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Veröffentlicht am 10.05.2026

Gruselige Dystopie einer überhitzten Erde

Ins fahle Herz des Sommers
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Was für ein Hörbuch – leider erschreckend realistisch!
Die Geschichte spielt in einer total überhitzten Welt, in der die meisten Menschen, die eine Pandemie überlebt haben, in den angeblich noch bewohnbaren ...

Was für ein Hörbuch – leider erschreckend realistisch!
Die Geschichte spielt in einer total überhitzten Welt, in der die meisten Menschen, die eine Pandemie überlebt haben, in den angeblich noch bewohnbaren Norden gezogen sind.
Nur Fausto und zwei ältere Leute sowie eine sehr unsympathische Bauernfamilie sind in dem Dorf in Frankreich zurückgeblieben.
Faustos Alltag besteht aus Überleben – am Abend und in der Nacht, wenn die unerträgliche Hitze nicht ganz so schlimm ist, in den verlassenen Häusern nach brauchbaren Dingen zu suchen, hauptsächlich natürlich Essen.

Auf einmal zieht eine merkwürdige junge Frau in ein Haus neben Fausto ein.
Valerie scheint die Hitze nichts auszumachen, sie schwitzt nicht, ißt die Kakteen, die neuerdings überall wachsen, statt „normalem“ Essen, weiß nichts über ihre Vergangenheit.
Und natürlich verliebt sich Fausto in sie, und die beiden kommen zusammen.
Damit beginnen die Probleme aber erst.

Das Buch plätschert zu Beginn recht ruhig vor sich hin, was aber keineswegs negativ gemeint ist. So bekommt man einen guten Eindruck von Faustos anstrengendem, eintönigen und einsamen Alltag.
Dann kommen einige interessante und unerwartete Wendungen, die das Tempo der Erzählung merklich erhöhen.
Und es zeigt sich, daß der hoch gelobte Norden, der Fausto eine Perspektive zum Weiterleben gab, auch nicht das Wahre ist.

Matthias Köberlin liest wie immer perfekt. Seine ruhige, unaufdringliche Stimme paßt wunderbar zu der auch eher ruhigen Geschichte.

Mir hat das Hörbuch sehr gut gefallen, wenn auch leider einige offene Fragen blieben, die mich doch etwas gestört haben (wie z.B. was es mit den Polizisten auf sich hatte, wo die beiden alten Leute im Dorf ihr Essen herbekommen etc.).
Die „neue“ Welt ist wirklich so plastisch geschildert, daß man schon beim Hören mit schwitzt.
Und man fiebert mit Fausto mit, ob er sein persönliches Happy End bekommt.

Allles in allem eine Empfehlung für alle, die Freude an Dystopien haben, wenn auch bei dieser erschreckend realistischen Dystopie „Freude“ vielleicht das falsche Wort ist.
Es handelt sich hier um eine recht kurze Geschichte, die für meinen Geschmack ruhig etwas länger hätte sein können, um dann die offenen Fragen auch noch zu klären.
Aber definitiv hörenswert!

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Spannende historische Einblicke

Das Mädchen mit dem Perlenohrring
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Die Geschichte spielt in Delft im 17. Jahrhundert.
Die junge Magd Griet beginnt ihre Arbeit beim Maler Johannes Vermeer und findet Gefallen an ihm.
Als er sie zuerst für einige kleinere Assistenz-Tätigkeiten ...

Die Geschichte spielt in Delft im 17. Jahrhundert.
Die junge Magd Griet beginnt ihre Arbeit beim Maler Johannes Vermeer und findet Gefallen an ihm.
Als er sie zuerst für einige kleinere Assistenz-Tätigkeiten und später zum Modell für Bilder von ihm erwählt, muß das vor allem vor seiner eifersüchtigen Frau geheim gehalten werden.
Als sie dann mit einem Perlenohrring seiner Frau gemalt wird und sie dies herausfindet, kommt es zur Katastrophe, die Griet in schwere Nöte bringt.

Eigentlich plätschert für mein Empfinden die Geschichte die meiste Zeit so vor sich hin.
Dennoch fand ich es sehr spannend und faszinierend, wie das Leben zu dieser Zeit sich gestaltete und wie schwer die „einfachen“ Leute ums Überleben kämpfen mußten.
Dies ist wirklich sehr ausführlich und interessant beschrieben.
Was auch sehr detailliert beschrieben ist, wie die Kunstwerke von Vermeer entstanden. Auch für mich als eigentlich nicht besonders Kunstinteressierte war das sehr faszinierend.
Dazu nahm die Geschichte gegen Ende hin noch richtig Fahrt auf und wurde sehr spannend.

Die Sprecherin Sabine Fischer empfand ich als sehr angenehm und zur Geschichte passend.

Alles in allem kann ich das Hörbuch sehr empfehlen für alle, die historische Geschichten mögen und ausführliche Einblicke in das Alltagsleben von damals und in die Entstehung der Kunstwerke bekommen möchten.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Werbung für Kreuzfahrten mit integrierter Liebesgeschichte

Glück an Bord
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Meine Rezension bezieht sich auf das Hörbuch, aber der Inhalt der Geschichte ist ja derselbe.

Mir hat das Hörbuch recht gut gefallen, vor allem wird man quasi mit auf eine Kreuzfahrt genommen und bekommt ...

Meine Rezension bezieht sich auf das Hörbuch, aber der Inhalt der Geschichte ist ja derselbe.

Mir hat das Hörbuch recht gut gefallen, vor allem wird man quasi mit auf eine Kreuzfahrt genommen und bekommt ein Gefühl dafür, wie es da zugeht (vor allem gut, wenn man selbst noch nie auf so einem großen Schiff war). Und man bekommt ein paar nette Einblicke in die Reiseziele.

So „nebenbei“ gab es noch eine Romanze, bei der der Ausgang natürlich, wie meist bei solchen Büchern, vorhersehbar ist, die aber ganz nett geschildert war.
Allerdings ist die Protagonistin mit ihren ständigen Zweifeln und ihrem gedanklichen Abdriften bei Gesprächen recht anstrengend.

Dafür sind ihre beiden Freundinnen klasse, vor allem Chiara, die mir mit ihrer ausgeprägten Treppenphobie sehr gut gefallen hat, das hätte ich sein können.

Die Sprecherin hat eine angenehme Stimme und macht einen guten Job.

Alles in allem gibt es von mir eine Empfehlung für Leute, die nicht allzu viel Tiefgang erwarten, aber gedanklich etwas Urlaubsfeeling mit einer Kreuzfahrt erleben wollen und nebenbei noch etwas fürs Herz tun wollen.

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Veröffentlicht am 03.02.2026

Spannende Geschichte mit einer oft schwer zu verstehenden Hauptperson

Night
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Eigentlich fand ich das Hörbuch ziemlich spannend, vor allem haben mich die Wendungen am Ende doch sehr (positiv!) überrascht.
Aber für die Hauptdarstellerin Charlie braucht man wirklich sehr gute Nerven, ...

Eigentlich fand ich das Hörbuch ziemlich spannend, vor allem haben mich die Wendungen am Ende doch sehr (positiv!) überrascht.
Aber für die Hauptdarstellerin Charlie braucht man wirklich sehr gute Nerven, ihre Entscheidungen sind oft genug so unverständlich, dass man sie am liebsten nur noch schütteln möchte.

Ich kenne von dem Autor (oder ist es eine Frau?) bisher zwei Bücher, die deutlich besser sind.

Die Sprecherin, die ich bereits aus anderen Hörbüchern kenne, fand ich absolut in Ordnung.
Ihre Erzählweise passt zum Inhalt und der Aufbereitung der Kapitel.

Was mich auch ziemlich gestört hat, war die Präsensform des Buches.
Und dazu die seltsamen Kapitelbezeichnungen, das klang eher wie die Vorlage für ein Theaterstück.

Ich hatte mit dem Hörbuch viele spannende Minuten, auch wenn mich die Hauptdarstellerin oft Nerven gekostet hat, und kann es zumindest, wenn man es umsonst bekommt (wie ich), wirklich weiter empfehlen.

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Veröffentlicht am 31.07.2025

Sehr schöne Geschichte mit einigen Irrungen und Wirrungen und viel Lokalkolorit

Die Halligärztin
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Anmerkung:
Ich habe diese schöne Geschichte als Hörbuch genießen können.
Aber im Inhalt der Geschichte ändert sich ja dadurch nichts.

Was für ein schönes Hörbuch, das Lust auf Urlaub oder sogar ein Leben ...

Anmerkung:
Ich habe diese schöne Geschichte als Hörbuch genießen können.
Aber im Inhalt der Geschichte ändert sich ja dadurch nichts.

Was für ein schönes Hörbuch, das Lust auf Urlaub oder sogar ein Leben auf einer Nordseeinsel macht!

Es beginnt recht ruhig mit der Beschreibung, wie sich Wiebke und ihre Tochter Maxi auf Pellworm niederlassen und langsam dort eingewöhnen.
Eigentlich passiert da noch nicht viel, aber das Hörbuch wurde mir trotzdem keine Minute langweilig, mir haben die Beschreibungen von Land und Leuten unheimlich gut gefallen.

Später gibt es dann einige Aufregungen, als der alte Landarzt dort, dessen Praxis Wiebke übernehmen soll, den Platz nicht räumen möchte, und sie auf einmal das Gefühl hat, dass die Einwohnenden sich plötzlich gegen sie stellen.

Spannend, wie Wiebke einer bösen Verschwörung auf die Spur kommt und noch nebenbei ihr Herz an den Schwimmmeister Tamme verliert.

Allerdings haben mich zwei Sachen an der Geschichte gestört, aber das ist natürlich Meckern auf hohem Niveau:
Dass Wiebke das erste Mal wieder von Pellworm wegziehen will, als sich die Leute so gegen sie stellen, war für mich absolut verständlich und nachvollziehbar.
Aber dass sie das dann schon wieder in Erwägung zieht, als es Probleme mit Tamme gibt, fand ich absolut überzogen und unfair ihrer Tochter gegenüber, die sich schon wunderbar integriert hat und dort sehr wohl fühlt.

Und warum muss allmählich in jeder Geschichte der klassische böse Rechtsradikale vorkommen? Das nervt nur noch.

Die Geschichte ist absolut fantastisch gelesen von Isabell Korda, die es geschafft hat, jedem Charakter eine eigene Stimmfärbung zu geben und zumindest in meinen süddeutschen Ohren den norddeutschen Dialekt auch wunderbar getroffen hat.
Vor allem Maxi und die fröhliche Nachbarin hat sie so genial gelesen.
Alleine schon wegen ihr lohnen sich auch die nächsten beiden Hörbücher zur kleinen Serie, aber ich denke, ich werde mir die auch so holen, weil ich natürlich zu gerne wissen möchte, wie es mit Wiebke und Tamme weitergeht.

Die Geschichte kann ich wirklich allen ans Herz legen, die eine nette, ruhige Geschichte mit viel Lokalkolorit von einer Nordseeinsel genießen möchten.
Oder um aus der Geschichte zu zitieren:
Sie ist einfach „traumschön“.

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