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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.11.2018

Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte

Dunkelgelb
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Schon das Cover des Buches ist farblich schön und doch schlicht gestaltet.

Benedikt und Sophia lernen sich als Studenten kennen, schon am ersten Abend ist Benedikt klar: Sophia ist die Frau seines Lebens, ...

Schon das Cover des Buches ist farblich schön und doch schlicht gestaltet.

Benedikt und Sophia lernen sich als Studenten kennen, schon am ersten Abend ist Benedikt klar: Sophia ist die Frau seines Lebens, sein dunkelgelb und macht ihr einen Heiratsantrag, welchen Sophia aber ausschlägt. So geht es bei jedem weiteren Treffen der beiden Protagonisten. Benedikt kann sein dunkelgelb nicht loslassen und seine Gedanken kreisen bis zu einem Jahre später stattfindenden Treffen, als sie schon mit anderen Partnern verheiratet sind, immer wieder um Sophia.

Sophia ist Benedikts dunkelgelb, überhaupt werden seine Gefühle, Empfindungen und Wahrnehmungen im Buch sehr ausführlich über Farben definiert. Der Autorin ist damit eine wirklich außergewöhnliche Liebesgeschichte, die man auch ohne weiteres Lebensgeschichte von Sophia und Benedikt nennen kann, gelungen.
Die Botschaft des Buches, wie lernt man loszulassen und ehrlich zu sich selber zu sein, wird durch den warmen Erzählstil der Autorin sehr gut transportiert.
Muss Benedikt sein Dunkelgelb erst loslassen um glücklich werden zu können?

Mir hat das Buch gut gefallen und mir schöne Lesestunden beschert.
Für alle die mal eine etwas andere Liebesgeschichte lesen wollen empfehlenswert.

Veröffentlicht am 06.05.2026

gute Fortsetzung

Nebelbeute
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Mit "Nebelbeute" ist der 3. Band um das Ermittlerteam Jakob Krogh und Mila Weiss erschienen. Die ersten beiden Bände habe ich regelrecht verschlungen und war gespannt auf diesen Band.

Das Setting, ein ...

Mit "Nebelbeute" ist der 3. Band um das Ermittlerteam Jakob Krogh und Mila Weiss erschienen. Die ersten beiden Bände habe ich regelrecht verschlungen und war gespannt auf diesen Band.

Das Setting, ein verschneites und leicht skurriles Bergdorf hat es schon mal in sich und Milas Mission, endlich Johannes Toblach zu stellen versprach Hochspannung pur.

Mila hat sich nach dem letzten Fall eine Auszeit genommen, allerdings nicht um sich zu erholen, sondern um ihren Widersacher Toblach zu stellen, nachdem sie erfahren hat, wo er lebt. Er soll sich in den Wäldern beim Bergdorf aufhalten. Die Atmosphäre die Cors schon bei Milas Ankunft schafft ist bedrückend und dunkel. Als dann schon am ersten Morgen nach ihrer Ankunft eine grausam zugerichtete Leiche gefunden wird, weiß sie, dass Toblach in der Nähe ist. Sie möchte ihre Tarnung nicht verlieren und gibt sich bei den Polizei-Befragungen als erholungssuchende Ermittlerin aus.

Als Jakob keinen Kontakt mehr zu herstellen kann, wird klar, dass Mila in Gefahr schwebt und Jakob und das Team reisen in das Bergdorf, um Mila zu finden. Doch alles, was sie finden, sind Anzeichen ihrer Abreise.

Für mich kommt "Nebelbeute" nicht ganz an die beiden Vorgängerbände heran, aber es ist ein spannender Thriller in dem der Autor die Figuren super charakterisiert und ein bedrückendes Setting geschaffen hat. An manchen Stellen war es mir dann doch zu langatmig.

Eine Empfehlung spreche ich gerne aus und freue mich jetzt schon auf den 4. Band

Veröffentlicht am 05.05.2026

andere Erwartung

Kala
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Mit "Kala" hat Colin Walch ein Debüt geschrieben, welches mich von Beginn an gepackt hat. Im Mittelpunkt steht das Verschwinden von Kala, die im Sommer 2003 spurlos verschwunden ist. Sie schien der Mittelpunkt ...

Mit "Kala" hat Colin Walch ein Debüt geschrieben, welches mich von Beginn an gepackt hat. Im Mittelpunkt steht das Verschwinden von Kala, die im Sommer 2003 spurlos verschwunden ist. Sie schien der Mittelpunkt ihrer Clique zu sein, doch deren Leben geht nach dem anfänglichen weiter.

Erzählt wird die Geschichte in zwei Zeitsträngen, der Zeit 2003 und 15 Jahre später, als die Freunde sich wieder sehen. Da ist Helen, mittlerweile Journalistin und in Kanada zu Hause, Mesh, der es niemals aus dem kleinen Ort Kinlough heraus geschafft hat und hinter dem Tresen der Kneipe seiner Mutter arbeitet und nicht zuletzt Joe, der nun auf den großen Bühnen der Welt zu Hause ist.

Genau zu dieser Zeit, als sie wieder in Kinlough aufeinandertreffen, wird das Skelett von Kala gefunden und es verschwinden wieder zwei Mädchen. Dies lässt beim Lesen einen großen Raum für Spekulationen zu, was mir sehr gut gefallen hat. Dabei geht Welch durch den eigenwilligen, aber dennoch literarischen Schreibstil sehr auf die Perspektiven und Empfindungen der einzelnen Protagonisten ein. Die Strukturen des irischen Dorfes erscheinen teils sehr klischeehaft, aber sind dennoch überzeugend.
Insgesamt werden hier viele Vorurteile und Klischees bedient, die sich teilweise doch sehr in die Länge ziehen.

Im letzten Drittel kommt dann so richtig die erwartete Spannung auf. Auch wenn ich die Auflösung schon so erwartet hatte konnte sie mich überzeugen.

Meine Erwartungen waren nach dem Klappentext eine andere, dennoch konnte mich Colin Welch mit seinem Debüt überzeugen.



Veröffentlicht am 22.04.2026

für lauschige Abende

Mirabellentage
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Das Buch "Mirabellentage" der Autorin Martina Bogdahn eingelesen von Birgitta Assheuer ist eine unterhaltsame Lektüre für laue Sommerabende.

Erzählt wird die Geschichte von Anna, die nach dem Tod des ...

Das Buch "Mirabellentage" der Autorin Martina Bogdahn eingelesen von Birgitta Assheuer ist eine unterhaltsame Lektüre für laue Sommerabende.

Erzählt wird die Geschichte von Anna, die nach dem Tod des Pfarrers, dessen Haushälterin sie war, ziemlich verloren wirkt und nicht so recht weiß, was sie nun mit ihrem Leben anfangen soll. Schauplatz ist ein beschauliches und ruhiges Dorf in Bayern, welches immer Anna's Lebensmittelpunkt war. Der Wunsch ihres Arbeitgebers und langjährigen Freundes, dem verstorbenen Pfarrer, dass seine Überreste im Meer verstreut werden sollen, stellt sie vor ungeahnte Herausforderungen. So muss sie die Fahrt organisieren, den neuen Pfarrer "einarbeiten" und ihr Leben umgestalten.

Die Reise ans Meer wurde leider etwas kurz abgehandelt, dafür habe ich gute Einblicke in das Dorfleben von Blumfeld bekommen, das teilweise wirklich mit viel Humor geschildert wurde.

Besonders haben mir die Rückblicke auf Anna's Leben gefallen, ihr Aufwachsen, ihr Erwachsenwerden und der Ausblick auf ihr neues Leben.

Die Autorin, hat wie auch schon in ihrem Roman Mühlensommer einen angenehmen, teilweise humorvollen Schreibstil, der das Lesen zu einem Genuss macht. Birgitta Assheuer hat die Emotionen herausragend durch ihre Intonation transportiert und mich in die Geschichte eintauchen lassen.

Ein Buch für laue Sommerabende mit berührenden Elementen.

Veröffentlicht am 10.04.2026

brisant

Wellengrab (Ein Fabian-Risk-Krimi 7)
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"Wellengrab" ist der mittlerweile 7 Band um den Ermittler Fabian Risk und sein Team. Mit Spannung habe ich das Buch des Autors Stefan Ahnhem erwartet, habe ich doch in den letzten Bänden häufig ...

"Wellengrab" ist der mittlerweile 7 Band um den Ermittler Fabian Risk und sein Team. Mit Spannung habe ich das Buch des Autors Stefan Ahnhem erwartet, habe ich doch in den letzten Bänden häufig mitgezittert vor Spannung.

Dieser Fall ist äußerst komplex, verstörend aufgrund seiner realistischen Szenarien und macht dadurch auch nachdenklich. Genau diese Dinge können jederzeit in irgendeinem Land auf der Welt, eben auch in Deutschland passieren.

Ein großflächiger Stromausfall, auch Blackout genannt, taucht die gesamte schwedische Küste in Dunkelheit. Kinder verschwinden, Banküberfälle und Straftaten werden von bis dato unbescholtenen Bürgern begannen.

Wie bisher gewohnt, schafft es der Autor auch in Wellengrab eine hohe Spannung durch einige Wendungen über das gesamte Buch zu halten.

Auch Fabians Umfeld und Privatleben bekommt einigen, aber nicht zu viel Raum.

Gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung und hoffe darauf, dass der nächste Band nicht wieder Jahre auf sich warten lässt.