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Veröffentlicht am 19.05.2026

Ein mystischer und spannender Roman

Rauhnächte
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Meine Meinung:

Die 22-jährige Pia freute sich darauf, den Heiligabend zusammen mit ihrer Familie zu verbringen. Doch als sie sich gerade auf dem Weg zu ihren Eltern, Kathrin und Paul, befindet, bekommt ...

Meine Meinung:

Die 22-jährige Pia freute sich darauf, den Heiligabend zusammen mit ihrer Familie zu verbringen. Doch als sie sich gerade auf dem Weg zu ihren Eltern, Kathrin und Paul, befindet, bekommt sie ein Streitgespräch zwischen ihrer Mutter und ihrem Vater mit. Sie stoppt, als sie ihre Mutter sagen hört: “Sie darf das nie erfahren. Du hast es mir versprochen!” Sie hört, wie ihr Vater erklärt, dass er eine Affäre hat und diese Frau jetzt ein Kind bekommt. Er möchte sich von Kathrin trennen und mit einem neun Leben beginnen.
Kurz darauf findet Pia heraus, dass sie mit vier Jahren adoptiert wurde. Ihre Welt steht plötzlich Kopf, obwohl sie schon immer das Gefühl hatte, nicht richtig zur Familie zu gehören. Da waren ihre roten Haare und die Distanz, die ihre Eltern ständig hielten. Sie fühlte sich zeitlebens fremd und vermisste die vollständige Zuneigung seitens der Mutter. Warum haben ihre Eltern das verschwiegen? Schließlich macht sich Pia auf die Suche nach Antworten und fährt nach Wasserburg am Inn. Hier soll ihre leibliche Mutter gelebt haben.
Als sie ankommt, findet in dem Ort ein alter Brauch statt. Durch das mittelalterliche Städtchen tanzen schaurige Gestalten. Diese sollen die alten Geister vertreiben. In den Rauhnächten sollen alte Geheimnisse an die Oberfläche kommen.
Pia kommt der Wahrheit über ihre leibliche Mutter, Sonja, und deren Vergangenheit immer näher. Doch was sie nicht weiß, jemand hat es auf sie abgesehen und sie schwebt in tödlicher Gefahr.

Fazit:

Ich lese die Romane von Ellen Sandberg immer sehr gerne. Auch dieses Mal hat sie mich wieder, von der ersten Seite an, in ihren Bann gezogen. Die Charaktere, besonders Pia, waren sehr gut ausgearbeitet und ich habe mit den Protagonisten mit gefiebert. Pia kam mir öfters sehr naiv vor und ihr kopfloses Handeln konnte ich nicht immer nachvollziehen. Ellen Sandberg hat mir mal wieder spannende Lesestunden beschert und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Ich hatte beim Lesen immer das Gefühl, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmte.
Das Ende war dann jedoch sehr überraschend und ich habe mit dieser Auflösung nicht gerechnet. Die Autorin hat es hervorragend geschafft, diese mystische Zeit mit einer Story zu kombinieren. Man findet in diesem Buch alles, was die Rauhnächte ausmacht. Kälte, Schnee, Eis, Feuer und Aberglauben.
Die Atmosphäre in dem Roman ist überaus düster und teilweise gruselig. Ich gebe dem Buch 4/5 Sterne und freue mich auf das nächste Werk von Ellen Sandberg.

https://nadys-buecherwelt.de/rauhnaechte-von-von-ellen-sandberg-rezension/

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Veröffentlicht am 06.05.2026

Ein toller Debütroman

Die Tochter der See
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Rezension:

Wir reisen in die Zeit der Napoleonischen Kriege. Durch diesen Krieg hat die junge Londonerin Isabel ihren Mann verloren. Doch das ist nicht alles. Aufgrund von unschicklichen Gerüchten und ...

Rezension:

Wir reisen in die Zeit der Napoleonischen Kriege. Durch diesen Krieg hat die junge Londonerin Isabel ihren Mann verloren. Doch das ist nicht alles. Aufgrund von unschicklichen Gerüchten und völlig verarmt, zieht sie in ein kleines Cottage, welches an der rauen Küste Cornwalls liegt. Sie hofft, dort endlich ihre Ruhe zu finden.
Was Isabel jedoch nicht weiß, dass Haus wird immer wieder von Schmugglern in Beschlag genommen, die ihre Beute darin verstecken.
Doch dann stürmen plötzlich Männer in Isabels Haus, die ihren Kapitän, der schwer verletzt zu sein scheint, in die Hütte tragen. Dass inzwischen Isabel dort wohnt, war ihnen nicht bekannt und ist ihnen eigentlich auch egal. Kurzerhand wird er in ihr Bett gelegt und sie soll sich von nun an um seine Gesundheit kümmern. Die restlichen Schmuggler fahren wieder zu See.
Während Isabell sich um den attraktiven und charmanten Jack kümmert, zieht sie sich immer mehr zu ihm, aber auch zu rauer See hingezogen. Er verspricht, sie nach seiner Genesung mitzunehmen.
Natürlich muss sie ihren Gast davor schützen, entdeckt zu werden. Besonders vor einem Leutnant Sowerby, der Isabel beschützen möchte, und der mit aller Macht versucht, etwas gegen die Schmuggler zu unternehmen.
Da der Leutnant jedoch immer aufdringlicher wird und seinen wahren Charakter, der eine böse, mitleidlose und besessene Seite offenbart, zeigt, muss Isabel und ihr Kapitän schnellstmöglich verschwinden.

Fazit:

Allein die Aufmachung dieses Buches ist schon etwas ganz besonders.
Es handelt sich um den Debütroman von Linda Wilgus.
Am Anfang hatte ich etwas Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzukommen. Dann jedoch konnte mich der Roman wirklich fesseln. Der Schreibstil von Linda Wilgus ist flüssig und spannend. Ich habe mit Isabel mitgefiebert und man konnte die Anziehung zwischen ihr und ihrem Kapitän Jack wirklich spüren.
Die Story wurde dann noch richtig spannend und ich wurde sehr gut unterhalten.
Der historische Roman bekommt von mir 4 von 5 Sternen und empfehle ihn sehr gerne weiter. Die Autorin werde ich mir auf jeden Fall merken.

https://nadys-buecherwelt.de/die-tochter-der-see-von-linda-wilgus-rezension/

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Veröffentlicht am 18.04.2026

Ein wunderbarer Roman

Die Frauen von Ballymore
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Über jeden Roman, der aus der Feder von Lucinda Riley erscheint, freut ich mich sehr. Ich bin froh, dass ihr Sohn, die schon bestehenden Manuskripte überarbeitet, und im Namen seiner Mutter veröffentlicht.
So ...

Über jeden Roman, der aus der Feder von Lucinda Riley erscheint, freut ich mich sehr. Ich bin froh, dass ihr Sohn, die schon bestehenden Manuskripte überarbeitet, und im Namen seiner Mutter veröffentlicht.
So auch bei „Die Frauen von Ballymore“.

Wir lernen hier die 16jährige Sorcha O´Donovan kennen. Sie lebt in den 1960iger Jahren in Ballymore. Sie wächst behütet, aber streng bei ihren Eltern auf.
Doch alles verändert sich, als sie sich in den Musiker Con Daly verliebt. Con hat in Ballymore einen schlechten Ruf. Er lebt wie ein Einsiedler in einer kleinen Hütte am Strand. Zwischen den Beiden entwickelt sich eine Liebesbeziehung, die sie aber geheim halten müssen. Mehr als heimliche Treffen in der kleinen Hütte, darf es für sie nicht geben.
Sie wissen jedoch nicht, dass es jemanden gibt, der ihre Treffen heimlich beobachtet.
Hellen McCarthy ist eine reiche Erbin, die es ebenfalls auf Con abgesehen hat. In ihrer Einsamkeit und Missgunst verrät sie Sorchas Eltern, was sie beobachtet hat.
Kurzerhand und voller Zorn macht sich Sorchas Vater zu dieser Hütte auf und erwischt die beiden Liebenden. Damit scheint die Liebe zwischen Sorcha und Con ein jähes Ende zu finden, den Sorcha soll von ihrem Vater verbannt werden.
Doch die Beiden verlassen heimlich, über Nacht, ihre irische Heimat und fliehen nach London.
Für Con wird dort ein langgehegter Traum war. Er macht Kariere als Musiker und wird fast über Nacht von einem Straßenmusiker zu einem Star.
Alles läuft für die Beiden prima, bis Helene unerwartet in London auftaucht.

Mein Fazit:

Lucinda Riley hat diesen Roman um 1990 als Lucinda Edmonds geschrieben. Die Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet und die irische Landschaft hervorragend beschrieben.
Der Roman ist in drei Zeitabschnitten geschrieben. Als erstes ging es um die 1960iger Jahre, die in Ballymore spielen. Der zweite Abschnitt spielte dann einige Jahre später und der dritte Teil dann in den 1980iger Jahren.
Mir kam das Buch sehr kurzweilig vor und ich habe es sehr gerne gelesen. Es fällt mir immer schwer, ein Buch von Ludinda Riley zuzuklappen, da man ja nie weiß, ob es noch weitere Romane von ihr geben wird.
Mit einer großen Leseempfehlung bekommt der Roman von mir 4 von 5 Sterne.

https://nadys-buecherwelt.de/die-frauen-von-ballymore-von-lucinda-riley-rezension/

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Eine starke Frau in einer von Männer dominierenden Zeit

Ein verhängnisvolles Testament
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Rezension:

Wir reisen in diesem historischen Roman in das Jahr 1590. Der Mann von Elisabeth von Thannberg ist gerade verstorben, als der Kurfürst von Trier ihr jetzt noch ihren ganzen Besitz streitig ...

Rezension:

Wir reisen in diesem historischen Roman in das Jahr 1590. Der Mann von Elisabeth von Thannberg ist gerade verstorben, als der Kurfürst von Trier ihr jetzt noch ihren ganzen Besitz streitig machen möchte. Laut eines sehr alten Vertrages, würde der gesamte Besitz Thannberg an den Trierer gehen, da es anscheinend keinen männlichen Erben mehr gibt. Das eine Frau den Besitz führt ist undenkbar.
Doch einen Trumpf und eine Hoffnung bleibt Elisabeth. Sie ist schwanger und hofft auf einen männlichen Nachkommen. Dann wären sie und ihre bisherigen Kinder in Sicherheit. Ansonsten droht ihnen die Armut.
Doch Elisabeth möchte nicht untätig sein. Sie schickt ihre Kusine Anna nach Laach ins Kloster. Hier liegen die kompletten Aufzeichnungen ihrer Familie und sie hofft, dass es eventuell doch irgendwo einen männlichen Erben gibt und sie ihren Besitz und ihr Ansehen behalten kann. Auf keinen Fall darf es an den Kurfürsten von Trier gehen.

Fazit:

Der Schreibstil von Iny Lorentz war flüssig und ließ sich wunderbar lesen. Die Story war spannend und es war wieder sehr interessant, wie Frauen damals behandelt wurden.
Die Charaktere waren hervorragend beschrieben, so dass ich mit Elisabeth mit fieberte, dass sie den ersehnten Sohn bekommt.
Die Trierer stellten sich sehr unsympathisch da und waren Frauen gegenüber sehr herablassend.
Dies war der erste Roman, den ich von Iny Lorentz gelesen habe und es wird sicherlich nicht der letzte sein. Mir hat der historische Roman gut gefallen und er bekommt von mir 4 von 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

https://nadys-buecherwelt.de/ein-verhaengnisvolles-testament-von-iny-lorentz-rezension/

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Veröffentlicht am 23.01.2026

Kann ich empfehlen

Die Psychoanalytikerin
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Rezension:

Ich habe mich sehr auf den neuen Roman von Melanie Metzenthin gefreut.
Im Jahre 1920 lernen wir die in Hamburg lebende Psychoanalytikerin Vera Albers kennen. Da ihr Mann im 1. Weltkrieg gefallen ...

Rezension:

Ich habe mich sehr auf den neuen Roman von Melanie Metzenthin gefreut.
Im Jahre 1920 lernen wir die in Hamburg lebende Psychoanalytikerin Vera Albers kennen. Da ihr Mann im 1. Weltkrieg gefallen ist, übernimmt sie seine Praxis. In der damaligen Zeit war es mehr als ungewöhnlich, dass eine Frau studieren kann und schon gar nicht Medizin. Eigentlich war ihr Leben ganz anders geplant. Wenn es nach ihrem Vater gegangen wäre, hätte sie mal seine Nachfolge antreten sollen und den Zeitungsverlag übernehmen.
Doch sie wollte ihren Traum verwirklichen und so hat sie mehrere Fortbildungen besucht und sich tiefer in die Psychoanalytik beschäftigt. Dabei wird sie bei Fragen immer wieder von ihrem Mentor unterstützt.
Ihr Mentor schickt ihr auch immer wieder Patienten, wobei es sich hauptsächlich um Kriegsheimkehrer handelt. Das Schicksal dieser Patienten geht ihr oft sehr nah, doch sie schafft es, Abstand zu den Schicksalen zu halten.
Eine ihrer Patientinnen nimmt ihre Beratung in Anspruch, weil sie sehr unter ihrem Ehemann, der entstellt aus dem Krieg zurückkehrte, leidet. Das Schicksal dieser jungen Frau, beschäftigt Vera mehr, als es sollte.
Dann kommt es zu einem Mordfall und ein Patient von Vera soll wohl damit involviert sein. Veras Gefühlslage kommt ins Schwanken aber sie versucht den Kommissar Bender zu unterstützen. Allerdings ist sie auch an ihre Schweigepflicht gebunden. Als jedoch noch weitere Morde geschehen, steckt Vera irgendwann in Gewissensbisse.

Mein Fazit:

Man merkt auch in diesem Roman wieder deutlich, dass Melanie Metzenthin auch selbst Psychologie studiert hat und in ihrem Beruf tätig ist.
Der Schreibstil war flüssig zu lesen, was ich aber auch von der Autorin gewöhnt bin. Der Roman ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, so dass ich dem Geschehen gut verfolgen konnte.
Von Anfang an war die Story war spannend und ich fand es großartig in die Geschehnisse der verschiedenen Protagonisten einzutauchen. Da war die Sicht der Analytikerin, des Kommissars und verschiedener Patienten sehr interessant. Dazu kam dann noch eine Reporterin, die durch ihre Neugier selbst in Gefahr schwebt.
Zwischendurch flachte die Spannung etwas ab, um zum Ende hin wieder umso spannender zu werden. Ich habe während der gesamten Lesestunden mit gefiebert, wer denn nun hinter den Morden steckt und wurde dann doch sehr überrascht.
Ich kann den historischen Roman auf jeden Fall empfehlen und vergebe hier 4 von 5 Sterne.

https://nadys-buecherwelt.de/die-psychoanalytikerin-von-melanie-metzenthin-rezension/

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