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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.02.2024

Wahnsinnig atmosphärisch

Unsterblich
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Unsterblich • Michaela Kastel

Heftiges Buch !
Ich bin immernoch sprachlos über die Wucht des Buches. Eine komplett andere Thematik als die man sonst so gewohnt ist.

Sonja ist Tierpräparatorin. Sie schenkt ...

Unsterblich • Michaela Kastel

Heftiges Buch !
Ich bin immernoch sprachlos über die Wucht des Buches. Eine komplett andere Thematik als die man sonst so gewohnt ist.

Sonja ist Tierpräparatorin. Sie schenkt toten Tieren ein zweites Leben indem sie sie ausstopft und wieder "zum Leben erweckt". Das alles hat sie von ihrem Großvater gelernt,der sie nach dem Tod ihrer Eltern bei sich im Wald aufgenommen hat. Abgeschieden von anderen Menschen. Denn das was sie tun ist für andere verwerflich.
Nach dem Tod ihres Großvaters hat Sonja den Beruf fortgeführt und auch die Kunden übernommen. Aber um sich über Wasser zu halten,hat Sie auch schon den ein oder anderen zwielichtigen Auftrag angenommen....

Wir lernen unfassbar viel über das Präparieren von Tieren. Das Buch lebt von ausdrucksstarken Beschreibungen der Umgebung, der Abgeschiedenheit im Wald, von Sonja und ihrem Hund "Hexe".
Auch eine Romanze entwickelt sich,die aber unheimlich gut ausgearbeitet ist und sich perfekt in das ganze Konstrukt mit einflechtet.
Ich habe mit Sonja,Jonathan und Klara mitgefühlt.

Ehrlicherweise habe ich in der ersten Hälfte des Buches den Thriller gesucht und erst nur einen Roman gefunden. Jedoch hat sich das Blatt relativ schnell gewendet und zu meiner Freude ist es auch noch ein super Pageturner geworden!

Die zweite Hälfte hat nochmal unheimlich an Fahrt aufgenommen und hat mich so in seinen Bann gezogen,dass ich einfach nicht mehr aufhören konnte zu lesen.
Auch wenn mir die Erste Hälfte erst zu "langsam" war,so ergibt alles einen Sinn. Ich bin immernoch sprachlos über diese Thematik.

Totale Leseempfehlung!!

⭐⭐⭐⭐,5 | 5 Sternen

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Veröffentlicht am 08.05.2026

Mirabellentage

Mirabellentage
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Das Cover des Buches hat mich angestrahlt. Es versprüht ganz sommerliche Vibes und hat mich deswegen neugierig gemacht.
In der Geschichte geht es um Anna, die Anfang 50 ist und gefühlt ihr ganzes Leben ...

Das Cover des Buches hat mich angestrahlt. Es versprüht ganz sommerliche Vibes und hat mich deswegen neugierig gemacht.
In der Geschichte geht es um Anna, die Anfang 50 ist und gefühlt ihr ganzes Leben lang als Haushaltshilfe für den Ortspfarrer gearbeitet hat. Doch als dieser überraschend verstirbt, weiß sie erstmal gar nicht wohin mit sich. Denn die beiden waren freundschaftlich sehr verbunden. Dann kommt ein neuer Pfarrer in das beschauliche Blumfeld und die Dorfgemeinschaft schaut nicht schlecht, denn er spricht Plattdeutsch und ist noch ziemlich jung.

Wir begleiten Anna dabei, wie sie die Vorbereitungen für die Beerdigung trifft, den letzten Willen von Josef in die Tat umsetzen möchte und dafür Fahrstunden bei ihrem ehemaligen Fahrschullehrer Herrn Tanner nimmt. Zwischendurch schwelgt sie immer wieder in Erinnerungen an alte Zeiten. Es hat alles etwas sehr verträumtes. Und auch die Mirabellen kommen im Buch nicht zu kurz.

Ich hatte beim Lesen und Hören Bilder von dem kleinen Dorf Blumfeld vor Augen. Wie die Menschen dort immer am Plaudern sind, wie sie aber auch zusammenhalten. Ich hatte angenehme Lesestunden, einzig die "Rückblenden" waren für mich innerhalb der Kapitel manchmal etwas unübersichtlich. Da fiel es mir dann schwer einzuschätzen, ob es sich gerade um die Gegenwart oder Vergangenheit handelt.
Trotzdem eine tolle, lockere Geschichte, mit kleinen Prisen Humor und sommerlichen Gefühlen.

"Nur wer von Zuhause weggeht, kann Heimkommen".

3,5 Sterne

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Veröffentlicht am 08.05.2026

Toll

Im Sommer der Wildbienen
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Mir wurde die Geschichte empfohlen, und da ich sowieso schon am überlegen war und der Klappentext meinen Namen geschrien hat, durfte das Hörbuch bei mir einziehen 🎉

Flora ist Autistin und nach einer Panikattacke ...

Mir wurde die Geschichte empfohlen, und da ich sowieso schon am überlegen war und der Klappentext meinen Namen geschrien hat, durfte das Hörbuch bei mir einziehen 🎉

Flora ist Autistin und nach einer Panikattacke kehrt sie der Großstadt den Rücken und zieht erst zu ihren Eltern, dann aber in das alte Haus ihrer verstorbenen Großmutter auf dem Land. Dort hat sie einen großen Garten, Wildbienen und ganz wichtig: Ihre Ruhe! Zuerst hatte sie mit Bienen nicht viel zu tun, aber nach und nach beschäftigt sie sich immer mehr damit, bekommt sogar Hilfe von einem Nachbarn.
Als sie auf der Suche nach neuem Tee ist, begegnet sie Eden im Dorfcafé. Ihrer Mutter gehört das Café und die beiden scheinen sofort auf Anhieb einander zu gefallen. Aber Flora fällt es zuerst schwer, sich auf Eden einzulassen.

Die Dynamik zwischen Eden und Flora war teilweise ein wenig kitschig, aber dennoch hat die zarte Liebesgeschichte gut zur Story gepasst. Es war schön, Flora beim Heilen zu beobachten. Der Abstand zur Großstadt und der Kontakt zu vereinzelten Menschen, wie z.B ihrer Nachbarin und Eden haben ihr so gut getan. Einfach mal machen und sich nicht für Dinge rechtfertigen, die man nicht getan hat. Man muss nicht immer mit dem Strom schwimmen, nur weil alle es so machen.

Das Hörbuch ist wirklich sehr gefühlvoll von Vanessa Bolder eingelesen. Ihre Stimme passt perfekt zur Protagonistin, denn genau so habe ich mir Flora vorgestellt.

Ich kann euch das Hörbuch echt empfehlen, eine ruhige und zarte Sommer Geschichte mit Liebe zur Natur.

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Toll

Wem du traust
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Um es schonmal im Vorfeld zu sagen: Ich liebe die Bücher der Autorin sehr! Bereits "Die Schwester" und "Der Steg" haben mir außerordentlich gut gefallen und auch in diese Geschichte konnte ich mich einfach ...

Um es schonmal im Vorfeld zu sagen: Ich liebe die Bücher der Autorin sehr! Bereits "Die Schwester" und "Der Steg" haben mir außerordentlich gut gefallen und auch in diese Geschichte konnte ich mich einfach hineinfallen lassen.

Die Story handelt von einem Vermisstenfall. Eva lebt mit ihrem Mann Daniel und ihrem gemeinsamen Sohn am Stadtrand. Alles ist perfekt. Die Tochter ihrer besten Freundin Susanne passt eines Abends auf den Sohn von Eva auf. Noch in der Nacht bringt Daniel Sofia wieder nach Hause, doch dort ist sie niemals angekommen. Was ist genau passiert und wer sagt hier die Wahrheit?

Petra Johann schreibt immer Geschichten, die nur innerhalb eines kleines "Kosmos" spielen. Deswegen konnte ich mich auch hier wieder total gut hineinfallen lassen. Die bildhafte Sprache und die abwechselnden Perspektiven zwischen Eva, Susanne und der Polizistin machen das ganze noch anschaulicher. Es war ein Sog, ich kam nicht mehr heraus. Einmal angefangen, wollte ich es direkt beenden, weil auch die Spannung hier nicht zu kurz kam. Schnell waren Verdächtige für mich klar, doch nach einiger Zeit habe ich auch diese wieder verworfen. Es gibt Plotttwists, die ich nicht habe kommen sehen.

Mit der Auflösung bin ich aber nicht ganz so zufrieden, und hätte mir tatsächlich lieber ein anderes Ende gewünscht, aber das ist ja nicht zu ändern.

Mit der Zeit nahm es auch an Charakteren zu, das fand ich diesmal leider nicht ganz so gelungen.

Nichtsdestotrotz war es wieder ein toller Kriminalroman, der sich super lesen ließ und durch die Spannung zu einem Pageturner wurde.

⭐⭐⭐⭐ | 5 Sternen

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Ok

Safe Space
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Ihr Debütthriller "Happy End" konnte mich im letzten Jahr echt überraschen. Dementsprechend neugierig war ich auf "Safe Space".

Anna Salomon ist forensische Psychologin und tritt ihren neuen Job in der ...

Ihr Debütthriller "Happy End" konnte mich im letzten Jahr echt überraschen. Dementsprechend neugierig war ich auf "Safe Space".

Anna Salomon ist forensische Psychologin und tritt ihren neuen Job in der JVA Weyer an. Sie ist auf der Suche nach einem ganz bestimmten Gefangenen.

Der Schreibstil von Sarah Bestgen ist sehr flüssig und anschaulich. Gleich zu Beginn fiel es mir leicht, mich mit dem Geschriebenen vertraut zu machen. Es war direkt spannend und konnte mich fesseln. Es wird aus zwei Perspektiven erzählt: Aus Anna's und Leon's Sicht. Anna erlebt alles in der Gegenwart, wir begleiten sie bei ihren Schichten im Hochsicherheitsgefängnis. Sie durchleuchtet die Insassen und versucht so herauszufinden nach wem sie genau sucht.
Leon erzählt aus zwei Vergangenheiten: Seine Kindheit und ein später erlebtes Geschehen.
Und dann gibt es noch Tagebucheinträge, die mich sehr neugierig gemacht haben.

Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, habe ich mit einer Story á la "The Institution" gerechnet. Es gibt viele Dialoge innerhalb des Gefängnisses, jedoch war mir das alles irgendwie zu oberflächlich. Im Mittelteil wurde es für mein Empfinden etwas zu ruhig und ich habe mich über die Vorgehensweise der Protagonistin ein wenig aufgeregt. Sie hat sich da in ihren "Ermittlungen" so verfahren, dass ich wirklich öfter mit dem Kopf geschüttelt habe. Auch andere Hinweise hat sie einfach komplett ignoriert.

Die Auflösung habe ich bereits sehr früh erahnt, deswegen war es keine so große Überraschung. Die Hintergründe zur Tat fand ich aber sehr glaubhaft und haben mich gecatcht. Besonders gefallen haben mir die abwechselnden Perspektiven im Zusammenspiel mit den Tagebucheinträgen,das kam dem Lesefluss enorm zu Gute 😊

Insgesamt ein guter Thriller, der aber im Mittelteil etwas geschwächelt hat und mir die Protagonistin ein bisschen zu naiv für eine forensische Psychologin rübergekommen ist.

⭐⭐⭐,5 | 5 Sternen

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