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Veröffentlicht am 18.06.2026

(Zu lange) Einführung in die Welt von Oz

West of Wicked. Folge deinem Verlangen
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Man nehme die Geschichte vom Zauberer von Oz, forme sie neu und packe eine Menge typischer Romantasy-Elemente rein.
Im Ergebnis wird man viele Punkte der klassischen Geschichte hier auch wiedererkennen ...

Man nehme die Geschichte vom Zauberer von Oz, forme sie neu und packe eine Menge typischer Romantasy-Elemente rein.
Im Ergebnis wird man viele Punkte der klassischen Geschichte hier auch wiedererkennen und ich fand es spannend zu sehen, wie diese eingebaut bzw. umgeändert wurden. So finden sich hier sowohl die bekannten Charaktere als auch Handlungsorte und Kernpunkte der Geschichte, manche hingegen werden aber erst angedeutet und kommen vermutlich im nächsten Band richtig vor.
Generell wirkte das ganze Buch sehr wie ein langer Prolog - man lernt Dorothy und ihr Leben in Kansas kennen, landet in Oz, trifft einige Charaktere und dann ist das Buch gefühlt auch schon wieder rum.
Besonders im Mittelteil ist nicht groß was passiert, dafür wirkte das Ende etwas überhastet.
Zwar begegnet man dort einigen Nebencharakteren, allerdings sind diese Beziehungen recht oberflächlich und bleiben kaum im Gedächtnis.

Erzählt wird die Geschichte aus mehreren Perspektiven, was mir grundsätzlich auch gut gefallen hat, allerdings wird die Relevanz mancher Charaktere hierbei noch nicht so deutlich. Ich schätze dies wird in der Fortsetzung aufgeklärt bzw. ausgebaut, hier war es dadurch aber teilweise ein wenig überladen. Ich hätte es denke ich besser gefunden, wenn man mit weniger Perspektiven mehr in die Tiefe gegangen wäre.
Auch Dorothy konnte mich nicht immer überzeugen, ihre Handlungen waren für mich öfters nicht ganz nachvollziehbar, genau wie die Spice-Szenen zu unpassenden Momenten.
Sehr interessant fand ich hingegen den Blechmann, hier sehe ich durchaus großes Potential für Band 2, genau wie für die Antworten auf viele Fragen.
In diesem Sinne hat mir der Ausflug nach Oz überwiegend gut gefallen, jedoch hat es sich mehr wie eine lange Einleitung angefühlt und dementsprechend hoffe ich auf mehr Entwicklungen in der Fortsetzung - (aufgerundete) 3,5 Sterne.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.06.2026

Kindheit und Studium im Chaos

Chaos
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Während Hedda in der Gegenwart mit ihrer Masterarbeit kämpft und frisch schwanger ist, erkunden wir in wechselnden Kapiteln ihre Vergangenheit und erfahren, wie sie aufgewachsen ist.
Die kurzen Kapitel ...

Während Hedda in der Gegenwart mit ihrer Masterarbeit kämpft und frisch schwanger ist, erkunden wir in wechselnden Kapiteln ihre Vergangenheit und erfahren, wie sie aufgewachsen ist.
Die kurzen Kapitel und die verschiedenen Zeitebenen haben mir hierbei grundsätzlich gut gefallen, durch vergangene Erlebnisse kann man oft ihre Entscheidungen und Verhaltensweisen im Jetzt besser verstehen und schön interpretieren.
Gleichzeitig liegt hierin aber auch eine Schwachstelle des Romans: Passend zum Titel ist alles ein wenig chaotisch, teilweise wusste ich nicht direkt, in welcher Zeit wir uns gerade befinden, und musste mich erstmal wieder kurz orientieren.
Statt einer zusammenhängenden Erzählung gibt es oft eher nur fragmentarische Ausschnitte, kurze Szenen aus dem Leben der Protagonistin.
Eine wirkliche Beziehung habe ich zu ihr jedoch nicht aufbauen können, sie ist für mich auf Distanz geblieben, nur zwischendurch konnte ich ein wenig mitfühlen und auch mitleiden, da es teilweise sehr bedrückend und traurig wurde.
Die Nebencharaktere sind gar nicht im Gedächtnis geblieben, auch Heddas Beziehung blieb recht blass.
Sehr gelungen fand ich dagegen die Symbolik: Immer wieder werden spannende Metaphern eingebaut, die viel über die Charaktere verraten, hier hatte ich echt Spaß, diese zu finden und zu interpretieren.
Insgesamt erzähltechnisch eigentlich ein sehr interessantes Buch, dessen Handlung mich jedoch nicht übermäßig packen konnte.

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Veröffentlicht am 17.05.2026

Fragile Familienbande

Summer Storms
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Eine unglaubliche reiche Familie, ein verstorbener Vater und diverse Aufgaben um das Erbe zu bekommen - was soll schon schiefgehen?
Alice trifft auf der Familieninsel nach Jahren ihre Mutter und Geschwister ...

Eine unglaubliche reiche Familie, ein verstorbener Vater und diverse Aufgaben um das Erbe zu bekommen - was soll schon schiefgehen?
Alice trifft auf der Familieninsel nach Jahren ihre Mutter und Geschwister wieder, dazu lernt sie Jack kennen, mit dem sie eine Nacht verbracht hat, ohne zu wissen, dass er die Aufgaben fürs Erbe überwachen wird.
Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Perspektive von Alice erzählt, zwischendurch gibt es jedoch auch einzelne Kapitel aus der Sicht der Geschwister. Diese haben mir immer sehr gut gefallen und ich hätte gerne noch mehr davon gehabt, da man so die Nebencharaktere noch besser kennenlernen und verstehen konnte.

Das Erzähltempo habe ich zu Beginn als sehr angenehm empfunden, jeder Charakter wird nach und nach einzeln eingeführt, sodass man sich alle gut merken kann und gleichzeitig in die Handlung eintaucht. Es werden einige Fragen aufgeworfen, die neugierig machen und ein wenig Spannung aufbauen. Im Mittelteil flacht diese jedoch dann etwas ab und ich fand es teilweise sogar leicht zäh. Es passiert nicht wirklich viel, dafür gibt es immer wieder sehr lange Dialoge. Einerseits lerne ich die Personen gerne so besser kennen, andererseits hätte man sie auch durch mehr Handlungen zusätzlich charakterisieren können.
Im Fokus standen hier regelmäßig auch die Familienbeziehungen und ich fand es schön, diese zu erkunden und ihre Entwicklung zu verfolgen, besonders bei den Geschwistern gab es hier viele kleine schöne Momente.
Gar nicht packen konnte mich hingegen die Liebesgeschichte - ich habs einfach nicht gefühlt. Zu Beginn hatte es Potential, aber im weiteren Verlauf war für mich die Chemie nicht wirklich vorhanden, daher würde ich es als "Sommerromanze" eher nicht weiterempfehlen.
Wer jedoch einen Einblick in die Welt der Superreichen werfen und dabei Geschwisterbande erkunden möchte, der wird hier gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 10.05.2026

Die Geheimnisse Roms

Run Away With Me
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Der Einstieg in dieses Buch ist auf jeden Fall außergewöhnlich: Die ersten 100 Seiten bestehen nur aus Schwarz-Weiß-Zeichnungen von Gebäuden und Sehenswürdigkeiten in Rom. Sie sind durchaus künstlerisch ...

Der Einstieg in dieses Buch ist auf jeden Fall außergewöhnlich: Die ersten 100 Seiten bestehen nur aus Schwarz-Weiß-Zeichnungen von Gebäuden und Sehenswürdigkeiten in Rom. Sie sind durchaus künstlerisch gut gelungen und lassen einen auch direkt in die Stadt eintauchen, eine Platzierung passend zum Text hätte mir vermutlich aber besser gefallen.
Die Atmosphäre ist im ersten Teil der Geschichte auch eher ein wenig geheimnisvoll und ich konnte die Protagonisten nicht so wirklich greifen.
Dies wurde im weiteren Verlauf etwas besser, jedoch blieb trotzdem vieles eher leicht oberflächlich für mich.
So war die Liebesgeschichte durchaus recht süß, die emotionale und charakterliche Entwicklung des Paares dafür nur sehr knapp dargestellt.

Im Gegensatz dazu lernt man Rom in den 80ern gut kennen und erfährt einige interessante Fakten über die Stadt, eine Nachwirkung des Rom-Aufenthaltes des Autors. Passend dazu wird noch von drei weiteren schwulen Paaren der Vergangenheit erzählt, die es alle nach Rom verschlagen hat und deren Geschichten miteinander verknüpft sind.
Eine wirklich schöne Idee, die auch zufriedenstellend aufgelöst wird, allerdings hätte ich auch hier gerne noch mehr von den anderen Paaren erfahren oder auch mal ein Kapitel aus ihrer Perspektive gelesen.
Ich glaube, dass dies die Schwäche des Buches ist: Ein tolles Grundkonzept, aber zu wenige Seiten um es ordentlich auszuarbeiten. Für einen kurzen Ausflug nach Rom war es aber trotzdem ganz unterhaltsam, daher (aufgerundete) 3,5 Sterne für mich.

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Götter- und Familienbeziehungen

House of the Beast
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Alma ist das uneheliche Kind eines Mitglieds der Adelsfamilie Avera. Diese dient einem der vier Götter, dem Dread Beast, bekannt für Kampf und Tod. Passend dazu besteht ihre Willkommensfeier in ihrem neuen ...

Alma ist das uneheliche Kind eines Mitglieds der Adelsfamilie Avera. Diese dient einem der vier Götter, dem Dread Beast, bekannt für Kampf und Tod. Passend dazu besteht ihre Willkommensfeier in ihrem neuen Zuhause auch daraus, dass ihr erstmal der Arm abgetrennt wird als Opfer für ihren neuen Gott - sie wird zur Erbin der Familie im Austausch für Medizin für ihre schwer kranke Mutter. Doch auch hier wird ihr Leben alles andere als leicht werden...

Die Gestaltung des Buches ist richtig schön, Farbschnitt, Karten und viele kleine Illustrationen neben dem Text (die Autorin ist Künstlerin) ergänzen das Leseerlebnis. Auch die Welt fand ich richtig interessant, verschiedene Götter, Religionen, Rituale, Machtkämpfe und Einblicke in das Leben der Reichen und Armen. Leider hätte ich mir in dieser Hinsicht noch mehr Details und Einblicke gewünscht, manches kam ein wenig zu kurz, auch weil man sehr an Almas Perspektive gebunden war.
Aber auch hier hat man schon gut merken können, dass ihre Welt recht erbarmunglos und dunkel ist. Die dadurch erzeugte Atmosphäre ist gut bei mir angekommen und hat zur Handlung gepasst.

Alma als Protagonistin war in Ordnung, man hat ihre Gefühle durchaus nachvollziehen können, jedoch konnte ich nicht so wirklich eine Verbindung zu ihr aufbauen. Ich mochte aber, dass von Anfang an auch dargestellt wurde, dass sie alles andere als perfekt ist.
Das Tempo der Geschichte war mir ein wenig zu wechselhaft, so geht es stark los, lässt im Mittelteil dann wieder nach und wird ein wenig zäh, um dann am Ende nochmal loszulegen. Insgesamt eine interessante und düstere Fantasygeschichte, die mit verändertem Fokus noch besser hätte sein können.

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