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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.03.2025

Alt und neu zugleich

Starling House
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Als "Starling House" damals erschien, hatte ich gerade "A Study in Drowning" gelesen und war somit sehr begeistert von der Vorstellung, direkt noch ein Buch über ein Haus mit einem vererbten Geheimnis ...

Als "Starling House" damals erschien, hatte ich gerade "A Study in Drowning" gelesen und war somit sehr begeistert von der Vorstellung, direkt noch ein Buch über ein Haus mit einem vererbten Geheimnis zu lesen. Wie das Leben allerdings so spielt, kam ich lange nicht dazu. (Das wirklich unansehnliche englische Cover hat da leider ebenfalls zu beigetragen. Ich bin sehr froh, dass die deutsche Ausgabe ein Anderes erhalten hat.)
Umso mehr freute ich mich, als ich zur Weihnachtszeit 2024 einen eARC erhielt.
Ich hatte keine hohen Erwartungen an das Buch - hätte aber ruhig welche haben können, denn es hat sehr viel Freude bereitet, es zu lesen. Es war eine klassische Haunted House-Story mit nicht ganz so klassischen Details. Wie zum Beispiel, dass beide Hauptcharaktere nicht makellos und wunderschön sind, so wie sie es sonst in Geschichten immer sind - insbesondere, wenn es sich dabei um ein (zukünftiges) Paar handelt. Allerdings hat die Autorin hier es etwas übertrieben. Nicht etwa, dass sie "zu hässlich" sein, sondern schlichtweg mit der ständigen Wiederholung der gleichen optischen Aspekte. Insbesondere die schiefen Zähne der Protagonistin erhielten überproportional viel Aufmerksamkeit vom lyrischen Ich.
Der Plot ist so, wie man es bei einem solchen Buch erwarten würde und damit sehr solide. Auch die Abbildung verschiedener Personengruppen fügte sich sehr natürlich und für eine Kleinstadt angemessen ein.
Meine einzige Kritik geht an die Übersetzung. Diese war nicht schlecht, aber noch durchaus ausbaufähig. Ab und an wurden Wörter falsch verwendet (z.B. "daddeln"), was aber selten genug vorkam, dass es nur ein kleiner Stolperstein und kein größeres Ärgernis war.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Andere Richtung als erwartet

The Cruelest Mercy
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Zunächst einmal: Das Cover. Mein Gott, dieses Cover! Schon das englische Design hat mich begeistert, aber die deutsche Variante? Perfektion. Das einheitliche Farbschema, die Atmosphäre, die es ausstrahlt ...

Zunächst einmal: Das Cover. Mein Gott, dieses Cover! Schon das englische Design hat mich begeistert, aber die deutsche Variante? Perfektion. Das einheitliche Farbschema, die Atmosphäre, die es ausstrahlt – einfach ein Traum für jedes Bücherregal.

Inhaltlich bleibt The Cruelest Mercy der faszinierenden Welt und dem einzigartigen Magiesystem treu, die bereits im ersten Band überzeugt haben. Die Prämisse für Band 2 ist vielversprechend, und die meisten Charaktere fügen sich großartig in die Geschichte ein – mit einer entscheidenden Ausnahme: Zahru.

Wenn ich sie im ersten Band schon als naiv und einfältig empfand, dann hat sich das hier nur bedingt gebessert. Ihre Unschuld schlägt in eine fast schon obsessive Sturheit um, und es ist schwer, ihr beim gefühlt unvermeidbaren Selbstzerstörungstrip zuzusehen. Wenn man auf Villain Origin Storys steht, könnte das trotzdem spannend sein – für mich war es allerdings oft eher anstrengend.
Gleiches gilt für Jet, der mich ebenso wenig begeistern konnte. Bei ihm lag es nur bedingt an Obsession und eher an einer dem gegenüberstehenden moralischen Überlegenheit, die einen ständig die Augen verdrehen lässt. (Wobei Zahru die auch öfters hat...)

Trotzdem fand ich es spannend, wie sich ihre Beziehung zu Jet entwickelt. Auch wenn ich mit beiden Charakteren struggle, gefällt mir die Art und Weise, wie ihre Dynamik geschrieben ist. Sie wirkt sehr echt und realistisch.


Trotz meiner Frustration mit Zahru freue ich mich auf das große Finale. Die Ausgangslage für Band 3 verspricht wieder eine fantastische Prämisse, und ich bin gespannt, wie sich alles auflösen wird. Ich hoffe nur, dass Zahru bis dahin einen Entwicklungssprung macht – oder die Geschichte den Mut hat, sie konsequent in eine dunklere Richtung zu führen.

Fazit: The Cruelest Mercy bleibt trotz einer anstrengenden Protagonistin ein erheiterndes Leseerlebnis. Wer die Welt und Story von Band 1 mochte, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen!

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Veröffentlicht am 19.06.2026

Titel sehr ungenutzt gelassen

Hof der Dornen, Band 1: The Rose Bargain
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Mit „The Rose Bargain“ startet Sasha Peyton Smith ihre Dilogie mit einer recht klassischen Idee, die mich immer kriegt: magische Pakte, die Wünsche erfüllen, aber jeweils einen Preis fordern. Entsprechend ...

Mit „The Rose Bargain“ startet Sasha Peyton Smith ihre Dilogie mit einer recht klassischen Idee, die mich immer kriegt: magische Pakte, die Wünsche erfüllen, aber jeweils einen Preis fordern. Entsprechend groß war meine Vorfreude auf genau diesen Aspekt der Geschichte.

Und fairerweise werden auch zahlreiche verschiedene Pakte vorgestellt. Trotzdem hatte ich am Ende das Gefühl, dass mit dem Konzept insgesamt zu wenig gemacht wurde – insbesondere dafür, dass der titelgebende „Rose Bargain“ so zentral für Vermarktung und Klappentext ist. Vor allem vom Pakt unserer Protagonistin hätte ich mir deutlich mehr erhofft. Mehr Relevanz, mehr Konsequenzen und mehr kreative Nutzung innerhalb der Handlung.

Die Protagonistin selbst ist besonders zu Beginn ziemlich naiv. Normalerweise kann mich das schnell frustrieren, hier hat es mich aber deutlich weniger gestört, weil sie sich ihrer eigenen Naivität durchaus bewusst ist. Das macht zumindest für mich einen großen Unterschied und sorgte dafür, dass ich ihre Entscheidungen fast nachvollziehen konnte.

Weniger überzeugt hat mich allerdings das Ende. Natürlich möchte man als Auftaktband genug Spannung für die Fortsetzung aufbauen, aber hier wirkte es auf mich etwas zu hektisch und verknotet. Es passieren sehr viele Dinge in kurzer Zeit, und manches fühlte sich eher nach künstlicher Zuspitzung als nach einer organischen Entwicklung an. Im Vergleich zum restlichen Buch wirkte dieser Abschnitt fast wie aus einer anderen Geschichte.

Nach dem unmittelbaren Read (auf Englisch) hätte ich gesagt, dass mich das Buch trotzdem genug hat, um auch den zweiten Band zu lesen. Nun ist allerdings fast ein Jahr vergangen und ich muss sagen, dass ich überhaupt nicht mehr das Bedürfnis verspüre, "The Thorn Queen" ebenfalls zu lesen x.x Es ist mir schlichtweg egal.

Übrigens großes Lob an die deutsche Coverdesignerin! Während das englische Original absolut furchtbar war, fängt die deutsche Variante den Vibe gut ein, ohne dabei kitschig zu wirken.

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Veröffentlicht am 09.06.2026

Düsterer als das Cover!

Beth is dead
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„Beth is Dead“ von Katie Bernet ist ein klassisches Murder Mystery, das mich vor allem an die frühen Staffeln von Pretty Little Liars erinnert hat. Und da ich genau damit aufgewachsen bin, war das für ...

„Beth is Dead“ von Katie Bernet ist ein klassisches Murder Mystery, das mich vor allem an die frühen Staffeln von Pretty Little Liars erinnert hat. Und da ich genau damit aufgewachsen bin, war das für mich definitiv ein Pluspunkt.

Besonders gelungen fand ich die Figurenzeichnung. Kaum jemand in dieser Geschichte ist vollkommen unschuldig, aber eben auch niemand wirklich böse. Statt klarer Schwarz-Weiß-Malerei bekommt man Charaktere mit Fehlern, Geheimnissen und fragwürdigen Entscheidungen, was die Dynamik innerhalb der Geschichte deutlich interessanter macht.

Wer allerdings auf spektakuläre Plottwists hofft, sollte seine Erwartungen etwas herunterschrauben. Die Auflösung funktioniert durchaus, aber das Buch lebt für mich eher von der Atmosphäre, den zwischenmenschlichen Verstrickungen und dem langsamen Entwirren der Geheimnisse als von schockierenden Enthüllungen.

Und noch ein wichtiger Hinweis, weil ich selbst darauf hereingefallen bin: Trotz der Covergestaltung handelt es sich hier definitiv nicht um eine Komödie. Ja, das Design wirkt auf den ersten Blick fast ein wenig verspielt, die Geschichte selbst nimmt ihren Kriminalfall aber ernst und schlägt insgesamt deutlich düsterere Töne an.

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Veröffentlicht am 08.05.2026

Leider stark nachgelassen

A Steeping of Blood. A Tempest of Tea 2
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Nachdem der erste Band all meine Erwartungen um Längen übertroffen hatte, kam der zweite Band leider nicht annähernd an die nun recht hohe Bar ran.
Der Plot an sich ist cool, der gesamte Verlauf lesenswert ...

Nachdem der erste Band all meine Erwartungen um Längen übertroffen hatte, kam der zweite Band leider nicht annähernd an die nun recht hohe Bar ran.
Der Plot an sich ist cool, der gesamte Verlauf lesenswert mit einem Ende nach meinem Geschmack. Allerdings hätte dieser Band stark davon profitiert, über zwei Bände gestreckt zu werden; fast jede Szene und jeder Plotpoint fühlt sich mehr nach einem Gerüst, als nach einer ausgeschriebenen Sache an.
Entsprechend dürftig waren auch die Gefühle, die ich an emotionalen Stellen aufbringen konnte. Es wirkte sehr überhetzt mit wenig Tiefe und wenig Raum für die eigentlich sehr schön gezeichneten Charaktere.
Eine Trilogie wäre es (mindestens) gewesen. So als Dilogie lässt es mich aber doch eher enttäuscht zurück.

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