aufbereitung der Themen positiv überrascht hat.

Von Geld, Gold und Guppys ist superverständlich aufbereitet und beleuchtet Geld vielfältig. Es ist viel Input, aber sinnvoll dosiert. Das hier ist kein Buch, das an einem Tag durchgelesen werden sollte, sondern eins, das nach und nach mit seinen Themen entdeckt werden kann. Besonders gelungen finde ich das Zusammenspiel aus Wissen, kleinen Challenges und Bezügen zum Alltag. Die Illustrationen helfen enorm, weil sie das Gelesene visuell vereinfachen, ohne es zu verfälschen. Durch die kleinen Mitmachaufgaben bleibt vieles besser im Kopf. Gerade für Kinder finde ich, dass dies eine schöne Mischung aus Lernen und Ausprobieren ist.

Empfehlen würde ich Von Geld, Gold und Guppys ab etwa zehn Jahren. Für Schulen wäre es perfekt, weil es komplexe Themen wie Zinsen, Inflation oder Vermögensaufbau so erklärt, dass Kinder sie wirklich greifen können. Natürlich ist vieles stark vereinfacht, aber das ist bei der Zielgruppe genau richtig. Ein Finanzprofi würde Von Geld, Gold und Guppys wahrscheinlich zu oberflächlich empfinden, aber darum geht es meiner Meinung nach nicht. Viel mehr soll Kindern ein Gefühl für Geld und seine Möglichkeiten vermittelt werden. Und das gelingt dem Buch richtig gut, auch durch den leichten Comiccharakter.
Die Illustrationen von Katrin Oertel sind immer auf den Punkt und spiegeln den Text wider. Angenehm finde ich, dass die Zeichnungen nicht dominieren, sondern nur unterstützend und moderat eingesetzt sind.

Ich selbst habe beim Lesen ebenfalls einiges mitgenommen. Themen wie Bitcoin, Aktien oder Fonds interessieren mich, aber mein Wissen ist eher rudimentär. Das Buch nimmt Berührungsängste und zeigt Wege, wie Geld wachsen kann.

Fazit:
Ein verständliches, interaktives und modernes Finanzbuch, das Kindern auf anschauliche Weise erklärt, wie Geld funktioniert, ohne sie zu überfordern.

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Ich werde Riko und Herrn Sato vermissen

Teach me how to Kill you 8
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Teach me how to kill you – Band 7 hat mich emotional aufgewühlt und mit dieser Grundstimmung starte ich in den finalen Band. Obwohl mir schon beim Ende vom vorletzten Teil klar war, welche Konsequenzen ...

Teach me how to kill you – Band 7 hat mich emotional aufgewühlt und mit dieser Grundstimmung starte ich in den finalen Band. Obwohl mir schon beim Ende vom vorletzten Teil klar war, welche Konsequenzen die Begegnung mit Bloodlink für Herrn Suzuki und Riko hat, bin ich dennoch erschüttert, als ich die Bestätigung erhalte.

Teach me how to kill you – Band 8 verknüpft die letzten losen Fäden und bringt endgültig Licht in die Vergangenheit und Entwicklung von Herrn Sato. Zwischen Rückblenden und der Gegenwart wechselt die Geschichte spannungsvoll und zeigt auf, was Gewalt, Abhängigkeiten und Entscheidungen für die einzelnen Charaktere an Auswirkungen hatte. Schlüssig wird dargelegt, weshalb genau dieser Showdown unausweichlich ist.

Die Erkenntnis ist brutal und einschneidend. Mich wühlt der Manga auf und eine dunkle Ahnung schleicht sich durch die Seiten.
Die Illustrationen unterstreichen diese Ereignisse gekonnt in bewegenden Bildern. Manchmal jedoch sind die Szenenwechsel dermaßen sprunghaft, dass ich den Zusammenhang verliere und zurückblättern muss.

Die Beziehung zwischen Riko und Herrn Sato gipfelt in einem moralisch schwierigen, aber logisch konstruierten Höhepunkt. Die beiden verbindet so viel und alles zwischen ihnen ist vielschichtig und weder schwarz noch weiß.
Ein letztes Mal arbeiten sie zusammen, um sich gegen Bloodlink zustellen und einem perfiden Mörder seiner gerechten Strafe zu überführen.
Und dann steht Rikos Schwur im Raum. Den Mörder ihrer Eltern, Herrn Sato, zu töten.
Ich habe mir unendlich viele Varianten für das Finale ausgemalt und nicht eine ist so, wie sie Sharoh Hanten umgesetzt.

Das Ende ist schlüssig und beendet diese Reihe auf die einzige Art, die richtig ist. Ehrlich und ungeschönt, stimmig zum kompletten Handlungsaufbau von acht Bänden. Und doch schafft sie mir keine Befriedigung, sondern lässt mich bedrückt zurück.

Fazit:
Teach me how to kill you – Band 7 ist eine besondere Thriller-Manga-Reihe, die viel mit moralischen Grauzonen gespielt hat und mich mit einem fantastischen Artwork begeistern konnte. Nichts hat sich so entwickelt, wie ich es vermutet habe und ich werde Riko und Herrn Sato vermissen.

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Heiße Lektüre mit humorvollem Plot

Lights Out
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Der Einstieg stößt mich direkt in Alys harten Arbeitsalltag. Als Trauma-Krankenschwester schiebt sie nicht nur lange Schichten, sondern sieht auch viel Elend und die Auswirkungen von unterschiedlichster ...

Der Einstieg stößt mich direkt in Alys harten Arbeitsalltag. Als Trauma-Krankenschwester schiebt sie nicht nur lange Schichten, sondern sieht auch viel Elend und die Auswirkungen von unterschiedlichster Gewalteinwirkung. Alys Arbeit wird nicht allzu detailliert beschrieben, aber es reicht, um einen authentischen Blick auf diesen Knochenjob zu erhalten.
Kein Wunder also, dass Aly nach einem anstrengenden Arbeitstag Zerstreuung in den sozialen Medien sucht. Dabei zieht es sie zu Videos mit maskieren Männern, die zu heißer Musik sexy Choreografien zeigen. Ein Account hat es ihr dabei besonders angetan und ihre wilden Fantasien verleiten sie zu zweideutigen Kommentaren. Josh, der Inhaber des Accounts, wird durch einen für mich amüsanten Zufall auf Aly aufmerksam.

Erwartet habe ich eine klassische Dark Romance Geschichte. Doch schnell entpuppt sich Lights Out als unterhaltsame, überraschend warme und sehr spannende Mischung aus Humor, scharfer Erotik und einer guten Portion Nervenkitzel.
Das Highlight in Lights Out sind definitiv die Hauptcharaktere Aly und Josh. Da sie mir ihre Erlebnisse, Gedanken und Handlungen selbst erzählen, komme ich ihnen sehr nah. Ich mag sie beide auf Anhieb, allen voran Josh.

Ja, Josh bewegt sich rein objektiv betrachtet mit seinen Stalker-Allüren in einer moralischen Grauzone, aber dennoch hat er eine wirklich gute emotionale Reife. Gerade in Momenten, die theoretisch verwerflich wirken könnten, zeigt er, wie sehr ihm Alys Sicherheit und Grenzen am Herzen liegen. Selbst in den intensivsten Situationen schafft er es, einen sicheren Rahmen zu halten. Genau das macht sein Verhalten für mich nachvollziehbar und überraschend respektvoll. Am meisten liebe ich seine Selbstironie, die mich oft zum lauten Lachen bringt. Josh ist ein sehr kontrastreicher Charakter mit seiner dunklen Ausstrahlung und seiner emotionalen Verlässlichkeit. Das verleiht ihm zusätzliche Tiefe.

Aly ist ebenfalls eine gestandene Persönlichkeit. Sie hat eine sehr gute Menschenkenntnis, die ihr dabei hilft, in dem aufbrodelnden Hormoncocktail nicht den Überblick zu verlieren. Aly weiß, was sie möchte, und kann das auch ganz klar kommunizieren. Besonders berührt hat mich, wie sie sich traut, ihre Fantasien mit Josh auszuleben, obwohl immer ein Restzweifel in ihr mitschwingt. Gleichzeitig beginnt sie, sich mit dem auseinanderzusetzen, was sie seit Jahren quält, und zieht neue Erkenntnisse daraus.
Durch Josh kann Aly endlich eine Seite in sich ausleben, die andere Menschen verwerflich finden würden. Doch die beiden schaffen sich einen sicheren Platz für ihre manchmal doch recht schmutzig ausgelebten Fantasien.

Die erotischen Szenen sind intensiv, sehr detailliert und überaus sinnlich. Einige davon sind so ungewöhnlich und scharf, dass sie mich wirklich überrascht haben. Dennoch bleiben sie stimmig eingebettet in die Handlung. Mir gefällt besonders daran, dass sie sich konsequent in den Verlauf einfügen und damit die emotionale Nähe der Charaktere stärkt. Zudem trägt es zu deren Entwicklung bei, was das Erlebnis dieser sehr scharfen Szenen intensiviert.

Auch der Plot von Lights Out kann mich überzeugen. Lights Out schlägt im Verlauf eine thrillerartige Richtung ein, die sich zunächst nur leise andeutet, dann aber mit einer überraschenden Wendung richtig Fahrt aufnimmt. Die Art der Bedrohung zeichnet sich zwar früh ab, doch wie sich die Situation weiterentwickelt, hat mich mehrfach kalt erwischt. Dadurch gewinnt Lights Out spürbar an Spannung, gleichfalls sorgt dieser Wechsel dafür, dass die Geschichte nicht in der sündig-erotischen Routine verharrt.

Zwar schleichen sich im letzten Drittel ein paar Längen ein, vor allem weil sich die Gedanken von Aly und Josh zeitweise im Kreis drehen und der Plot kurz stagniert, dennoch bleibt die Grundspannung erhalten, sodass keine echte Langeweile entsteht.
Insgesamt überzeugt mich Lights Out durch seine geniale Kombination aus Dark Romance und pointierter Situationskomik. Nie verliert die Story an Glaubwürdigkeit, auch wenn manche Entwicklungen skurril sind.

Fazit:
Lights Out hat mich von der ersten Seite an gefesselt, zum Lachen gebracht und mit intensiven Szenen wie auch überraschenden Entwicklungen begeistert. Die spicy Momente sind nicht nur extrem heiß, sondern sinnvoll in die Handlung eingebettet. Ein echtes Highlight für Fans von Dark Romance.

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