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Veröffentlicht am 10.05.2026

Spannender Kriminalroman mit Tiefgang

Warum sie sterben musste
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Die Lübecker Bucht wird innerhalb von 15 Jahren jeweils zu einer Sturmflut von einem grausigen Verbrechen heimgesucht. Zunächst muss die junge Abiturientin Carolin Hau sterben und später dann ein junger ...

Die Lübecker Bucht wird innerhalb von 15 Jahren jeweils zu einer Sturmflut von einem grausigen Verbrechen heimgesucht. Zunächst muss die junge Abiturientin Carolin Hau sterben und später dann ein junger Mann. Die beiden Taten weisen durchaus Parallelen auf, so dass der Mörder wohlmöglich noch vor Ort ist. Dr. Ivo Beddenbrook versucht mit Hilfe seiner Kollegin Cinzia Rix die Verbindungen aufzudecken, um dem Täter auf die Spur zu kommen und mögliche weitere Morde zu verhindern. Aber, der Fall ist deutlich verzwickter als gedacht...

Die deutsche Autorin Linn Lornsen hat mit "Warum sie sterben mussten" einen äußerst spannenden und vielschichtigen Kriminalroman veröffentlicht. Sie erzählt die Geschichte in einem angenehm zu lesenden Schreibstil mit einem genauen Blick auf die Protagonisten und deren Empfindungen auf die Auswirkungen der Geschehnisse. Der Spannungsbogen wird mit dem tragischen Tod der jungen und etwas frühreifen Schülerin Carolin Hau sehr gut aufgebaut und über die weiteren Entwicklungen auf einem aus meiner Sicht stets hohen Niveau gehalten. Das Ganze wird zunehmend komplexer und die Wurzeln des Verbrechens sind in der Vergangenheit verankert. Der Erzählstil wirkt dabei sehr authentisch, was die Geschehnisse real erscheinen lässt und so für den Leser greifbarer macht. Die Protagonisten werden interessant gezeichnet und tragen zum Gelingen der Geschichte bei. Mich konnte die Story bis zum fulminanten Finale in den Bann ziehen, wo dann eine für mich überraschende Auflösung den Kriminalroman gelungen abrundet.

Insgesamt ist "Warum sie sterben musste" ein intensiver und für mich mehr als gelungener Kriminalroman. der mich in erster Linie mit der sehr clever konzipierten Geschichte, den sympathisch und interessant charakterisierten Personen, so wie der hohen Authentizität begeistern konnte. Ich bin gespannt, ob es einen weiteren Fall für das engagierte Ermittler-Duo geben wird, empfehle das Buch natürlich gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 10.05.2026

Heftiger Horror-Roman

Hör auf zu bluten
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Jakob Schubert ist Filialleiter eines Supermarktes und versucht eines Tages eine drohende Eskalation mit einer aufgebrachten Menge zu stoppen. Dabei wird er brutal zusammengeschlagen und muss erstaunt ...

Jakob Schubert ist Filialleiter eines Supermarktes und versucht eines Tages eine drohende Eskalation mit einer aufgebrachten Menge zu stoppen. Dabei wird er brutal zusammengeschlagen und muss erstaunt feststellen, dass ihm die Schläge gefallen und letztendlich sein eigenes Blut auch noch erregt. Von dem Moment an bringt sich Jakob in missliche Situation, um von seinem Gegenüber dafür bestraft zu werden. Seine masochistische Veranlagung gewinnt immer mehr die Oberhand, bis er letzten Endes einen Gegner provoziert, der das genaue Gegenstück von Jakob ist. Die sadistischen Züge von Head-Butt kennen keine Grenzen und so nimmt das Unheil seinen Lauf...

Der deutsche Autor Matthias Krause hatte mich mit "Feuchte Beute" bereits einmal auf der Horror-Ebene positiv überrascht, so dass ich mit viel Vorfreude und einer gewissen Erwartungshaltung in sein neues Werk gestartet bin. Er erzählt die Geschichte in seinem sehr flüssig zu lesenden Schreibstil, der mich schnell wieder in den Bann ziehen konnte. Der Spannungsbogen wird mit den ersten brutalen Morde von Head-Butt gut aufgebaut und über die plötzliche Triebänderung bei unserem Hauptprotagonisten Jakob auf einem ordentlichen Niveau gehalten. Ehrlicherweise hatte ich aufgrund einer rasch ansteigenden Personenzahl stellenweise den Überblick verloren, aber viele der Protagonisten sind auch wieder schnell verschwunden, da sie nicht aufhören zu bluten. Das Ganze ist schon sehr heftig, die Storyline baut sich anhand des typischen Schemas eines Thrillers auf, artet aber in einer absoluten Gewaltexplosion aus. Was will man anderes erwarten, wenn Sadisten und Masochisten aufeinandertreffen...

Insgesamt ist "Hör auf zu bluten!" ein äußerst blutiger und harter Horror-Roman, der sich manchmal an der Grenze befindet, ohne sie aber aus meiner Sicht zu überschreiten. Beim Lesen entwickelte sich das Buch auch aufgrund seiner unglaublichen Entwicklung zum Pageturner, so dass ich es wage, das Buch auch weiterzuempfehlen. Zartbesaitet sollten aber bitte die Finger davon lassen. Meine Bewertung fällt mit den vollen fünf von fünf Sternen entsprechend positiv aus.

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Veröffentlicht am 05.04.2026

Abgründiger und komplexer Kriminalroman

Waldmann
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Kommissar Hannes Waldmann hat noch immer nicht sein traumatisches Ereignis von vor sieben Jahren verarbeitet, wo seine Ehefrau auf einem Basar in Lagos spurlos verschwunden ist. Immer wieder bekommt er ...

Kommissar Hannes Waldmann hat noch immer nicht sein traumatisches Ereignis von vor sieben Jahren verarbeitet, wo seine Ehefrau auf einem Basar in Lagos spurlos verschwunden ist. Immer wieder bekommt er es mit Panikattacken zu tun, die ihn in schwierige Situationen bringen. Sein neuer Fall verlangt aber seinen vollen Einsatz. Eine spurlos verschwundene Ukrainerin führt ihn bei seinen Recherchen auf die Spur eines Menschenhändler-Rings, der skrupel- und erbarmungslos die Schwachen und auf Hilfe angewiesenen Personen mit Zwangsprostitution ausbeutet. Für alle Beteiligten steigt die Gefahr für das eigene Leben, je tiefer sie in den Morast der Verbrechen eintauchen...

Der deutsche Autor Thomas Ziebula konnte mich mit seinen Romanen bisher immer wieder begeistern, so dass ich mit viel Vorfreude und einer hohen Erwartungshaltung in sein neues Werk "Waldmann" gestartet bin. Er erzählt die Geschichte in einem ansprechenden und bildreichen Schreibstil, der mir die Geschehnisse lebendig vor Augen führte. Der Spannungsbogen wird mit dem traurigen Schicksal der ukrainischen Flüchtlinge sehr gut aufgebaut und über die nicht ganz einfachen und authentisch geschilderten Ermittlungsarbeiten auf einem aus meiner Sicht hohen Niveau gehalten. Die Hauptprotagonisten, in erster Linie Hannes Waldmann selber, werden sehr interessant gezeichnet und geben dem Buch neben dem brisanten Thema des Menschenhandels eine besondere Tiefe. Das fulminante Finale rundet den Fall mit einer nachvollziehbaren Auflösung gelungen ab.

Insgesamt ist Thoms Ziebula mit "Waldmann" ein außergewöhnlicher und intensiver Kriminalroman gelungen, der mich in erster Linie mit der in aller Klarheit und Härte aufgezeigten Thematik des Menschenhandels, den handelnden Personen und dem Erzähltalent des Autors überzeugen konnte. Ich würde mich über ein Weidersehen mit Hannes Waldmann freuen, empfehle das Buch sehr gerne weiter und bewerte es dementsprechend mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 05.04.2026

Beste Krimunterhaltung

Letzter Landler
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Im idyllischen Bad Aussee gastiert das Wiener Staatsopernballett und ausgerechnet zu diesem Anlass bekommt Gasperlmaier Besuch aus Kanada - die Schwiegereltern seines Sohnes sind angereist. Während er ...

Im idyllischen Bad Aussee gastiert das Wiener Staatsopernballett und ausgerechnet zu diesem Anlass bekommt Gasperlmaier Besuch aus Kanada - die Schwiegereltern seines Sohnes sind angereist. Während er noch mit seinen dürftigen Englischkenntnissen kämpft, wird die Harmonie abrupt gestört. Eine junge Musikerin wird nach der Aufführung tot aufgefunden. Dem Ermittlerteam offenbart sich zwischen Eitelkeiten, heimlichen Affären und möglichen Drogengeschäften so mancher Abgrund menschlicher Bestrebungen. Gasperlmaier, Emima und Dr. Kohlross müssen sich einem verzwickten Fall stellen, bei dem der hitzköpfige Kollege Kevin eher hinderlich wirkt...

"Letzter Landler" ist mittlerweile der dreizehnte Band um den unbeschwerten und mehr als sympathischen Ermittler Franz Gasperlmaier. Nachdem mich vorherige Fälle immer wieder begeistern konnten, bin ich mit einer hohen Erwartungshaltung in das neue Werk des österreichischen Autors Herbert Dutzler gestartet. Er erzählt die Geschichte in seinem gewohnt sehr harmonischen Mix aus Spannung und Humor, der weniger auf Dramatik, als auf ruhige Beobachtung und Dialogwitz setzt. Dabei verbindet er seinen feinsinnigen Humor und regionale Bodenständigkeit mit Gesellschaftskritik. Themen wie Frauenfeindlichkeit, Leistungsdruck und Drogenmissbrauch werden subtil, aber spürbar eingeflochten. Der Spannungsbogen wird mit dem Tod der jungen Musikerin direkt zu beginn des Buches aufgebaut und über die lebendigen und auch ereignisreichen Ermittlungsarbeiten auf einem aus meiner Sicht stets hohen Niveau gehalten. Es entwickelt sich ein sehr clever inszenierter Kriminalfall, der mich bis zum gut nachvollziehbaren Finale in den Bann ziehen konnte. Sehr gut gefallen hat mir auch die Weiterentwicklung der Protagonisten, die mit ihrer interessanten Charakterisierung zum Gelingen des Kriminalromans beitragen.

Insgesamt ist "Letzter Landler" für mich die gelungene Fortsetzung einer mehr als unterhaltsamen Krimireihe, die mit liebgewonnenen Protagonisten, verzwickten Fällen, Humor und Spannung, sowie dem Erzähltalent des Autors überzeugen kann. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es folgerichtig auch mit den vollen fünf von fünf Sternen

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Veröffentlicht am 05.04.2026

Fesselnde Reise in die Nachkriegszeit

Im Schatten der Ruinen
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Berlin steht noch in der Schockstarre des beendeten Weltkriegs. Die Bevölkerung kämpft in den Ruinen der Stadt ums Überleben, was aufgrund des Schwarzmarktes und den damit einhergehenden Wucherpreisen ...

Berlin steht noch in der Schockstarre des beendeten Weltkriegs. Die Bevölkerung kämpft in den Ruinen der Stadt ums Überleben, was aufgrund des Schwarzmarktes und den damit einhergehenden Wucherpreisen für Lebensmittel immer herausfordernder wird. Eine ehemalige Wehrmachtseinheit geht hier immer skrupelloser vor, um scheinbar die Vorherrschaft an dem lukrativen Markt zu gewinnen. Der amerikanische Captain Matthew Wallet wurde abberufen, die Ordnung in der Stadt wiederherzustellen. Er nutzt die Ortskenntnis und den Mut des zwölfjährigen Heiner für seine Zwecke und kann erste Erfolge feiern, aber Heiner ist plötzlich untergetaucht und sowohl Matthew, als auch die Mutter Klara machen sich große Sorgen...

Ich mag spannende Geschichte mit einem gut recherchierten historischen Hintergrund, so dass ich mich sehr auf den Thriller "Im Schatten der Ruinen" vom deutschen Autor Peter Klisa gefreut habe. Er erzählt die Geschichte in einem temporeichen und sehr bildreichen Schreibstil, der die Geschehnisse der damaligen Zeit lebendig vor Augen führt. Der Spannungsbogen wird über die Ereignisse der besonderen Zeit und den Ermittlungen am pulsierenden Schwarzmarkt sehr gut aufgebaut und über die packenden Ermittlungsarbeiten stets auf einem hohen Niveau gehalten. Es entwickelt sich ein sehr spannendes und immer komplexer erscheinendes Szenario, welches das Buch für mich zu einem echten Page-Turner machte. Die historischen Fakten wirken sehr gut recherchiert und Peter Klosa gelingt es aus meiner Sicht hervorragend, die Angst und Verzweiflung der Zeit einzufangen und in die Story zu integrieren. Das Ganze konnte mich bis zum fulminanten Finale, welches durchaus die Hoffnung auf einen möglichen Nachfolger weckt, in den Bann ziehen.

Insgesamt bietet "Im Schatten der Ruinen" für mich ein aufregendes Abtauchen in die dunkle Zeit Deutschlands, wobei mich die interessant gezeichneten Protagonisten, die clever aufgebaute Story und das Erzähltalent des Autors in erster Linie überzeugen konnten. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es folgerichtig mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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