Fesselnd und unerwartet emotional
Vier Minuten Stille - Und dann kam der SturmHamburg im Schnee und eine nackte Leiche auf einem Liegestuhl im Garten. Ein neuer Fall für den Kriminalbeamten Wase Rahimi und seine Kollegin Emma. Was zuerst aussieht wie der tragische Tod einer Alkoholikerin ...
Hamburg im Schnee und eine nackte Leiche auf einem Liegestuhl im Garten. Ein neuer Fall für den Kriminalbeamten Wase Rahimi und seine Kollegin Emma. Was zuerst aussieht wie der tragische Tod einer Alkoholikerin entpuppt sich als Mord an einer ehemals bekannten Schauspielerin. Sie lebte zurückgezogen und hatte kaum soziale Kontakte. ,somit kein Hinweis auf den Täter, kein Motiv.
Dann bekommt der Fall eine sehr persönliche Note für Wase. Sein bester Freund und Vorbild Lennart Bär wurde am Tatort gesehen. Wase will an keine Beteiligung Bärs am Verbrechen glauben, aber die Indizien verdichten sich. Es gibt weitere Tote, die mit dem ersten Opfer in Verbindung standen. War die Tote selbst Täterin ? Unaufhaltsam läuft die Handlung auf das furiose und überraschende Ende zu. Das hat mich so berührt, dass kurzzeitig Taschentuchalarm angesagt war, was ich so bei einem Thriller nicht von mir kenne.
Der Thriller liest sich kurzweilig und spannend. Gut gefallen haben mir die kurzen Rückblenden in die Vergangenheit, die zu Beginn von einer glücklichen Zeit erzählen, die so gar nicht zur gegenwärtigen Tristesse passen wollen. Normalerweise habe ich kein Problem mitten in eine Serie einzusteigen. Hier habe ich es bedauert, dass ich den 1. Band nicht kenne. In Gesprächen wird ab und zu Bezug auf vergangene Ereignisse genommen, mit dem ich nichts anfangen konnte . Man versteht die Handlung trotzdem, hat mich aber in meinem Lesefluss gestört. Neben der Suche nach dem Mörder nimmt Wases Beziehung zu Bär und dessen Schicksal einen wichtigen Platz ein. Je näher ich Bär kennenlerne, um so mehr Mitgefühl hatte ich. Dennoch konnte ich einige seiner Handlungen nicht gut heißen, weil sie die Ermittlungen gefährden und den Verdacht gegen ihn weiter bestärkt haben . Wase hat mir als Ermittler gut gefallen. Privat blieb er mir fremd, was ich bedauert habe. Für mich war der Thriller eine echte Entdeckung und in seiner Gesamtheit hat er mich völlig überzeugt. Der Fall war vielschichtig und unerwartet emotional . Den Täter konnte ich von Herzen verabscheuen und war mit dem Ende sehr zufrieden.