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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.05.2026

Erklärt zu viel, die eigentliche Story kommt zu kurz, macht aber neugierig auf Reihe & Autor

Lügen haben spitze Zähne – Fantasy-Kurzgeschichte zur Glas-Trilogie
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Leider wurde in dieser Kurzgeschichte von 24 Seiten (Rest: Promotion) für meinen Geschmack zu viel zum Nachteil der Story erklärt über die Ereignisse des ersten Bands und zu den Wesen, die diese magische ...

Leider wurde in dieser Kurzgeschichte von 24 Seiten (Rest: Promotion) für meinen Geschmack zu viel zum Nachteil der Story erklärt über die Ereignisse des ersten Bands und zu den Wesen, die diese magische Welt bevölkern. Ich mag es allgemein nicht, wenn man als Leser*in mit einem Haufen Fantasiewörter zugeschüttet wird. Was dann an Erzählung übrig blieb, hat mir eigentlich gut gefallen. Wie die kleine Schwester versucht, den grossen Bruder auszutricksen, um ihr Weihnachtsgeschenk schon vorher zu sehen, fand ich recht unterhaltsam. Die Figuren waren sympathisch und es schien, als würde die Familie für den zweiten Band eine Reihe niedlicher Haustiere ansammeln. Ein bis zwei Details hielt ich zwar für unplausibel. Auf jeden Fall hat mich der Text aber neugierig gemacht auf die Roman-Reihe und den Autor Heiko Hentschel. Dafür gebe ich 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 09.05.2026

Nur eine Überleitung zwischen Band 1 und 2, konnte mich nicht begeistern

Die Hofgärtnerin − Kostenlose Bonusstory
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Irritierend fand ich den Einstieg, der dem Leser auf der allerersten Seite fast 10 Personen zumutet; das dachte ich jedenfalls, bis mir klar wurde, wie Vater, Bruder, Kutscher mit Vornamen heissen. Die ...

Irritierend fand ich den Einstieg, der dem Leser auf der allerersten Seite fast 10 Personen zumutet; das dachte ich jedenfalls, bis mir klar wurde, wie Vater, Bruder, Kutscher mit Vornamen heissen. Die Geschichte setzt also voraus, den ersten Band der Reihe gelesen zu haben, um die Leutchen alle zu kennen. Sehr oft wird auf den Band 1 Bezug genommen, und ich kann mich nicht entscheiden, ob ich mich mit diesen Stichworten/Andeutungen plump geködert oder übel gespoilert fühlen möchte. Irritierend fand ich zudem die Fülle der Perspektiven. Für eine Familiensaga wäre diese Art der Darstellung ok. Jedoch nehmen die Inhaltsangaben des ersten und zweiten Bandes und der vorliegende Bericht dieser Zeit dazwischen Marleene in den Fokus - angeblich wird ihre Geschichte erzählt, doch dann erzählt die Autorin Rena Rosenthal ebenfalls die Geschichten einiger anderer Personen. Als Leserin sehe ich meine Erwartungen enttäuscht, zumal es in diese "Bonusstory" nicht wirklich eine Geschichte gibt, sondern Überleitungen von einem in den andren Band. Es gibt für meinen Geschmack auch zu viele negative Personen. Die Figuren wirkten auf mich eindimensional. Ausserdem gibt es einige Thematiken, die ich dumm und/oder abgegriffen finde wie sinnlose Aufopferung, den netten Mann, den frau nicht heiraten möchte, oder dass ein gutsituierter Herr besser wüsste als eine Arbeiterfrau, was die Logie in einem Bauernhof kosten darf. Der Text liess sich flüssig lesen, auch wenn mir die Verwendung der ein oder anderen ältlichen Redewendung zu gewollt aufstiess. Am Ende findet sich ein Rezept für Fliederseife und -Badezusatz, was ich für ein nettes Goodie halte. Von mir bekommt der Text 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 08.05.2026

Überzeugender Schreib- & Erzählstil, zu schnell zu Ende

Die sardische Hochzeit – Die Verlobte
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Den Schreib- und Erzählstil der Autorin Grit Landau fand ich wieder überzeugend und für mich perfekt. Leider endet die Geschichte unerwartet schnell auf etwa der Hälfte des Ebooks - der Rest ist Glossar ...

Den Schreib- und Erzählstil der Autorin Grit Landau fand ich wieder überzeugend und für mich perfekt. Leider endet die Geschichte unerwartet schnell auf etwa der Hälfte des Ebooks - der Rest ist Glossar und Leseproben. Auch die Inhaltsangabe im Buch tut ihr Übriges dazu, dass man als Leserin erwartet, mehr zu erfahren, denn die Inhaltsangabe stellt nicht nur die Vorgeschichte dieser Vorgeschichte umfangreicher dar als der eigentliche Text selbst, sie greift auch etwas vor. Ich hatte erwartet, dass man als Leserin zumindest bis nach Sardinien mitkommt. Aber nein. Trotzdem mochte ich diesen Text und die Geschichte, die, angesiedelt zwischen zwei Weltkriegen, andeutet, dass das weitere Leben einiger Figuren tragisch verlaufen wird. Ein fesselnder Auftakt war das, dem ich alles in allem 3 Sterne geben möchte.

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Veröffentlicht am 02.05.2026

Hat mich nicht wirklich schlecht unterhalten

Honeymoon
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In meiner Version des Buches gibt es außer dem Klappentext ganz vorn noch eine ausführliche Inhaltsangabe, die übelst spoilert. Ich finde schon den Klappentext nicht gut, der enthüllt, dass das FBI hinter ...

In meiner Version des Buches gibt es außer dem Klappentext ganz vorn noch eine ausführliche Inhaltsangabe, die übelst spoilert. Ich finde schon den Klappentext nicht gut, der enthüllt, dass das FBI hinter Nora her ist. Im Buch dauert es ja eine Weile, bis dies herauskommt, und so nimmt bereits der Klappentext dem Leser Spannung durch die Gelegenheit zum Mitdenken.

Dann fand ich James Patterson als Autor etwas enttäuschend dafür, dass er so einen großen Ruf hat. Auf Seite 15 schreibt er: "Es war nicht zu übersehen, dass er erregt war. Wie eine überdimensionale menschliche Sonnenuhr lag er da auf der Bettdecke." - bei aller Kreativität, welche in dieses Bild geflossen ist, fand ich es der Szene unangemessen, welche eigentlich sexy angelegt war und dann im Klamauk endete. Ich hoffe James Patterson hat nicht zu lange nach diesem Vergleich gesucht. Noch öfter ging für mein Empfinden der Versuch, den Text sprachlich interessanter zu machen, daneben und er wurde stattdessen vielleicht umständlich, wie an der Stelle, an der es heisst: "Im ersten Jahr ihrer Besuche in der Klinik hatte sie immer den Knopf für den ersten Stock gedrückt" - es ging darum, dass der Patient, der besucht wird, im Laufe der Zeit verlegt wurde. Daneben bediente sich der Autor dann trotzdem öfters platter Redewendungen wie der Kinnlade, welche herunterfällt. Nach meiner Beobachtung handelt es sich dabei um die beliebteste Redewendung amerikanischer Autoren. Auch die Augenfarben entsprechen den Gepflogenheiten: grün für die weibliche Hauptfigur, blau für den männlichen Part.

Das Setting, in dem die Story überwiegend stattfindet, fand ich öde. Möglicherweise weil das Buch, das ich davor gelesen hatte, dasselbe Setting hatte: Beschrieben wird langweiliger Luxus. Manchmal ist ein interessantes Detail über die Stadt dabei.

Die Aufteilung und das Timing der Geschichte fand ich gut. Die Kapitel hatten eine angenehme Länge und ich fragte mich nie, wann es denn endlich aufhört. Man kann immer einen guten Punkt für eine Lesepause finden und für mich ergaben sich keine unschönen Längen. Im Gegenteil, war der Text interessant und abwechslungsreich durch die verschiedenen Perspektiven und Handlungsstränge. Allerdings war mir der Handlungsstrang mit dem "Tourist" zu viel. Den habe ich nicht richtig verstanden und ich fand die Identität des Tourist zudem übertrieben mysteriös. Teils fühlte ich mich billig auf die falsche Spur geführt durch ein paar durchschaubare Manöver. Es gab auch Momente, die ich als Effekthascherei empfand.

Dann habe ich auch ein paar Dinge gefunden, die ich für nicht richtig durchdacht hielt. Und Noras Entwicklung war für mich unrealistisch. Das Ende fand ich in seinen verschiedenen Aspekten richtig schlecht.

Bis dahin hatte ich allerdings ziemlich viel an einem Stück gelesen. Zusammengefasst möchte ich das Buch mit 3 Sternen bewerten.

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Veröffentlicht am 17.04.2026

Viele abwechslungsreiche Wendungen, aber melodramatisch

Das romantische Château in Frankreich – Ein Neuanfang für Élodie
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Die Inhaltsangabe des Verlags kreiert eine Situation, die nicht viel mit dem Roman zu tun hat. Erstens gibt es im Buch keine Dreiecksgeschichte und zweitens scheint das Dorf aus bloß sechs Einwohnern zu ...

Die Inhaltsangabe des Verlags kreiert eine Situation, die nicht viel mit dem Roman zu tun hat. Erstens gibt es im Buch keine Dreiecksgeschichte und zweitens scheint das Dorf aus bloß sechs Einwohnern zu bestehen, von denen gerade mal eine (oder zwei) bei dem Dreh dabei sein möchte/n. Zumal es auch etwas dauert, bis Élodie in ihrem Heimatdorf ankommt. 1,5 Kapitel werden aufgewendet, um Élodies Lage klarzumachen: eine Jura-Studentin in Paris, die zum dritten Mal das Examen verkackt hat und nun aufs Land zu den Eltern flieht. Dort will sie für den vierten Anlauf lernen und die Eltern hat sie sowieso zwei Jahre lang schon nicht mehr gesehen. Der Vater ist den ganzen Roman entlang entsprechend angesäuert und ruppig. Das Hotel der Eltern ist überraschend voll, denn im Schloss wird ein Film gedreht. Die Geschichte, wie Élodie zum Filmdreh kommt, ist etwas umständlich und ich hatte insgesamt den Gedanken, dass die Geschichte verschleppt wird. In den ersten Kapiteln hat mich gestört, dass Claire Bonnett viele Nebensächlichkeiten beschreibt wie unbedeutsame Gesten oder Hintergrundgeräusche. Die Szenen werden wie für einen Film geschildert. Es dauert lange, bis die Autorin mehr ins Erzählen kommt. Die Gefühle und Stimmungen sind kaum spürbar. Gestört hat mich zudem die pubertäre Sicht der Hauptfigur, aus deren Augen heraus die Story erzählt wird. Vieles hat eine übertriebene Bedeutsamkeit, die ich nicht nachvollziehen kann. Deshalb habe ich die letzten drei Kapitel nur noch überfolgen, nachdem mir die letzte Wendung zu melodramatisch und unrealistisch war. Vorher habe ich bereits nicht begriffen, wieso Élodie einen Vorwand braucht, um zum Schloß zu gehen und ihrem Jugendfreund einen Besuch abzustatten; wieso es so schwer ist, mit ihm zu reden. Es gibt viel meines Erachtens künstliches Drama, welches rein durch Élodies Bewertung entsteht. Dabei wurde mir aber nicht klar, wie sie zu dieser Bewertung kommt. Andererseits ist das vielleicht nicht so schlecht in einem Feel-Good-Roman, dass man als Leser*in die ganzen negativen Dinge wie die Angst, im Examen zu versagen, oder den Frust, bereits so oft versagt zu haben, nicht wirklich abbekommt. Den Versuch, französischen Flair zu verbreiten, indem französische Redewendungen verwendet wurden, fand ich misslungen. Ich finde diesen Kunstgriff grundsätzlich billig. Als positiv kann man anführen, dass die Story viel Abwechslung enthält. Es passiert einiges. Trotzdem fand ich es mühsam, das Buch zu lesen, obwohl es sprachlich in Ordnung ist. Ich gebe diesem Roman 3 Sterne.

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