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Veröffentlicht am 23.05.2026

Zwiebelmett – warum nicht?

Der Islam und ich
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Mehr und mehr Muslime leben inzwischen in Deutschland. Viele befürchten, dass diese Emigranten Gesellschaft und Politik ihren Stempel aufdrücken werden, dass christliche Werte durch muslimische ersetzt ...

Mehr und mehr Muslime leben inzwischen in Deutschland. Viele befürchten, dass diese Emigranten Gesellschaft und Politik ihren Stempel aufdrücken werden, dass christliche Werte durch muslimische ersetzt werden, und dass es deswegen mehr Straftaten geben wird. Andere sehen den Islam als Bereicherung an und begrüßen die dadurch entstandene kulturelle Vielfalt im Land.

Der Bestseller-Autor Hasnain Kazim kennt beide Seiten. Seine Eltern stammen aus Pakistan, waren schiitische Muslime und sind inzwischen evangelisch. Kazim ist also nicht in einer muslimischen Parallelgesellschaft aufgewachsen, sondern glücklich integriert in einem norddeutschen Dorf, mitsamt leckeren Schweinemettbrötchen.

Bei Verwandtenbesuchen und später als Korrespondent lebt er in Pakistan und der Türkei. Wenn er also über den Islam schreibt, weiß er, wovon er spricht. Und es brodelt in dem konfessionslosen Autor. Da ist etwas, das er unbedingt loswerden will. Freunde warnen ihn, sagen, es sei zu gefährlich den Islam zu kritisieren. Dabei möchte er den Islam nicht schlechtreden, sondern einfach auf einige Warnzeichen hinweisen.

Er erklärt: „Es gibt viele Gründe, diesen Text nicht zu schreiben. Und doch muss ich es tun. Ursprünglich wollte ich nur einen Artikel für eine Zeitung verfassen, die mir eine ganze Seite dafür anbot. Dann begann ich zu schreiben und stellte fest: Ich brauche mehr Platz. Also entschied ich, ein Büchlein daraus zu machen.“

Dieses informative Buch lädt ein zum Gespräch. Gekonnt zeigt der Autor, was am Islam in Deutschland problematisch und was begrüßenswert ist. Religion darf sich mit anderen Menschen freuen, darum findet er Ramadanbeleuchtung genauso willkommen wie Weihnachtslichter. Doch der Glaube sollte getrennt bleiben von der Politik und niemals zum Zwang werden.

Dieses Werk ist ein aufrichtiges, passioniertes Plädoyer. Unerschrocken kritisiert der Autor die Gewaltbereitschaft der Islamisten, betont jedoch gleichzeitig, dass nur ein Bruchteil der Muslime damit sympathisieren. Dennoch sind es zu viele und es muss dringend etwas dagegen getan werden, meint er.

Fazit: Dieses kurze Buch ist schnell gelesen und interessant, vor allem für Menschen, die sich bisher wenig mit dem Islam auseinandergesetzt haben, aber die aktuelle Debatte besser verstehen wollen. Es ist ein mutiges Werk, das hoffentlich zum gegenseitigen Verständnis beiträgt.

Veröffentlicht am 21.05.2026

Mutmachende Geschichten aus aller Welt

Gesichter der Welt
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Dieses Buch erzählt dreißig kurze Geschichten. Manche der Männer und Frauen, denen der Autor Uwe Heimowski hier begegnet, stammen aus armen Ländern. Eine gezielte Unterstützung gibt ihnen in ihrer Notsituation ...

Dieses Buch erzählt dreißig kurze Geschichten. Manche der Männer und Frauen, denen der Autor Uwe Heimowski hier begegnet, stammen aus armen Ländern. Eine gezielte Unterstützung gibt ihnen in ihrer Notsituation die Möglichkeit, sich selbst zu unterstützen. Andere Berichte handeln von Menschen, die etwas gegen die Not in der Welt unternehmen.

Die etwa drei Seiten pro Kapitel lassen sich jeweils in wenigen Minuten lesen. Sehr viel erfährt man über die einzelnen Menschen nicht, und doch ist dieser Blick rund um die Welt interessant. Erzählt wird vor allem von Ländern, in denen „Tearfund“ tätig ist. Der Autor beschreibt dabei persönliche Begegnungen im Rahmen seiner Arbeit für diese wohltätige Organisation.

Das Buch lässt sich leicht lesen und ist abwechslungsreich. Die Berichte sind ernüchternd, da sie deutlich machen, wie privilegiert wir im Westen sind. Zugleich strahlen sie Hoffnung aus, da sie zeigen, wie viel mit wenigen Mitteln erreicht werden kann.

Die Aufsätze stammen aus dem Pro Medienmagazin und können im Internet abgerufen werden. Dort finden sich auch Fotos zu den Berichten, die leider im Buch fehlen.

Die Lebensbeschreibungen sind berührend, doch auch kurz. Es fällt schwer bei den knappen Beschreibungen die beschriebenen Menschen wirklich kennenzulernen. Die wenigen Wiederholungen stammen vermutlich daher, dass hier einzelne Kolumnen zusammengestellt wurden.

Fazit: Ein lesenswertes Buch über menschliche Schicksale, das vor allem von Afrika, dem Mittleren Osten und Deutschland erzählt. Hoffnungsvoll, schnell gelesen und empfehlenswert!

Veröffentlicht am 11.05.2026

Ein Leben unter den Ärmsten

Das Flüstern seiner Gnade
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Rosalyn sieht keinen anderen Ausweg – sie muss schnell weg, verschwinden, ihr Elternhaus verlassen. So schwer das auch ist, sie freut sich auf ein neues, selbstständiges Leben – und auf die Liebe. Die ...

Rosalyn sieht keinen anderen Ausweg – sie muss schnell weg, verschwinden, ihr Elternhaus verlassen. So schwer das auch ist, sie freut sich auf ein neues, selbstständiges Leben – und auf die Liebe. Die Kutschenfahrt nach London ist unbequem und unangenehm, doch schließlich steht sie auf einem geschäftigen Marktplatz der Stadt. Sehnsüchtig erwartet sie den jungen Mann, der ihr so viel bedeutet.

Die nächsten Wochen sind für Rosalyn beschwerlich. Zu ihrem neuen Leben gehört der Dienst in einem Kinderheim. Die Kleinen wachsen ihr zwar schnell ans Herz, doch die adlige junge Dame kennt sich gar nicht mit den haushälterischen Aufgaben aus, die zu ihrem neuen Leben gehören. So vieles ist anders als erwartet. Rosalyn fühlt sich fehl am Platz und fragt sich, ob sie die falsche Entscheidung getroffen hat. Ob ihre Familie sie vermisst und sucht?

Dieser spannende Roman zeichnet die Entwicklung von Rosalyn nach. Die Herausforderungen ihres neuen Lebens tragen zur Veränderung ihrer Sichtweise und ihres Charakters bei. Sie kann von Vorbildern lernen und kommt vor allem dem Vaterherzen Gottes näher. Die vertrauensvolle Beziehung zu Gott ist ein wichtiges Thema in diesem Buch. Dazu kommt die Erkenntnis, dass man sich Gottes Liebe nicht verdienen kann.

Die Gedanken und Kämpfe Rosalyns werden gut wiedergegeben. Spannung entsteht vor allem durch mehrere ungelöste Fragen. Manche Antworten sind unerwartet, andere jedoch vorhersehbar und darum etwas enttäuschend.

Besonders interessant ist es, die methodistische Bewegung am Anfang ihrer Wirkungsgeschichte kennenzulernen und nachzuempfinden, welche Schicksale Frauen und Kinder im neunzehnten Jahrhundert erleiden mussten. Besonders empfehlenswert ist dieses Buch für alle, die historische Erzählungen und Coming-of-Age-Geschichten lieben!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
Veröffentlicht am 02.05.2026

Bleibender Schmerz

Gott hat meinen Schmerz vergoldet
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Es ist ein ganz normaler Sommertag. Melanie Oetting denkt noch über die vergangenen Tage nach, über eine erfüllte Zeit auf einer christlichen Konferenz. Da stürmen ihr Exmann, zwei ihrer Kinder, Polizeibeamte ...

Es ist ein ganz normaler Sommertag. Melanie Oetting denkt noch über die vergangenen Tage nach, über eine erfüllte Zeit auf einer christlichen Konferenz. Da stürmen ihr Exmann, zwei ihrer Kinder, Polizeibeamte und ein Kriseninterventionsteam in ihr Wohnzimmer. Was sie sich dann anhören muss, gehört zum Schlimmsten, was eine Mutter erleben kann: Sie erfährt, dass ihr Sohn Severin tödlich verunglückt ist.

Das Erleben der Autorin angesichts dieses schweren Schicksalsschlags ist eingebettet in eine ehrliche, interessante Erzählung über ihr Leben insgesamt. Sie berichtet von ihrer Kindheit und Jugend, von Ehe und Scheidung, von Krisen und von ihrem wachsenden Glauben. Dabei erlebt sie innere Heilung und Versöhnung. Freuden und Schmerz liegen auf ihrem Lebensweg eng beieinander. In allem richtet die Autorin ihren Blick bewusst auf ihren himmlischen Vater, den sie als liebevoll und fürsorglich erlebt. Sie bemüht sich seiner Führung zu folgen; vor allem aber lernt sie, seinen Trost anzunehmen und weiterzugeben.

Trotz des schweren Themas ist das Buch äußerlich ansprechend gestaltet. Das goldene Herz auf dem Cover fällt sofort ins Auge. Das beiliegende Lesezeichen ist ein schönes Extra, und die Familienfotos bereichern den Inhalt.

Diese authentische Lebensgeschichte ist spannend zu lesen und in vielen Aspekten gut nachvollziehbar. Allerdings überrascht, wie wenig Raum der verstorbene Sohn selbst einnimmt. Stattdessen stehen die Eheprobleme und die Scheidung stärker im Mittelpunkt. Auch die anderen Kinder bleiben eher im Hintergrund und wirken stellenweise wie schemenhafte Randfiguren. Das ist verständlich, lässt aber den Wunsch offen, sie besser kennenzulernen.

Die Autorin ist überzeugte Katholikin. Einige ihrer Überzeugungen bleiben mir als protestantische Christin fremd, wie der Wunsch nach einer Annullierung ihrer Ehe oder ihre Gedanken zum ewigen Schicksal ihres Sohnes. Trotzdem ist es wertvoll und ermutigend zu lesen, wie sie in jeder neuen Krise Halt bei Gott findet.

Fazit: Ein ehrlicher und bewegender Lebensbericht über Verlust, Ehe und Glauben. Das Buch überzeugt durch persönliche und authentische Gedanken und ist besonders für Leser empfehlenswert, die sich für Lebensberichte interessieren und die nach Trost und Orientierung im Glauben suchen.

Veröffentlicht am 16.04.2026

Vom iranischen Militär zum Verfolgten

Krieger Gottes
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Abdull soll in den Fußstapfen seines Großvaters treten, der ein einflussreicher Ayatollah ist. Schon als kleines Kind wird ein schmerzhaftes Initiationsritual an ihm vollzogen, ohne dass er vorher etwas ...

Abdull soll in den Fußstapfen seines Großvaters treten, der ein einflussreicher Ayatollah ist. Schon als kleines Kind wird ein schmerzhaftes Initiationsritual an ihm vollzogen, ohne dass er vorher etwas davon ahnt. Er wird dann auf eine Koranschule geschickt, in der die Schüler streng diszipliniert werden. Als Jugendlicher entscheidet er sich einen anderen Weg einzuschlagen. Er will Soldat werden. Trotz des Widerstands seiner Familie setzt Abdull sich durch.

Bereits mit 13 Jahren beginnt seine harte militärische Ausbildung. Bald dient der ausgezeichnete Krieger in einer geheimen Spezialeinheit. Mit dem Sturz des Schahs steht er jedoch plötzlich auf der Seite des Feindes.

Neben seiner militärischen Karriere spielt der Glaube eine große Rolle in seinem Leben. Er sehnt sich nach Allahs Wohlgefallen. Es müsste doch ganz einfach sein, überlegt er, Christen vom Islam zu überzeugen und damit bei Allah zu punkten. Zielstrebig verfolgt er seinen Plan.

Dieses spannende Buch erzählt die Geschichte eines iranischen Soldaten auf der Suche nach einem erfüllenden Glauben. Die Ereignisse liegen zwar Jahrzehnte zurück, doch die Geschichte ist höchst aktuell und hilft den jetzigen Irankonflikt besser zu verstehen und für die Menschen im Land zu beten.

Das Buch erklärt verständlich, was Muslime glauben und wie sich das vom Christentum unterscheidet. Es zeigt außerdem, wie gefährlich es für einen Christen in einem muslimischen Land sein kann. Das Ende ist etwas enttäuschend, da die Geschichte recht abrupt endet. Es wäre interessant gewesen, mehr aus Abdulls Leben zu erfahren.

Fazit: Ein bewegendes und herausforderndes Glaubenszeugnis aus dem Iran. Die Schilderungen militärischer Einsätze und einiger brutaler Szenen machen das Buch stellenweise schwer zu lesen. Dennoch lohnt sich dieser eindringliche Blick in ein geheimnisumgebenes Land. Sehr empfehlenswert!