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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.05.2026

Spannend und verwirrend

Und morgen du (Ein Fabian-Risk-Krimi 1)
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Mit diesem Buch gelingt Stefan Ahnhem ein düsterer und packender Auftakt zur Fabian-Risk-Reihe, der als Hörbuch noch einmal eine ganz besondere Intensität entfaltet. Die Kombination aus einem raffiniert ...

Mit diesem Buch gelingt Stefan Ahnhem ein düsterer und packender Auftakt zur Fabian-Risk-Reihe, der als Hörbuch noch einmal eine ganz besondere Intensität entfaltet. Die Kombination aus einem raffiniert konstruierten Thriller und der eindrucksvollen Lesung von David Nathan sorgt dafür, dass man sich der Geschichte kaum entziehen kann. Allerdings habe ich beim Hören des zweiten Teils (Herzsammler) festgestellt, dass es sich dabei um den ersten Teil handelt, da er vor diesem hier spielt.

Die Handlung beginnt mit einer grausam zugerichteten Leiche in Helsingborg. Kommissar Fabian Risk, der eigentlich mit seiner Familie einen Neuanfang wagen wollte, wird sofort in die Ermittlungen hineingezogen. Schnell wird klar: Der Täter hat es auf ehemalige Klassenkameraden abgesehen – und Risk selbst scheint enger mit dem Fall verbunden zu sein, als ihm lieb ist. Die Geschichte entwickelt sich zu einem nervenaufreibenden Wettlauf gegen die Zeit voller falscher Fährten, dunkler Geheimnisse und brutaler Überraschungen.

Besonders stark ist die Atmosphäre des Hörbuchs. Ahnhem erschafft eine düstere, beklemmende Stimmung, die perfekt zu diesem skandinavischen Thriller passt. Gleichzeitig überzeugt die komplexe Handlung mit vielen Wendungen und einem Spannungsbogen, der über die gesamte Laufzeit erhalten bleibt.

Ein großer Pluspunkt ist jedoch die Interpretation von David Nathan. Seine markante Stimme verleiht den Figuren Tiefe und macht sowohl die ruhigen als auch die bedrohlichen Momente unglaublich intensiv. Gerade in den Szenen mit dem Täter oder den emotionalen Konflikten von Fabian Risk schafft Nathan es, die Spannung spürbar zu transportieren. Viele Hörbuchfans loben genau diese Mischung aus Atmosphäre und eindringlicher Sprecherleistung.

Fabian Risk selbst ist ein interessanter Ermittler: kompetent, aber keineswegs perfekt. Seine familiären Probleme und seine persönliche Verbindung zu den Opfern machen ihn greifbar und verleihen der Geschichte zusätzliche emotionale Tiefe.

Der Thriller ist stellenweise sehr brutal und nichts für empfindliche Hörerinnen und Hörer. Wer jedoch intensive Spannung und komplexe Serienkiller-Geschichten mag, wird hier bestens unterhalten.

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Veröffentlicht am 05.05.2026

Amüsanter Krimi

Zwei Leichen zum Prosecco
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Eva Reichl liefert hier einen unterhaltsamen und zugleich spannenden Regionalkrimi, der mit einer gelungenen Mischung aus Spannung, Humor und originellen Figuren überzeugt. Als zweiter Band rund um Chefinspektorin ...

Eva Reichl liefert hier einen unterhaltsamen und zugleich spannenden Regionalkrimi, der mit einer gelungenen Mischung aus Spannung, Humor und originellen Figuren überzeugt. Als zweiter Band rund um Chefinspektorin Lotta Meinich zeigt der Roman, wie viel Charme und Dynamik in einem klassischen Ermittlerfall stecken können.

Die Geschichte beginnt mit einem schockierenden Fund im Kürnbergwald: Lotta und ihr Vater Gustav stoßen bei einem Spaziergang auf eine grausam zugerichtete Leiche – und nur kurze Zeit später folgt ein zweiter Mord. Besonders reizvoll ist dabei die Ausgangslage: scheinbar keine Verbindung zwischen den Opfern, Verdächtige mit wasserdichten Alibis und ein Fall, der sich lange jeder klaren Lösung entzieht.

Was den Roman jedoch wirklich besonders macht, ist die ungewöhnliche Ermittlerkonstellation. Die Zusammenarbeit – oder besser gesagt: das Chaos – zwischen Lotta und ihrem Vater sorgt immer wieder für humorvolle, aber auch überraschend tiefgründige Momente. Gustav bringt mit seinen eigenwilligen Aktionen frischen Wind in die Ermittlungen und stellt Lottas Geduld ordentlich auf die Probe, was dem Buch eine charmante Leichtigkeit verleiht.

Auch die Figuren überzeugen insgesamt durch ihre Lebendigkeit. Lotta ist eine starke, zugleich menschliche Ermittlerin, die nicht nur den Fall lösen muss, sondern auch mit persönlichen Herausforderungen konfrontiert wird. Gerade diese Mischung aus Professionalität und emotionaler Beteiligung macht sie zu einer glaubwürdigen und sympathischen Protagonistin.

Die Handlung ist spannend aufgebaut und entwickelt sich stetig weiter. Reichl gelingt es, falsche Fährten zu legen und die Auflösung bis zum Schluss offen zu halten. Gleichzeitig bleibt genug Raum für zwischenmenschliche Entwicklungen, sodass der Roman mehr ist als ein reiner „Whodunit“.

Der Schreibstil ist flüssig, leicht zugänglich und mit einer angenehmen Prise Humor versehen. Dadurch liest sich das Buch sehr kurzweilig, ohne an Spannung einzubüßen.

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Veröffentlicht am 05.05.2026

Geschichtsstunde super verpackt

Die Hoffnung, die uns trägt
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Mit diesem Buch gelingt Kerstin Lange ein eindrucksvoller historischer Roman, der persönliche Schicksale und politische Umbrüche auf bewegende Weise miteinander verbindet. Die Geschichte führt ins Lissabon ...

Mit diesem Buch gelingt Kerstin Lange ein eindrucksvoller historischer Roman, der persönliche Schicksale und politische Umbrüche auf bewegende Weise miteinander verbindet. Die Geschichte führt ins Lissabon der frühen 1960er-Jahre und zeichnet das Porträt einer jungen Frau, die zwischen familiärer Verantwortung, Liebe und dem Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben ihren Weg finden muss.

Im Mittelpunkt steht Amália, deren Leben nach einem schweren Verlust aus den Fugen gerät: Der Tod ihres Bruders, das Verschwinden des Vaters und die Krankheit der Mutter zwingen sie, früh Verantwortung zu übernehmen. Besonders gelungen ist, wie die Autorin diese persönliche Geschichte mit den politischen Spannungen im Portugal jener Zeit verknüpft. Die Begegnung mit dem engagierten Studenten Marcelo bringt nicht nur eine Liebesgeschichte ins Spiel, sondern auch das Thema Widerstand gegen ein autoritäres Regime – und damit eine zusätzliche emotionale und gesellschaftliche Tiefe. Mir persönlich ist die portugiesische Geschichte komplett fremd gewesen.

Stärken des Romans liegen vor allem in seiner Atmosphäre und Figurenzeichnung. Lissabon wird lebendig und greifbar beschrieben, während Amálias innerer Konflikt – zwischen Sicherheit und Aufbruch – sehr nachvollziehbar dargestellt ist. Die Autorin schafft es, große Themen wie Freiheit, Verantwortung und Hoffnung in eine persönliche, nahbare Geschichte einzubetten. Dabei wirken die Emotionen nie überzogen, sondern ruhig und authentisch erzählt.

Der Schreibstil ist flüssig, einfühlsam und gut zugänglich. Die Handlung entwickelt sich eher ruhig, bleibt aber durchgehend fesselnd, da man Amália gern auf ihrem Weg begleitet. Besonders die Verbindung aus Liebesgeschichte und politischem Hintergrund verleiht dem Roman eine zusätzliche Spannungsebene.

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Veröffentlicht am 01.05.2026

Wilde Bretagne

Bretonisch mit Meeresrauschen
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Im siebten Band der Reihe um Tereza Berger wird die scheinbar friedliche Küstenidylle von Camaret-sur-Mer jäh erschüttert: Nach einem Konzert wird die Betreiberin einer Musikbar brutal niedergeschlagen, ...

Im siebten Band der Reihe um Tereza Berger wird die scheinbar friedliche Küstenidylle von Camaret-sur-Mer jäh erschüttert: Nach einem Konzert wird die Betreiberin einer Musikbar brutal niedergeschlagen, und schnell gerät ein junger Musiker unter Verdacht. Doch Tereza glaubt nicht an seine Schuld und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln – mitten hinein in die Geheimnisse und Rivalitäten der örtlichen Gastroszene.

Besonders gelungen ist die dichte, fast greifbare Atmosphäre. Die Autorin beschreibt die bretonische Küste so lebendig, dass man beim Lesen förmlich das Meeresrauschen hört und die salzige Luft spürt. Dieser Schauplatz verleiht dem Krimi eine ganz eigene Stimmung, die zwischen Gemütlichkeit und unterschwelliger Bedrohung pendelt.

Auch die Figuren sind ein großer Pluspunkt. Tereza Berger bleibt eine sympathische, leicht unkonventionelle Ermittlerin, die mit Neugier, Hartnäckigkeit und einer Prise Humor überzeugt. Gerade ihre persönliche Art macht den Roman so angenehm – man folgt ihr gern durch die Handlung und fühlt sich schnell mitten im Geschehen.

Die Geschichte selbst ist spannend aufgebaut, ohne dabei hektisch zu wirken. Typisch für einen Cosy-Krimi liegt der Fokus nicht nur auf dem Verbrechen, sondern auch auf den zwischenmenschlichen Beziehungen und dem Leben vor Ort. Gleichzeitig sorgt das Geflecht aus Verdächtigen, Konkurrenz und Geheimnissen dafür, dass die Spannung bis zum Schluss erhalten bleibt.

Der Schreibstil ist flüssig, leicht und sehr bildhaft. Kasperski gelingt es, ernste Themen mit einer angenehmen Leichtigkeit zu verbinden, sodass das Buch sowohl unterhält als auch zum Miträtseln einlädt. Obwohl in Ich-Form geschrieben, habe ich diese Serie sehr gerne gelesen.

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Düstere Geheimnisse zwischen Kirche und Küste

Ostseehölle
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Mit Ostseehölle präsentiert Eva Almstädt einen weiteren packenden Kriminalroman aus ihrer beliebten Reihe rund um die Lübecker Kommissarin Pia Korittki. Der Roman ist bereits der 21. Fall der Ermittlerin ...

Mit Ostseehölle präsentiert Eva Almstädt einen weiteren packenden Kriminalroman aus ihrer beliebten Reihe rund um die Lübecker Kommissarin Pia Korittki. Der Roman ist bereits der 21. Fall der Ermittlerin und zeigt einmal mehr, warum die Ostsee-Krimis der Autorin seit Jahren so viele Leserinnen und Leser begeistern.

Die Geschichte beginnt mit einem dramatischen Fund: Während einer Führung in der Lübecker Marienkirche entdeckt eine Teilnehmerin einen leblosen Körper am Boden eines Kirchturms – offenbar wurde eine Frau in den Tod gestoßen. Pia Korittki übernimmt die Ermittlungen und stößt schnell auf eine Verbindung zu einem Chor aus Ostholstein. Doch innerhalb der Gruppe scheinen zahlreiche Geheimnisse verborgen zu sein, und bald wird klar, dass viele der Beteiligten ein mögliches Motiv haben könnten.

Besonders gelungen ist die dichte Atmosphäre des Romans. Die Autorin versteht es hervorragend, das norddeutsche Setting lebendig zu schildern – von den historischen Schauplätzen Lübecks bis hin zur rauen Stimmung an der Ostseeküste. Dadurch entsteht eine authentische Kulisse, die perfekt zur spannenden Handlung passt.

Auch die Figuren sind überzeugend ausgearbeitet. Pia Korittki bleibt eine sympathische und glaubwürdige Ermittlerin, die nicht nur beruflich gefordert wird, sondern auch in ihrem Privatleben mit Herausforderungen konfrontiert ist. Gerade diese Mischung aus kriminalistischer Arbeit und persönlichen Einblicken macht die Reihe so lebendig.

Der Schreibstil von Eva Almstädt ist flüssig, spannend und sehr zugänglich. Die Handlung entwickelt sich dynamisch und hält mit unerwarteten Wendungen die Spannung bis zum Schluss hoch. Gleichzeitig gelingt es der Autorin, verschiedene Verdächtige und Motive geschickt miteinander zu verweben, sodass man als Leser ständig miträtselt.

Ostseehölle ist ein fesselnder Ostseekrimi mit starker Atmosphäre, interessanten Figuren und einer clever aufgebauten Handlung. Fans der Pia-Korittki-Reihe kommen voll auf ihre Kosten. Neueinsteiger können problemlos in diesen spannenden Fall eintauchen, aber ich empfehle sehr, die Serie von Anfang an zu lesen.

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