Trügerische griechische Idylle
Die TouristinDie Touristin beinhaltet 411 Seiten. Das Cover zeigt die Sonne, weiß getünchte Gebäude, den wolkenlosen blauen Himmel, Segelboote im Hafen und das türkise Wasser. Es weckt sommerliche Gefühle in mir und ...
Die Touristin beinhaltet 411 Seiten. Das Cover zeigt die Sonne, weiß getünchte Gebäude, den wolkenlosen blauen Himmel, Segelboote im Hafen und das türkise Wasser. Es weckt sommerliche Gefühle in mir und scheint eine Idylle darzustellen. Das Cover spiegelt die Geschichte gut wieder und gefällt mir ziemlich gut. Der Klappentext hat mich neugierig auf die Geschichte gemacht, daher habe ich mich schon sehr aufs Lesen gefreut.
Als Juno zum ersten Mal die griechische Insel Inios betritt, verliebt sie sich sofort. Sie hat nur ein Ziel vor Augen, sie ist nach Inios gekommen, um nach Antworten zu suchen und, um ihren leiblichen Vater zu finden. Je länger sie bleibt und mit den Einheimischen spricht, merkt sie, dass diese Insel ein Ort der Schatten und Bedrohungen ist. Und für Juno könnte es schon bald zu spät sein, um dieser Gefahr entkommen zu können.
Das Buch ist aus zwei Perspektiven geschrieben, die auch aus unterschiedlichen Zeitebenen stammen. Einmal haben wir Juno in der Gegenwart und die andere ist Junos Mutter Estelle in der Vergangenheit. Der Schreibstil ist leicht, locker, flüssig und die Geschichte ist sehr spannend geschrieben. Man ist immer mit den Gedanken dabei, was als nächstes passiert, Spannung und Emotionen überwiegen. Aber auch die bildliche Darstellung ist phantastisch, es liest sich, als wäre man selbst vor Ort, man spürt die Wärme der griechischen Sonne und die leichte Meeresbrise beim Lesen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, man begegnet da so manchen Figuren. Nicht alle wirken nett und sympathisch auf mich, trotzdem sind sie lebensecht und authentisch. In dieser Geschichte werden viele Themen lebendig, nicht nur die Suche nach dem Vater und die Familienwahrheit, sondern auch die gestörte Beziehung zwischen Mutter und Tochter, Misstrauen, Lügen, Feindschaft, Machenschaften, die erste Liebe, die griechische Kultur und deren Begebenheiten, die man als Tourist damals sowie heute nicht unbedingt bis ins Details kennt und versteht. Zudem Familienkonflikte, viele Geheimnisse und Verstrickungen und vieles mehr. Ich habe mich insgesamt gut unterhalten gefühlt. Das Ende war für mich schlüssig und erklärend, fand ich gut umgesetzt. Es ist ein Ende, das nachhallt. Deshalb gibt es von mir 4 Sterne und eine Weiterempfehlung.