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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.05.2026

Vegas erster Fall

Vega Varg – Das Schweigen der Insel
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Ich habe „Das Schweigen der Insel“ von Hellberg gelesen und fand es insgesamt wirklich gelungen. Die Geschichte spielt auf Südkoster vor der schwedischen Küste, und die Inselatmosphäre wird gut eingefangen. ...

Ich habe „Das Schweigen der Insel“ von Hellberg gelesen und fand es insgesamt wirklich gelungen. Die Geschichte spielt auf Südkoster vor der schwedischen Küste, und die Inselatmosphäre wird gut eingefangen. Man hat den Wind und das Meer beim Lesen förmlich vor Augen.
Die Story beginnt damit, dass Touristen einen ermordeten jungen Mann finden. Diese Gruppe, vier ziemlich blasierte Immobilienmanager, bringt eine ganz eigene, teils anstrengende Dynamik mit sexuellen Verstrickungen in die Geschichte. Auf der anderen Seite steht die erfahrene Ermittlerin Vega Varg, die zusammen mit ihren Söhnen arbeitet.
Der zweite Handlungsstrang spielt in der Vergangenheit. Hier geht es um den rätselhaften Tod von Vegas Ehemann.

Die Grundspannung bleibt das ganze Buch über hoch, und es gibt viele unterschiedliche, interessante Charaktere.
Es bleibt sehr lange alles extrem rätselhaft, und gegen Ende kommt die Auflösung dann fast schon zu geballt. Es wird zwar alles logisch aufgeklärt, auch der Fall aus der Vergangenheit, aber die Ergebnisse werden einem als Leser in kurzer Abfolge so überstürzt präsentiert, dass man kaum Zeit zum Luftholen hat. Da hätte das Ende ausführlicher sein können.

Ein atmosphärisch starker Krimi mit interessanten Ermittlern und einem tollen Setting. Wer schwedische Krimis mag, sollte hier definitiv zugreifen!

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Veröffentlicht am 10.05.2026

Liebe in Licht und Schatten

When Shadows Darken the Sun
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„When Shadows Darken the Sun“ ist ein absoluter Blickfang im Regal. Das zauberhafte, romantische Cover und der wunderschöne Buchschnitt der Printausgabe machen optisch richtig was her. Ein Muss für Sammler!
Die ...

„When Shadows Darken the Sun“ ist ein absoluter Blickfang im Regal. Das zauberhafte, romantische Cover und der wunderschöne Buchschnitt der Printausgabe machen optisch richtig was her. Ein Muss für Sammler!
Die Story führt uns in eine Welt, in der der Tag- und der Nachthof alle 20 Jahre in einem Turnier um die Vorherrschaft kämpfen. Die Thronerben Cass und Nox wurden ihr Leben lang darauf vorbereitet, wobei ihre Weltanschauung durch Hass und Vorurteile gegenüber der Gegenseite vergiftet wurde. Besonders spannend fand ich die Erzählweise: Wir erleben die Handlung im Wechsel aus beiden Perspektiven, was die Zerrissenheit der Charaktere greifbar macht.
Als die beiden im Turnier aufeinandertreffen, passiert das Undenkbare: Sie verlieben sich. Dass sie dennoch als erbitterte Feinde gegeneinander antreten müssen, sorgt für eine gelungene Mischung aus prickelnder Romantik und nervenaufreibender Spannung. Der Schreibstil ist dabei angenehm locker und leicht verständlich, sodass man schnell durch die Seiten fliegt.
Das Ende ist ein absoluter Knaller! Mit diesem gänzlich unerwarteten Cliffhanger habe ich nicht gerechnet. Er schürt die Neugier auf den Folgeband extrem.
Warum trotzdem „nur“ 4 Sterne? Obwohl das Buch mich gut unterhalten hat, hatte ich das Gefühl, dass der Roman insgesamt etwas unter seinen Möglichkeiten bleibt. Manche Potenziale der Welt oder der Charakterentwicklung wurden für mein Empfinden nicht voll ausgeschöpft. Dennoch eine klare Empfehlung für Fans von Romantasy!

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Tod dem Imperator

We Who Will Die
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Das Cover von "We Who Will Die" ist wirklich wunderschön gestaltet und nimmt direkten Bezug auf den packenden Inhalt. Die Geschichte um Arvelle hat mich von Anfang an mitgenommen. Es ist beeindruckend ...

Das Cover von "We Who Will Die" ist wirklich wunderschön gestaltet und nimmt direkten Bezug auf den packenden Inhalt. Die Geschichte um Arvelle hat mich von Anfang an mitgenommen. Es ist beeindruckend und gleichzeitig bedrückend zu sehen, wie sie aufgrund ihrer süchtigen Mutter schon früh die Verantwortung für ihre beiden Brüder übernehmen musste.
Diese verletzliche Situation nutzt ein Vampir schamlos aus und zwingt sie in einen perfiden Schuldschwur. Arvelle muss sich einen Platz in der Leibgarde des despotischen Imperators erkämpfen. Versagt sie, sterben ihre Brüder. Was folgt, ist atemlose Spannung am Stück. Mörderische Auswahlkämpfe, magische Fähigkeiten und faszinierende Artefakte. Besonders die Dynamik zwischen den beiden Söhnen des Imperators sorgt für Zündstoff. Der eine ist von Anfang an ihr erklärter Feind, der andere ein verschollener Jugendfreund, der ihr jedoch nicht so helfen kann, wie er gerne würde.
Das Buch steckt voller Aufregung, Freundschaften und Feindschaften bis aufs Blut. Allerdings muss ich sagen, dass mir die Kämpfe in ihrer Brutalität teils zu ausführlich geschildert wurden; hier wäre weniger für mich mehr gewesen. Auch die Spicy-Szenen waren mir persönlich etwas zu detailliert und langatmig. Da es sich ohnehin um einen sehr dicken Wälzer handelt, merkte ich spätestens nach zwei Dritteln, wie meine Konzentration nachließ.
Das Ende ist zwar wieder sehr aufwühlend und bietet einen interessanten Ausblick auf die Fortsetzungen, aber nach diesem massiven Ritt bin ich persönlich erst einmal gesättigt. Ein starkes Buch mit tollen Ideen, das für meinen Geschmack an manchen Stellen etwas zu explizit und lang war.

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Veröffentlicht am 05.05.2026

Toll, aber etwas zuviel Raketenwissenschaft

Der Tag des Skorpions
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Bennie Griessel ist zurück, doch dieses Mal braucht man als Leser echte Ausdauer. Die Story um einen ehemaligen Leibwächter und ein gefährliches Komplott in Südafrika ist gewohnt dicht und atmosphärisch ...

Bennie Griessel ist zurück, doch dieses Mal braucht man als Leser echte Ausdauer. Die Story um einen ehemaligen Leibwächter und ein gefährliches Komplott in Südafrika ist gewohnt dicht und atmosphärisch erzählt. Meyer fängt die korrupten Machtspiele und die Stimmung in Kapstadt wieder hervorragend ein.
Leider wird die Spannung immer wieder durch seitenlange, trockene Exkurse über Raketenwissenschaft, Drohnentechnik und Sprengstoffchemie ausgebremst. Wer sich nicht brennend für technische Details interessiert, empfindet diese Passagen als zäh und schlichtweg langweilig. Sie nehmen der eigentlich packenden Jagd nach den Hintermännern den Schwung. Ein solider Thriller mit starkem Protagonisten, der mit weniger technischem Ballast deutlich besser gewesen wäre.

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Veröffentlicht am 02.05.2026

Viele Morde

Und morgen du (Ein Fabian-Risk-Krimi 1)
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Stefan Ahnhems „Und morgen du“ bietet einen atmosphärisch extrem dichten und düsteren Einstieg in die Fabian-Risk-Reihe.
Der Autor versteht es meisterhaft, eine düstere Stimmung aufzubauen, während er ...

Stefan Ahnhems „Und morgen du“ bietet einen atmosphärisch extrem dichten und düsteren Einstieg in die Fabian-Risk-Reihe.
Der Autor versteht es meisterhaft, eine düstere Stimmung aufzubauen, während er den Ermittler in seine alte Heimat Helsingborg zurückkehren lässt, wo er direkt mit den Schatten seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert wird.
Die Mordserie ist brutal und kreativ inszeniert, was für ordentlich Nervenkitzel sorgt. Besonders spannend fand ich die Verbindung zur Schulzeit der Charaktere – das gibt der Geschichte eine sehr persönliche und beklemmende Note. Die wechselnden Perspektiven halten das Tempo hoch, und man rätselt bis zum Schluss mit, wer hinter den grausamen Taten steckt. Dennoch habe ich einige Kritikpunkte, die eine Höchstwertung verhindern.
Die Hauptfigur Fabian Risk ist leider wenig sympathisch. Er agiert als absoluter Einzelgänger ohne Teamgeist und stellt seine eigenen Interessen konsequent über alles andere. Auch als Ehemann und Vater wirkt er weitgehend unbrauchbar, was es schwer macht, mit ihm mitzufühlen. Zudem wird verschiedentlich auf einen früheren Seitensprung angespielt, der in diesem Buch nicht aufgeklärt wird. Dass man hierfür offenbar auf den (zeitlich früher spielenden) Folgeband warten muss, ist für den Leser unbefriedigend.
Die Handlung selbst ist fast schon "zu viel des Guten": Die schiere Anzahl der Morde wirkt irgendwann viel zu konstruiert und überstrapaziert den Spannungsbogen. Zudem sind die Taten sehr brutal und fast schon zu ausführlich beschrieben, was nichts für schwache Nerven ist.
Insgesamt aber ein hervorragender Schweden-Krimi mit einem charismatischen Ermittler und einer Story, die Lust auf die Fortsetzungen macht. Für Fans von nordischer Düsternis absolut empfehlenswert!
Ein Highlight war für mich jedoch die Hörbuch-Fassung. David Nathan liest die Geschichte einfach fantastisch. Seine markante Stimme und die Art des Vortrags werten die Story enorm auf und haben mich trotz der inhaltlichen Schwächen bei der Stange gehalten.
Fazit: Ein solider Schweden-Krimi mit Luft nach oben bei den Charakteren. Wer düstere Thriller mag, kommt hier auf seine Kosten – am besten als Hörbuch!

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