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Veröffentlicht am 28.05.2026

Grundsätzlich spannende Story mit etwas zu viel Dehnung

Eisnebel
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Worum geht’s?
Theodora weiß eigentlich nicht mal ihren richtigen Namen, als sie auf Connor trifft und sich unsterblich verliebt. Die beiden wollen heiraten, müssen vorher jedoch das Kennenlernen mit Connors ...

Worum geht’s?
Theodora weiß eigentlich nicht mal ihren richtigen Namen, als sie auf Connor trifft und sich unsterblich verliebt. Die beiden wollen heiraten, müssen vorher jedoch das Kennenlernen mit Connors Familie überstehen – und die scheint alles daran zu setzen, die beiden auseinander zu bringen und Theodora dazu zu bringen, das Familienanwesen in den Bergen so schnell wie möglich zu verlassen.


Meine Meinung
Diese Geschichte fand ich auf jeden Fall grundsätzlich spannend, die Umsetzung hätte für meinen Geschmack aber durchaus ein wenig flotter vonstatten gehen dürfen. Insbesondere zu Beginn plätscherten die Geschehnisse meiner Meinung nach etwas zu gemütlich dahin, weshalb ich selbst bei doppelter Geschwindigkeit des Hörbuchs Probleme dabei hatte, mich wirklich auf die Handlung zu konzentrieren.

Die Charaktere blieben dabei für mich etwas zu blass, da selbst Protagonistin Theodora irgendwie keine wirklich greifbare Figur wurde. In gewisser Weise spiegelte das zwar ihre eigene Verlorenheit und Unwissenheit über ihre Vergangenheit wider, authentisch wurde ihr Charakter so für mich aber leider nicht dargestellt. Auch ihr Partner Connor und seine Familienmitglieder hatten in meinen Augen nicht genug Substanz, was es mir angesichts der eher unterschwelligen Spannung recht schwer gemacht hat, einen Verdacht hinsichtlich eines möglichen Täters zu hegen.

Auch das Setting kam meiner Meinung nach nicht so zur Geltung, wie es eigentlich wünschenswert gewesen wäre. Der einsame Berg und der Schneesturm haben auf mich ehrlicherweise gar nicht so bedrohlich gewirkt, auch wenn ich die Stimmung ganz grundsätzlich eigentlich gut beschrieben fand. Darüber hinaus waren auch die Spannungsmomente eher spärlich verteilt, was zwar grundsätzlich das Potenzial für überraschende Wendungen geboten hätte, mir aber in der Umsetzung beim Hören ehrlicherweise keinen Schauer über den Rücken gejagt hat.

Gestört hat mich am Ende auch tatsächlich der Epilog, der in meinen Augen einfach nicht hätte sein müssen. Die Auflösung an sich war keine allzu große Überraschung, insbesondere vor dem Hintergrund der Tatsache, dass der Personenkreis ohnehin unglaublich eng gehalten wurde und man somit gar nicht besonders viel Auswahl hinsichtlich des Täters und dessen Motiv hatte. Wirklich zufrieden war ich nach dem Hören dieses Buches aber ehrlicherweise so einfach nicht, denn das Potenzial für atemlose Spannung und eine wirklich bedrohliche Grundstimmung wurde meiner Meinung nach leider verschenkt.


Fazit
Für mich war diese Geschichte insgesamt eher ein bisschen durchschnittlich, wenn auch grundsätzlich mit einigen spannenden Momenten. Der Handlungsbogen hätte dabei allerdings durchaus etwas straffer aufgebaut sein dürfen, denn mein Interesse an der Geschichte hat unter den kleinen Längen und den eher nichtssagenden Figuren doch etwas gelitten, auch wenn sich die Sprecherin durchaus bemüht hat, das Buch zu einem interessanten Hörerlebnis zu machen.

Dafür gibt es dreieinhalb Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 13.05.2026

Ein (vorerst) recht gelungener Abschlussband

Verraten
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Worum geht’s?
Carl wähnt sich mitten in einem Albtraum, als er plötzlich verhaftet wird und in Untersuchungshaft landet. Der Koffer voll mit Drogen und Geld auf seinem Dachboden gehört zwar eigentlich ...

Worum geht’s?
Carl wähnt sich mitten in einem Albtraum, als er plötzlich verhaftet wird und in Untersuchungshaft landet. Der Koffer voll mit Drogen und Geld auf seinem Dachboden gehört zwar eigentlich nicht ihm, doch weder die Justiz, noch seine Vorgesetzten wollen ihm das glauben. Als dann auch noch ein Kopfgeld auf ihn angesetzt wird, kann er die Schlinge um seinen Hals schon spüren – und muss gemeinsam mit seinem Team alles daran setzen, seine Unschuld zu beweisen.


Meine Meinung
Auch wenn ich mich mit den letzten Teilen der Reihe etwas schwerer getan habe, als das zu Beginn der Fall war, mochte ich das Team aus dem Sonderdezernat Q immer wirklich gerne. Dem Abschlussband habe ich daher durchaus mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegengesehen, denn insbesondere so lange Reihen und ihre Charaktere wachsen mir irgendwann fast schon zwangsläufig ans Herz.

Der Spannungsbogen war mir persönlich hier fast schon ein wenig zu sprunghaft, was meiner Meinung nach vor allem daran lag, dass es immer wieder Rückbezüge auf alte Fälle und Ereignisse gab, die als Erinnerungsstützen zwar sicherlich ganz nett sind, dabei aber definitiv nicht für einen Neueinstieg in die Reihe geeignet waren. Der eigentliche Fall bekam daher meiner Meinung nach auch nicht die Aufmerksamkeit, die er eigentlich verdient hätte, was es mir stellenweise wirklich nicht leicht gemacht hat, mit Konzentration bei der Sache zu bleiben. Nichtsdestotrotz wollte ich natürlich wissen, wie die Geschichte für Carl und sein Team ausgeht, weshalb ich mich beim Lesen definitiv nicht durchgehend gelangweilt habe.

Die Figuren sind bei zehn Bänden natürlich ein ganz elementarer Bestandteil der Reihe, die mir fast noch wichtiger sind als die Handlung an sich. Ganz rund fand ich das Gesamtbild auch in diesem Punkt leider nicht, was aber vermutlich einfach daran lag, dass die Geschichte um das Sonderdezernat Q mittlerweile dann doch weitestgehend auserzählt ist. Ich habe das Buch daher insgesamt eher als nettes Wiedersehen mit alten Bekannten gelesen, was ich als Abschluss der Reihe dann insgesamt doch recht nett, wenn auch nicht überragend gut fand.


Fazit
Auch wenn dieses Buch meiner Meinung nach nicht unbedingt das Rad neu erfindet, fand ich es als Abschlussband dieser langlebigen Reihe durchaus gelungen. Fans der Charaktere werden hier sicherlich noch einmal Freude beim Lesen haben, als Einstieg in die Reihe eignet sich diese Geschichte allerdings eher weniger.

Dafür gibt es dreieinhalb Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 12.05.2026

Durchaus interessante Urban Fantasy mit verschenktem Potenzial

These Ancient Flames 1: Awake
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Worum geht’s?
Im Leben von Meiling dreht sich alles um den Schutz von Fürstensohn Tao, der ihr wie ein Bruder ist. Als dann jedoch die Magie aus ihrem Reich zu verschwinden droht und sich ein Krieg anbahnt, ...

Worum geht’s?
Im Leben von Meiling dreht sich alles um den Schutz von Fürstensohn Tao, der ihr wie ein Bruder ist. Als dann jedoch die Magie aus ihrem Reich zu verschwinden droht und sich ein Krieg anbahnt, bleibt ihr ausgerechnet der Sohne eines verfeindeten Fürsten und dessen Hilfe, um ihr Zuhause und die Menschen, die zu ihrer Familie geworden sind zu retten – nichtsahnend, wie gefährlich Raven für ihr eigenes Herz werden kann.


Meine Meinung
Fantasy und Drachen mag ich vor allem in Büchern unglaublich gerne, von daher war es für mich keine große Überraschung, dass auch diese Geschichte auf meine Wunschliste wandern musste.

Gut gefallen hat mir vor allem das Urban Fantasy Setting, auch wenn mir persönlich zu Beginn nicht so ganz klar war, wo und wann diese Geschichte eigentlich spielen sollte. Auch das Worldbuilding habe ich insgesamt als etwas zu dünn empfunden, da ich gerne mehr über das Magiesystem erfahren hätte und daher hoffe, dass die Leerstellen im ersten Teil lediglich das Potenzial für mehr Antworten in Band zwei offen lassen sollen.

Mit den Figuren bin ich dann leider nicht so ganz warm geworden, zum einen, weil ich mit Fast Burn absolut nichts anfangen kann und zum anderen, weil ich keinen der Charaktere wirklich schlüssig angelegt fand. Insbesondere Mei hatte dabei eigentlich großes Potenzial in meinen Augen, wurde aber in Kombination mit Raven so schnell blass und willenlos, dass ich bloß noch mit dem Kopf schütteln konnte. Von der starken Frauenfigur war bis zum Schluss kaum noch etwas übrig, was ich wirklich schade fand.

Auch ihre Beziehung zu Raven konnte ich leider nicht nachvollziehen, denn weder habe ich ein realistisches Knistern zwischen den beiden gespürt, noch konnte ich ihr Verhalten in Hinblick auf den Cliffhanger zu Band zwei nachvollziehen. Der Enemies-to-Lovers Part kam mir daher leider auch nicht so ganz authentisch vor, auch wenn das ehrlicherweise in meinen Augen ein Trope ist, der häufig nicht ganz überzeugend umgesetzt wird.

Hinsichtlich des Spannungsbogens bin ich jetzt im Nachhinein leider auch eher etwas zwiegespalten, da ich die Suche nach den Drachen zwar einerseits ganz interessant, den Aufbau der Geschichte aber ehrlicherweise eher inkonsequent fand. Dass die Existenz von Drachen so plötzlich aus dem Hut gezaubert wurde, fand ich persönlich etwas seltsam gemacht, und da die Geschichte in meinen Augen etwas zu sehr gestreckt wurde und stellenweise deutlich mehr Dynamik vertragen hätte, konnte mich dieses eigentlich spannende Element dann leider auch nicht mehr so abholen, wie das bei einem etwas anderen Aufbau und einem erkennbaren roten Faden vielleicht der Fall gewesen wäre.


Fazit
Als Auftaktband hat diese Geschichte in meinen Augen leider etwas an Potenzial verschenkt, auch wenn ich grundsätzlich gespannt darauf bin, wie es mit Meiling, Raven und den Drachen weitergeht. Für den zweiten Band werde ich mich jedoch sicherlich erst einmal motivieren müssen, da ich aktuell keine Lust hätte, direkt wieder mit diesem Figuren unterwegs zu sein.

Dafür gibt es dreieinhalb Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 01.03.2026

Starke Grundidee mit schwacher Auflösung

Fünf Fremde
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Worum geht’s?
Eigentlich hatte Annika Lundt gar nicht vor, länger als nötig bei ihrer erkrankten Mutter auf ihrer Heimatinsel Neuwerk zu bleiben. Als ein aufziehender Orkan die Abreise dann jedoch unmöglich ...

Worum geht’s?
Eigentlich hatte Annika Lundt gar nicht vor, länger als nötig bei ihrer erkrankten Mutter auf ihrer Heimatinsel Neuwerk zu bleiben. Als ein aufziehender Orkan die Abreise dann jedoch unmöglich macht, muss sie bleiben – und mit ihr auch alle anderen Gäste, von denen nicht bloß einer ein Geheimnis mit sich herumträgt, das auch Annika in große Gefahr bringt.


Meine Meinung
Auf dieses Buch hatte ich mich vor allem wegen des Settings gefreut, da ich selber viel Zeit auf Neuwerk verbringe und daher unglaublich gespannt darauf war, wie sich hier die Geschichte im Setting machen würde. Da es sich bei diesem Buch für mich außerdem gleichzeitig auch um das erste Buch der Autorin gehandelt hat, war ich natürlich gleich doppelt so neugierig.

Gut gefallen hat mir bereits der Einstieg in die Geschichte, da der Spannungsbogen direkt unglaublich hoch angesetzt wurde und ich sofort wissen wollte, wie es weitergeht. Durch die kurzen Kapitel und den angenehm zu lesenden Schreibstil war mein Lesefluss außerdem sehr hoch, was es leicht gemacht, schnell vorwärts zu kommen.

Auch die ständig wechselnden Perspektiven sowie die Zeitsprünge haben das Tempo hoch gehalten, wobei es für mich persönlich tatsächlich sogar etwas weniger hätten sein dürfen. Die Figuren waren in meinen Augen so nämlich leider nicht ganz so in der Tiefe ausgearbeitet, wie es vielleicht wünschenswert gewesen wäre, auch wenn das sicherlich dem Erzählstil geschuldet war.

Was mich dann leider wirklich gestört hat, war das meiner Meinung nach nicht wirklich durchdachte Ende. Die Auflösung hat auf mich ein wenig hektisch zusammengezimmert gewirkt, was es mir schwer gemacht hat, das Motiv und vor allem die Umsetzung des Racheplans authentisch zu finden. Darüber hinaus ging mir der Schluss etwas zu glatt über die Bühne, was mir persönlich die zuvor aufgebaute Spannung ziemlich kaputt gemacht hat.

Da mir das Buch abgesehen davon wirklich gut gefallen hat, war meine Enttäuschung über das Ende gleich etwas größer, was ich auch jetzt noch extrem schade finde. Mein vorheriger Lesespaß wurde mir dadurch allerdings nicht genommen, weshalb ich zumindest mit gemischten Gefühlen auf meine Lesestunden zurückblicken kann.


Fazit
Auch wenn mich die Auflösung leider eher mit dem Kopf hat schütteln lassen, konnte mich die Geschichte insgesamt gut unterhalten. Die Autorin werde ich daher definitiv im Auge behalten, denn wer über die Ungereimtheiten hinwegsehen kann, der wird hier definitiv Spaß beim Lesen haben.

Dafür gibt es dreieinhalb Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 19.02.2026

Wird dem Hype leider nicht ganz gerecht

Ari und Dante 1: Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums
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Worum geht’s?
In Aristoteles Leben läuft definitiv nicht alles so, wie bei anderen Teenagern. Seit sein Bruder im Gefängnis sitzt, ist er ständig wütend, und so wirklich versteht ihn nur der draufgängerische ...

Worum geht’s?
In Aristoteles Leben läuft definitiv nicht alles so, wie bei anderen Teenagern. Seit sein Bruder im Gefängnis sitzt, ist er ständig wütend, und so wirklich versteht ihn nur der draufgängerische Dante, den er im Schwimmbad kennenlernt. Gemeinsam verbringen die beiden den Sommer – und müssen dabei herausfinden, was sie eigentlich von ihrer Zukunft erwarten.


Meine Meinung
Bei diesem Buch bin ich definitiv ein wenig spät dran mit dem Lesen, an dem Hype, der die Geschichte umgibt bin aber auch ich dann einfach irgendwann nicht mehr vorbeigekommen. Ganz grundsätzlich kann ich auch durchaus verstehen, dass dieses Buch unbedingt in den Regalen vor allem junger Leserinnen und Leser stehen soll, ganz überzeugen konnte mich die Geschichte dann aber leider doch nicht.

Bereits der Schreibstil kam mir recht platt vor und hat mich leider nicht wirklich abgeholt, sodass ich verhältnismäßig lange gebraucht habe, um überhaupt halbwegs vorwärts zu kommen und mich dabei immer wieder zwingen musste, das Buch in die Hand zu nehmen.

Die Handlung ist für meinen Geschmack leider auch etwas zu gemächlich dahin geplätschert, was es mir sehr schwer gemacht hat, mich wirklich auf die Geschichte zu konzentrieren. Nach gut einem Drittel des Buches hatte ich noch nicht den Eindruck, wirklich weit gekommen zu sein, was meine Motivation bereits zu diesem Zeitpunkt auf einen Tiefpunkt gebracht hat.

Der Hauptgrund dafür dürfte sicherlich der Fokus auf Gedanken, Gefühle und emotionale Entwicklung gewesen sein. In der Theorie hätte mich das komplett abholen müssen, wirklich übergesprungen ist der Funke bei mir aber leider nicht.

So wichtig wie die Themen insgesamt auch alle waren, mein Interesse konnte dieses Buch leider nicht fesseln, was es aus meiner heutigen Perspektive heraus auch relativ schwer vorstellbar macht, dass ich mich als Jugendliche von dieser Geschichte besonders angesprochen gefühlt hätte. Queere Jugendbücher habe ich da leider auch schon deutlich bessere gelesen, was mich angesichts des Hypes um die Reihe doch eher ein bisschen enttäuscht zurückgelassen hat.


Fazit
Auch wenn queere Jugendbücher definitiv wichtig sind, habe ich schon deutlich bessere Geschichten in diesem Genre gelesen. Den Hype kann ich daher leider nicht wirklich nachvollziehen, auch wenn es sicherlich Fans dieses Buches geben wird.

Dafür gibt es noch dreieinhalb Bücherstapel von mir.