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Veröffentlicht am 27.05.2026

Fassade fällt ? Eher schwebt.

Seven Rules For A Perfect Marriage
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Das Coverdesign hat mich in seiner Farbgestaltung gleich angesprochen und auch die Vögel, die mMn. so ein wenig an (Aas)Geier auf Kakteen in der Wüste erinnern ( besonders auch von den Gesichtszügn), fand ...

Das Coverdesign hat mich in seiner Farbgestaltung gleich angesprochen und auch die Vögel, die mMn. so ein wenig an (Aas)Geier auf Kakteen in der Wüste erinnern ( besonders auch von den Gesichtszügn), fand ich super witzig. Der Klappentext klang auch wie ein schönes Buch für zwischendrin, das die interessanten Fragen aufwirft: "Wie sieht die perfekte Influencer-Ehe hinter der Fassade aus ?" und "Beherzigen bzw. glauben und wenden Autor:innen von Ratgebern ihre Tipps eigentlich auch selbst an ?"
Eine Ausgangssituation, die also eindeutig Potential hat. Das wird zunächst auch echt ganz nett ausgenutzt, gerade auch durch die unterschiedlichen Kapitel aus beiden Perspektiven bekommt man (mehr oder weniger) einen guten Gesamteindruck und der Schreibstil trägt auch dazu bei, dass die Geschehnisse so vor sich hin plätschern, eine Geschichte also die zum auf der Terrasse sitzen und schmökern einlädt.
Und da sitzt glaub ich mein "Problem" mit diesem Buch. Ich finde irgendwie keinen richtigen Zugang zu den Charakteren, zu wenig tiefergreifende Konversation bzw. Emotion, dabei hätte man z.B. gerade aus dem Thema "Unerfüllter Kinderwunsch" so viel noch machen können.
Und auch der Abschluss kam mir dann irgendwie etwas zu sanft, zu unaufgeregt und auch etwas zu plötzlich vor. Ich freue mich natürlich, dass beide irgendwie ihre (berufliche) Erfüllung gefunden haben, aber ich hätte mir noch etwas mehr gewunschen. Ein bisschen mehr emotionales, aufarbeitendes Drama und weniger seichtes Drumherum Drucksen.

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Veröffentlicht am 18.05.2026

Ausbaufähiger Auftakt einer Reihe

Strandopfer
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Die Stimmung, die schon vom Cover her ausging, diese düstere, (be-)drückende Atmosphäre hat mich gleich gepackt. Auch der Klappentext mit seiner Aussicht auf eine grenzübergreifende Ermittlungsarbeit, ...

Die Stimmung, die schon vom Cover her ausging, diese düstere, (be-)drückende Atmosphäre hat mich gleich gepackt. Auch der Klappentext mit seiner Aussicht auf eine grenzübergreifende Ermittlungsarbeit, (mindestens) zwei mysteriöse Todesfälle und eine Entführung, hat meine Neugierde noch mehr geschürt.
Leider habe ich mich dann aber sehr schwer getan in das Hörbuch hineinzufinden. Das lag glaub ich zunächst am Sprecher, dessen Sprachstil mir einfach nicht ganz zusagte, was sich dann im weiteren Verlauf soweit legte. Der viel größere Faktor war dann aber leider die Tatsache, dass mir die beiden Ermittlercharaktere über die gesamte Geschichte hinweg leider immer unsympathisch und unnahbar erschienen. Lena hält mit ihren Vorurteilen gegenüber das Land Polen und seine Bewohner mal gar nicht hinter dem Berg ( ich dachte ich hätte herausgelesen, dass sie auch in der Grenzregion aufgewachsen ist,...) und gibt sich auch scheinbar nicht wirklich Mühe diese Vorurteile zu widerlegen. Und sie jammert ständig, was ich als nicht wirklich angenehm zu hören empfunden haben, irgendwann wird dann das x-ten Wehklagen über ihre Herkunft und ihre Kindheit echt anstrengend. Aber Adam ist auch nicht wirklich besser; er wirkt auf mich schon etwas sehr bemüht darauf immer die Nase vorne zu haben ( Zusammenarbeit kenn ich irgendwie anders) und teils auch echt etwas verkrampft in seinem Verhalten, etwas mehr Empathie hätte sicher nicht geschadet.
Die Geschichte, die grundsätzlich erstmal spannend gestartet ist, gewinnt dadurch leider durch die grenzübergreifende Zusammenarbeit eher nicht, auch weil ab einem gewissen Punkt, das Gefühl aufkommt, dass sich die Ermittlungen sehr im Kreis drehen, einfach nur um noch Zeit zu schinden. Ich hab mich dann auch immer einfach nur berieseln lassen ohne wirklich noch mitzurätseln.
Abschließend ist die Auflösung dann einigermaßen okay, das Motiv kann ich zwar nicht ganz nachvollziehen, aber naja.

Ein Reihenauftakt, der alles in allem nicht wirklich meine Neugierde auf weitere Bände gelockt hat. Ich kann nur hoffe, dass die beiden Ermittlercharaktere sich vielleicht noch etwas mehr aneinander annähern und so besser zusammenarbeiten, dann drehen sich die Ermittlungen vielleicht auch nicht mehr so viel im Kreis bis es endlich zur Auflösung kommt.

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Veröffentlicht am 17.05.2026

Spannung ist etwas anderes als Anspannung

Bachelorette Party
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Von der Aufmachung des Covers her und dem Klappentext war ich sehr gespannt auf dieses Buch, auch wenn mich diese "Untertitel" irgendwie immer mehr stören. Es ist so eine Mischung aus "Sie nehmen irgendwie ...

Von der Aufmachung des Covers her und dem Klappentext war ich sehr gespannt auf dieses Buch, auch wenn mich diese "Untertitel" irgendwie immer mehr stören. Es ist so eine Mischung aus "Sie nehmen irgendwie den Plot vorraus und sind dabei aber auch schrecklich nichtssagend".
Rückblickend muss ich leider auch sagen, dass sich mir der (Haupt-)Titel nicht wirklich erschließt, aber naja.
Die Geschichte entfaltet sich dann im Inneren in kleinen Schritten, die mal mehr, mal weniger nachvollziehbar sind und bei denen die Zeitleiste und ihre Geschehnisse immer im Hinterkopf behalten werden sollten. Richtige Spannung im Sinne von man ist wirklich gefesselt von den Geschichte kam bei mir leider eher nicht auf, lag vielleicht auch daran, dass ich bis zum Schluss nicht ganz mit den Charakteren warmgeworden bin. Eher würde ich es als eine gewisse Angespanntheit der Situation bezeichnen. Denn interessant sind die Geschehnisse und die Geheimnisse, die die einzelnen Personen mit sich bringen, schon.
Insgesamt ein Buch, das man schonmal lesen kann von dem man sich aber mMn. nicht zu viel bzgl. Spannung erhoffen darf und bei dem man sich aufs Ende hin ( ohne jetzt stark zu spoilern) auf Gewalt und meiner Meinung nach unnötige Brutalität erstellen muss.
Für mich ein eher durchwachsenes Buch mit okayer Idee, die aber bei der Umsetzung und Auflösung ihre Schwächen offenbart.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Emotionale Spannungen einer dysfunktionalen Familie

Summer Storms
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Im Zentrum dieses Buches steht eine große Familienzusammenkunft nach dem Tod des Familienpatriarchen, bei der längst verdrängte Konflikte, Loyalitäten und Geheimnisse an die Oberfläche kommen.
Gerade ...

Im Zentrum dieses Buches steht eine große Familienzusammenkunft nach dem Tod des Familienpatriarchen, bei der längst verdrängte Konflikte, Loyalitäten und Geheimnisse an die Oberfläche kommen.
Gerade die Dynamiken zwischen den Geschwistern, die unter dem Einfluss des Vater doch ganz unterschiedlich erwachsen geworden sind bzw. wie Alice ( die Hauptprotagonistin), die sich dem frühstmöglich entzogen hat, mit dem anderen agiert, sind sehr schön ausformuliert. Die Charaktere sind allesamt sehr interessant angelegt, auch wenn ich so Einiges nicht ganz nachvollziehen konnte. Und so ginges mir auch mit der Atmosphäre, die auf der abgeschiedenen Insel aufgebaut wurde, sie war super interessant, hätte für mich aber noch mehr Potential gehabt.
Und damit komme ich auch schon dazu, warum mir dieses Familiendrama zwar grundsätzlich schon gefallen hat, es mich aber dennoch nicht ganz überzeugen konnte.
Denn so hübsch die sommerliche Atmosphäre auch ist, dem angekündigten Romance-Strang konnte ich nicht wirklich folgen, es wirkten an manchen Stellen doch sehr gezwungen/konstruiert. Und auch die "Auflösung" des Erbschaftsdramas fand ich eher mittelmäßig befriedigend. Ohne zu viel zu verraten, hätte ich nach einfach nach dem "Aufwand" , der für die Neuauflage der "Storms-Olympiade" betrieben wurde, einfach ein schlüssigeres Ende erwartet.

Alles in allem ein Familiendrama, das durchaus lesenswert ist und auch eine sommerliche Atmosphäre mit sich bringt. Dabei aber leider den Romance-Strang zu konstruiert verarbeitet, an manchen Stellen einfach zu gezwungen wird und auch am Ende nicht ganz zufriedenstellend abschließt.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Intensiver Roman, bei dessen Umsetzung es aber leider hapert

Die Dinner Party
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Die Covergestaltung und auch der Klappentext hatten mich wirklich sehr angesprochen, weswegen ich super gespannt auf diese Geschichte war, vielleicht war auch das eins der "Probleme", dass ich einfach ...

Die Covergestaltung und auch der Klappentext hatten mich wirklich sehr angesprochen, weswegen ich super gespannt auf diese Geschichte war, vielleicht war auch das eins der "Probleme", dass ich einfach sehr hohe Erwartungen hatte.
Denn die angekündigte Themensetzung rund um Beziehungen, Macht und die Verdrängung von Gewalt haben mich auf einen eindrücklichen und nachhallenden Roman vorbereitet, was leider nur teilweise zutraf.

Während die beklemmende Atmosphäre, die immer mehr aufgebaut wurde und auch die psychologische Grundidee mir wirklich sehr zusagte, wurde ich mit den Charakteren, insbesonders Fran nie wirklich warm.
Denn auch wenn durch die Ich-Perspektive ihrerseits eine gewisse Nähe erzeugt werden sollte, war die Erzählweise meiner Meinung anch an einigen Stellen doch sehr konstruiert und auch etwas sprunghaft zwischen den (zeitlichen) Ebenen. Dadurch wirkte es einfach nicht mehr natürlich, sondern zunehmend immer gekünstelter und verkrampfter.
Und leider waren auch Passagen dabei, die mich zwischenzeitlich wirklich viel Überwindung gekostet haben überhaupt noch weiter zu lesen. Dieser ganze "Arbeits-Smalltalk", der z.B. seitenweise ausgebreitet wurde hatte für mich einfach nicht wirklich einen Mehrwert.

Alles in allem ein Buch, das durchaus einiges an wichtigen Thematiken aufgreift und verarbeitet, dabei aber leider nicht durchgängig spannend bzw. fesselnd ist.

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