Profilbild von Jecke

Jecke

Lesejury Star
offline

Jecke ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Jecke über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.05.2026

✎ Julie Caplin - Romantic Escapes 12 Das kleine Zuhause in Prag

Das kleine Zuhause in Prag
0

„Das kleine Zuhause in Prag“ ist durch eine Buchaktion bei mir eingezogen. Obwohl ich bislang keinen Band der Romantic-Escapes-Reihe gelesen hatte, sind mir die Romane von Julie Caplin schon länger aufgefallen. ...

„Das kleine Zuhause in Prag“ ist durch eine Buchaktion bei mir eingezogen. Obwohl ich bislang keinen Band der Romantic-Escapes-Reihe gelesen hatte, sind mir die Romane von Julie Caplin schon länger aufgefallen. Vor allem die farbenfrohen Cover und die Sehnsuchtsorte in den Titeln haben dafür gesorgt, dass die Reihe auf meiner Merkliste gelandet ist. Als ich entdeckt habe, dass auch ein Band in Italien spielt, war mein Interesse endgültig geweckt.

Ich hatte Lust auf einen Wohlfühlroman, der mich für ein paar Stunden aus dem Alltag entführt. Genau das hat das Buch geschafft. Schon nach wenigen Seiten war ich gedanklich in Prag und ließ mich durch die stimmungsvoll beschriebenen Gassen und Kneipen treiben. Julie Caplin versteht es, einen Ort so lebendig werden zu lassen, dass beim Lesen sofort Fernweh aufkommt.

Der Roman liest sich leicht und unkompliziert und eignet sich perfekt für entspannte Sommerabende oder als Urlaubslektüre. Wer eine unterhaltsame Geschichte zum Abschalten sucht, wird hier fündig.

Besonders gefallen hat mir das Lokalkolorit. Prag wird nicht nur als Kulisse genutzt, sondern ist das eigentliche Herzstück des Romans. Die Stadt wirkt fast wie eine eigene Figur. Die Beschreibungen machen Lust darauf, sofort die nächste Reise dorthin zu buchen.

Die Grundidee fand ich vielversprechend: ein Wettbewerb rund ums Bierbrauen, eine zweite Chance für die Liebe und eine Stadt voller Charme. Gerade deshalb war ich etwas enttäuscht, dass das Thema Bierherstellung nur eine Nebenrolle spielt.

In der Handlung gab es einige Entwicklungen, die für mich früh vorhersehbar waren. Das hat mich nicht grundsätzlich gestört, denn bei einem Liebesroman gehört ein gewisser Grad an Berechenbarkeit oft dazu. Dennoch fehlten mir die Momente, die mich wirklich überraschen oder emotional stärker berühren konnten; Momente, die eine Geschichte besonders machen.

Nicht ganz überzeugt haben mich manche Details rund um den Wettbewerb. Einige Abläufe und Entscheidungen wirkten auf mich wenig nachvollziehbar, sodass einzelne Situationen konstruiert erschienen.

Mein größter Kritikpunkt ist jedoch, dass zu viele Themen gleichzeitig behandelt werden. Familienkonflikte, berufliche Träume, alte Verletzungen, eine zweite Liebeschance und zahlreiche Nebenfiguren konkurrieren um Aufmerksamkeit. Dadurch bleibt vieles an der Oberfläche. Ich hätte mir gewünscht, dass einige Charaktere mehr Tiefe bekommen.

Die Charaktere mochte ich insgesamt dennoch gern. Leo ist ein echter Sympathieträger: warmherzig, geduldig und einfach ein Mensch, den man sofort ins Herz schließt. Mit Anna hatte ich dagegen meine Schwierigkeiten. Ihre Art wirkte auf mich stellenweise etwas überzogen, und nicht jede ihrer Reaktionen konnte ich nachvollziehen.

Am Ende bleibt für mich ein atmosphärischer Wohlfühlroman, der sich angenehm lesen lässt und mich gut unterhalten hat. Besonders Prag als Schauplatz und Leo als Figur haben dazu beigetragen, dass ich gern Zeit mit dieser Geschichte verbracht habe.

„Das kleine Zuhause in Prag“ ist eine schöne Lektüre für zwischendurch, die mich nicht restlos begeistert, mir aber eine kurzweilige Auszeit vom Alltag beschert hat. Ich bin gespannt, ob mich andere Bände der Romantic-Escapes-Reihe noch stärker packen können.

©2025 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 10.05.2026

✎ Marceau Miller - Das letzte Buch von Marceau Miller

Das letzte Buch von Marceau Miller
0

Ich hatte große Lust auf einen spannenden Hörbuchthriller und habe deshalb zu „Das letzte Buch von Marceau Miller“ gegriffen. Schon die Kulisse rund um den Genfer See klang nach einer geheimnisvollen Atmosphäre, ...

Ich hatte große Lust auf einen spannenden Hörbuchthriller und habe deshalb zu „Das letzte Buch von Marceau Miller“ gegriffen. Schon die Kulisse rund um den Genfer See klang nach einer geheimnisvollen Atmosphäre, die mich normalerweise sofort in ihren Bann zieht. Die Kombination aus eindrucksvoller Landschaft, dunklen Familiengeheimnissen und einem verschwundenen Manuskript versprach beste Voraussetzungen für fesselnde Unterhaltung.

Gelesen wird das Hörbuch von Johannes Quester und Marlen Ulonska. Johannes Quester hat seinen Part solide umgesetzt. Seine Stimme passte gut zur Geschichte, auch wenn sie mich nicht vollständig überzeugen konnte. Mit Marlen Ulonska bin ich dagegen überhaupt nicht warm geworden. Ihre Interpretation wirkte auf mich oft zu monoto und manche Betonungen empfand ich als unpassend. Dadurch kam für mich nur selten echte Spannung auf. Mehr als einmal war ich kurz davor, das Hörbuch abzubrechen.

Da die Handlung überwiegend aus weiblichen Perspektiven erzählt wird, hätte ich es stimmiger gefunden, wenn zwei Sprecherinnen zum Einsatz gekommen wären. Gerade bei den Wechseln zwischen Sarah und ihrer Freundin hätte das den Figuren noch mehr Eigenständigkeit verliehen.

Besonders gefesselt haben mich die Auszüge aus dem geheimnisvollen Manuskript. In diesen Passagen wurde die Geschichte endlich so packend, wie ich es mir von Anfang an erhofft hatte. Sie lieferten spannende Hinweise, warfen neue Fragen auf und sorgten für genau die Dynamik, die ich im übrigen Verlauf häufig vermisst habe.

Abseits davon zog sich die Handlung für meinen Geschmack zu sehr. Einige Szenen wiederholten bekannte Informationen, andere verloren sich in Details, ohne die Geschichte spürbar voranzubringen. Dadurch wirkte der Spannungsaufbau stellenweise eher zäh.

Für mich blieb „Das letzte Buch von Marceau Miller“ deshalb hinter seinen Möglichkeiten zurück. Die Grundidee ist stark, das Setting atmosphärisch und die Manuskript-Passagen klar das Highlight des Hörbuchs. Insgesamt konnte mich die Geschichte jedoch nicht so mitreißen, wie ich es mir erhofft hatte. Zu wenig Tempo, einige Längen und eine Sprecherin, die mich emotional nicht erreicht hat, sorgten dafür, dass das Hörbuch trotz guter Ansätze letztlich nicht vollständig überzeugen konnte.

©2026 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 27.03.2026

✎ Thorsten Nesch - Die Kreuzfahrt mit der Asche meines verdammten Vaters

Die Kreuzfahrt mit der Asche meines verdammten Vaters
0

Der Titel „Die Kreuzfahrt mit der Asche meines verdammten Vaters“ von Thorsten Nesch hat mich zunächst eher abgeschreckt. Zu sperrig und wenig greifbar, nichts, was mich spontan angesprochen hätte. Erst ...

Der Titel „Die Kreuzfahrt mit der Asche meines verdammten Vaters“ von Thorsten Nesch hat mich zunächst eher abgeschreckt. Zu sperrig und wenig greifbar, nichts, was mich spontan angesprochen hätte. Erst der Klappentext hat mein Interesse geweckt, vor allem wegen des Settings rund um Italien und eine Kreuzfahrt - beides Themen, zu denen ich sofort einen Zugang hatte.

Der Einstieg ins Buch fiel mir leicht. Der Stil ist klar und gut lesbar und deutlich auf ein jüngeres Publikum zugeschnitten. Gerade Lesende ab etwa zwölf Jahren dürften sich schnell abgeholt fühlen. Durch die Ich-Perspektive von Jörn entsteht eine unmittelbare Nähe, die es einfach macht, seine Gedanken nachzuvollziehen und sich in seine Lage hineinzuversetzen.

Nicht durchgehend überzeugend waren für mich jedoch einige Zuspitzungen in der Handlung. Einige Szenen wirken überzogen, fast schon konstruiert, sodass ich innerlich ausgestiegen bin. Stellenweise kippt die Handlung ins Absurde und verliert dadurch an Glaubwürdigkeit.

In diesem Zusammenhang bin ich auch über eine konkrete Szene gestolpert, die mich irritiert hat und bei der ich mich gefragt habe, wie genau der Autor recherchiert hat . oder ob er selbst vor Ort war. An einer Stelle stellen die Jugendlichen ihre Flaschen bewusst neben einen Mülleimer, damit „jemand, der es nötig hat, das Pfand einstreichen“ kann. Das mag in Deutschland funktionieren, passt aber nicht zu Italien. Ein Pfandsystem, wie Deutschland es kennt, existiert in Italien schon sehr lange nicht mehr, insbesondere nicht für Plastikflaschen. Solche Details reißen mich beim Lesen aus der Geschichte, weil sie nicht zum dargestellten Umfeld passen.

Die Figuren sind differenzierter angelegt, als es zunächst scheint. Was anfangs wie bekannte Muster wirkt, gewinnt im Verlauf an Tiefe. Diese Entwicklung sorgt dafür, dass die Charaktere nicht in einfachen Rollenbildern verharren.

Besonders gelungen ist die Beziehung zwischen Jörn und Elizabeth. Ihre unterschiedlichen Hintergründe erzeugen eine Dynamik, die sich authentisch anfühlt. Ihre Interaktionen wirken nicht konstruiert, sondern lebendig und nachvollziehbar.

Ein Punkt, der mich beim Lesen beschäftigt hat, war Jörns Alter in Verbindung mit der Alleinreise auf einem Kreuzfahrtschiff. Das wirkte zunächst wenig plausibel. Mit dem Hintergrund, dass solche Reisen für 16- und 17-Jährige früher teilweise möglich waren, lässt sich dieser Aspekt einordnen, bleibt aber aus heutiger Sicht leicht irritierend.

Am wenigsten überzeugt hat mich der Schluss. Die Geschichte endet sehr plötzlich, ohne zentrale Entwicklungen wirklich auszuführen. Viele Themen werden angerissen, entwickeln sich aber nicht zu Ende. Für mich nimmt das dem Buch rückblickend einiges an Wirkung, weil ich das Gefühl hatte, dass Potenzial verschenkt wurde.

©2026 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 09.03.2026

✎ Liz Moore - Der andere Arthur

Der andere Arthur
0

Erst vor Kurzem habe ich wieder gesehen, wie gnadenlos das Internet sein kann. Ein übergewichtiger Mensch wurde zur Zielscheibe eines regelrechten Shitstorms. Kommentare flogen nur so unter die Gürtellinie, ...

Erst vor Kurzem habe ich wieder gesehen, wie gnadenlos das Internet sein kann. Ein übergewichtiger Mensch wurde zur Zielscheibe eines regelrechten Shitstorms. Kommentare flogen nur so unter die Gürtellinie, manche gingen sogar so weit, ihm den Tod zu wünschen. In solchen Momenten frage ich mich immer wieder, wie schnell vergessen wird, dass hinter jedem Bildschirm ein echter Mensch sitzt. Einer mit Gefühlen. Einer, der all das liest.

Vielleicht hat mich genau deshalb Arthurs Geschichte so stark getroffen.

Während ich den Passagen über Arthur zugehört habe, hatte ich ständig das Bild dieses Menschen aus dem Internet vor Augen. Arthur ist stark übergewichtig und lebt seit Jahren völlig zurückgezogen in seinem Haus in Brooklyn - mitten in einer Stadt voller Menschen und doch unsichtbar für sie. Sein Leben scheint sich immer weiter zu verkleinern, bis kaum noch Kontakt zur Außenwelt bleibt.
Arthur habe ich sofort ins Herz geschlossen. Seine Scham, seine Unsicherheit und dieses vorsichtige Herantasten an die Welt haben mich wirklich berührt. Über der Geschichte liegt eine schwere, melancholische Stimmung. Themen wie extreme Adipositas und soziale Isolation ziehen sich durch den gesamten Roman.

Und trotzdem bleibt Arthur für mich erstaunlich schwer zu greifen. Emotional war ich ihm nah, erzählerisch blieb er jedoch oft auf Distanz.

Liz Moore hält sich mit detaillierten Beschreibungen auffallend zurück. Man bekommt eine Ahnung davon, wie Arthur lebt und wie still seine Wohnung geworden ist, doch vieles bleibt nur angedeutet. Ich hätte mir gewünscht, tiefer in diese Welt eintauchen zu können. Stattdessen hatte ich beim Hören häufig das Gefühl, nur an der Oberfläche entlangzugleiten.

Bei Kel war es für mich ganz anders.

Wenn ich das Buch gelesen und nicht gehört hätte, hätte ich seine Kapitel vermutlich sogar übersprungen. Er blieb für mich erstaunlich blass. Nicht unbedingt unsympathisch - eher seltsam leer. Seine Geschichte konnte mich emotional kaum erreichen. Während ich bei Arthur ständig mitgefühlt habe, ließ mich Kel merkwürdig kalt, obwohl sich auch sein Leben um schwierige Themen wie Alkoholismus und Isolation dreht.

Der Roman selbst ist sehr ruhig erzählt und konzentriert sich stark auf Beobachtungen und das Innenleben der Figuren. Große dramatische Wendungen sucht man hier vergeblich. Diese Art zu erzählen kann durchaus reizvoll sein, doch für mich hatte sie einen entscheidenden Nachteil: Am Ende bleiben unglaublich viele Fragen offen.

Ich verstehe den Gedanken dahinter. Vermutlich sollen Lesende selbst weiterdenken und die Lücken füllen. Für mich fühlte es sich jedoch eher wie ein halbfertiges Puzzle an. Da war so viel Potenzial, so viele emotionale Fäden - und ich hätte einfach gerne mehr darüber erfahren.

Genau hier liegt für mich das größte Problem des Romans.

Liz Moore greift wichtige Themen auf: gesellschaftliche Ausgrenzung, Einsamkeit und Menschen, deren Leben nicht spektakulär zerbrechen, sondern langsam und leise entgleiten. Doch trotz dieser starken Ansätze bleibt vieles seltsam flach.

Beim Hören habe ich immer wieder darauf gewartet, dass die Geschichte sich traut, noch näher an ihre Figuren heranzurücken. Stattdessen blieb sie für mich immer ein Stück zu weit entfernt.

Und vielleicht beschreibt genau das mein Gefühl nach diesem Buch am besten:
Ich hatte mehr erwartet. Mehr Tiefe. Mehr Mut, wirklich dorthin zu schauen, wo es weh tut.

©2026 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 03.03.2026

✎ Tom Fletcher - Space Band

Space Band - Die schlechteste Band der Erde ... aber die beste Band des Universums
0

Als ich „Space Band - Die schlechteste Band der Erde … aber die beste Band des Universums“ von Tom Fletcher entdeckte, war ich sofort neugierig. Meine Achtjährige steckt gerade total im Rockfieber. Ihr ...

Als ich „Space Band - Die schlechteste Band der Erde … aber die beste Band des Universums“ von Tom Fletcher entdeckte, war ich sofort neugierig. Meine Achtjährige steckt gerade total im Rockfieber. Ihr Vater hat ihr Gitarrenriffs und Songs vorgespielt, seitdem läuft hier nichts anderes mehr. Die Idee einer coolen Musik-Weltraum-Geschichte klang somit vielversprechend.

Der Einstieg hat meine Geduld allerdings auf die Probe gestellt. Die Figuren werden ausführlich eingeführt, jede noch so kleine Eigenheit bekommt Raum. Das kann man als liebevollen Aufbau verstehen, für mich wirkte es eher zäh. Die Handlung kommt nur langsam in Fahrt, bevor das eigentliche Abenteuer beginnt.

Musikalisch hatte ich keine große Vorstellung und doch war ich von den dargebotenen Songs zumeist enttäuscht. Die Texte waren langweilig und trafen überhaupt nicht meinen Humor.
Besonders störend empfand ich auch Georges ständigen Kommentar in Klammern - dieses wiederkehrende „(ich weiß!)“. Die Pointe nutzt sich schnell ab. Statt Nähe zu schaffen, hat es bei mir eher Augenrollen ausgelöst.

Nach rund hundert Seiten hebt die Geschichte endlich ab, im wahrsten Sinne des Wortes: Die drei Hauptfiguren werden ins All katapultiert. Ab da wird es visuell und fantasievoll, die Konkurrenz der intergalaktischen Bands nimmt Form an. Allerdings wird schon sehr früh offengelegt, wie der Wettbewerb funktioniert. Die einzelnen Runden werden detailliert erklärt, jede rivalisierende Gruppe erhält eine genaue Beschreibung. Dadurch fehlt der Überraschungsmoment. Natürlich ist klar, dass ein Kinderroman ab acht Jahren auf ein positives Ende zusteuert, doch ein wenig mehr Ungewissheit hätte der Spannung gutgetan. Dadurch hat die Dramaturgie unheimlich an Intensität verloren.

Erst ab etwa Seite 300 zieht das Tempo deutlich an. Die letzten Kapitel haben mich tatsächlich gepackt. Da spürt man die Energie, die ich mir schon zu Beginn gewünscht hätte. Bei insgesamt rund 330 Seiten kommt dieser Effekt allerdings spät.

Unübersehbar ist jedoch die positive Botschaft zum Ende hin, die besagt, dass Diversität kein Makel ist und auf der Erde alle willkommen sind. Sie kommt ohne erhobenen Zeigefinger daher.

Unterm Strich hat mich diese Science-Fiction-Geschichte für Kinder nicht erreicht. Die Idee, verschiedene Aliens auf galaktischer Bühne gegeneinander antreten zu lassen, bleibt großartig, doch die Umsetzung konnte meine Erwartungen nicht erfüllen. Ich werde das Buch dennoch in unsere Schulbibliothek geben. Vielleicht trifft es dort genau den Nerv der jungen Lesenden, die sich weniger an erzählerischen Längen stören und einfach Lust auf schräge Weltraumklänge haben.

Was zusätzlich irritiert, sind formale Fehler: Ein fehlerhaftes Inhaltsverzeichnis mit unpassenden Seitenzahlen und ein falsch geschriebener Name im Klappentext sowie auf der offiziellen Seite. Solche Patzer wirken lieblos und hinterlassen einen bitteren Nachgeschmack - gerade bei einem Werk, das Kinder für Geschichten und Musik begeistern soll.

©2026 Mademoiselle Cake