Profilbild von Wiebke_Wa

Wiebke_Wa

Lesejury Profi
offline

Wiebke_Wa ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Wiebke_Wa über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.12.2025

Spannender Thriller, mit einer außergewöhnlichen Handlung

Love, Mom
0

Das Buch „Love Mom“ von Iliana Xander startet eher ruhig und zieht sich zu Beginn etwas in die Länge. Die Handlung braucht Zeit, um in Gang zu kommen, was anfangs etwas Geduld erfordert. Ab der Mitte entwickelt ...

Das Buch „Love Mom“ von Iliana Xander startet eher ruhig und zieht sich zu Beginn etwas in die Länge. Die Handlung braucht Zeit, um in Gang zu kommen, was anfangs etwas Geduld erfordert. Ab der Mitte entwickelt sich die Geschichte jedoch sehr spannend und fesselnd, sodass man das Buch kaum noch aus der Hand legen möchte. Besonders positiv ist, dass am Ende alle Handlungsstränge sinnvoll miteinander verwoben werden und keine offenen Fragen zurückbleiben.

Inhaltlich geht es um familiäre Beziehungen, Geheimnisse aus der Vergangenheit und darum, wie sehr diese das Leben der Hauptfiguren beeinflussen. Die Autorin zeigt, wie Liebe, Verlust und Wahrheit miteinander verbunden sind. Der Schreibstil ist sprachlich eher jugendlich gehalten, was das Buch gut lesbar macht und vor allem für junge Leserinnen und Leser ansprechend ist.

Das Cover ist schön gestaltet, lässt jedoch nicht erahnen, wie tiefgründig und emotional die Geschichte tatsächlich ist.

Insgesamt ist „Love Mom“ eine emotionale Geschichte, die nach einem etwas langsamen Start überzeugt und mit einem runden Ende abschließt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.03.2025

Ein Buch über Geschwisterliebe, Abschied und Mut

22 Bahnen
0

Tildas Alltag ist geprägt von ihrem Studium, der Arbeit im Supermarkt und ihrer kränklichen Mutter. Um dem eintönigen Alltag Abhilfe zu verschaffen, geht sie fast täglich ins Schwimmbad um dort ihre Bahnen ...

Tildas Alltag ist geprägt von ihrem Studium, der Arbeit im Supermarkt und ihrer kränklichen Mutter. Um dem eintönigen Alltag Abhilfe zu verschaffen, geht sie fast täglich ins Schwimmbad um dort ihre Bahnen zu ziehen. Dann ist da noch Ida, ihre kleine Schwester. Die beiden haben ein inniges Verhältnis. Zusammen mit ihr versucht sie Tag für Tag zu überstehen. Als sie Viktor kennenlernen, der ein ähnliches Schicksal hat, beginnt für die beiden eine Zeit der Zuversicht und plötzlich eröffnet sich für Tildas ein ganz neuer Weg. Doch ist sie sich nicht sicher ob sie ihn gegen kann.

Caroline Wahl schreibt eindrücklich über eine junge Frau, deren Leben abhängig ist von den Launen ihrer Alkoholkranken Mutter, dem Leben als Studentin und großer Schwester. Sie trägt die Verantwortung für die kleine Ida und träumt dennoch von einem andern Leben. Auf der einen Seite ist da das Gefühl von Verrat, auf der anderen der große Drang sich zu verändern.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und es gibt einige Anekdoten die einem zum Schmunzeln bringen. Vor allem die kleine Ida hat es "Faust dick hinter den Ohren". Mit ihrem Sarkasmus trägt die Autorin dazu bei die Geschichte glaubwürdig zu beschreiben. Man nimmt den Protagonisten die Stimmung und die Gefühle ab und kann sich gut in sie hineinversetzen. Sie wohnen zum Beispiel in dem traurigen Haus in der Fröhlichstraße,cda hebt ein Wort das andere auf.

Hier handelt es sich um ein Hörbuch, die Stimme war angenehm und die Art des Vortrags hat mich abgeholt und war an den richtigen Stellen einfühlsam oder erregt.

Das Buch bekommt von mir eine klare Leseempfehlung. Es ist kein einfaches Thema aber die Autorin schafft es, es leicht zu verpacken. Besonders durch Ida bekommt das Buch eine Leichtigkeit, die die Traurigkeit und Melancholie der anderen Protagonisten wieder aufhebt. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.01.2025

Resieführer abseits der Touristenpfade

Das echte Mallorca mit Insider-Tipps einer Reiseleiterin - Der kompakte Reiseführer mit idyllischen Buchten, Outdoor-Abenteuern und versteckten Orten abseits des Mainstreams
0

Der Reiseführer von Theresa Prandstätter ist ein gut gelungener Führer abseits der Touristenpfade. Die Autorin lebte einige Zeit auf der Insel. Eine inkludierte Onlinekarte sorgt für den Durchblick.

Im ...

Der Reiseführer von Theresa Prandstätter ist ein gut gelungener Führer abseits der Touristenpfade. Die Autorin lebte einige Zeit auf der Insel. Eine inkludierte Onlinekarte sorgt für den Durchblick.

Im Führer wird die Geschichte der Insel kurz angesprochen. Was sehr interessant ist. Aufgeteilt in 6 Abschnitte wie Palma und Umkreis, südliche, östliche ...Insel verschafft einen guten Überblick und es gibt ein Kapitel mit Tipps und Infos über Low Budget, bei Regenwetter oder Mallorquinische Redewendungen. Es wird an einigen Stellen sogar darauf eingegangen, was man besser nicht macht.

Ein rundum gelungener Reiseführer der ehrlich geschrieben ist und viele Tipps und Tricks bereithält.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 06.12.2024

The Hollow Places von T. Kingfisher

The Hollow Places
1

Kara, die gerade eine Trennung hinter sich hat, zieht zu Ihrem Onkel Earl nach Hop Chapel, North Carolina. Er besitzt und leitet das Museum "Gotteslob-Museum für Naturwunder, Kuriositäten und Tierpräparate". ...

Kara, die gerade eine Trennung hinter sich hat, zieht zu Ihrem Onkel Earl nach Hop Chapel, North Carolina. Er besitzt und leitet das Museum "Gotteslob-Museum für Naturwunder, Kuriositäten und Tierpräparate". Ein Ort an dem Kara ihre Kindheit verlebt hat. Sie kennt jedes Ausstellungsstück und verbindet eine tiefe Liebe zu diesem Ort. Auch wenn Onkel Earl auf seine liebevolle Art etwas verschroben ist und viele lustige und doch seltsame Ansichten hat, hat Kara ein inniges und enges Verhältnis zu ihm. Umso mehr freut sie sich, als er ihr anbietet zu ihm zu ziehen. Denn zu Ihren Eltern kann sie nicht - zumindest ein Zusammenleben mit ihrer Mutter, wäre auf Dauer nicht gesund für beide. Sie beschließt ihm im Museum zu helfen. Dort trifft sie auf Simon, den Betreiber des Cafés nebenan. Die beiden kennen sich bereits aus früheren Besuchen von Kara bei ihrem Onkel. Als Onkel Earl ins Krankenhaus muss, beginnen die beiden das Museum zu erkunden und finden hinter einer Wand einen seltsamen Zugang, der beiden nicht mehr aus dem Kopf geht und sie beginnen ihn zu erkunden, mit unvorhergesehenen Folgen. Ein Abenteuer fernab unsere Vorstellungskraft beginnt und die beiden begeben sich auf eine unbekannte Reise.

Die Autorin T. Kingfisher erzählt ihre Geschichte mit Wortwitz, Fantasie und vielen lustigen Anekdoten aber auch der Grusel und Horror kommen nicht zu kurz. Es wird zwar in der Beschreibung des Buches darauf hingewiesen, dass Horror eine Rolle spielt aber mir war nicht bewusst, dass es so gruselig wird. Es ist aber genau richtig, auch wenn man dieses Genre normalerweise nicht viel liest, ist es aushaltbar und wie ich finde macht es das Buch umso spannender und abwechslungsreicher.

Die Protagonisten sind allesamt sehr Humor- und Liebevoll dargestellt, man muss sie einfach gernhaben. Kara ist eine starke Persönlichkeit, die sich gerade in einer Phase ihres Lebens befindet, an der sie sich überlegen muss, wie es weitergeht. Sie hat zwar schwache Momente, lässt sich aber nicht unterkriegen und versucht mit viel Humor und Neugierde ihr Leben wieder auf die Reihe zubekommen.

Onkel Earl ist ein liebevoller Onkel, der seine Nichte sehr gern hat und es ihr über Gesten und Worte zu vermitteln versucht. Er ist kein gefühlvoller Mann in dem Sinne, er versucht Kara zu unterstützten so gut er kann und gibt ihr Halt und ein liebevolles Zuhause. Er ist lustig und verschroben und seine Ansichten sind zum Totlachen aber er ist hilfsbereit und vielleicht manchmal ein wenig naiv. Ihn habe ich in der Mitte des Buches etwas vermisst.

Simon hat einen furchtbar trockenen Humor, seine Sprüche und die Unterhaltungen zwischen ihm und Kara haben mir das ein oder andere Lachen entlockt. Er unterstützt Kara wo er kann, versucht ihr in der schwierigen Zeit beizustehen und behält, auch in schwierigen Situationen, einen kühlen Kopf. Auch seine Beschreibung zu Anfang des Buches, er kleidet sich wie der Hutmacher, trifft es genau - so habe ich ihn mir während des gesamten Buches vorgestellt.

Das Karas Exmann das ein oder andere Mal im Buch auftaucht, habe ich nicht ganz verstanden. Mir waren die Gespräche zwischen ihm und Kara nicht ganz schlüssig und haben meiner Meinung nichts zum Buch oder dessen Handlung beigetragen.

Für mich, die Fantasy Romane dieser Art nicht so häufig liest, ist das Buch im Großen und Ganzen gelungen, auch wenn es an einigen Stellen im Buch, etwas langatmig war und ich viele Passagen nochmal lesen musste, weil ich die genutzten Worte nachlesen oder ich den Gedankengang nicht ganz nachvollziehen konnte. Ich hätte mir auch gewünscht länger in der Parallelwelt zu verweilen, ich war sehr überrascht, dass Kara und Simon so schnell einen Ausweg gefunden haben. Insgesamt fand ich die Stellen im Buch, in der "andern Welt", meist spannender als die im Museum und ich hätte es schön gefunden, dort noch etwas mehr über die Welt und seine Bewohner zu erfahren und die Geschichte dahinter. Es ist mir nicht ganz klar geworden, wie sich das "Wurmloch" öffnen konnte und wie all die anderen Bewohner dort hingekommen sind. Es lässt sich zwar später erahnen, wie es dazugekommen sein könnte aber richtig aufgelöst, wird es auch am Ende des Buches nicht. Gut, man könnte natürlich sagen, es ist ein Fantasy-Buch und einige Dinge lassen sich eben nicht auflösen oder erklären. Das wäre für mich auch in Ordnung, wenn es nicht den Teil der Geschichte in dem Museum gäbe - eben die "Richtige Welt" - der schafft, wie ich finde, die Verbindung zwischen beiden Welten und man könnte auf eine Auflösung hoffen. Das Ende fand ich tatsächlich etwas unbefriedigend. Ich denke man hat alles offen gelassen, um vielleicht einen zweiten Teil anzuschließen.

Die Auswahl des Covers aber ist für mich sehr gelungen, es macht neugierig, spiegelt die andere Welt wieder, mit seinen kuriosen Dingen, die man so nicht erwartet und auch den Grusel mit dem Gebein unter der Glaskuppe, spiegelt es wieder. Die Schmetterlinge sollen vielleicht das Leben darstellen, mit all seinen unvorhersehbaren Abgründen. Auch das Material ist hochwertig. Da hat man sich Gedanken gemacht.

Nichtsdestotrotz, finde ich es ein gelungenes Buch, welches es sich zu lesen lohnt. Die Autorin erzählt mit viel Fantasie eine Geschichte, die einem die doch gerade "grausame Welt" da draußen kurz vergessen lässt und zu gemütlichen Abenden auf dem Sofa mit Tee und Gebäck einlädt, auch wenn der Gruselfaktor nicht zu unterschätzen ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Fantasie
Veröffentlicht am 15.05.2026

Ruhiges Buch zum weglesen

ZIMMER 706
0

Zimmer 706“ von Elli Levenson lässt sich flüssig und angenehm lesen. Im Mittelpunkt steht Kate, die sich mit ihrem Liebhaber in einem Hotel trifft, das plötzlich von Terroristen gekapert wird. Die bedrückende ...

Zimmer 706“ von Elli Levenson lässt sich flüssig und angenehm lesen. Im Mittelpunkt steht Kate, die sich mit ihrem Liebhaber in einem Hotel trifft, das plötzlich von Terroristen gekapert wird. Die bedrückende Situation bringt sie dazu, über ihr bisheriges Leben, ihre Ehe mit Vic und ihre Kinder nachzudenken.

Die Handlung wechselt dabei zwischen verschiedenen Zeitebenen: Kates Kindheit, das Kennenlernen ihres Ehemanns sowie die angespannte Gegenwart im Hotel. Besonders gelungen sind die Einblicke in Kates Gedanken und Gefühle. Während der Geiselnahme denkt sie über ihre Entscheidungen nach, schreibt gedanklich Abschiedsbriefe an ihren Mann und beschäftigt sich mit alltäglichen Dingen wie dem wöchentlichen Einkauf – was die Situation zusätzlich greifbar macht.

Die Autorin schafft es gut, Angst und Unsicherheit darzustellen, sodass man mit den Figuren mitfiebert. Die Spannung bleibt über weite Strecken erhalten.

Allerdings empfand ich das Ende als unbefriedigend, da nicht eindeutig aufgelöst wird, ob Kate und die anderen gerettet werden. Hier hätte ich mir eine klarere Auflösung gewünscht. Insgesamt ist „Zimmer 706“ ein solides, spannend geschriebenes Buch, das sich gut lesen lässt, auch wenn es nicht nachhaltig beeindruckt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere