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Veröffentlicht am 12.05.2026

Trügerische griechische Idylle

Die Touristin
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Die Touristin beinhaltet 411 Seiten. Das Cover zeigt die Sonne, weiß getünchte Gebäude, den wolkenlosen blauen Himmel, Segelboote im Hafen und das türkise Wasser. Es weckt sommerliche Gefühle in mir und ...

Die Touristin beinhaltet 411 Seiten. Das Cover zeigt die Sonne, weiß getünchte Gebäude, den wolkenlosen blauen Himmel, Segelboote im Hafen und das türkise Wasser. Es weckt sommerliche Gefühle in mir und scheint eine Idylle darzustellen. Das Cover spiegelt die Geschichte gut wieder und gefällt mir ziemlich gut. Der Klappentext hat mich neugierig auf die Geschichte gemacht, daher habe ich mich schon sehr aufs Lesen gefreut.
Als Juno zum ersten Mal die griechische Insel Inios betritt, verliebt sie sich sofort. Sie hat nur ein Ziel vor Augen, sie ist nach Inios gekommen, um nach Antworten zu suchen und, um ihren leiblichen Vater zu finden. Je länger sie bleibt und mit den Einheimischen spricht, merkt sie, dass diese Insel ein Ort der Schatten und Bedrohungen ist. Und für Juno könnte es schon bald zu spät sein, um dieser Gefahr entkommen zu können.
Das Buch ist aus zwei Perspektiven geschrieben, die auch aus unterschiedlichen Zeitebenen stammen. Einmal haben wir Juno in der Gegenwart und die andere ist Junos Mutter Estelle in der Vergangenheit. Der Schreibstil ist leicht, locker, flüssig und die Geschichte ist sehr spannend geschrieben. Man ist immer mit den Gedanken dabei, was als nächstes passiert, Spannung und Emotionen überwiegen. Aber auch die bildliche Darstellung ist phantastisch, es liest sich, als wäre man selbst vor Ort, man spürt die Wärme der griechischen Sonne und die leichte Meeresbrise beim Lesen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, man begegnet da so manchen Figuren. Nicht alle wirken nett und sympathisch auf mich, trotzdem sind sie lebensecht und authentisch. In dieser Geschichte werden viele Themen lebendig, nicht nur die Suche nach dem Vater und die Familienwahrheit, sondern auch die gestörte Beziehung zwischen Mutter und Tochter, Misstrauen, Lügen, Feindschaft, Machenschaften, die erste Liebe, die griechische Kultur und deren Begebenheiten, die man als Tourist damals sowie heute nicht unbedingt bis ins Details kennt und versteht. Zudem Familienkonflikte, viele Geheimnisse und Verstrickungen und vieles mehr. Ich habe mich insgesamt gut unterhalten gefühlt. Das Ende war für mich schlüssig und erklärend, fand ich gut umgesetzt. Es ist ein Ende, das nachhallt. Deshalb gibt es von mir 4 Sterne und eine Weiterempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.05.2026

Spannung pur auf einer einsamen Insel

Bachelorette Party
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Bachelorette Party beinhaltet 336 Seiten und ist ein spannender Thriller.
Eine schwedische Insel. Beste Freundinnen. Die letzte Chance auf Rache. Es sollen traumhafte 4 Tage auf der einsamen Schäreninsel ...

Bachelorette Party beinhaltet 336 Seiten und ist ein spannender Thriller.
Eine schwedische Insel. Beste Freundinnen. Die letzte Chance auf Rache. Es sollen traumhafte 4 Tage auf der einsamen Schäreninsel werden. Zumindest hat Anneliese sich so den Junggesellenabschied mit ihren 6 engsten Freundinnen vorgestellt. Der Journalistin Tessa läuft schon bei der Ankunft eine Gänsehaut über den Rücken, denn die  Insel erinnert sie an einen Cold Case. Damals, vor 10 Jahren, sind hier vier Frauen spurlos verschwunden. Als das einzige Boot auf einmal im offenen Meer gesichtet wird, suchen sich lang verborgene Geheimnisse und Feindseligkeiten ihren Weg ans Licht. Eine Teilnehmerin wird tot aufgefunden, und dann weiß Tessa: Jemand ist auf der Insel, um Rache zu üben.
Das Buch bringt Tempo, eine düstere Atmosphäre, einige Geheimnisse und einen guten Plot mit sich. Bin positiv überrascht, eine gelungene Geschichte mit Potenzial. Wie ein Puzzle, Stück für Stück, bekommt der Leser häppchenweise neue Hinweise. Man liest und ist automatisch unter Spannung und fiebert mit, was noch geschehen könnte. Die Charaktere finde ich gut ausgearbeitet, wirken auf den Leser lebensecht  und authentisch. Die Gruppedynamik ist spannend, die Freundinnen wissen, keine von ihnen ist sicher auf dieser Insel. Das Ende kam für mich ziemlich aprupt und unerwartet. Das Finale hat mich persönlich nicht überzeugt, habe mich aber trotzdem gut unterhalten gefühlt. Die Kapitel sind nicht zu lang und es ist durchgehend spannend, fesselnd und emotional zugleich beim Lesen. Die düstere Insel, die Vergangenheit, die nie wirklich ruht. Alles zusammen sehr gut gelungen und in der Geschichte verpackt. Von mir gibt es definitiv vier Sterne und eine Weiterempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.05.2026

Mehr als nur eine leichte Sommerlektüre

Fünf Tage im Licht
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Fünf Tage im Licht hat 304 Seiten. Es ist eine Hardcover Ausgabe mit Lesebändchen. Auf der Vorderseite sieht man ein Stück Pool und ein Frauenbein, eine Sonnenbrille und ein kühles Getränk. Etwas Typisches ...

Fünf Tage im Licht hat 304 Seiten. Es ist eine Hardcover Ausgabe mit Lesebändchen. Auf der Vorderseite sieht man ein Stück Pool und ein Frauenbein, eine Sonnenbrille und ein kühles Getränk. Etwas Typisches für eine leichte Sommerlektüre. Es strahlt eine träge Urlaubsstimmung aus. Nun ist die Geschichte komplett anders, als ich gedacht hätte und, als das Cover es zeigt.
Es ist viel tiefgründiger und spannender, die Autorin nimmt uns mit auf eine besondere zwischenmenschliche Reise. Dazu wird dem Leser noch ein wenig Kunstgeschichte dargeboten, ein besonderes Highlight für mich persönlich. Die Autorin hat mit diesem Buch etwas tolles erschaffen.
Es ist ein heißer Sommer in Griechenland. Die Malerin Sophie verbringt ihre Zeit mit ihren drei Freundinnen auf der Insel Sifnos. Eine von ihnen wird bald heiraten, es ist die letzte gemeinsame Zeit, es ist ein Jungesellinenabschied der besonderen Art. Dafür sind die Freundinnen ihr sehr dankbar und genießen die Zeit in vollen Zügen. In fünf Tagen sollen die Partner noch dazu kommen. Sophie genießt die Zeit ohne Greg, der sie mit seinem Kinderwunsch unter Druck setzt. Sie geht jeden Morgen früh im Meer schwimmen. Da begegnet sie dem Kellner Ky. Beide finden sich auf Anhieb nett und führen sich zueinander hingezogen. Eine Affäre beginnt. Ky hatte schon vor Jahren etwas mit einer der Freundinnen, Allesia, werden sie jetzt Rivallinen, wenn es zu offensichtlich wird oder bleibt das ein kleines Geheimnis? Sophie kann die Situation nicht einschätzen und verliert sich in dem Gefühlchaos. Unterdessen arbeitet sie zusammen mit Allesia an einem Aktporträt. Auch in der Hinsicht sind die beiden auf einmal sich nicht einig, Unstimmigkeiten kommen zu Vorschein, und die beiden geraten in Gespräche mit unterschiedlichen Meinungen.
Der Schreibstil leicht und flüssig, das Erzählte wird sehr intensiv und bildhaft dargeboten. Es werden viele Emotionen und Gefühle wach. Die Autorin beschreibt viele Themen, die in der heutigen Zeit viele junge Frauen beschäftigen. Hier einige die besonders Platz in der Geschichte eingenommen haben: Neid, unterschwellige Konflikte, Freundschaft, Konkurrenz, Mutterrolle, Ehefrau werden, Selbstfindung, Behinderung, Unterdrückung, Ungleichheit, dominante Dynamik zwischen den Freundinnen, Auseinandersetzung mit Kunst. Jede der vier Frauen ist ein Individuum und die sind sehr unterschiedlich, trotzdem sind sie befreundet. Sophie ist eine starke, selbstbewusste Protagonistin. Sie hat klare Ziele vor Augen, die strebt sie auch an, die Wertschätzung steht für sie im Vordergrund. Sie fand ich als Charakter am stärksten. Das Ende kam für mich ein wenig überraschend, habe mir es ehrlich etwas anders erhofft. Trotzdem fand ich es gut gelungen.
Es ist nicht ein Roman den man schnell liest, man braucht Zeit, ein wenig Ruhe, um nachzudenken und zu reflektieren. Insgesamt hat es mir ziemlich gut gefallen, deshalb vergebe ich 4 Sterne und eine Weiterempfehlung.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Sehr eindrücklich und emotional

Mit beiden Händen den Himmel stützen
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Mit beiden Händen den Himmel stützen ist der Debütroman der Autorin. Es ist ein Hardcover mit Lesebändchen und beinhaltet 255 Seiten. Das Cover stellt eine junge Frau dar, was uns dann erwartet, wissen ...

Mit beiden Händen den Himmel stützen ist der Debütroman der Autorin. Es ist ein Hardcover mit Lesebändchen und beinhaltet 255 Seiten. Das Cover stellt eine junge Frau dar, was uns dann erwartet, wissen wir nicht.
Ab dem ersten Kapitel ist man erschüttert und danach gefesselt von dieser Geschichte.
Es beginnt mit den Gedanken eines Embryos aus dem Bauch der Mutter. Der Leser erlebt den versuchten Entzug der Mutter und Lales ersten Rausch. Nun wird das Leben nicht wirklich leicht für Lale. Sie wächst in den 80ern in einer Männerkommune in Berlin Kreuzberg auf. Dort werden oft Partys gefeiert und Revolutionen geplant. Die Mutter ist oft im Drogenrausch, nicht fähig, um sich um Lale zu kümmern und der Vater ist zuerst im Knast. Sie darf wach bleiben, solange sie will, Fernsehen schauen und Süsses essen, doch glücklich ist sie nicht. Sie sehnt sich nach Geborgenheit und Verlässlichkeit, dabei überschreitet sie immer wieder ihre eigene Grenzen. Sie sucht nach ihrem Weg, taumelt an den Rändern und findet erst Jahre später Halt. Lale wächst langsam auf, wird älter. Die Schule, meint sie zuerst wird ihre Zuflucht werden. Da ist die Enttäuschung leider gross. Gefühle empfangen und geben wird für Lale zu einer Herausforderung. Vernachlässigung und sexueller Missbrauch begleiten sie durch den Alltag. Unter Liebe versteht sie was völlig anderes als sie bekommt. Lale erlebt so einiges, ob sie ein Weg daraus findet, müssen Sie selbst herausfinden und das Buch lesen.
Mir hat das Buch und die Geschichte gefallen. Das Ende hat mich überrascht. Die Abschnitte sind nicht zu lang und werden aus Lales Sicht erzählt. Es ist eine sehr emotionale und intensive Erzählung. Lales Kampf ums Überleben wird sehr eindrücklich beschrieben. Der Schreibstil ist flüssig und interessant. Die starken Emotionen und Gefühle der Protagonistin werden sehr intensiv beschrieben. Die Triggerwahrung sollte auf jeden Fall beachtet werden. Ich bin positiv überrascht, vergebe deshalb 4 Sterne und definitiv eine Weiterempfehlung.

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Veröffentlicht am 01.05.2026

Cozy Krimi an der Nordsee

Tod mit Meerblick
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Tod mit Meerblick beinhaltet 304 Seiten. Das Cover gefällt mit gut, es verrät nicht so viel und macht neugierig auf die Geschichte.
Es ist ein St. Peter - Ording Krimi. Der Fotowettbewerb, der Schwimmclub, ...

Tod mit Meerblick beinhaltet 304 Seiten. Das Cover gefällt mit gut, es verrät nicht so viel und macht neugierig auf die Geschichte.
Es ist ein St. Peter - Ording Krimi. Der Fotowettbewerb, der Schwimmclub, die Geschichtschronik. Die drei Seniorinnen Lilo, Ditte und Gertrud sind momentan genug beschäftigt. Es wird ihnen nicht langweilig, ihre Freizeit ist mit den verschiedenen Aktivitäten gut gefüllt. Dazu kommt noch der geheimnisvolle Fund eines Fasses voller Luxusuhren direkt am Strand. Es ist ein Fall für die drei Damen, weil sie der Lokalpolizei nicht glauben, machen sie sich selbst an die
Recherche. Kurze Zeit später wird noch die Camperin Andrea tot aufgefunden. Auch hier klingt die Polizei für die drei nicht glaubhaft genug, denn sie will das Ganze als Selbstmord abhaken. Nun haben da die Damen definitiv ihre Zweifel. Es wird direkt und intensiv ermittelt, und das Ganze zwischen Reitplatz, Camperalltag und Bestattungsinstitut. Wer am Ende Recht und den besseren Instinkt hat, werden wir wohl am Ende der Geschichte erfahren.
Es ist ein kurzweiliger Cozy Krimi, das typisch Norddeutsche mit einem Hauch trockenen Humor, der nicht fehlen darf. Tanja Janz hat mich mit dieser Geschichte gut unterhalten. Die Spannung war durchgehend da, die Leseabschnitte nicht zu lang. Der bekannte Schreibstil von ihr ist, wie sonst, leicht, locker und flüssig. Keine Zeit für Langeweile. Man fiebert mit den Charakteren mit und versucht, das Rätsel zu lösen. Die Damen wirken trotz ihres Alters noch agil, sympathisch und stehen mitten im Leben. Man empfindet es, als würde man sie schon immer aus der Nachbarschaft kennen. Sie nehmen kein Blatt vor den Mund, egal wem sie begegnen. Deshalb schmunzelt man indirekt immer wieder beim Lesen. Bis zum Ende war die Spannung da. Man hat sich beim Lesen gefühlt, als würde man selbst vor Ort sein. Urlaub im Kopf, direkt am Wattenmeer. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, das Ende kam überraschend, aber gut gelungen.
Von mir gibt es 4 Sterne und eine Weiterempfehlung, das Buch eignet sich perfekt als eine gute Sommerlektüre.

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