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Veröffentlicht am 21.05.2026

Raus aus dem Alltag, rein in die Wanderschuhe

DUMONT Wanderzeit in Deutschland
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DUMONT Wanderzeit in Deutschland klingt schon nach diesem kleinen inneren Seufzer, den man macht, wenn der Alltag mal wieder zu laut geworden ist. Schuhe an, Rucksack packen, Handy auf leise und raus. ...

DUMONT Wanderzeit in Deutschland klingt schon nach diesem kleinen inneren Seufzer, den man macht, wenn der Alltag mal wieder zu laut geworden ist. Schuhe an, Rucksack packen, Handy auf leise und raus. Genau dieses Gefühl trifft das Buch ziemlich gut.

Besonders schön finde ich, dass hier nicht der sportliche Gipfelheld im Vordergrund steht, sondern das entspannte Unterwegssein. Kies unter den Sohlen, Waldluft in der Nase, irgendwo ein See, eine Wiese, ein Gasthaus oder ein Picknickplatz. Zack, Kopf aus. Herrlich.

Die 18 Wanderwochenenden wirken wie kleine Kurzurlaube zum Blättern und Losplanen. Kein trockenes Kartengewusel, sondern lebendige Beschreibungen, viele Fotos und praktische Tipps, die direkt Lust machen, die Wanderschuhe aus dem Schrank zu holen. Und ja, GPX Tracks zum Download sind natürlich ein echter Pluspunkt. Niemand will mitten im Wald stehen und so tun, als wäre Verlaufen ein romantisches Abenteuer.

Für mich ist das Buch ideal für alle, die Deutschland nicht nur durch Autofenster oder Bahnscheiben sehen wollen. Es macht Lust auf langsames Reisen, auf kurze Auszeiten und auf diese Momente, in denen ein Butterbrot auf einer Bank plötzlich besser schmeckt als jedes Drei Gänge Menü.

Ein richtig schöner Wanderführer mit Herz, Ruhe und ordentlich Wochenendsehnsucht. Kein Leistungsdruck, kein Outdoor Gehabe, sondern einfach Natur, Bewegung und dieses gute Gefühl: Mensch, rausgehen war wirklich eine verdammt gute Idee.

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Veröffentlicht am 21.05.2026

Wenn Stahl Geschichte atmet

Deutsche Dampfloks
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Dieser Brocken riecht schon beim Anschauen nach Kohle, Öl, Stahl und ein bisschen nach Bahnhof an einem kalten Morgen. Deutsche Dampfloks von Thomas Estler ist kein Buch, das mal eben nebenbei durchgeblättert ...

Dieser Brocken riecht schon beim Anschauen nach Kohle, Öl, Stahl und ein bisschen nach Bahnhof an einem kalten Morgen. Deutsche Dampfloks von Thomas Estler ist kein Buch, das mal eben nebenbei durchgeblättert wird. Das ist eher so ein Ding, bei dem man plötzlich hängen bleibt, obwohl man nur kurz reinschauen wollte. Zack, eine Stunde weg. Passiert.

Besonders stark ist, wie breit das Buch aufgestellt ist. Von kleinen Schmalspurdampfloks bis zur mächtigen Baureihe 52 bekommt man hier ordentlich was auf die Schienen gestellt. Technische Daten, Hintergründe, Entwicklungsgeschichte und jede Menge Bilder aus vergangenen Zeiten. Genau diese Mischung macht es aus. Nicht nur hübsch gucken, sondern auch verstehen, warum diese Maschinen gebaut wurden und welchen Zweck sie hatten.

Klar, wer mit Dampfloks gar nichts anfangen kann, wird hier vielleicht nicht plötzlich zum Lokführer im Herzen. Dafür ist das Buch zu speziell und an manchen Stellen auch ziemlich faktenverliebt. Aber ganz ehrlich, genau das passt zum Thema. Dampfloks sind eben keine weichgespülte Deko, sondern Technik, Geschichte und pure Wucht auf Rädern.

Mich hat vor allem diese nostalgische Stimmung erwischt. Diese alten Bilder, die Namen der Baureihen, das Gefühl von vergangenen Epochen. Man merkt, hier wurde nicht einfach ein hübsches Bilderbuch zusammengeschraubt, sondern ein Klassiker für Leute, die bei Dampf, Stahl und Eisenbahngeschichte innerlich kurz nicken und denken: Ja, genau so muss das sein.

Ein starkes Sachbuch mit Herz für Technik, Geschichte und große Maschinen. Kein lautes Spektakel, sondern ein solides, detailreiches Stück Eisenbahnliebe.

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Veröffentlicht am 20.05.2026

Wenn Geschichte leise anklopft und mitten ins Herz trifft

Und sie schenkten ihnen ein Zuhause
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Manchmal liegt da so ein Buch vor einem und man weiß schon nach wenigen Seiten: Na gut, emotionaler Schutzhelm wäre jetzt angebracht gewesen. Und sie schenkten ihnen ein Zuhause ist genau so ein Roman. ...

Manchmal liegt da so ein Buch vor einem und man weiß schon nach wenigen Seiten: Na gut, emotionaler Schutzhelm wäre jetzt angebracht gewesen. Und sie schenkten ihnen ein Zuhause ist genau so ein Roman. Einer, der nicht laut brüllt, sondern sich leise neben dich setzt, dir die Hand auf die Schulter legt und dann trotzdem mitten ins Herz trifft.

Laura Baldini erzählt von Anna Freud, den Kriegswaisenhäusern und Kindern, die Dinge erlebt haben, für die es eigentlich keine Worte geben sollte. Das ist schwer, ja. Aber nie reißerisch. Nie billig auf Tränen gedrückt. Eher so, als würde jemand ganz vorsichtig eine alte Tür öffnen und sagen: Schau hin, auch wenn es weh tut.

Besonders stark fand ich diese Verbindung aus Vergangenheit und späterer Spurensuche. Rose entdeckt nach und nach, dass Herkunft manchmal kein gerader Weg ist, sondern ein ganzes Knäuel aus Schweigen, Liebe, Verlust und Mut. Und Helen? Puh. Diese Figur trägt so viel Wärme in sich, dass man zwischendurch wirklich kurz durchatmen muss.

Der Roman ist historisch, aber nicht staubtrocken. Er hat Herz, Haltung und diesen leisen Sog, bei dem man denkt: Nur noch ein Kapitel. Spoiler: Lüge. Es werden drei.

Für mich ist das kein Buch, das man mal eben nebenbei wegliest. Es bleibt hängen. Nicht, weil es einen kaputt macht, sondern weil es zeigt, wie viel Menschlichkeit selbst dort wachsen kann, wo vorher alles zerstört wurde.

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Veröffentlicht am 19.05.2026

Wenn ein Kochbuch nach Zuhause schmeckt

Einfach wie bei Oma
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Schon beim ersten Durchblättern riecht dieses Buch innerlich nach Sonntagsbraten, frisch gebackenen Waffeln und diesem einen Topf Suppe, der früher gefühlt den ganzen Tag auf dem Herd stand. Einfach wie ...

Schon beim ersten Durchblättern riecht dieses Buch innerlich nach Sonntagsbraten, frisch gebackenen Waffeln und diesem einen Topf Suppe, der früher gefühlt den ganzen Tag auf dem Herd stand. Einfach wie bei Oma ist kein Kochbuch, das laut sein muss. Es kommt leise, warm und vertraut daher und genau darin liegt sein besonderer Charme.

Mir gefällt besonders, dass die Rezepte nicht künstlich kompliziert wirken. Kartoffelsalat, Gulaschsuppe, Königsberger Klopse, Rotkohl oder Eierlikörkuchen lesen sich wie kleine Erinnerungen auf Papier. Viele Gerichte kennt man, manche hat man vielleicht lange nicht mehr gegessen, und plötzlich ist da wieder dieses Gefühl von Küche, Familie und einem vollen Teller, der nicht nur satt macht, sondern irgendwie auch tröstet.

Die Gestaltung wirkt herzlich und nahbar. Die Tipps von Oma geben dem Ganzen etwas Persönliches, fast so, als würde jemand neben einem stehen und sagen: Mach dir keinen Stress, das wird schon. Genau das macht das Buch so sympathisch.

Ganz perfekt ist es für mich nicht, weil ich mir an manchen Stellen noch ein bisschen mehr Überraschung oder Tiefe gewünscht hätte. Trotzdem ist Einfach wie bei Oma ein wunderschönes Wohlfühlkochbuch für alle, die traditionelle Küche lieben und beim Kochen gern ein kleines Stück Zuhause zurückholen möchten.

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Veröffentlicht am 17.05.2026

Wenn Liebe gefährlicher ist als jeder Fluch

Till the End of the Moon 3
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Band drei kommt rein wie ein höflicher Dolch im Seidengewand. Erst sieht alles wunderschön aus, dann merkt man: Moment mal, hier blutet ja wieder jeder emotional vor sich hin.

Tantai Jin bleibt einfach ...

Band drei kommt rein wie ein höflicher Dolch im Seidengewand. Erst sieht alles wunderschön aus, dann merkt man: Moment mal, hier blutet ja wieder jeder emotional vor sich hin.

Tantai Jin bleibt einfach so eine Figur, bei der man gleichzeitig die Augen verdreht, den Kopf schüttelt und trotzdem wissen will, was in seinem kaputten kleinen Dämonenherz als Nächstes passiert. Diese Mischung aus Macht, Einsamkeit, verletztem Stolz und aufkeimenden Gefühlen macht ihn unfassbar spannend. Und Li Susu? Die steht wieder mitten in diesem ganzen Chaos und versucht, irgendwie das Richtige zu tun, während um sie herum gefühlt jeder eigene Pläne schmiedet.

Gerade Ye Bingchang bringt in diesem Band ordentlich Gift in die Geschichte. Nicht laut, nicht plump, sondern so unterschwellig unangenehm, dass man beim Lesen innerlich schon die Teetasse abstellt und denkt: Na toll, die macht jetzt bestimmt wieder irgendwas.

Die Romance bleibt slow, tragisch und kompliziert. Genau richtig für diese Reihe. Hier gibt es keine einfache Liebe mit Händchenhalten im Sonnenuntergang, sondern Gefühle mit Messer zwischen den Rippen, politischen Intrigen und diesem ständigen Was wäre wenn.

Man muss sich auf Namen, Machtspiele und Drama einlassen, sonst wird es anstrengend. Wer aber chinesische Romantasy, tragische Schicksale und emotionales Hin und Her mag, bekommt hier wieder richtig viel Futter fürs Herz und für die Nerven.

4,5 Sterne, weil mich diese Reihe weiterhin komplett in ihren Bann zieht, auch wenn sie manchmal so viel Drama auffährt, dass mein innerer Ruhepuls freiwillig auszieht.

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