Titel sehr ungenutzt gelassen
Hof der Dornen, Band 1: The Rose BargainMit „The Rose Bargain“ startet Sasha Peyton Smith ihre Dilogie mit einer recht klassischen Idee, die mich immer kriegt: magische Pakte, die Wünsche erfüllen, aber jeweils einen Preis fordern. Entsprechend ...
Mit „The Rose Bargain“ startet Sasha Peyton Smith ihre Dilogie mit einer recht klassischen Idee, die mich immer kriegt: magische Pakte, die Wünsche erfüllen, aber jeweils einen Preis fordern. Entsprechend groß war meine Vorfreude auf genau diesen Aspekt der Geschichte.
Und fairerweise werden auch zahlreiche verschiedene Pakte vorgestellt. Trotzdem hatte ich am Ende das Gefühl, dass mit dem Konzept insgesamt zu wenig gemacht wurde – insbesondere dafür, dass der titelgebende „Rose Bargain“ so zentral für Vermarktung und Klappentext ist. Vor allem vom Pakt unserer Protagonistin hätte ich mir deutlich mehr erhofft. Mehr Relevanz, mehr Konsequenzen und mehr kreative Nutzung innerhalb der Handlung.
Die Protagonistin selbst ist besonders zu Beginn ziemlich naiv. Normalerweise kann mich das schnell frustrieren, hier hat es mich aber deutlich weniger gestört, weil sie sich ihrer eigenen Naivität durchaus bewusst ist. Das macht zumindest für mich einen großen Unterschied und sorgte dafür, dass ich ihre Entscheidungen fast nachvollziehen konnte.
Weniger überzeugt hat mich allerdings das Ende. Natürlich möchte man als Auftaktband genug Spannung für die Fortsetzung aufbauen, aber hier wirkte es auf mich etwas zu hektisch und verknotet. Es passieren sehr viele Dinge in kurzer Zeit, und manches fühlte sich eher nach künstlicher Zuspitzung als nach einer organischen Entwicklung an. Im Vergleich zum restlichen Buch wirkte dieser Abschnitt fast wie aus einer anderen Geschichte.
Nach dem unmittelbaren Read (auf Englisch) hätte ich gesagt, dass mich das Buch trotzdem genug hat, um auch den zweiten Band zu lesen. Nun ist allerdings fast ein Jahr vergangen und ich muss sagen, dass ich überhaupt nicht mehr das Bedürfnis verspüre, "The Thorn Queen" ebenfalls zu lesen x.x Es ist mir schlichtweg egal.
Übrigens großes Lob an die deutsche Coverdesignerin! Während das englische Original absolut furchtbar war, fängt die deutsche Variante den Vibe gut ein, ohne dabei kitschig zu wirken.