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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.06.2026

Spannend, Regional, Humorvoll!

Küstenstille
1

Im März 2026 hat die Autorin Petra Tessendorf gemeinsam mit dem Verlag emons: den Regionalkrimi „Küstenstille“ herausgebracht. Es ist der vierte Teil mit dem Ermittler Paul Lupin. Das Cover passt gut zur ...

Im März 2026 hat die Autorin Petra Tessendorf gemeinsam mit dem Verlag emons: den Regionalkrimi „Küstenstille“ herausgebracht. Es ist der vierte Teil mit dem Ermittler Paul Lupin. Das Cover passt gut zur Geschichte und n das Genre.
Da ich sehr gerne Regionalkrimis lese und mir nach einem Ausflug an die Ostsee war, habe ich zu „Küstenstille“ von Petra Tessendorf gegriffen. Die Vorgängerbände kenne ich nicht und so kann ich mit Fug und Recht behaupten, dieser Krimi kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden.
Der Kunstsammler Hermann Allweis stürzt tödlich. Seine Schwester will das so nicht hinnehmen. Sie glaubt nicht an einen Unfall und bittet Johann Lupin, den Tod genauer zu untersuchen. Johann beschäftigt sich intensiv mit seinem Fall und der Kunstszene an der Ostsee. Er beschäftigt sich mit verschollenen Bildern, alten Geschichten und verrückten Geheimnissen. Er fragt sich, ob der Tod von Hermann Allweis etwas mit einer alten Geschichte zu tun hat, die vor ca. einhundert Jahren begann…
Es hat nicht lange gedauert, da habe ich mich in den Schreibstil der Autorin eingelesen. Er liest sich flüssig, leicht und locker. Mit modernen Worten beschreibt Petra Tessendorf in einer klaren Sprache die Gegend und Gewohnheiten der Menschen in der Ostseeregion zutreffend und leicht pointiert.
Der Krimi startet mit dem Tod von Allweis früh. Die Ermittlungen laufen, wie in Regionalkrimis üblich, eher gemächlich ab, bis der Fall sauber abgeschlossen ist. Zwischenzeitlich serviert die Autorin gerne mal eine falsche Spur oder eine unerwartete Wendung an der richtigen Stelle, so dass der Leser durchaus gefordert ist und mitdenken darf.
Paul und Johann Lupin haben mich gerne mal schmunzeln lassen. Das ist etwas, was ich an Regionalkrimis liebe.
Alles in allem hat Petra Tessendorf mit „Küstenstille“ einen Regionalkrimi auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Wer Lust auf ein paar unterhaltsame Lesestunden an der Ostsee hat und in einem Krimi auch mal schmunzeln möchte, der ist hier richtig. Von mir bekommt die Autorin 4 verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.05.2026

Spannend, Unterhaltsam, Lesenswert!

Tata
1

Ende April 2026 hat Valerie Perrin gemeinsam mit dem Verlag Gutkind die Erzählung „Tata oder das Geheimnis von meiner Tante Colette“ herausgebracht. Das künstlerische und ländliche Cover zeigt eine Frau ...

Ende April 2026 hat Valerie Perrin gemeinsam mit dem Verlag Gutkind die Erzählung „Tata oder das Geheimnis von meiner Tante Colette“ herausgebracht. Das künstlerische und ländliche Cover zeigt eine Frau die ihren Weg geht.
Agnès bekommt in 2010 die Nachricht, ihre Tante Colette sei gestorben. Agnès denkt, das kann nicht sein, denn sie hat ihre Tante Colette bereits vor drei Jahren bestattet. Da die Polizei sie bittet, die Tote zu identifizieren, macht Agnès sich auf den Weg nach Burgund. Unter anderem findet sie dort einen Haufen Audiokassetten vor, die sie sich nach und nach anhört.
Vom ersten Buchstaben an hat mich der Schreibstil von Valérie Perrin fasziniert. Locker und leicht, tief und intensiv, atmosphärisch stark und bildhaft. Das sind Worte, die diese Erzählkunst am ehesten treffen.
Mit viel Neugier bin ich in diese Erzählung gestartet. So wollte ich unbedingt wissen, was es denn mit dem Geheimnis von Tante Colette so auf sich hat. Die Autorin macht die Auflösung spannend und so lese ich mich durch viele Seiten, die alles haben, was ein guter Roman so haben sollte. Spannende Momente, ruhige Passagen und die ein oder andere Ausschweifung. Hier hätte es gerne ein wenig sortierter zugehen dürfen. Nicht alle Ausschweifungen halte ich für nötig und/oder lesenswert. Die ca. 624 Seiten habe ich in vier Abschnitten gelesen. Nach einem starken Start schwächelt die Autorin ein wenig im zweiten Abschnitt. Der dritte gefällt mir schon wieder wesentlich besser und mit dem Abschluss bin ich sehr zufrieden.
Alles in allem hat Valérie Perrin mit „Tata oder das Geheimnis meiner Tante Colette“ eine Erzählung auf den Büchermarkt gebracht, die es sich zu lesen lohnt. Wer Lust auf einen Ausflug in das beschauliche Burgund hat und sich gerne intensiv mit verschiedenen Charakteren beschäftigt, der ist hier richtig. Von mir bekommt die Autorin eine Leseempfehlung und vier verdiente Lesesterne.

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Veröffentlicht am 20.05.2026

Humorvoll, Spannend, Lesenswert!

Mord nach Schnittmuster
1

Im Februar 2026 hat die Autorin Birgit Körner gemeinsam mit dem Verlag emons: den Cozy-Krimi „Mord nach Schnittmuster“ herausgebracht. Das Cover zeigt eine alte Nähmaschine, wie ich sie noch von meiner ...

Im Februar 2026 hat die Autorin Birgit Körner gemeinsam mit dem Verlag emons: den Cozy-Krimi „Mord nach Schnittmuster“ herausgebracht. Das Cover zeigt eine alte Nähmaschine, wie ich sie noch von meiner Großmutter kenne, ein Nadelkissen und einen Faden, der an der Nähmaschine endet. Die Grundfarbe Türkis wirkt ruhig auf mich. Der pinke Nähfaden und das gleichfarbige Nadelkissen fallen mir sofort in das Auge. Ein Blick auf die Rückseite verrät mir, dass ich dieses Buch sehr gerne lesen möchte.
Neugierig mache ich mich an das Werk. Über ca. 288 Seiten freue ich mich über kurzweilige Unterhaltung, jede Menge Schmunzler und über eine Geschichte, die mich von meinem anstrengenden Alltag ablenkt.
Der flüssige und moderne Schreibstil von Birgit Körner macht mir den Einstieg in die Geschichte leicht. Die Kapitel sind kurzgehalten. Sie starten mit Tipps rund um das Nähen. Da ich höchstens ein paar Aushilfsarbeiten mit Nadel ausführen kann, lerne ich fleißig dabei. Ehe ich mich versehe, habe ich den Krimi in einem Rutsch durchgelesen.
Auch inhaltlich kann sich die Geschichte sehen lassen. Hanna, die in der Do-it-yourself-Community als Nähexpertin gilt ist tot. Sie wird im Keller ihres Stoffladens gefunden. Was ist da passiert? Diese Frage stellt sich der Kommissar Martin Leitner. Ebenso wie ich, hat Martin Leitner überhaupt keinen blassen Schimmer vom Nähen. Nicht nur dadurch finde ich ihn sympathisch. Gemeinsam ermitteln wir ihn einem Fall, der durchaus spannend ist und der am Ende gut aufgelöst ist.
Alles in allem hat Birgit Körner mit „Mord nach Schnittmuster“ einen Cozy Krimi auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Wer Lust auf unterhaltsame und spannende Lesestunden hat, der ist hier richtig. Von mir bekommt die Autorin 4 verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 15.05.2026

Unterhaltsam und Lesenswert!

Rosen im Asphalt
1

Im Mai 2026 hat die Autorin Felicitas Fuchs gemeinsam mit dem Verlag Heyne den historischen Roman „Rosen im Asphalt“ herausgebracht. Auf dem Cover sind zwei Frauen zu sehen, die sich gut verstehen. Es ...

Im Mai 2026 hat die Autorin Felicitas Fuchs gemeinsam mit dem Verlag Heyne den historischen Roman „Rosen im Asphalt“ herausgebracht. Auf dem Cover sind zwei Frauen zu sehen, die sich gut verstehen. Es sind die beiden Hauptprotagonistinnen Linda und Irmi.

Felicitas Fuchs ist ein Pseudonym der Autorin Carla Berling. Von ihr habe ich schon einige Erzählungen gelesen. Zuletzt „Die Akte Schneeweiß“. Da mir das Werk gut gefallen hat, habe ich mich auf „Rosen im Asphalt“ gefreut. Ich denke, es ist nicht zu viel verraten, wenn ich hier schon schreibe, dass es besser ist. Das aktuelle Werk startet in Hamburg im Jahr 1956 und endet im Jahr 2016.

Linda wird in schwierigen Umständen in Heimen groß. Ihre Mutter Belinda lässt sie kurz nach ihrer Geburt zurück. Irmi wächst als armes reiches Mädchen in einer Villa auf, in der es an vielem mangelt. Beide Frauen laufen sich in einer schwierigen Situation über den Weg und eine Freundschaft entsteht, in der sie sich gegenseitig Halt und Zuversicht geben.

Gekonnt führt Felicitas Fuchs durch die Geschichte. Ihren Schreibstil empfinde ich als flüssig und bildhaft. Schnell finde ich Zugang zur Story und zu den beiden Frauen. Gut gelingt es der Autorin die Zeitgeschichte mit einzubauen. Ohne dass ich es direkt bemerke, erlebe ich am Rande die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse der Jahre 1956-2016 mit. Der Fokus dieses Romans liegt jedoch auf den beiden Frauen und so lerne ich sie nach und nach besser kennen. Beide gefallen mir gut. Gemeinsam mit ihnen erlebe ich die Höhen und Tiefen ihres Lebensweges und manches nimmt mich ganz schön mit.

Alles in allem hat Felicitas Fuchs mit „Rosen im Asphalt“ einen historischen Roman auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Im Vordergrund steht die fiktive Geschichte der beiden Frauen Linda und Irmi. Wer Lust auf ein paar unterhaltsame Lesestunden und auf einen Ausflug in die Jahre 1956-2016 hat, der ist hier richtig. Von mir bekommt die Autorin 4 verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 06.05.2026

Skurril, Nordisch, Spannend!

Hart Backbord
1

Im Februar hat Arnd Rüskamp den Küstenkrimi Hart Backbord gemeinsam mit dem Verlag emons: auf den Büchermarkt gebracht. Das Cover passt perfekt zur Geschichte und in das Genre. Es handelt sich um den achten ...

Im Februar hat Arnd Rüskamp den Küstenkrimi Hart Backbord gemeinsam mit dem Verlag emons: auf den Büchermarkt gebracht. Das Cover passt perfekt zur Geschichte und in das Genre. Es handelt sich um den achten Teil der Reihe mit der Ermittlerin Marie Geisler. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden.
Als Küstenkind schlägt mein Herz für die raue See. Das Cover hat mich sofort angesprochen und ohne weiter nachzudenken, habe ich zugegriffen. Ein paar unterhaltsame Lesestunden im Küstenflair konnte ich gerade gut gebrauchen.
Nach getaner Arbeit starte ich bei Schwarztee mit der Geschichte und finde mich auf einem Ausflugsschiff in der Flensburger Förde wieder. Eine rechtsextreme Regionalpartei kapert dieses Schiff und unter den Geiseln befindet eine hochrangige Politikerin. Marie und ihre Freundin Frauke ermitteln mit aller Kraft, doch alles scheint sich gegen sie zu wenden, bis Marie um das Leben ihrer Familie fürchten muss, die sich ebenfalls auf diesem Schiff befindet.
Rau wie die See. Klar wie der Horizont. Ein Schuss friesischer Humor. Mit diesen drei Sätzen möchte ich den Schreibstil von Arnd Rüskamp beschreiben. Schnell habe ich mich eingelesen. Die Kapitel haben eine angenehme Länge. Ich finde verschiedene Erzählstränge, die sich immer exakt an den Stellen abwechseln, wo ich unbedingt weiterlesen möchte. Das facht die Spannung an und somit lese ich die ca. 288 Seiten an zwei Abenden. Ganz am Ende gönnt mir der Autor ein schallendes Lachen. Es ist der letzte Absatz im Epilog, der mir eine helle Freude bereitet.
Alles in allem hat Arnd Rüskamp mit „Hart Backbord“ einen Küstenkrimi herausgebracht, der unterhaltsam und lesenswert ist. Der geneigte Leser sollte über eine ordentliche Portion schwarzen Humor und ein grundlegendes politisches Interesse mitbringen. Von mir bekommt der Autor 4 verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.

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