Profilbild von buchgestapel

buchgestapel

Lesejury Star
offline

buchgestapel ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit buchgestapel über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.07.2026

Düsteres Szenario mit hektischer Auflösung

Darkly
0

Worum geht’s?
Für Dia ist das Sommerpraktikum der legendären Darkly-Stiftung die Chance ihres Lebens. Gemeinsam mit sechs anderen Jugendlichen soll sie sich auf die Spur des letzten und seit Jahrzehnten ...

Worum geht’s?
Für Dia ist das Sommerpraktikum der legendären Darkly-Stiftung die Chance ihres Lebens. Gemeinsam mit sechs anderen Jugendlichen soll sie sich auf die Spur des letzten und seit Jahrzehnten verschollenen Darkly – Spiels machen – und landet dabei mitten in einem Abenteuer, das sie das Leben kosten kann.


Meine Meinung
Das Setting dieser Geschichte war auf jeden Fall sehr ungewöhnlich, weshalb ich mich tatsächlich aus Neugierde gegen das Buch und stattdessen für das Hörbuch entschieden habe. Die Umsetzung hat mir auch grundsätzlich gefallen, lediglich die Geschichte an sich hat mich schlussendlich mit einigen Fragen zurückgelassen, auf die ich eigentlich gerne eine Antwort erhalten hätte.

Die Idee mit den legendären Brettspielen fand ich wirklich cool, insbesondere weil „klassische“ Offline-Elemente so ein seltener Punkt sind, der in einer so hoch technisierten Welt wie unserer traurigerweise schon etwas Besonderes ist.

Die Handlung an sich ist mir dann aber leider etwas zu spät ins Rollen gekommen, da das viele Vorgeplänkel eher weniger mein Interesse geweckt hat und ich eigentlich nur wissen wollte, welche Mysterien hinter dem Praktikum und dem Verschwinden von Louisiana Veda stecken. Bis man dann allerdings überhaupt erst Mal an den Punkt kommt, an dem tatsächlich etwas passiert und die düstere Stimmung aufkommt, vergeht für meinen Geschmack deutlich zu viel Zeit.

Auch mit den Figuren bin ich in dieser Zeit leider nicht wirklich warm geworden, was es mir dann schlussendlich schwer gemacht hat, wirklich mit ihnen mitzufiebern. Bei sieben Figuren hatte ich außerdem zeitweise gar keinen wirklich Überblick darüber, wer eigentlich wer war und mit welchem Interesse die einzelnen Figuren überhaupt gehandelt haben.

Die Handlung an sich hat mich dann zwar interessiert, schlussendlich aber nicht so wirklich mitgerissen. Solange alles ein wenig mysteriös und bedrohlich gewirkt hat, war ich zwar voll dabei, die Auflösung fand ich aber leider nicht zu einhundert Prozent überzeugend und gerade in ihrem Tempo einfach völlig überzogen dargestellt. Auch den Nachtrag zur weiteren Entwicklung der Ereignisse fand ich eher enttäuschend, da ich den plötzlichen Zusammenhalt der Gruppe nicht logisch fand und die lediglich zusammengefassten Fügungen viel zu zufällig fand. Einen runden Abschluss hat das Ende für mich nicht dargestellt, auch wenn ich die Symbolik von Dias Verhalten natürlich auch erkannt habe und die Botschaft an sich grundsätzlich gut fand.


Fazit
Dieses Buch hatte auf jeden Fall Potenzial, welches ich aber schlussendlich nicht ganz ausgeschöpft sehe. Ohne die Auflösung hätte mich die Handlung daher vermutlich etwas mehr begeistern können, da ich vielversprechende Ansätze und spannende Szenarien erlebt habe, die mir das irgendwie ungeschickt konstruiert wirkende Ende leider etwas vermiest hat.

Dafür gibt es dreieinhalb Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 28.05.2026

Grundsätzlich spannende Story mit etwas zu viel Dehnung

Eisnebel
0

Worum geht’s?
Theodora weiß eigentlich nicht mal ihren richtigen Namen, als sie auf Connor trifft und sich unsterblich verliebt. Die beiden wollen heiraten, müssen vorher jedoch das Kennenlernen mit Connors ...

Worum geht’s?
Theodora weiß eigentlich nicht mal ihren richtigen Namen, als sie auf Connor trifft und sich unsterblich verliebt. Die beiden wollen heiraten, müssen vorher jedoch das Kennenlernen mit Connors Familie überstehen – und die scheint alles daran zu setzen, die beiden auseinander zu bringen und Theodora dazu zu bringen, das Familienanwesen in den Bergen so schnell wie möglich zu verlassen.


Meine Meinung
Diese Geschichte fand ich auf jeden Fall grundsätzlich spannend, die Umsetzung hätte für meinen Geschmack aber durchaus ein wenig flotter vonstatten gehen dürfen. Insbesondere zu Beginn plätscherten die Geschehnisse meiner Meinung nach etwas zu gemütlich dahin, weshalb ich selbst bei doppelter Geschwindigkeit des Hörbuchs Probleme dabei hatte, mich wirklich auf die Handlung zu konzentrieren.

Die Charaktere blieben dabei für mich etwas zu blass, da selbst Protagonistin Theodora irgendwie keine wirklich greifbare Figur wurde. In gewisser Weise spiegelte das zwar ihre eigene Verlorenheit und Unwissenheit über ihre Vergangenheit wider, authentisch wurde ihr Charakter so für mich aber leider nicht dargestellt. Auch ihr Partner Connor und seine Familienmitglieder hatten in meinen Augen nicht genug Substanz, was es mir angesichts der eher unterschwelligen Spannung recht schwer gemacht hat, einen Verdacht hinsichtlich eines möglichen Täters zu hegen.

Auch das Setting kam meiner Meinung nach nicht so zur Geltung, wie es eigentlich wünschenswert gewesen wäre. Der einsame Berg und der Schneesturm haben auf mich ehrlicherweise gar nicht so bedrohlich gewirkt, auch wenn ich die Stimmung ganz grundsätzlich eigentlich gut beschrieben fand. Darüber hinaus waren auch die Spannungsmomente eher spärlich verteilt, was zwar grundsätzlich das Potenzial für überraschende Wendungen geboten hätte, mir aber in der Umsetzung beim Hören ehrlicherweise keinen Schauer über den Rücken gejagt hat.

Gestört hat mich am Ende auch tatsächlich der Epilog, der in meinen Augen einfach nicht hätte sein müssen. Die Auflösung an sich war keine allzu große Überraschung, insbesondere vor dem Hintergrund der Tatsache, dass der Personenkreis ohnehin unglaublich eng gehalten wurde und man somit gar nicht besonders viel Auswahl hinsichtlich des Täters und dessen Motiv hatte. Wirklich zufrieden war ich nach dem Hören dieses Buches aber ehrlicherweise so einfach nicht, denn das Potenzial für atemlose Spannung und eine wirklich bedrohliche Grundstimmung wurde meiner Meinung nach leider verschenkt.


Fazit
Für mich war diese Geschichte insgesamt eher ein bisschen durchschnittlich, wenn auch grundsätzlich mit einigen spannenden Momenten. Der Handlungsbogen hätte dabei allerdings durchaus etwas straffer aufgebaut sein dürfen, denn mein Interesse an der Geschichte hat unter den kleinen Längen und den eher nichtssagenden Figuren doch etwas gelitten, auch wenn sich die Sprecherin durchaus bemüht hat, das Buch zu einem interessanten Hörerlebnis zu machen.

Dafür gibt es dreieinhalb Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 13.05.2026

Ein (vorerst) recht gelungener Abschlussband

Verraten
0

Worum geht’s?
Carl wähnt sich mitten in einem Albtraum, als er plötzlich verhaftet wird und in Untersuchungshaft landet. Der Koffer voll mit Drogen und Geld auf seinem Dachboden gehört zwar eigentlich ...

Worum geht’s?
Carl wähnt sich mitten in einem Albtraum, als er plötzlich verhaftet wird und in Untersuchungshaft landet. Der Koffer voll mit Drogen und Geld auf seinem Dachboden gehört zwar eigentlich nicht ihm, doch weder die Justiz, noch seine Vorgesetzten wollen ihm das glauben. Als dann auch noch ein Kopfgeld auf ihn angesetzt wird, kann er die Schlinge um seinen Hals schon spüren – und muss gemeinsam mit seinem Team alles daran setzen, seine Unschuld zu beweisen.


Meine Meinung
Auch wenn ich mich mit den letzten Teilen der Reihe etwas schwerer getan habe, als das zu Beginn der Fall war, mochte ich das Team aus dem Sonderdezernat Q immer wirklich gerne. Dem Abschlussband habe ich daher durchaus mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegengesehen, denn insbesondere so lange Reihen und ihre Charaktere wachsen mir irgendwann fast schon zwangsläufig ans Herz.

Der Spannungsbogen war mir persönlich hier fast schon ein wenig zu sprunghaft, was meiner Meinung nach vor allem daran lag, dass es immer wieder Rückbezüge auf alte Fälle und Ereignisse gab, die als Erinnerungsstützen zwar sicherlich ganz nett sind, dabei aber definitiv nicht für einen Neueinstieg in die Reihe geeignet waren. Der eigentliche Fall bekam daher meiner Meinung nach auch nicht die Aufmerksamkeit, die er eigentlich verdient hätte, was es mir stellenweise wirklich nicht leicht gemacht hat, mit Konzentration bei der Sache zu bleiben. Nichtsdestotrotz wollte ich natürlich wissen, wie die Geschichte für Carl und sein Team ausgeht, weshalb ich mich beim Lesen definitiv nicht durchgehend gelangweilt habe.

Die Figuren sind bei zehn Bänden natürlich ein ganz elementarer Bestandteil der Reihe, die mir fast noch wichtiger sind als die Handlung an sich. Ganz rund fand ich das Gesamtbild auch in diesem Punkt leider nicht, was aber vermutlich einfach daran lag, dass die Geschichte um das Sonderdezernat Q mittlerweile dann doch weitestgehend auserzählt ist. Ich habe das Buch daher insgesamt eher als nettes Wiedersehen mit alten Bekannten gelesen, was ich als Abschluss der Reihe dann insgesamt doch recht nett, wenn auch nicht überragend gut fand.


Fazit
Auch wenn dieses Buch meiner Meinung nach nicht unbedingt das Rad neu erfindet, fand ich es als Abschlussband dieser langlebigen Reihe durchaus gelungen. Fans der Charaktere werden hier sicherlich noch einmal Freude beim Lesen haben, als Einstieg in die Reihe eignet sich diese Geschichte allerdings eher weniger.

Dafür gibt es dreieinhalb Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 12.05.2026

Durchaus interessante Urban Fantasy mit verschenktem Potenzial

These Ancient Flames 1: Awake
0

Worum geht’s?
Im Leben von Meiling dreht sich alles um den Schutz von Fürstensohn Tao, der ihr wie ein Bruder ist. Als dann jedoch die Magie aus ihrem Reich zu verschwinden droht und sich ein Krieg anbahnt, ...

Worum geht’s?
Im Leben von Meiling dreht sich alles um den Schutz von Fürstensohn Tao, der ihr wie ein Bruder ist. Als dann jedoch die Magie aus ihrem Reich zu verschwinden droht und sich ein Krieg anbahnt, bleibt ihr ausgerechnet der Sohne eines verfeindeten Fürsten und dessen Hilfe, um ihr Zuhause und die Menschen, die zu ihrer Familie geworden sind zu retten – nichtsahnend, wie gefährlich Raven für ihr eigenes Herz werden kann.


Meine Meinung
Fantasy und Drachen mag ich vor allem in Büchern unglaublich gerne, von daher war es für mich keine große Überraschung, dass auch diese Geschichte auf meine Wunschliste wandern musste.

Gut gefallen hat mir vor allem das Urban Fantasy Setting, auch wenn mir persönlich zu Beginn nicht so ganz klar war, wo und wann diese Geschichte eigentlich spielen sollte. Auch das Worldbuilding habe ich insgesamt als etwas zu dünn empfunden, da ich gerne mehr über das Magiesystem erfahren hätte und daher hoffe, dass die Leerstellen im ersten Teil lediglich das Potenzial für mehr Antworten in Band zwei offen lassen sollen.

Mit den Figuren bin ich dann leider nicht so ganz warm geworden, zum einen, weil ich mit Fast Burn absolut nichts anfangen kann und zum anderen, weil ich keinen der Charaktere wirklich schlüssig angelegt fand. Insbesondere Mei hatte dabei eigentlich großes Potenzial in meinen Augen, wurde aber in Kombination mit Raven so schnell blass und willenlos, dass ich bloß noch mit dem Kopf schütteln konnte. Von der starken Frauenfigur war bis zum Schluss kaum noch etwas übrig, was ich wirklich schade fand.

Auch ihre Beziehung zu Raven konnte ich leider nicht nachvollziehen, denn weder habe ich ein realistisches Knistern zwischen den beiden gespürt, noch konnte ich ihr Verhalten in Hinblick auf den Cliffhanger zu Band zwei nachvollziehen. Der Enemies-to-Lovers Part kam mir daher leider auch nicht so ganz authentisch vor, auch wenn das ehrlicherweise in meinen Augen ein Trope ist, der häufig nicht ganz überzeugend umgesetzt wird.

Hinsichtlich des Spannungsbogens bin ich jetzt im Nachhinein leider auch eher etwas zwiegespalten, da ich die Suche nach den Drachen zwar einerseits ganz interessant, den Aufbau der Geschichte aber ehrlicherweise eher inkonsequent fand. Dass die Existenz von Drachen so plötzlich aus dem Hut gezaubert wurde, fand ich persönlich etwas seltsam gemacht, und da die Geschichte in meinen Augen etwas zu sehr gestreckt wurde und stellenweise deutlich mehr Dynamik vertragen hätte, konnte mich dieses eigentlich spannende Element dann leider auch nicht mehr so abholen, wie das bei einem etwas anderen Aufbau und einem erkennbaren roten Faden vielleicht der Fall gewesen wäre.


Fazit
Als Auftaktband hat diese Geschichte in meinen Augen leider etwas an Potenzial verschenkt, auch wenn ich grundsätzlich gespannt darauf bin, wie es mit Meiling, Raven und den Drachen weitergeht. Für den zweiten Band werde ich mich jedoch sicherlich erst einmal motivieren müssen, da ich aktuell keine Lust hätte, direkt wieder mit diesem Figuren unterwegs zu sein.

Dafür gibt es dreieinhalb Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 01.03.2026

Starke Grundidee mit schwacher Auflösung

Fünf Fremde
0

Worum geht’s?
Eigentlich hatte Annika Lundt gar nicht vor, länger als nötig bei ihrer erkrankten Mutter auf ihrer Heimatinsel Neuwerk zu bleiben. Als ein aufziehender Orkan die Abreise dann jedoch unmöglich ...

Worum geht’s?
Eigentlich hatte Annika Lundt gar nicht vor, länger als nötig bei ihrer erkrankten Mutter auf ihrer Heimatinsel Neuwerk zu bleiben. Als ein aufziehender Orkan die Abreise dann jedoch unmöglich macht, muss sie bleiben – und mit ihr auch alle anderen Gäste, von denen nicht bloß einer ein Geheimnis mit sich herumträgt, das auch Annika in große Gefahr bringt.


Meine Meinung
Auf dieses Buch hatte ich mich vor allem wegen des Settings gefreut, da ich selber viel Zeit auf Neuwerk verbringe und daher unglaublich gespannt darauf war, wie sich hier die Geschichte im Setting machen würde. Da es sich bei diesem Buch für mich außerdem gleichzeitig auch um das erste Buch der Autorin gehandelt hat, war ich natürlich gleich doppelt so neugierig.

Gut gefallen hat mir bereits der Einstieg in die Geschichte, da der Spannungsbogen direkt unglaublich hoch angesetzt wurde und ich sofort wissen wollte, wie es weitergeht. Durch die kurzen Kapitel und den angenehm zu lesenden Schreibstil war mein Lesefluss außerdem sehr hoch, was es leicht gemacht, schnell vorwärts zu kommen.

Auch die ständig wechselnden Perspektiven sowie die Zeitsprünge haben das Tempo hoch gehalten, wobei es für mich persönlich tatsächlich sogar etwas weniger hätten sein dürfen. Die Figuren waren in meinen Augen so nämlich leider nicht ganz so in der Tiefe ausgearbeitet, wie es vielleicht wünschenswert gewesen wäre, auch wenn das sicherlich dem Erzählstil geschuldet war.

Was mich dann leider wirklich gestört hat, war das meiner Meinung nach nicht wirklich durchdachte Ende. Die Auflösung hat auf mich ein wenig hektisch zusammengezimmert gewirkt, was es mir schwer gemacht hat, das Motiv und vor allem die Umsetzung des Racheplans authentisch zu finden. Darüber hinaus ging mir der Schluss etwas zu glatt über die Bühne, was mir persönlich die zuvor aufgebaute Spannung ziemlich kaputt gemacht hat.

Da mir das Buch abgesehen davon wirklich gut gefallen hat, war meine Enttäuschung über das Ende gleich etwas größer, was ich auch jetzt noch extrem schade finde. Mein vorheriger Lesespaß wurde mir dadurch allerdings nicht genommen, weshalb ich zumindest mit gemischten Gefühlen auf meine Lesestunden zurückblicken kann.


Fazit
Auch wenn mich die Auflösung leider eher mit dem Kopf hat schütteln lassen, konnte mich die Geschichte insgesamt gut unterhalten. Die Autorin werde ich daher definitiv im Auge behalten, denn wer über die Ungereimtheiten hinwegsehen kann, der wird hier definitiv Spaß beim Lesen haben.

Dafür gibt es dreieinhalb Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung