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Veröffentlicht am 19.06.2026

Titel sehr ungenutzt gelassen

Hof der Dornen, Band 1: The Rose Bargain
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Mit „The Rose Bargain“ startet Sasha Peyton Smith ihre Dilogie mit einer recht klassischen Idee, die mich immer kriegt: magische Pakte, die Wünsche erfüllen, aber jeweils einen Preis fordern. Entsprechend ...

Mit „The Rose Bargain“ startet Sasha Peyton Smith ihre Dilogie mit einer recht klassischen Idee, die mich immer kriegt: magische Pakte, die Wünsche erfüllen, aber jeweils einen Preis fordern. Entsprechend groß war meine Vorfreude auf genau diesen Aspekt der Geschichte.

Und fairerweise werden auch zahlreiche verschiedene Pakte vorgestellt. Trotzdem hatte ich am Ende das Gefühl, dass mit dem Konzept insgesamt zu wenig gemacht wurde – insbesondere dafür, dass der titelgebende „Rose Bargain“ so zentral für Vermarktung und Klappentext ist. Vor allem vom Pakt unserer Protagonistin hätte ich mir deutlich mehr erhofft. Mehr Relevanz, mehr Konsequenzen und mehr kreative Nutzung innerhalb der Handlung.

Die Protagonistin selbst ist besonders zu Beginn ziemlich naiv. Normalerweise kann mich das schnell frustrieren, hier hat es mich aber deutlich weniger gestört, weil sie sich ihrer eigenen Naivität durchaus bewusst ist. Das macht zumindest für mich einen großen Unterschied und sorgte dafür, dass ich ihre Entscheidungen fast nachvollziehen konnte.

Weniger überzeugt hat mich allerdings das Ende. Natürlich möchte man als Auftaktband genug Spannung für die Fortsetzung aufbauen, aber hier wirkte es auf mich etwas zu hektisch und verknotet. Es passieren sehr viele Dinge in kurzer Zeit, und manches fühlte sich eher nach künstlicher Zuspitzung als nach einer organischen Entwicklung an. Im Vergleich zum restlichen Buch wirkte dieser Abschnitt fast wie aus einer anderen Geschichte.

Nach dem unmittelbaren Read (auf Englisch) hätte ich gesagt, dass mich das Buch trotzdem genug hat, um auch den zweiten Band zu lesen. Nun ist allerdings fast ein Jahr vergangen und ich muss sagen, dass ich überhaupt nicht mehr das Bedürfnis verspüre, "The Thorn Queen" ebenfalls zu lesen x.x Es ist mir schlichtweg egal.

Übrigens großes Lob an die deutsche Coverdesignerin! Während das englische Original absolut furchtbar war, fängt die deutsche Variante den Vibe gut ein, ohne dabei kitschig zu wirken.

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Veröffentlicht am 09.06.2026

Düsterer als das Cover!

Beth is dead
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„Beth is Dead“ von Katie Bernet ist ein klassisches Murder Mystery, das mich vor allem an die frühen Staffeln von Pretty Little Liars erinnert hat. Und da ich genau damit aufgewachsen bin, war das für ...

„Beth is Dead“ von Katie Bernet ist ein klassisches Murder Mystery, das mich vor allem an die frühen Staffeln von Pretty Little Liars erinnert hat. Und da ich genau damit aufgewachsen bin, war das für mich definitiv ein Pluspunkt.

Besonders gelungen fand ich die Figurenzeichnung. Kaum jemand in dieser Geschichte ist vollkommen unschuldig, aber eben auch niemand wirklich böse. Statt klarer Schwarz-Weiß-Malerei bekommt man Charaktere mit Fehlern, Geheimnissen und fragwürdigen Entscheidungen, was die Dynamik innerhalb der Geschichte deutlich interessanter macht.

Wer allerdings auf spektakuläre Plottwists hofft, sollte seine Erwartungen etwas herunterschrauben. Die Auflösung funktioniert durchaus, aber das Buch lebt für mich eher von der Atmosphäre, den zwischenmenschlichen Verstrickungen und dem langsamen Entwirren der Geheimnisse als von schockierenden Enthüllungen.

Und noch ein wichtiger Hinweis, weil ich selbst darauf hereingefallen bin: Trotz der Covergestaltung handelt es sich hier definitiv nicht um eine Komödie. Ja, das Design wirkt auf den ersten Blick fast ein wenig verspielt, die Geschichte selbst nimmt ihren Kriminalfall aber ernst und schlägt insgesamt deutlich düsterere Töne an.

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Veröffentlicht am 08.05.2026

Leider stark nachgelassen

A Steeping of Blood. A Tempest of Tea 2
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Nachdem der erste Band all meine Erwartungen um Längen übertroffen hatte, kam der zweite Band leider nicht annähernd an die nun recht hohe Bar ran.
Der Plot an sich ist cool, der gesamte Verlauf lesenswert ...

Nachdem der erste Band all meine Erwartungen um Längen übertroffen hatte, kam der zweite Band leider nicht annähernd an die nun recht hohe Bar ran.
Der Plot an sich ist cool, der gesamte Verlauf lesenswert mit einem Ende nach meinem Geschmack. Allerdings hätte dieser Band stark davon profitiert, über zwei Bände gestreckt zu werden; fast jede Szene und jeder Plotpoint fühlt sich mehr nach einem Gerüst, als nach einer ausgeschriebenen Sache an.
Entsprechend dürftig waren auch die Gefühle, die ich an emotionalen Stellen aufbringen konnte. Es wirkte sehr überhetzt mit wenig Tiefe und wenig Raum für die eigentlich sehr schön gezeichneten Charaktere.
Eine Trilogie wäre es (mindestens) gewesen. So als Dilogie lässt es mich aber doch eher enttäuscht zurück.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Vorsicht! SciFi statt Fantasy

To Cage a Wild Bird
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"To Cage a Wild Bird" ist der erste Band der "Divided Fates"-Reihe von Brooke Fast.
ACHTUNG: Leider hat das Marketing bei diesem Buch massiv versagt. Es handelt sich hierbei NICHT um Fantasy oder Romantasy. ...

"To Cage a Wild Bird" ist der erste Band der "Divided Fates"-Reihe von Brooke Fast.
ACHTUNG: Leider hat das Marketing bei diesem Buch massiv versagt. Es handelt sich hierbei NICHT um Fantasy oder Romantasy. Wir haben hier einen dystopischen Science Fiction-Roman, in dem Romance vorkommt. Am ehesten lässt es sich tatsächlich mit "The Hunger Games" vergleichen (in Bezug auf das Genre, nicht in Bezug auf die Handlung).

Genau diese enttäuschte Erwartungshaltung war es auch, die mich am Anfang lange hat brauchen lassen, bis ich in das Buch gefunden habe. Versteht mich nicht falsch, es ist an sich ein sehr gut geschriebenes Buch, aber wenn ich gewusst hätte, in was für einem Genre es tatsächlich spielt, hätte ich es zu einem gänzlich anderen Zeitpunkt bzw. in einer anderen Stimmung gelesen. Wenn man jedoch mit der Erwartung rangeht, hier einfach eine mögliche Dystopie der Zukunft zu lesen, wird man vermutlich sehr viel Spaß haben.

Zudem: Selbst wenn es eine Fantasy-Geschichte gewesen WÄRE, wäre es wohl keine Romantasy gewesen, denn der Plot wäre auch 1zu1 so passiert, selbst wenn die beiden einander nicht unwiderstehlich gefunden hätten - nur mit weniger Augenrollen.

Die Geschichte selbst ist sehr kurzweilig und man fliegt ab einem gewissen Punkt förmlich durch die Seiten. Mir war sie sogar ein bisschen zu kurzweilig; die Beziehungen der Charaktere unter einander gingen teilweise etwas zu schnell, auch wenn die Figuren selbst sehr schön gezeichnet waren. Ich hätte mir gewünscht, dass dieses Buch in zwei geteilt worden wäre und somit alles etwas mehr Raum bekommen hätte. Auch die Zeit der Protagonistin als Kopfgeldjägerin war deutlich zu kurz für die Rezipierenden. Natürlich spielt der Hauptplot im Gefängnis, trotzdem hätte ich mir mehr als nur ein paar Seiten für den Status gewünscht, der später ihre gesamte Wahrnehmung beeinflusst.

Ein großes Lob muss an die Übersetzerin Bettina Ain ausgesprochen werden. Das Buch las sich, als wäre es ursprünglich auf Deutsch verfasst worden, was man heutzutage leider nicht mehr oft hat. Zudem ist es ihr gelungen, so unaufdringlich zu gendern, dass mir erst nach einer Weile auffiel, dass sie inklusiv schreibt. Absolutes Musterbeispiel von Sprachverwendung!

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Veröffentlicht am 05.02.2026

Zwischen Pantheons und Beziehungsdramen

Loki − Her Twisted Heart
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Eigentlich hatte mich der Klappentext von „Loki“ nicht besonders angesprochen, aber das Setting in der nordischen Mythologie hat mich dann doch zu sehr gereizt. Joke’s on me: Es bleibt nämlich nicht beim ...

Eigentlich hatte mich der Klappentext von „Loki“ nicht besonders angesprochen, aber das Setting in der nordischen Mythologie hat mich dann doch zu sehr gereizt. Joke’s on me: Es bleibt nämlich nicht beim nordischen Pantheon, sondern es kommt ein wilder Mix aus griechischer und römischer Gottheiten dazu. Das war... gewöhnungsbedürftig. Für mich fühlte es sich eher nach einem Wust als nach einem klaren Konzept an.

Besonders anstrengend fand ich die Liebesentwicklung. Harlow und Loki kennen sich gefühlt zwei Tage, und von jetzt auf gleich gibt es bei Harlow den ersten "Ich will nicht, dass wir uns wieder trennen!"-Gedanken. Das wirkte auf mich extrem gerusht. Gleiches gilt für das erste Mal: keinerlei Zweifel, keine Unsicherheiten, alles sofort perfekt – puh. Das nahm der Beziehung für mich jede Glaubwürdigkeit.
Hinzu kommt, dass man den Großteil des Buches fast ausschließlich mit Harlow und Loki in trauter Zweisamkeit verbringt. Das wurde für mich schnell ermüdend, vor allem, weil außerhalb dieser Dynamik die Welt echt spannend ist.

Eine der stärksten Ideen des Buches ist für mich beispielweise Harlows Abstammung. Wer ihr Vater ist, bleibt lange ein Rätsel und wird erst im Verlauf der Geschichte aufgelöst – und damn, auf die Herkunft hab ich Bock. Ich hoffe sehr, dass ihr Vater im zweiten Band eine größere Rolle spielt und diese familiären Verbindung noch ausgearbeitet wird, denn das hat enormes Potenzial.

Insgesamt hatte „Loki“ für mich starke Ansätze und interessante Ideen, die aber unter einer sehr fokussierten Zweisamkeit, einer überhasteten Liebesgeschichte und einem etwas chaotischen Mythologie-Mix leiden.

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