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Veröffentlicht am 27.05.2026

Im Camp der guten Hoffnung

Zelten mit Juli
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In „Zelten mit Juli“, dem mittlerweile siebten Band der Reihe, geht es für Anna, Max und Paul gemeinsam auf Klassenfahrt. Ziel ist ein neu eröffnetes Camp an einem bayerischen See. Dabei dürfen natürlich ...

In „Zelten mit Juli“, dem mittlerweile siebten Band der Reihe, geht es für Anna, Max und Paul gemeinsam auf Klassenfahrt. Ziel ist ein neu eröffnetes Camp an einem bayerischen See. Dabei dürfen natürlich auch Juli, ihr Fohlen Juno und Hund Watson nicht fehlen. Doch kaum angekommen, läuft längst nicht alles so harmonisch wie gedacht. Die beiden CampleiterInnen Annika und Thomas wirken überraschend streng und haben eine Menge Regeln für ihre jungen Gäste. Noch merkwürdiger ist allerdings, dass der Badesee gesperrt ist, weil immer wieder große Mengen Plastikmüll angespült werden – und das ausgerechnet in einem Camp, das sich Nachhaltigkeit und Naturschutz auf die Fahne geschrieben hat. Schnell ist klar: Hier stimmt etwas ganz und gar nicht. Ein neuer Fall für die tierischen Sechs beginnt.
In diesem neuen Juli Abenteurer erzählt Petra Eimer wieder mit viel Humor, Herz und einer großen Portion Charme von ihren sowohl menschlichen als auch tierischen ProtagonistInnen. Wir selbst haben ja zwei Bände der Reihe ausgelassen und waren deshalb wirklich überrascht, wie viele HeldInnen inzwischen zur Geschichte gehören. Alle Figuren sind unglaublich einnehmend und mit ganz viel Persönlichkeit ausgestattet. Man schließt sie sofort ins Herz und fühlt sich schnell wieder mitten in der vertrauten Welt angekommen.
Besonders schön ist außerdem, dass Petra Eimer die Illustrationen wieder selbst gestaltet hat. Dieses Mal wirkten sie auf uns sogar noch farbenfroher und detailreicher als in den vorherigen Bänden. Selbst wenn man zwischendurch einmal einen Teil ausgelassen haben sollte, findet man sofort wieder in die Geschichte hinein und weiß direkt, worum es geht. Das ist schön.
Der Autorin gelingt es zudem wichtige Themen wie Umwelt- und Naturschutz so in die Geschichte einzubinden, ohne dass es für die Kinder belehrend wirkt. Viel eher werden die LeserInnen informiert und zum Schutz der Natur animiert.

Fazit:
Ein spannendes und lustiges neues Abendteuer um Juli und Ihre FreundInnen, das man einfach lesen muss.

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Veröffentlicht am 14.05.2026

Peng, Peng, Peng

Solange ein Streichholz brennt
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Alina ist ehrgeizig, talentiert und endlich scheint ihre große Chance gekommen zu sein. Gemeinsam mit einem beim Sender hoch angesehenen männlichen Kollegen soll sie eine neue Fernsehshow auf die Beine ...

Alina ist ehrgeizig, talentiert und endlich scheint ihre große Chance gekommen zu sein. Gemeinsam mit einem beim Sender hoch angesehenen männlichen Kollegen soll sie eine neue Fernsehshow auf die Beine stellen. Das Konzept: Alina dreht eine eindringliche Reportage als Einstieg in das Thema, anschließend diskutiert ihr Kollege mit prominenten Gästen im Studio weiter.
Die erste Sendung steht unter dem Titel „Wie ein Leben entgleitet“. Für ihre Recherche begleitet Alina deshalb einen obdachlosen Mann über einen längeren Zeitraum mit der Kamera. Dabei begegnet sie Bohm, Mitte dreißig, seit fünf Jahren auf der Straße lebend und voller Rätsel. Niemand weiß so genau, weshalb er dort gelandet ist, und auch Bohm selbst schweigt beharrlich über seine Vergangenheit.
Während Alina versucht, hinter die Fassade ihres „Hauptdarstellers“ zu blicken, laufen parallel die Vorbereitungen für die große Livesendung. Anfangs scheint alles nach Plan zu verlaufen. Doch je näher die Ausstrahlung rückt, desto stärker geraten die Gefühle und persönlichen Abgründe der er Beteiligten außer Kontrolle, bis die Situation schließlich eskaliert.

Dass sich der deutsche Autor und Produzent Christian Huber in der Medienwelt bestens auskennt, merkt man seinen Schilderungen rund um den Dreh der Reportage sofort an. Alles wirkt dabei sehr authentisch. Besonders gefallen hat mir, wie er die Beziehungen zwischen den einzelnen Protagonist entwickelt. Sie entfalten sich sowohl für sich allein als auch im Zusammenspiel miteinander sehr überzeugend und nachvollziehbar.
Auch die Entscheidung, das Thema Obdachlosigkeit in den Mittelpunkt der Geschichte zu stellen, hat mir gut gefallen. Sehr eindringlich schildert der Autor die Not und das Leben auf der Straße und macht sie für die Leser- beziehungsweise Hörerschaft spürbar. An manchen Stellen hätte ich mir dennoch etwas detailliertere Einblicke gewünscht – sowohl in die konkreten Herausforderungen des Lebens auf der Straße als auch in die Arbeit und Versorgungsstrukturen entsprechender Hilfsorganisationen.
Sehr deutlich zeigt der Autor jedoch, wie stark obdachlose Menschen von der Gesellschaft ausgeschlossen werden. Wie schnell ihnen mit Ablehnung, Vorurteilen oder sogar Ekel begegnet wird. Und wenn man ehrlich zu sich selbst ist, ertappt man sich vielleicht dabei, ähnliche Unsicherheiten oder Ängste zu haben, weil man so wenig über die Schicksale dieser Menschen weiß. Gerade dieser unbequeme Blick auf gesellschaftliche Vorurteile ist Christian Huber unglaublich gut gelungen.

Da die einzelnen Kapitel abwechselnd aus der Perspektive von Alina und Bohm erzählt werden, hat man dies im Hörbuch perfekt umgesetzt: Die Kapitel aus Alinas Sicht werden von Maria Wördemann eingesprochen, die von Bohm von Robert Stadlober. Dadurch gewinnt die Geschichte noch einmal zusätzlich an Tiefe und man fühlt sich den Figuren deutlich näher. Im Kopf entsteht beinahe ein Film, der vor dem inneren Auge abläuft. Für mich war das absolut stimmig und großartig inszeniert.

Fazit:
Eine fesselnde Geschichte über gesellschaftliche Abgründe, Vorurteile und menschliche Schicksale, die als Hörbuch hervorragend umgesetzt wurde. Eines meiner Hörbuchhighlights in diesem Jahr!

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Veröffentlicht am 06.05.2026

Wo ein Kirschbaum im Haus wächst und ein Hund auf zwei Beinen geht

Tanzende Frau, blauer Hahn
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Im Mittelpunkt dieses Romans steht die besondere Freundschaft zwischen Roxana und Camil, die sich bereits als Kinder im rumänischen Ort Busteni kennenlernen. Während Roxana aus Bukarest stammt und die ...

Im Mittelpunkt dieses Romans steht die besondere Freundschaft zwischen Roxana und Camil, die sich bereits als Kinder im rumänischen Ort Busteni kennenlernen. Während Roxana aus Bukarest stammt und die Sommer bei ihrer Tante und Großmutter in dem kleinen Ort verbringt, wächst Camil dort als Sohn einer Eisenbahnerfamilie auf. Jahr für Jahr begegnen sich die beiden wieder und verbringen gemeinsam die Sommer ihrer Kindheit und Jugend.
Dabei erzählen sie sich Geschichten erfundene ebenso wie tatsächlich erlebte über die Bewohner des Dorfes und über das Leben selbst. Zwischen Fantasie, Erinnerungen und Beobachtungen entsteht so eine ganz eigene Welt, die die beiden miteinander teilen. Doch während die Jahre vergehen, entwickelt sich nicht nur ihre Freundschaft weiter, sondern auch ihre gemeinsame Geschichte schreitet Stück für Stück voran bis zu ihrem Ende.

Dana Grigorcea erschafft in ihrem Roman eine ganz besondere Atmosphäre. Melancholisch, magisch und gleichzeitig voller Wärme. „Tanzende Frau, blauer Hahn“ ist eines jener Bücher, die weniger von großen dramatischen Ereignissen leben, sondern vielmehr von Stimmungen, Erinnerungen und den Geschichten zwischen den Zeilen.
Im Zentrum stehen Roxana und Camil, die gemeinsam aufwachsen, sich ineinander verlieben und über viele Jahre hinweg miteinander verbunden bleiben. Besonders schön fand ich dabei, wie die beiden über die Geschichten der Dorfbewohner oft eigentlich über sich selbst sprechen. Dinge, die sie nicht direkt auszusprechen wagen oder vielleicht selbst noch gar nicht richtig greifen können, spiegeln sich in ihren Erzählungen über andere Menschen wider. Dadurch entsteht eine stille, beinahe zärtliche Form der Annäherung zwischen den beiden Figuren.
Umrahmt wird diese Liebesgeschichte von der inzwischen erwachsenen Roxana, die gemeinsam mit einem Pianisten auf Lesereise unterwegs ist, nachdem sie ihre eigene Geschichte veröffentlicht hat, genauso, wie sie es sich als junges Mädchen immer erträumt hatte. Dana Grigorcea erzählt dabei von Träumen, Hoffnungen und Wünschen, die sich manchmal tatsächlich erfüllen können, aber auch davon, wie sehr Herkunft und gesellschaftliche Unterschiede Lebenswege prägen. Während diese Unterschiede für Roxana und Camil als Kinder kaum eine Rolle spielen, treten sie mit den Jahren immer deutlicher hervor. Durch unterschiedliche Bildungswege, berufliche Chancen und die Leben, die beide schließlich führen werden.
Gleichzeitig ist dieser Roman auch eine Liebeserklärung an den kleinen Ort Busteni und seine Menschen. Die Autorin schreibt über die Schönheit der Natur, aber auch über die Veränderungen der Zeit. Über Gentrifizierung, Städter, die Ferienhäuser bauen, und einen Ort, der langsam sein Gesicht verändert. Mit ihren Geschichten hält sie Busteni und seine Bewohner jedoch lebendig.

Dana Grigorcea, die 1979 selbst in Bukarest geboren wurde, in Rumänien aufgewachsen ist und heute in der Schweiz lebt, verleiht ihrem Roman dabei eine große Authentizität. Sie wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, stand mit ihren Büchern auf der Longlist des Deutschen Buchpreises und kuratiert in diesem Jahr zudem das Münchner Literaturfest unter dem Motto „Freiheit“.

Ihr Roman folgt dabei einem ganz eigenen Rhythmus. Durch die vielen kleinen Episoden über die Dorfbewohner entsteht eine beinahe schwebende Magie, der man sich nur schwer entziehen kann.

Fazit:
Eine melancholische und poetische Geschichte über Liebe, Erinnerungen, Träume und Hoffnungen im Wandel der Zeit. Für mich ein absolutes Lesehighlight dieses Jahres.

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Veröffentlicht am 05.05.2026

Welche Schwester willst du sein?

Beth is dead
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Rezension zu gleichnamigen Hörbuch aus dem Der Audio Verlag:

In dem aktuellen Thriller von Katie Bernet, der von Katarina Ganslandt ins Deutsche übersetzt wurde, wird das Leben der vier March-Schwestern ...

Rezension zu gleichnamigen Hörbuch aus dem Der Audio Verlag:

In dem aktuellen Thriller von Katie Bernet, der von Katarina Ganslandt ins Deutsche übersetzt wurde, wird das Leben der vier March-Schwestern von einem Tag auf den anderen auf den Kopf gestellt. Ihr Vater ist Schriftsteller und er hat ein Buch geschrieben. Über seine Töchter, über ihr Leben, über ihre intimsten Momente. Das Problem? Niemand hatte im Vorfeld eine Ahnung davon.
Als das Buch „Little Women“ dann schließlich erscheint, schlägt es ein wie eine Bombe. Nicht nur innerhalb der Familie sorgt die Veröffentlichung für Entsetzen, auch die Öffentlichkeit reagiert gespalten. Zwischen Faszination und moralischer Empörung entstehen schnell unterschiedliche Lager: Die einen feiern die Geschichte, die anderen verurteilen sie scharf, denn schließlich geht es um reale Kinder, deren Leben ungefragt zur Unterhaltung wird.
Mit der Zeit lässt der mediale Rummel nach. Doch für die Schwestern ist nichts mehr wie zuvor. Sie müssen lernen, mit ihrer neuen Rolle umzugehen – als Figuren, die plötzlich jeder zu kennen glaubt. Als Projektionsfläche, als Social-Media-Thema, als Personen, über die geurteilt wird. Besonders schwer trifft es Beth. Denn im Buch ihres Vaters stirbt sie. Ein fiktionales Ende, das sich wie ein Schatten über ihr echtes Leben legt. Bis zu dem Zeitpunkt als aus Fiktion Realität wird. Denn eines Nachts ist Beth plötzlich wirklich tot, nur diesmal war es kein geschriebener Schluss.

Was mir an dem Thriller besonders gut gefallen hat, ist die Erzählweise. Die Geschichte wird nämlich kapitelweise aus den Perspektiven der einzelnen March-Schwestern geschildert. Dadurch entsteht ein vielschichtiges Bild, das sich Stück für Stück zusammensetzt. Immer wieder gibt es Zeitsprünge, mal befinden wir uns in der Zeit vor Beths Tod, dann wieder in der Gegenwart.
Gerade zu Beginn kann das zwar kurz etwas fordern, weil man sich erst orientieren muss, doch genau darin liegt auch der Reiz: Nach und nach greifen die einzelnen Erzählstränge ineinander und ergeben ein Gesamtbild.
Durch die unterschiedlichen Blickwinkel bleibt lange unklar, was eigentlich wirklich passiert ist. Jede Schwester bringt ihre eigene Wahrheit mit und genau dieses Spiel mit Wahrnehmung und Realität sorgt für eine Spannung, die sich kontinuierlich steigert und immer weiter zuspitzt.

Im Hörbuch wurde diese Vielstimmigkeit besonders gelungen umgesetzt. Die Perspektiven werden von unterschiedlichen Sprecherinnen getragen: Julia Nachtmann, Lisa Cardinale und Nina Reithmeier verleihen den Figuren jeweils ihre ganz eigene Stimme und machen sie dadurch greifbar und lebendig.
Durch die vielen Dialoge entsteht fast das Gefühl, als würde man den Gesprächen direkt beiwohnen. Man ist nah dran, an den Figuren selbst, aber auch an ihrem Umfeld und vor allem an ihren Gedanken sowie Gefühlen. Genau das hat es für mich so spannend gemacht: Ich habe wirklich lange gerätselt, was passiert ist und wer letztlich die Verantwortung für Beths Tod trägt.
Die Sprecherinnen setzen den Thriller atmosphärisch dicht um und verleihen der Geschichte zusätzliche Tiefe. Denn eines wird schnell klar: Hier geht es nicht nur um eine spannende Handlung, sondern um weit mehr, um Wahrnehmung, Schuld und die Frage nach Wahrheit.

Fazit:
Eine ungewöhnliche, vielschichtige Geschichte, die sowohl als Buch als auch im Hörbuchformat hervorragend funktioniert. Intensiv, spannend und absolut hörenswert.

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Veröffentlicht am 05.03.2026

Der Wolf

Das Signal
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Die Innenarchitektin Viola Decker erfüllt sich gemeinsam mit ihrem Mann Adam den Traum vom eigenen Haus auf dem Land. Das abgelegene Anwesen hat allerdings seine Tücken – besonders der stark renovierungsbedürftige ...

Die Innenarchitektin Viola Decker erfüllt sich gemeinsam mit ihrem Mann Adam den Traum vom eigenen Haus auf dem Land. Das abgelegene Anwesen hat allerdings seine Tücken – besonders der stark renovierungsbedürftige Weinkeller. Als dieser trotz aller Sicherheitsmaßnahmen einstürzt, entkommt Viola nur knapp mit dem Leben. Der Unfall hat jedoch schwerwiegende Folgen: Sie verliert ein Bein.
Nach ihrer Rückkehr aus dem Krankenhaus organisiert ihr fürsorglicher Ehemann eine Pflegekraft, die sich rund um die Uhr um sie kümmern soll. Otilia heißt die Frau, die von nun an an Violas Seite steht. Doch schon bald beschleicht Viola ein ungutes Gefühl. Statt ihr zu helfen, scheint Otilia sie eher zu behindern. Gleichzeitig beginnt Adam, sich immer mehr von ihr zu distanzieren. Auch ihre Freundin Marit verhält sich zunehmend merkwürdig.
Bildet sich Viola das alles nur ein oder braut sich in dem abgelegenen Haus etwas zusammen, das weit gefährlicher ist, als sie ahnt?

Mit großer Vorfreude habe ich mich auf den neuen Thriller von Ursula Poznanski „gestürzt“. Zu Beginn wurde meine Begeisterung allerdings kurz gebremst. Die Autorin beschreibt Violas Verletzungen und ihr verändertes Erscheinungsbild sehr ausführlich. Für meinen Geschmack fast etwas zu detailliert. Auch Violas Verhalten gegenüber ihrem Mann wirkte auf mich zunächst etwas widersprüchlich. Wenn ihre Zweifel ihm gegenüber schon so früh vorhanden sind, stellt sich unweigerlich die Frage, warum die beiden überhaupt noch zusammen sind.
Doch dieser Eindruck verliert schnell an Gewicht, denn schon bald entfaltet sich ein Sog, dem man sich kaum entziehen kann. Wie so oft gelingt es Poznanski, einen hohen Spannungsbogen aufzubauen und ihn über die gesamte Handlung hinweg aufrechtzuerhalten. Mit Viola hat sie eine starke und zugleich faszinierende Protagonistin geschaffen. Eine Figur, um die man zwar manchmal zittert, die aber zugleich eine enorme innere Stärke ausstrahlt. Manchmal hat man fast mehr Sorge um die Menschen in ihrer Umgebung als um sie selbst.

Besonders interessant fand ich auch die Figur der Otilia. Sie gehört zu meinen Lieblingscharakteren der Geschichte, denn hinter ihrer ruhigen Fassade verbirgt sich ein Geheimnis, das der Handlung eine zusätzliche, sehr reizvolle Spannungsebene verleiht.

Fazit:
Ein packender Thriller, der nur kleine Schwächen aufweist, dafür aber mit einer hochspannenden Handlung überzeugt und thematisch wieder einmal absolut den Nerv der Zeit trifft.

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