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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.05.2026

Wenig Thrill, viel Schwestern

Beth is dead
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Die Prämisse von "Beth ist dead" war spannend - "Little Women", das Buch des absolut Guten, als Thriller, ich war äußerst gespannt. Diese Spannung ließ aber leider nach den ersten 100 Seiten schon deutlich ...

Die Prämisse von "Beth ist dead" war spannend - "Little Women", das Buch des absolut Guten, als Thriller, ich war äußerst gespannt. Diese Spannung ließ aber leider nach den ersten 100 Seiten schon deutlich nach. Die Geschichte beginnt mit dem Tod von Beth, Beht, die in dem Bestseller, den ihr Vater über die vier March-Schwestern geschrieben hat, als einzige am Ende stirbt. Und jetzt ist sie wirklich tot. Vermutlich Mord. Aber wer ist der Täter?

Was ein spannender Thriller hätte werden können, entwickelt sich eher zu einer seichten Schwestern-Geschichte, mit mehr Gesellschaft als Spannung. An sich würde mir das sogar noch viel mehr zusagen, als ein reiner Thriller, aber irgendwie hat die Geschichte es nciht geschafft, meine Aufmerksamkeit zu fesseln. Alles hat ein bisschen platt, schon mal dagewesen, gewirkt - und das ist nicht nur auf die literarische Vorlage bezogen.

Insgesamt kann "Beth is dead" für ein jüngeres Zielpublikum vielleicht ein ganz spannendes Buch sein, für mich war es leider eine kleine Enttäuschung.

Veröffentlicht am 12.05.2026

Fasziniernedes Konzept, aber zu verwirrend

Darkly
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In "Darkly" begleiten wir eine Reihe von Praktikanten, die auf die verlassene Insel der "Darkly"-Spiele-Erfinderin gebracht werden und dort das Rätsel ihres letzten Spiels lösen sollen. Doch das Spiel ...

In "Darkly" begleiten wir eine Reihe von Praktikanten, die auf die verlassene Insel der "Darkly"-Spiele-Erfinderin gebracht werden und dort das Rätsel ihres letzten Spiels lösen sollen. Doch das Spiel ist ein ziemlich dunkles und bald scheint alles aus dem Ruder zu laufen. Kann es in der letzten Runde überhaupt einen Gewinner geben?

Die Idee zu "Darkly" erinnert ein bisschen an ein riesiges Escape-Game und so ist auch die Gestaltung des Buches. Immer wieder gibt es Zeitungsartikel, Briefe und Fotos, die Hinweise zur Geschichte liefern. Das ist spannend und macht Spaß beim Lesen. Die Geschichte selbst ist ein großes Rätsel und nicht immer ist ganz klar, wie realistisch das ganze jetzt noch ist oder ob es nicht doch das Spiel ist, das uns hier eher in seinen Klauen hält als die Realität. Am Anfang war das faszinierend, wurde mir gegen Ende hin, aber zu verwirrend, es fiel mir zunehmend schwer, zu folgen und auch das Interesse zu halten, weil alles so abgedreht und undurchschaubar wirkte, aber gleichzeitig auch alles möglich zu sein schien. Ein bisschen mehr Struktur, ein bisschen weniger Ambitionen das ganze Komplex zu machen, hätten dem Buch aus meiner Sicht gut getan.

Was für mich mit großer Faszination begann, hat sich dann leider in Verwirrung aufgelöst. Ich stehe "Darkly" etwas unschlüssig gegenüber, die Idee ist gut, aber die Umsetzung hätte etwas stringenter sein können.

Veröffentlicht am 12.05.2026

Hinter den Erwartungen geblieben

Schwarzer September
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"Schwarzer September" spielt an der ligurischen Küste im Sommer 1972 und erzählt die Geschichte des zwölfjährigen Gigios, der das Mädchen Astel kennenlernt. Als Astels Vater ermordet wird, übernimmt Gigios ...

"Schwarzer September" spielt an der ligurischen Küste im Sommer 1972 und erzählt die Geschichte des zwölfjährigen Gigios, der das Mädchen Astel kennenlernt. Als Astels Vater ermordet wird, übernimmt Gigios Vater die Verteidigung von Astels Mutter, die in Verdacht geraten ist. Und dann gibt es da auch noch den Terroranschlag der Olympischen Spiele ...

Der Roman wird aus der Ich-Perspekte von Gigio erzählt. Gigios hat eine sehr ruhige Erzählstimme, die uns mit vielen Details in das Italien der 70er Jahre mitnimmt. Leider war es für meinen Geschmack dann doch etwas zu viel der Ruhe und der Details und bevor die Ereignisse rund um den Terroranschlag und die Gerichtsverhandlung beginnen, müssen wir uns durch lange Beschreibungen lesen. Das ist zwar atmosphärisch, hat sich für mich aber leider auch ziemlich gezogen.

Insgesamt ist "Schwarzer September" für mich leider hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben.

Veröffentlicht am 11.02.2026

Irgendetwas hat nicht gematcht

The Exes
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"The Exes" erzählt die Geschichte von Natalie, die auf der Suche nach dem perfekten Mann ist. Doch das ist gar nicht so einfach und ihre Ex-Männer haben die Beziehungen bisher nicht überlebt. Jetzt lernt ...

"The Exes" erzählt die Geschichte von Natalie, die auf der Suche nach dem perfekten Mann ist. Doch das ist gar nicht so einfach und ihre Ex-Männer haben die Beziehungen bisher nicht überlebt. Jetzt lernt sie James kennen und mit ihm scheint endlich alles zu passen, bis James herausfindet, dass es einen Zusammenhang zwischen Natalie und den Toden ihrer Verflossenen gibt ...

Erzählt wird die Geschichte auf mehreren Zeitebenen, wir durchleben Natalies Beziehungshistorie von Anfang an, sind in ihrere Kindheit unterwegs und begeben uns gemeinsam mit ihr in ihre jetzige Beziehung mit James. Dadurch ensteht ein ganz spannendes Geflecht, leider sind die einzelnen Teile auch ein bisschen repititiv.

Ich hatte mich wirklich sehr auf dieses Buch gefreut und die ersten Seiten waren auch sehr vielversprechend, aber irgendwie hat sich der Anfang dann gezogen und mich an irgendeiner Stelle verloren. Leider hat es Natalies Geschichte nicht geschafft, auf der ersten Hälfte genug Spannung aufzubauen, um mich zu fesseln und in ihren Bann zu ziehen. Das konnte dann auch die sehr plot- und twistreiche zweite Hälfte des Romans nicht mehr wettmachen.

Insgesamt war "The Exes" für mich leider eine Enttäuschung, eine Geschichte, die mit mir einfach nich geklickt hat. Das muss aber nicht heißen, dass es ein schlechtes Buch war und ich bin mir sicher, der Roman findet seine Leser, die ihn richtig zu schätzen wissen.

Veröffentlicht am 27.11.2025

Wichtiges Thema, wenig Emotionen

Schwanentage
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"Schwanentage" war ein Buch, auf das ich sehr gespannt war. Die Thematik von Arm und Reich und den unterschiedlichen Gesellschaftsschichten in China fand ich äußerst spannend und ich war sehr neugierig, ...

"Schwanentage" war ein Buch, auf das ich sehr gespannt war. Die Thematik von Arm und Reich und den unterschiedlichen Gesellschaftsschichten in China fand ich äußerst spannend und ich war sehr neugierig, mehr über diese Kluften zu erfahren. Das Thema Klassismus ist auch tatsächlich sehr präsent im Raum und die Einblicke, die man als Leser bekommt, sind erschreckend. Ein bisschen fühlte ich mich an Konstellationen aus vergangenen Zeiten erinnert, was so gar nicht zu meinem Bild eines modernen Chinas passt, in denen das Personal auch menschlich noch als minderwertiger betrachtet wurde. Also ein wirklich wichtiges Thema, auf das dringend noch mehr Licht geworfen werden sollte.

Auf der literarischen Ebene hat die Geschichte für mich leider nicht so gut funktioniert. Sie ist gut und schnörkellos erzählt und lässt sich flott weglesen, trotzdem ist die ganze Zeit über eine ziemlich starke Distanz zum Text vorhanden. Das Geschehen und auch die Figuren konnten mich emotional leider nicht wirklich abholen. Das ist mir bei asiatischen Werken schon häufiger aufgefallen, aber wo ich diese Erzählhaltung oft mag, hat sie mich hier eher kalt und unberührt gelassen, was gerade bei dem Thema schade war.

Insgesamt ist "Schwanentage" ein wichtiges Buch, weil das Thema wichtig ist - wenn ich nur die Geschichte betrachte, hat mir etwas gefehlt und leider ist gerade das die Schwäche des Buches.