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Veröffentlicht am 17.05.2026

Lasst uns lernen, Essen nicht zu bewerten, sondern zu genießen

Essen und essen lassen
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Inhaltsangabe Verlag:
Food Noise, What I Eat in a Day-Videos und Selbstoptimierungskult: Mehr denn je sitzen bei uns heute falsche Glaubensätze über Ernährung mit am Tisch, die wir von Kindesbeinen an ...

Inhaltsangabe Verlag:
Food Noise, What I Eat in a Day-Videos und Selbstoptimierungskult: Mehr denn je sitzen bei uns heute falsche Glaubensätze über Ernährung mit am Tisch, die wir von Kindesbeinen an eingetrichtert bekommen. Essen ist für viele längst mehr als eine Notwendigkeit oder reiner Genuss.

Dabei haben das undurchsichtige Geflecht aus irreführenden Werbebotschaften sowie das ständige Nachdenken und Urteilen über Essen, in der Regel wenig mit wirklichem Wohlbefinden zu tun. Essen und essen lassen ist damit sowohl eine überfällige Wutschrift gegen die allgegenwärtige Bedeutungsüberfrachtung von Ernährung in unserer Gesellschaft als auch wohltuendes Comfort Food in Buchform. Es ist an der Zeit, dass wir endlich ein druck- und ideologiefreies Verhältnis zu Ernährung finden.

Meine Inhaltsanagabe:
In folgenden acht Kapiteln nehmen sich die Autorinnen wichtigen Themen rund um Ernährung an:
• Es ist ein Problem, wie wir über Essen reden
• Was uns die Geschichte der Diät über den Kapitalismus erzählt
• Wenn Ernährung mit dem Charakter verknüpft wird
• Von Sätzen, die schon unsere Eltern prägten
• Zwischen Fürsorge und Moral: Wenn Ernährung zur Frage von guter Elternschaft wird
• Ernährungstrends und Ideologien: Und plötzlich folgen wir den Regeln und Maßstäben anderer
• Wenn Essen krank macht und Bewertung gefährlich wird
• Warum wir dieses Buch geschrieben haben – Zehn Hacks, die du sofort anwenden kannst

Erster Satz: »Warum das hier kein Ernährungsratgeber ist – und wir trotzdem über Essen schreiben!«

Mein Eindruck:
Zweifellos eins der wichtigsten Sachbücher unserer heutigen Zeit. Auf Social Media stellen sich Hinz und Kunz als Ernährungsprofis dar und verbreiten meistens unfundiertes, schlimmstenfalls gefährliches Halbwissen. Leider haben viele Menschen heutzutage das selbst Denken eingestellt und folgen blindlings. Was das sowie viele weitere Seiten unseres Umgangs mit Ernährung zur Folge hat, zeigen die Autorinnen hier eindrucksvoll auf. Ich habe mich so oft wiedererkannt, habe die eine oder andere Situation selbst erlebt und konnte irgendwie nur ständig mit dem Kopf nicken. Super interessant auch die Kapitel, die sich mit der Geschichte der Diät befassen und wie das alles heute noch immer tief in den Köpfen der allermeisten Menschen verwurzelt ist. Aufgrund der Kapitel über das Bewerten von Essen bzw. die Verknüpfung der Ernährung mit dem Charakter halte ich es für wichtig, das Buch in Schulen als Pflichtlektüre aufzunehmen. Es ist nämlich mehr als erschreckend, welche Kommentare in Social Media permanent abgegeben werden (Stichwort: Bodyshaming, Bodypositivity,…) und dass sich offenbar keiner Gedanken macht, was diese auslösen können. Wer am sog. Food Noise leidet (also dem Zustand, dass sich die Gedanken nahezu permanent rund um die Uhr um Essen und Ernährung drehen), dem sei das Buch ans Herz gelegt. Allen anderen auch! Jeder kann hier noch was lernen, sich vielleicht an die eigene Nase packen, was (vielleicht oft auch unbewusstes) Bewerten von Essen betrifft und generell die Welt vielleicht ein bisschen freundlicher machen. Gestört hat mich das laufende Gendern (auch wenn mir klar ist, warum das gemacht wird), weil das meinen Lesefluss enorm stört (allein der Begriff Gäst*innen ist SO gruselig) sowie die vielen englischen Sätze, die oft nicht übersetzt wurden. Sonst top! 4/5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 06.04.2026

Mord, Geheimnisse und ein ermittelnder Schlossmeister in zauberhafter Kulisse

Tod auf Hohenzollern
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Inhaltsangabe Verlag:
Rätselhafte Vorkommnisse auf Burg Hohenzollern
Wolfgang Kramer ist Schlossmeister auf der Burg Hohenzollern, wie schon Generationen vor ihm. Jeder Winkel der Burg ist ihm vertraut, ...

Inhaltsangabe Verlag:
Rätselhafte Vorkommnisse auf Burg Hohenzollern
Wolfgang Kramer ist Schlossmeister auf der Burg Hohenzollern, wie schon Generationen vor ihm. Jeder Winkel der Burg ist ihm vertraut, jeder Tag für ihn Routine – bis ein Wachmann tot auf den Stufen der St. Michaelskapelle liegt. Schnell ist Wolfgang klar: Das war kein Unfall. Gemeinsam mit seiner Tochter Hannah beginnt er auf eigene Faust zu ermitteln und bringt sich dabei selbst in Gefahr. Denn innerhalb der Mauern lauern finstere Schatten ...
Tod auf Hohenzollern vereint Charme, Humor und Spannung zu einem Wohlfühlkrimi, der mit einem einmaligen Setting und unerwarteten Wendungen begeistert.

Meine Inhaltsangabe:
In der Kapelle auf Burg Hohenzollern liegt der Wachmann Sebastian (Basti) Lauer tot vor dem Altar, umgeben von einer Blutlache. Schlossmeister Wolfgang Kramer findet den Toten, der gleichzeitig einer seiner engsten Freunde ist. Jeder tut den Fall als Unfall ab, ist doch allseits bekannt, dass Basti gern und oft einen über den Durst getrunken hat und zuweilen veilchenblau bei der Arbeit erschienen ist. Doch Wolfgang ist sich sicher: da steckt mehr dahinter! Zusammen mit seiner ältesten Tochter Hannah stellt er auf eigene Faust und sehr zum Missvergnügen einiger Menschen, eigene Ermittlungen an. Als dann auch noch Hannahs beste Freundin, ebenfalls Angestellte auf der Burg, spurlos verschwindet, ist dem Vater-Tochter-Gespann klar: hier stimmt etwas ganz und gar nicht.

Erster Satz: »Der Winter kündigte sich an und dichter Nebel umschloss den bewaldeten und kegelförmigen Berg, auf dem die Zollerburg thronte.«

Mein Eindruck:
Das Buch beginnt mit einem Epilog aus dem 2. Weltkrieg auf der Burg und ich fragte mich schon, was das zu bedeuten hat. Doch dann startet die Geschichte im Hier und Jetzt und ich hatte den Anfang irgendwann nicht mehr auf dem Schirm. Bis er dann im Zusammenhang mit der Story wieder thematisiert wurde. Dieses Einbringen der Vergangenheit hat mir sehr gut gefallen. Mit den Figuren habe ich allerdings ein wenig gehadert, weil sie alle irgendwie nicht sonderlich sympathisch sind, sondern fast jeder etwas zu verbergen scheint oder aus sonstigen Gründen unfreundlich rüberkommt. Doch der Aufbau, wie eins zum andern führt, welche Wendungen eingebaut wurden, hat mich bei der Stange gehalten. Ich musste einfach wissen, was da jetzt dahintersteckt und wie es sich auflöst. Wirklich humorvoll, wie vom Verlag angekündigt, ist der Roman nicht und ich würde ihn auch eher nicht als CosyCrime betiteln. Er ist zwar relativ unblutig und die Ermittler sind Vater und Tochter, doch es ist kein Wohlfühlkrimi, wie man ihn sich unter dem Stichwort CosyCrime vielleicht vorstellt. Die Burg Hohenzollern als Setting ist natürlich der Hammer! Vor allem, wenn man (wie ich) schon dort war. Mir gefällt, wie Wissenswertes zur Burg eingeflochten wir und wie alles bildhaft beschrieben ist. Da kriegt man direkt Lust, nochmal hinzufahren. Hinten im Buch gibt es dann noch das Hohenzollernlied sowie einen kurzen Einblick in die Kindheitserinnerungen der Autorin zur Burg. Dann noch ein paar geschichtliche Infos zu Hohenzollern sowie ein Literaturverzeichnis. Von mir 4/5 Sterne und eine Empfehlung für alle, die wendungsreiche Krimis an realen Schauplätzen mögen und über vielleicht ein wenig zu überzeichnete Figuren hinwegsehen können.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.03.2026

Die Flucht geht weiter

Wilderland - Das Meer
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Inhaltsangabe Verlag:
Der Verrat: Calum, Skye, Jasleen und Miro haben sich dank Jasleens Schlange dem brutalen Zugriff der CIA entziehen können und finden einen neuen Unterschlupf in der Gegend von Seattle. ...

Inhaltsangabe Verlag:
Der Verrat: Calum, Skye, Jasleen und Miro haben sich dank Jasleens Schlange dem brutalen Zugriff der CIA entziehen können und finden einen neuen Unterschlupf in der Gegend von Seattle. Pétur, »Nummer Fünf«, der ihr Schicksal teilt, hat sich als Verräter erwiesen und begibt sich in die Hände des Geheimdienstes. Besonders Miro ist zutiefst verzweifelt, dass er den geliebten Freund nie mehr wieder sehen soll. Als er erfährt, dass Pétur mit seiner Eishockey-Mannschaft in Seattle spielen wird, nimmt er heimlich Kontakt zu ihm auf ... Gleichzeitig erscheint von unerwarteter Seite Hilfe für die vier Untergetauchten. Doch wem können sie wirklich vertrauen? Als Jasleen von der CIA entführt wird, kommt es zu einem dramatischen Showdown.

Meine Inhaltsangabe:
Die vier Hybriden Calum, Skye, Jasleen und Miro leben nun schon einige Zeit heimlich in der abgeschiedenen Hütte am See. Nachdem Pétur sie verraten hat, müssen sie sich auch weiterhin vor der CIA und natürlich vor Sam, der Leiterin des damaligen Projekts, das für die Existenz der hybriden Kids verantwortlich ist, verstecken. Miro leidet entsetzlich unter Péturs Abwesenheit und schmiedet heimlich einen Plan, diesen bei einem seiner Eishockeyspiele zu kontaktieren. Den anderen verrät er nichts davon, da er insgeheim weiß, wie gefährlich dieses Vorhaben ist. Doch seine Liebe zu Pétur ist größer als die Angst vor Entdeckung. Es kommt, wie es kommen muss und erneut müssen sie alle Register ziehen, um nicht gefangen genommen zu werden. Hilfe bekommen sie von gänzlich unerwarteter Seite und erfahren Geheimnisse, die ihr bisheriges Leben und alles, woran sie bisher glaubten, auf den Kopf stellt.

Erster Satz: »Miro starrte nun schon seit bestimmt fünf Minuten auf das Bild auf dem Computerscreen.«

Mein Eindruck:
Nachdem ich die beiden ersten Bände nahezu in einem Rutsch weggesuchtet habe, hat es sich bei diesem hier leider ordentlich gezogen. Diesmal geht es also vordergründig um Miro (daher auch der Luchs auf dem Cover) und seine Gefühle zu Pétur. Das wurde mir mit der Zeit schlicht zu viel, zu langweilig und zu gefühlsduselig und hat mit den actiongeladenen Stories der Vorbände nichts mehr zu tun. Irgendwann nach zwei Dritteln kam dann endlich wieder mehr Spannung auf, es ging nicht mehr um die Lovestory zwischen Miro und Pétur, sondern endlich wieder um das Projekt Wilderland, um die CIA, die Kids, um Verfolgung, Verrat, Geheimnisse. Ich teile auch weiterhin nicht die Altersempfehlung des Verlags, sondern setze das Buch ab ca. 13 Jahren an. Letztlich sollten Eltern diese Entscheidung für ihr Kind treffen, in dem sie das Buch erst mal selbst lesen. Besser gesagt die ganze Reihe, denn separat kann man die Bände nicht gut lesen, weil sie direkt aufeinander aufbauen. Wie auch immer, ich bin schon jetzt gespannt auf den Herbst, weil dann die Bände 4 und 5 erscheinen sollen, in denen es dann schätzungsweise um Skye und dann um Pétur gehen wird. Mir gefällt, dass jedes der Hybride ein eigenes Buch erhält und dennoch alles aufeinander aufbaut. Von mir diesmal 4/5 Sterne und die leise Hoffnung, dass die nächsten Bände wieder durchgängig actiongeladen, spannend und fesselnd sind.

Band 4 (Der Berg) und 5 (Das Eis) erscheinen bereits im Herbs 2026.

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Lustiger Comicroman, der den Lesenden zum Teil der Handlung macht

Die Bibliothek der unendlichen Abenteuer (Band 1) - Das gestohlene Drachenei
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Inhaltsangabe Verlag:
Der Hüter der magischen Bibliothek
Was für ein Glück, dass du das liest! Ein Drache braucht dringend deine Hilfe! Du bist doch mutig genug für ein Abenteuer, oder? Allerdings muss ...

Inhaltsangabe Verlag:
Der Hüter der magischen Bibliothek
Was für ein Glück, dass du das liest! Ein Drache braucht dringend deine Hilfe! Du bist doch mutig genug für ein Abenteuer, oder? Allerdings muss ich dich warnen. Es kann sein, dass du mal ganz schnell weiterlesen musst, obwohl du eigentlich schlafen sollst. Eventuell schwirrt dir auch mal der Kopf vor lauter Buchstaben … Das sollte aber im Nu wieder verschwinden. Und dir jagt das doch sowieso keine Angst ein, richtig? Alsooo … Bist du bereit? Dann schlage schnell das Buch auf!

Ein drachenstarkes Abenteuer wartet auf dich!
Ein spannendes Abenteuer für mutige Kinder ab 8 Jahren, die schon immer einmal selbst Teil der Geschichte sein wollten. Beschütze zusammen mit Bücherwurm Iggy die magische Bibliothek!

Meine Inhaltsangabe:
Schurko hasst Kinder und möchte mit dem Geld, das er durch die goldenen Schuppen des gestohlenen Dracheneis bekommt, dafür sorgen, dass Kinder nie wieder Süßigkeiten naschen können. Schurko war nicht immer böse, die Zeit hat aus ihm einen verbitterten Griesgram gemacht, vorher waren er und der Bücherwurm Iggy sogar sehr gut befreundet. Doch jetzt braucht Iggy deine Hilfe, um den Plan von Schurko zu vereiteln. Dafür lädt er dich ein, mit in ein Buch zu reisen und das gestohlene Drachenei wieder zurück ins Nest zu bringen. Doch das ist gar nicht so einfach, zumal daraus viel zu plötzlich ein kleiner Drache schlüpft (Flammi), der dich fortan für seine Mami hält. Finde heraus, ob du gemeinsam mit Iggy und Flammi Schurkos durchtriebenen Plan verhindern kannst.

Erster Satz: »Genug herumgehangen für heute, ab ins Regal mit dir!«

Mein Eindruck:
Was für ein auffallendes, gute Laune machendes Cover! Und auch innen springen einen die vielen sehr gelungenen Illustrationen und kräftigen Farben direkt an. Aufgebaut wie ein Comicroman, jedoch ohne Sprechblasen, dafür mit ähnlich wenig und schön groß gedrucktem Text. Derjenige, der gerade spricht, ist mit einem kleinen Bildchen vor dem jeweiligen Text abgedruckt, was es auch ungeübten Lesern leicht macht, der Handlung zu folgen. Das besondere an diesem Buch ist jedoch nicht, dass man einfach nur der Handlung folgt, sondern regelmäßig aufgefordert wird, einzugreifen. Sei es durch drehen, schütteln, flattern oder umblättern des Buches, durch klatschen, pusten und so weiter. Das Einbeziehen lässt das Gelesene noch viel unmittelbarer erleben und bringt Spaß. Gerade für Wenigleser oder Lesemuffel könnte das der Einstieg in die Welt der Bücher sein, den sie brauchen. Das gefällt mir sehr gut. Die Story selbst ist mir manchmal ein bisschen zu kindlich für die Zielgruppe ab 8 Jahren, auch in der Ausdrucksweise. Da müssen Eltern selbst entscheiden, ob das Kind da vielleicht etwas unterfordert wird, also schon reifer ist oder ob es doch sehr gut passt. Ich sehe das Buch im Rahmen ab ca. sechs Jahren bis zum Alter von vielleicht neun oder zehn. Wer sich darauf einlässt, kann mit viel Spaß ein lustiges, spannendes und interaktives Abenteuer erleben. Hervorheben möchte ich aber deutlich nochmal die gelungenen Illustrationen, die einfach klasse sind. Und Iggy muss man sowieso liebhaben! 4/5 Sterne und eine Empfehlung für alle, die daheim einen kleinen Lesemuffel sitzen haben.

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Tödliche Naschereien

Rieslingtrüffel
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Inhaltsangabe Verlag:
Pfälzer morden süßer.
Eine Tote auf einem Friedhof ist eigentlich nichts Besonderes – läge sie nicht auf einem Grab, frisch verstorben und das auf ganz und gar nicht natürliche Weise. ...

Inhaltsangabe Verlag:
Pfälzer morden süßer.
Eine Tote auf einem Friedhof ist eigentlich nichts Besonderes – läge sie nicht auf einem Grab, frisch verstorben und das auf ganz und gar nicht natürliche Weise. Eindeutig ein Fall für das fränkisch-pfälzische Ermittler-Dreamteam Paula Stern und Bernd Keeser. Die Spur führt sie direkt in eine Konditorei, die pfalzweit für ihre Pralinen bekannt ist – ein besonders schwerer Fall für Keeser, wo er doch gerade von seiner höchstpersönlichen Staatsanwältin auf strenge Diät gesetzt wurde ...

Meine Inhaltsangabe:
Eine 89jährige Frau bricht auf dem Friedhof tot zusammen. Nicht wirklich überraschend, in dem Alter. Doch die Freundin und Nachbarin der Dame vermutet ein Verbrechen und das mit gutem Grund, wie die Obduktion ergibt: vergiftet wurde die Gute! Paula Stern und Bernd Keeser haben also einen neuen Fall und der dreht sich ausgerechnet um leckere Trüffel. Und das, wo Keeser von seiner ganz persönlichen Staatsanwältin doch auf strenge Diät gesetzt wurde, was seiner Laune nicht wirklich guttut. Doch der Fall hält die beiden auf Trab, Verdächtige gibt es genug und die liebe Familie der kürzlich Verstorbenen gibt zusätzlich Anlass zu weiteren Nachforschungen. Schön, dass Paula, schwanger und frisch verliebt, wieder auf der Sonnenseite des Lebens steht und gut gelaunt ihren Lieblings-Keeser liebevoll ärgern und mit dessen Diät aufziehen kann.

Erster Satz: »Sag es ruhig, ich kann damit leben«, sagte Bernd Keeser mit missmutiger Miene und rieb gedankenverloren seine rechte Schulter.«

Mein Eindruck:
Bereits zum 5. Mal ermittele ich nun gemeinsam mit Paula und Keeser in der Südpfalz und es wird kein bisschen langweilig. Dafür sorgt nicht nur der überaus humorvolle, lebendige und frische Schreibstil der Autorin, sondern natürlich auch die liebgewonnenen Figuren und die pfälzische Lebensart, dir mir fröhlich aus den Seiten entgegenschlägt. Der Fall ist auch wieder spannend und erst gegen Ende für mich klar. Wenn mir auch diesmal die ganzen Umstände rund um das Opfer ab und zu ein bisschen zu dolle, zu viel waren. Aber egal, weil mir super gefällt, wie die Ermittlertätigkeit dargestellt wird. Es geht um Spurensuche, Befragungen und damit verbunden viel Fahrerei von A nach B geht, gewürzt mit Lagebesprechungen und den immer wieder interessanten Szenen in den Katakomben des Grauens, also der Gerichtsmedizin. Das liebenswert-frotzelnde Miteinander zwischen den Kollegen mag ich total und natürlich auch die Dialoge, die immer mal auch in schönstem pfälzischem Dialekt daherkommen. Neben dem üblichen Wissenswerten zu den Tatorten der Schauplätze (Ausflugstipps, Restaurant, Orte) gibt es auch wieder ein Glossar mit diversen erklärten Begriffen sowie erneut Rezepte. Diesmal: Weihnachtstrüffel, Dornfeldertrüffel sowie Vanille-Nektarinenkonfitüre mit Mandelblättchen. Klasse! 4/5 Sterne und die Empfehlung, unbedingt bei Band 1 anzufangen, auch wenn die Teile eigentlich auch separat gut zu lesen sind.

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