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Lenna

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.05.2026

Ein Mordfall in der Welt der Reichen

Das Gesetz der Elite
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Der Thriller „Gesetz der Elite – Ihr Reichtum ist ihr Untergang“ von Sandrone Dazieri ist der vierte Band einer Reihe, was mir vor dem Lesen nicht bewusst war. Dennoch lässt sich die Handlung auch ohne ...

Der Thriller „Gesetz der Elite – Ihr Reichtum ist ihr Untergang“ von Sandrone Dazieri ist der vierte Band einer Reihe, was mir vor dem Lesen nicht bewusst war. Dennoch lässt sich die Handlung auch ohne Vorkenntnisse gut nachvollziehen und bleibt insgesamt verständlich. Allerdings merkt man an einigen Stellen, dass Bezüge zu den vorherigen Bänden bestehen: Bestimmte Anspielungen erschließen sich nicht vollständig, und auch die Beziehungen zwischen den Hauptfiguren Colomba Caselli und Dante Torre bleiben teilweise etwas unklar. Die beiden haben eine bewegte und intensive Vorgeschichte, die sich mir leider durch die fehlende Kenntnisse der Vorbände nicht ganz erschlossen hat.
Inhaltlich rückt der Thriller eine wohlhabende Elite ins Visier eines Mörders und entwickelt daraus eine spannende Grundidee. Die Handlung ist in sich geschlossen und logisch aufgebaut, sodass man der Geschichte gut folgen kann. Allerdings gibt es auch Passagen, in denen sich die Handlung etwas zieht, wodurch das Tempo zeitweise nachlässt. Der Thriller im Ganzen ist eher ruhiger und weniger actiongeladen.

Insgesamt bietet der Thriller eine solide und nachvollziehbare Geschichte mit interessanter Ausgangslage. Trotz kleiner Längen und der fehlenden Vorkenntnisse zu den vorherigen Bänden ist das Buch gut lesbar und eignet sich auch für Leserinnen und Leser, die die Reihe bisher nicht kennen.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Zwischen Wahrheit und Fiktion

Das letzte Buch von Marceau Miller
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„Manchmal fühlt sich Wahrheit an wie eine gut konstruierte Geschichte.“ – Dieser Gedanke drängt sich beim Lesen von "Das letzte Buch von Marceau Miller" immer wieder auf.

Der Roman entzieht sich einer ...

„Manchmal fühlt sich Wahrheit an wie eine gut konstruierte Geschichte.“ – Dieser Gedanke drängt sich beim Lesen von "Das letzte Buch von Marceau Miller" immer wieder auf.

Der Roman entzieht sich einer klaren Genrezuordnung: Zwar als Roman deklariert, liest er sich streckenweise wie ein Krimi – spannend, rätselhaft und voller überraschender Wendungen. Im Zentrum steht Sarah, die nach dem Tod ihres Mannes versucht, die Wahrheit hinter seinem Sterben aufzudecken. Dabei gerät sie immer tiefer in ein Geflecht aus Andeutungen, Widersprüchen und möglichen Täuschungen. Besonders reizvoll – und zugleich fordernd – ist das Spiel mit den Ebenen von Fiktion und Realität. Immer wieder stellt sich die Frage, ob die verstorbene Figur tatsächlich nur Teil einer Geschichte ist oder ob sich dahinter mehr verbirgt. Diese Unsicherheit zieht sich durch das gesamte Buch und sorgt dafür, dass man als Leser:in ständig die eigene Wahrnehmung hinterfragt.

Die Handlung ist durchgehend fesselnd, gleichzeitig aber auch emotional belastend. Sarahs Verzweiflung und ihr unbedingter Wille, die Wahrheit zu finden, sind so eindringlich geschildert, dass man regelrecht mit ihr mitleidet. Gerade deshalb wird das Lesen zeitweise anstrengend – Pausen erscheinen fast notwendig, um das Geschehen zu verarbeiten.Hinzu kommt eine permanente Ambivalenz: Wer ist Freund, wer Feind? Figuren verändern sich, Motive bleiben lange im Dunkeln, und vermeintliche Gewissheiten lösen sich immer wieder auf. Diese Unsicherheit hält die Spannung hoch, kann aber auch verunsichern – im positiven Sinne.

Das Ende schließlich überrascht. Es ist nicht vorhersehbar und wirkt dennoch konsequent, ohne alle Fragen eindeutig zu klären. Gerade diese Offenheit macht den Reiz des Romans aus.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Lady Grace ermittelt charmant und klug

Lady Grace Mysteries
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Schon das Buchcover von „Lady Grace Mysteries – Giftmord“ von Grace Cavendish ist ein echter Hingucker und macht sofort neugierig auf die Geschichte. Es passt wunderbar zur Atmosphäre des Buches und lädt ...

Schon das Buchcover von „Lady Grace Mysteries – Giftmord“ von Grace Cavendish ist ein echter Hingucker und macht sofort neugierig auf die Geschichte. Es passt wunderbar zur Atmosphäre des Buches und lädt direkt dazu ein, in diese Welt einzutauchen.

Inhaltlich handelt es sich um ein wirklich gelungenes Kinder- bzw. Jugendbuch, das genau auf seine Altersgruppe zugeschnitten ist. Die Geschichte ist spannend aufgebaut, leicht verständlich und dabei durchgehend unterhaltsam. Der Kriminalfall sorgt dafür, dass man als Leser*in miträtseln möchte, ohne dabei überfordert zu werden – genau die richtige Mischung für jüngere Leserinnen und Leser. Trotzdem lässt sich das Buch auch als Erwachsene gut lesen. Zwar wirken die Figuren stellenweise etwas kindlich, doch das ist absolut passend zu ihrem Alter und wirkt dadurch authentisch. Man merkt, dass die Geschichte aus einer jugendlichen Perspektive erzählt wird.

Besonders hervorzuheben ist die Hauptfigur Lady Grace Cavendish, oder einfach Grace. Sie ist eine sehr sympathische und mutige Protagonistin, die ihrer Zeit in vielerlei Hinsicht voraus ist. Vor allem ihr Umgang mit Menschen, die gesellschaftlich unter ihr stehen, ist beeindruckend: Sie begegnet ihnen mit Respekt, Freundlichkeit und Offenheit. Gleichzeitig ist sie klug, neugierig und hat den Mut, ihren eigenen Weg zu gehen. Auch ihre Freunde Ellie und Masou sind sehr sympathisch und unterstützen Grace bei ihren Abenteuern. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass sie als Nebenfiguren etwas zu kurz kommen. Hier hätte ich mir gewünscht, noch mehr über sie zu erfahren und sie stärker in die Handlung einzubinden.

Insgesamt ist dieser erste Band der Reihe eine spannende und unterhaltsame Lektüre, die sowohl für junge Leserinnen als auch für Erwachsene geeignet ist. Einziger kleiner Kritikpunkt: Das Buch hätte gerne etwas länger sein dürfen, um noch mehr aus der Geschichte herauszuholen.

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Veröffentlicht am 25.03.2026

Frühlingshaft

Ein Zuhause im Frühling
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„Ein Zuhause im Frühling“ von Julie Caplin ist für mich genau die Art von Buch, die man sich schnappt, sobald die ersten warmen Sonnenstrahlen auftauchen und man Lust auf etwas Leichtes und Herzerwärmendes ...

„Ein Zuhause im Frühling“ von Julie Caplin ist für mich genau die Art von Buch, die man sich schnappt, sobald die ersten warmen Sonnenstrahlen auftauchen und man Lust auf etwas Leichtes und Herzerwärmendes hat. Es ist ein wunderbar lockerer Frühlingsroman, der perfekt zu den ersten frühlingshaften Tagen passt. Besonders gefallen hat mir, wie angenehm leicht sich das Buch lesen lässt. Es ist eine Lektüre, die man wirklich verschlingen kann – einmal angefangen, möchte man gar nicht mehr aufhören. Der Schreibstil ist flüssig, lebendig und genau richtig, um einfach mal abzuschalten.

Ella als Hauptfigur fand ich richtig gelungen. Sie wirkt total real und greifbar, mit ihren Gedanken, Zweifeln und Gefühlen. Ich habe oft mit ihr mitgelitten, aber genauso oft auch mit ihr gelacht. Gerade diese Mischung macht sie so sympathisch und authentisch – man fühlt sich ihr schnell verbunden. Ein echtes Highlight sind die Dialoge zwischen Ella und Devon. Die beiden haben eine tolle Dynamik und liefern sich immer wieder witzige und charmante Wortwechsel. Diese lockeren, humorvollen Gespräche bringen viel Leichtigkeit in die Geschichte und sorgen für einige richtig schöne Lesemomente. Auch die Liebesgeschichte zwischen den beiden ist sehr gelungen. Sie entwickelt sich nachvollziehbar und in einem angenehmen Tempo, sodass alles glaubwürdig wirkt. Es gibt emotionale Momente, kleine Hürden und viele schöne Augenblicke, die dafür sorgen, dass man richtig mitfiebert.

Insgesamt ist es ein Buch, das sich perfekt für entspannte Lesestunden eignet – egal ob auf dem Balkon, im Park oder im Urlaub. Leicht, unterhaltsam und einfach zum Wohlfühlen. Ein rundum gelungener Frühlingsroman, der Spaß macht und ein Lächeln hinterlässt.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Ein Buch, das wütend macht!

Witch of the Wolves - Halbmond Erbe
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Bücher lösen in uns Leserinnen immer etwas aus. Das kann von postiven Gefühlen wie Rührung, Freude, Instpiration bis hin zu negativen Gefühlen wie Enttäuschung, Frust und Langweile reichen. "Witch of Wolves" ...

Bücher lösen in uns Leserinnen immer etwas aus. Das kann von postiven Gefühlen wie Rührung, Freude, Instpiration bis hin zu negativen Gefühlen wie Enttäuschung, Frust und Langweile reichen. "Witch of Wolves" von Kaylee Archer hat vor allem eines in mir ausgelöst - und das war Wut. Das liegt nicht an der Autorin, nicht an ihrer sympathischen und mutigen Hauptfigur, nicht am Schreibstil oder der erdachten Welt. Nein das lag einzig und allein an einigen der männlichen Figuren! Die Geschichte spielt nämlich, anders als ich es zunächst erwartet und vermutet hatte, nicht in der Gegenwart, sondern in irgendeinem vergangenen Jahrhundert. Auch wenn kein genaues Datum genannt wird, wird schnell klar, dass es zu einer Zeit spielt, in der Frauen absolut nichts selbst zu entscheiden und zu bestimmen hatten. Der Umgang mit Cordiela (Hauptfigur) war teilweise wirklich sexistisch und menschenverachtend und hat mich tierisch aufgeregt. Das hat zeitweise für mich leider die eigentliche Handlung überschattet, was sehr schade ist, da ich die ausgedachte Fantasywelt mit ihren magischen Figuren wirklich gelungen und spannend finde. Cordiela als Hauptfigur ist auf jeden Fall gelungen und ich freue mich trotz allem auf den zweiten Band und bin gespannt, welche Hindernisse sie dort bewältigen muss.

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