Tradwife mit Ups und Downs
YesteryearNatalie entspricht allen Kriterien, die sie als Tradwife bezeichnen: Eine perfekte Mutter, mit perfekten Kindern und Ehemann. Nur ist es mehr Schein als Sein. Ich fand es sehr interessant zu beobachten, ...
Natalie entspricht allen Kriterien, die sie als Tradwife bezeichnen: Eine perfekte Mutter, mit perfekten Kindern und Ehemann. Nur ist es mehr Schein als Sein. Ich fand es sehr interessant zu beobachten, wie Natalie zu dieser Rolle gekommen ist. Irgendjemand muss ja die Familie ernähren, und wenn es nicht der Vater sein kann, dann müsste die Mutter sich etwas überlegen. Eine persönliche Entwicklung von Natalie wird echt spannend gezeigt, besonders gut fand ich die zweite Hälfte des Romans, wo die Dinge zu eskalieren scheinen und die Hauptfigur leicht die Kontrolle über ihr Leben und die Leben ihrer Familie verliert. Offline Natalie unterscheidet sich gravierend von Online Natalie. Diese Besonderheiten vom Leben eines Influencers, der ständig online präsent ist, sind hochaktuell und diskussionswürdig. Die Autorin wirft signifikante Einblicke in das Leben solcher Familien, insbesondere in das innerliche Wohlbefinden einer traditionellen Ehefrau. Dabei entsteht eine kritische sowie emotionale Unterhaltung zwischen dem Buch und dem Leser. Während des Romans erscheinen mehr und mehr Themen, über die man noch nicht nachgedacht hat, wie diese auf unsere Gesellschaft wirken. Das Ende ist meiner Meinung nach gut gelungen, obwohl es irgendwie verstörend wirkt.
Mich konnte „Yesteryear“ gut unterhalten und komplett überzeugen.