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Veröffentlicht am 06.07.2026

Buddha und Wunder

Klein aber tot
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In Knuffingen herrscht Idylle. Eigentlich. Doch dann wird der Schmähkritiker Friedrich Frank ermordet. Kommissar Jojo Wunder muss bangen, dass ausgerechnet seine heimliche Angebetete oder sogar seine eigene ...

In Knuffingen herrscht Idylle. Eigentlich. Doch dann wird der Schmähkritiker Friedrich Frank ermordet. Kommissar Jojo Wunder muss bangen, dass ausgerechnet seine heimliche Angebetete oder sogar seine eigene Mutter Rache für einen Verriss geübt haben. Mit Bernhardiner Buddha, der eigentlich seinem Chef, der niemals auftaucht, gehört, im Schlepptau, folgt er den vorhandenen Spuren, die alles nur noch schlimmer zu machen scheinen!

Knuffingen liegt im Miniatur-Wunderland und die Figuren haben davon eindeutig keine Ahnung. Das macht es für mich ein wenig schwer. Mein Kopf will sich dauernd einschalten, dass die Figuren doch die Besucher sehen müssten, ständig an Grenzen stoßen müssten usw. Da merke ich, wie schwer mir das Loslassen fällt! Es gibt kleine Hinweise, die witzig sind, wie die Styroporkugeln, das zerbrochene Matterhorn, Wolken wie gemalt, immer wieder Feuer beim Schloss usw. Insgesamt aber lässt das die Knufflinger kalt. Der Krimi selbst ist cosy und humorig, aber nicht ohne Spannung. Die vielen kleinen skurrilen Szenen sind einfach nur köstlich! Ganz genial finde ich, dass alles so erschreckend logisch und stimmig ist.

Die Figuren sind zauberhaft! Auch ihre Namen sind einfach nur genial. Da hat der Autor viel Liebe zum Detail bewiesen! Fischler lässt die Charaktere mit wenigen Worten vor dem geistigen Auge entstehen und Simon Jäger macht sie wunderbar lebendig. Und wenn Dr. Bohne eins ums andere Mal „Wunder, oh Wunder“ ruft, muss man einfach grinsen. Simon Jäger hat jeder einzelnen Figur eine eigene Stimme gegeben und das in bewundernswerter, gelungener Art und Weise. Der Krimi ist ein gemütlicher Cozy Crime, der mit Schwung ein gar nicht so harmloses Ende findet.

Da ich die Bücher von Jan Beck liebe, war ich super gespannt auf die Bücher unter seinem weiteren Pseudonym bzw. Realnamen Jo Fischler. Dieser erste Band vom Miniatur-Wunderland ist kein schlechter Anfang! Allerdings sind die Anspielungen auf den fiktiven Ort ganz selten eingestreut, wodurch der Krimi auch an jedem anderen, realen Ort spielen könnte. Vielleicht wird das ja in den Folgebänden spezieller. Vielleicht sind die Wunderland-Macher ja Wunders Chef? Für diesmal also vier Sterne.

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Veröffentlicht am 20.06.2026

Du hast die Wahl

Insel der Ratten
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Eine unvergleichliche Pandemie hat alles verändert. Es herrscht gnadenlose Endzeitstimmung. Jeder versucht, notfalls auch mit Gewalt, zu überleben. Jeder gegen jeden, selbst Familie zählt fast nichts mehr. ...

Eine unvergleichliche Pandemie hat alles verändert. Es herrscht gnadenlose Endzeitstimmung. Jeder versucht, notfalls auch mit Gewalt, zu überleben. Jeder gegen jeden, selbst Familie zählt fast nichts mehr. So erlebt Colin Lowe, der sich auf die Insel der Ratten zurückgezogen hat, wie sein eigener Sohn Brad Mitglied einer Bande ist und selbst Colins besten Freund Will und dessen Tochter nicht verschont. Und als Will auf Rache sinnt, ist klar, dass es um Leben und Tod gehen würd. Endgültig steuert alles zurück auf die Steinzeit zu.

Die Story ist knallhart und schonungslos. Das muss man verkraften können. Sie wird im Wechsel von Will und Yvonne, einem Mitglied der Straßengang Chaos, erzählt. Beide sind extrem unterschiedlich und haben doch so viel gemeinsam. In beiden Strängen gibt es überdeutliche Schilderungen brutalster Szenen. Mir gefällt das nicht. Ich finde es wesentlich besser, wenn es nur Andeutungen gibt und das Kopfkino arbeitet. Zudem wirkt diese Art der Schilderung einfach nur billig und reißerisch.

Die Psychospielchen einiger Figuren sind raffiniert. Gut und Böse vermischen sich im Endzeitszenario extrem und die Übergänge sind fließend. Ich hatte immer so ein wenig die Mad Max Filme vor Augen. Muss man im richtigen Moment und Kontext genießen, dann macht es auf gewisse Weise Spaß, ist großartige Unterhaltung. Schon aufgrund der vielen Gewalt kann ich mich mit keiner Figur wirklich intensiv anfreunden. Will ist da schon speziell. Er will Rache, bleibt aber durch und durch Jurist. Da mag man schon fast Winkeladvokat denken. Entsprechend läuft dann auch die Story auf einen ganz bestimmten Punkt zu. Absehbar? Vielleicht nicht so ganz. Überraschend? Auch nicht wirklich. Auf erschreckende Weise ist die Story einfach nur logisch.

Der Einband des Buches ist auffällig. Es ist diese Pappe, wie sie oft bei Kinderbüchern verwendet wird. Ehrlich gesagt gefällt mir das nicht. Dann lieber ein Taschenbuch. Der Preis für die 208 Seiten ist auch mutig, wie ich finde!

Oliver Siebeck und Jenny Laura Bischoff machen als Sprecher in der Hörbuchfassung einen guten Job. Gerade nordische Autoren höre ich oft lieber, als sie zu lesen. Hier hatte ich mal wieder die Gelegenheit, beide Varianten genießen zu können. Insgesamt kann ich doch noch vier Sterne geben, weil das Ende schon schlau eingefädelt ist.

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Veröffentlicht am 03.06.2026

Der Titel ist Programm!

Sweet Things Only
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In diesem Backbuch sind die Kapitel innovativ und völlig anders als üblich sortiert. Diese sind Zitrusfrüchte; Exotische Früchte; Heimische Beeren; Früchte vom Baum; Banane; Kokos; Kekse & Co.; Karamell; ...

In diesem Backbuch sind die Kapitel innovativ und völlig anders als üblich sortiert. Diese sind Zitrusfrüchte; Exotische Früchte; Heimische Beeren; Früchte vom Baum; Banane; Kokos; Kekse & Co.; Karamell; Nüsse & Mandeln; Schokolade; Zimt & Gewürze; Kaffee. So findet man super fix genau das, worauf man gerade Lust hat. Am Ende des Buches ist zudem noch ein Rezeptregister verankert.

Bei den Backzeiten sollte man unbedingt die Stäbchenprobe machen. Beim Buttermilch-Kokos-Kuchen wurde bei mir aus 45 Minuten eine volle Stunde! Dafür schmeckt er aber wirklich großartig! Für Anfänger könnte es jedoch schwierig werden, die Backzeiten entsprechend anzupassen.

Jedes Rezept ist klar und übersichtlich strukturiert. Titel, darunter Zeiten, Backofeneinstellung, Form und Menge, Zutatenlisten getrennt nach Komponenten, Arbeitsschritte, ebenfalls unterteilt in die Komponenten, daneben ein einladendes Foto und immer wieder Tipps und Hinweise.

Die Zutaten sind gut erhältlich und kaum als exotisch zu bezeichnen. Den Arbeitsschritten kann man problemlos folgen. Die einzelnen Kapitel starten mit einem Text zu den verwendeten Zutaten und Rezepten. Die Rezepte sind abwechslungsreich und jeder findet einiges nach seinem Geschmack. Auch vom Schwierigkeitsgrad her kommen sowohl Anfänger, als auch geübte Leckermäulchen das Passende. Auch Kuchen ohne Backen finden sich. Hier ist besonders der Butterkeks-Kirsch-Kuchen ein echter Gaumenschmaus!

Am Ende findet sich dann noch ein Rezeptregister. Dieses ist nicht ganz optimal angelegt, denn die Quarkbällchen findet man nur, wenn man sich daran erinnert, dass sie unter Omis Quarkbällchen zu finden sind. Bei den meisten anderen Rezepten ist es ähnlich.

Nährwertangaben findet man hier nicht. Ob ein Rezept vegan ist, sieht man nur am Zusatz im Titel. Gezielt danach suchen kann man also leider nicht. Insgesamt aber ein tolles Backbuch mit einer großartigen Vielfalt an Gebäck mit Obst, dem ich gerne vier Sterne gebe.

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Veröffentlicht am 09.05.2026

Nie wieder planlos sein!

Stressfrei kochen mit Wochenplänen
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Bevor es richtig los geht, erklärt Steffi das System des Meal Preps. Zudem kann man die Wochenplanvorlagen auf Steffis Blog finden und herunterladen, um die Rezepte nach eigenem Wunsch zusammenzustellen. ...

Bevor es richtig los geht, erklärt Steffi das System des Meal Preps. Zudem kann man die Wochenplanvorlagen auf Steffis Blog finden und herunterladen, um die Rezepte nach eigenem Wunsch zusammenzustellen. Der QR-Code dahin ist im Buch zu finden.

Die Idee, die Kapitel des Buches schon von außen am Buchschnitt durch Farbe erkennbar zu machen, gefällt mir super gut. Frühling; Sommer; Herbst; Winter; Keine Lust zu kochen? Rezepte zum Mitnehmen kann man so direkt anwählen. Das ist sehr komfortabel! Auch das Zutaten- und Rezeptregister, das sich hier Index nennt, erleichtert das Finden des passenden Gerichts.

Für jede Jahreszeit gibt es drei fertige Wochenpläne. Natürlich kann man austauschen, wie man möchte. Mir gefallen die Zusammenstellungen sehr. Ebenso finde ich es genial, dass man alle Gerichte der Woche auf einer Doppelseite sieht. Super bequem ist, dass man die dazu gehörende Einkaufsliste per QR-Code downloaden kann. Sie sind sogar bei Bedarf anpassbar. Danach kommen die einzelnen Tages-Rezepte und die sind nicht nur saisonal, sondern auch wunderbar abwechslungreich.

Die Zutaten sind herrlich normal und nicht schwer zu bekommen. Hin und wieder wird Fertigteig verwendet, doch es gibt manchmal auch einen QR-Code zum entsprechenden Rezept zum Selbermachen auf dem Blog der Autorin. Bei einigen Rezepten gibt es diesen auch für passende Beilagen, Dips, Marinaden oder ähnlichem. Der Hinweis auf den Blog ist immer wieder zu finden.

Nach dem Titel des Gerichtes hat Steffi immer ein paar Zeilen dazu hinterlassen. Bevor es dann die Zutatenliste gibt, bekommt man Informationen zu Zeiten, Portionen, Haltbarkeit und Tiefkühltauglichkeit, um vorzukochen. Diverse Symbole lassen unterschiedliche Eigenschaften des Rezeptes auf einen Blick erkennen. Man versteht sie problemlos, dennoch hätte ich mir eine Legende über die Symbole gewünscht. Nährwertangaben sind keine vorhanden. Die Arbeitsschritte sind gut verständlich und zu jedem Rezept gibt es ein schönes Foto, um gleich mal Lust darauf zu bekommen. Die Rezepte sind nicht zu anspruchsvoll und eher einfach. Das tut dem Genuss aber keinen Abbruch. Auch Kochanfänger kommen hier bestens klar. Dass alles wunderbar alltagstauglich ist, empfinde ich als großes Plus.

Insgesamt verliert Steffi Sinzenich bei mir einen Stern. Die Hinweise auf den Blog sind mir zu allgegenwärtig. Die Rezepte online suchen zu müssen, auch mit QR-Code, finde ich nicht sehr komfortabel und es ist nicht stimmig mit dem Ziel, Zeit zu sparen und stressfrei zu kochen. Dennoch sind das noch tolle vier Sterne!

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Sommerliches Backen mit Obst

Sunny Baking Time
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Dieses Buch ist quasi die Fortsetzung der Cozy Baking Time und ich hatte tatsächlich schon darauf gewartet. Der Stil ist identisch und das finde ich stimmig und gut. Auch hier werden hauptsächlich die ...

Dieses Buch ist quasi die Fortsetzung der Cozy Baking Time und ich hatte tatsächlich schon darauf gewartet. Der Stil ist identisch und das finde ich stimmig und gut. Auch hier werden hauptsächlich die jüngeren Backfans angesprochen, die sogenannten Zoomer oder Generation Z. Aber auch ich als Oldie hab mich an den Rezepten erfreut und einiges für mich gefunden.

Auch diesmal gibt es wieder Back-Hacks und die Pannenhilfe, diesmal etwas abgewandelt. Und für die obligatorische Playlist gibt es diesmal sogar einen QR-Code. Zudem findet sich für die Prinzessin Biskuit viel Wissenswertes und Hilfreiches. Und wie man Rezepte vegan, glutenfrei oder laktosefrei machen kann, erfährt man ebenfalls.

Dann geht es auch schon in gewohnter Manier und Theresa-Sprech mit den Rezepten los. Eine Veränderung fällt auf. Es gibt seltener das Oder wie meine Mama sagen würde, dafür nach dem Theresa-Titel als Untertitel und manchmal auch noch in einer Art Balken zusätzlich einen weiteren witzigen Spruch im Jugend-Sprech. Der Aufbau der Rezepte ist wie im letzten Buch. Als Liste findet man die Zutaten mitsamt passender Form und der Zubereitungs- und Backzeit, daneben die Arbeitsschritte. Diese sind nicht zu ausführlich, aber eben im Theresa-Sprech. Dazu gibt es jeweils noch ein ansprechendes Foto, aber keine Angaben zu den Nährwerten.

Die Rezepte sind oft Klassiker, ein wenig modernisiert, nachjustiert, aufgepimpt. Für die junge Generation sind sie eine tolle Sammlung, aber auch ich freue mich darüber. Kleine Änderungen in bekannten Rezepten erzielen oft erstaunliche Ergebnisse! Aber auch neue Rezepte finden sich dazwischen. Fast alle sind, passend zur sunny time, mit Obst. Schön fruchtig, farbenfroh und lecker. So auch bei den Desserts. Alle Rezepte lassen sich über das Register gut finden, wenn man noch weiß, wie Theresa die Kuchen nennt! Insgesamt in meinen Augen ein ebenbürtiger Nachfolger des ersten Backbuchs der Autorin. Und auch diesmal gebe ich gern vier Sterne.

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