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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.05.2026

Trauerspiel

Strandopfer
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Das Cover hat mich sofort angesprochen: ein düsterer Ort an der See. Dann die Beschreibung: deutsch-polnische Ermittlungsarbeit in (mindestens) zwei Tötungsdelikten sowie einer Entführung. Dies versprach ...

Das Cover hat mich sofort angesprochen: ein düsterer Ort an der See. Dann die Beschreibung: deutsch-polnische Ermittlungsarbeit in (mindestens) zwei Tötungsdelikten sowie einer Entführung. Dies versprach mir gute Unterhaltung und Spannung.
Leider muss ich sagen: ich bin sehr enttäuscht von diesem "Reihenauftakt", der für mich keiner sein wird.
Die Story an sich geht erst mal spannend los.
Allerdings kommt die deutsche Ermittlerin Lena sehr ätzend daher, im wahrsten Wortsinn. Sie hat Vorurteile gegenüber Polen, lamentiert ständig über ihre Kindheit und ihre Herkunft und ist auch ansonsten eine ziemliche Enttäuschung für mich als Leser. Ihr polnischer Kollege Adam kommt nicht empathischer daher, er will sich ständig beweisen und die Nase vorn haben.
Man dreht sich bei den Ermittlungen ständig im Kreis und immer wieder kommen die gleichen Fragen an die gleichen Leute und es geht keinen Schritt voran.
Die Höhe ist dann die Auflösung des Falles, bei dem der Autor dann einen Toten völlig vergessen zu haben scheint, denn zu dem Motiv wird gar nicht mehr erst was gesagt. Aber Motiv, nun ja, mehr an den Haaren herbeigezogen wie hier geht gar nicht.

Veröffentlicht am 11.05.2026

Anders als erwartet

Lebensursache: Tod
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Das Cover hat mich sogleich angesprochen, genauso wie folgender Klappentext (wichtig für das Verständnis meiner Sternevergabe):

Was ist wirklich wichtig im Leben? Wenn wir Dr. Matt Morgan fragen, finden ...

Das Cover hat mich sogleich angesprochen, genauso wie folgender Klappentext (wichtig für das Verständnis meiner Sternevergabe):

Was ist wirklich wichtig im Leben? Wenn wir Dr. Matt Morgan fragen, finden wir die besten Antworten nicht bei Influencern oder Life-Coaches. Für sein neues Buch hat der Intensivmediziner mit Menschen gesprochen, die ihren eigenen Herzstillstand überlebt haben und schließlich vor der Frage standen, welchen Sinn sie diesem so wunderbaren wie fragilen Geschenk namens Leben verleihen möchten.

Wir lernen eine junge Frau kennen, die ihr Herz in einem Glas betrachten kann, treffen einen Fischer, der mit den Fischen schlief, und einen Apotheker, dem keine Medikamente mehr helfen konnten. Ihnen allen gemein: Ihre außergewöhnliche Erfahrung hat ihr Leben von Grund auf verändert, um nicht zu sagen, bereichert.

Elf so berührende wie inspirierende Fälle und Lektionen von der Intensivstation, die vor allem eines sind: Ein Grundkurs in gutem Leben für alle Sinnsucher.

Das höre sich alles wirklich toll an. Aber was bekommt der Leser? In den einzelnen Kapitel zu den Überlebenden bekommt man maximal eine Seite zu der Person, zu seinem Tod sowie manchmal zu einem anschließenden Gespräch. Der ganze Rest in diesem Roman widmet sich dem Leben und der Lebenseinstellung des Autors, seinen Büchern die er vorher bereits veröffentlicht hat und seiner Familie.

Es ist absolut nicht das, was ich erwartet habe und ich bin sehr enttäuscht.

Veröffentlicht am 10.05.2026

Eher schlecht

Totentanz
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Dies ist mein erster "Thriller" aus dieser Reihe, und es wird auch mein einziger sein.

Erst mal handelt es sich nicht um einen Thriller, nicht mal um einen richtigen Krimi. Es ist eine Aneinanderreihung ...

Dies ist mein erster "Thriller" aus dieser Reihe, und es wird auch mein einziger sein.

Erst mal handelt es sich nicht um einen Thriller, nicht mal um einen richtigen Krimi. Es ist eine Aneinanderreihung von Ereignissen, zu denen niemand eine Verbindung herleitet. Außer natürlich Marie, die Tolle.

Marie ist eigensinnig, nicht teamfähig und anderen Menschen gegenüber einfach nur unverschämt.

Ich weiß nicht, warum Jakob und Tom überhaupt mit ihr verkehren.

Wir begleiten Tom in einem Kurzurlaub und das alles nur, um den Totentanz als Wandmalerei kennenzulernen.

Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt, ich habe die Sinnhaftigkeit dahinter bis zum Schluss nicht nachvollziehen können.

Zudem sind alle ständig irgendwohin unterwegs, als Nicht-Südtiroler wäre eine Karte hilfreich gewesen in welchem Verhältnis diese Orte zueinander stehen.

Dann gibt es immer wieder Einwürfe der politischen Meinung des Autors, auch zu Corona (ist ja nun mal doch schon ein paar Jahre her) und zu Verschwörungstheorien. Das hat hier alles nichts zu suchen.

Dann stören noch Rechtschreibfehler, mal fehlende und mal doppelte Worte sowie fehlende Absätze. Manchmal wechselt die Story zu anderen Personen innerhalb des Fließtextes. Das ist unschön.

Das Ende kommt dann auch recht zügig (zum Glück), eine wirkliche Motivlage des Täters wird nicht erklärt.

Insgesamt kein Lesevergnügen.

Der Ansatz war da, die Umsetzung für mich aber nahezu grauenvoll.

Veröffentlicht am 03.05.2026

Fremd

Stolz und Vorurteil – die Graphic Novel nach Jane Austen
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Ich kenne das Buch nicht, die Geschichte blieb mir leider fremd. Die Illustrationen waren nicht so schön umgesetzt und die Personen waren für mich nicht eindeutig zuzuordnen. Vielleicht muss man das Buch ...

Ich kenne das Buch nicht, die Geschichte blieb mir leider fremd. Die Illustrationen waren nicht so schön umgesetzt und die Personen waren für mich nicht eindeutig zuzuordnen. Vielleicht muss man das Buch kennen, um hier Gefallen zu finden. Bei mir hat das leider nicht geklappt. Vielleicht war ich einfach nicht die richtige Zielgruppe.

Veröffentlicht am 20.03.2026

Geister

Die Geister von La Spezia
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Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut, immerhin ist Mary Shelley ja eigentlich jedem Bücherleser ein Begriff.
Sowohl das tolle Cover als auch die Inhaltsangabe beziehungsweise der Klappentext hatten ...

Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut, immerhin ist Mary Shelley ja eigentlich jedem Bücherleser ein Begriff.
Sowohl das tolle Cover als auch die Inhaltsangabe beziehungsweise der Klappentext hatten es mir sofort angetan.
Leider wurde ich sehr enttäuscht.
Die Geschichte hat eine gute Grundlage, Pat möchte mit Hilfe von einer Art Erinnerungsübertragung den Tod von Mary Shelley's Ehemann Percy aufklären. So weit so gut und verständlich. Warum dann aber Pat eine Rolle in der Geschichte bekommt statt nur stiller Teilhaber oder Zuschauer zu sein hat sich mir schon überhaupt nicht erschlossen.
Dann gab es so viele handelnde Personen und so viele Verwirrungen und Verwicklungen, dass man buchstäblich den roten Faden verliert.
Der Schreibstil ist nicht so mitreissend, dass er das ausgleichen könnte. Zudem recht oft mit Rechtschreibfehlern gespickt.