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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.06.2026

Genau so sollten Sachbücher geschrieben werden!

Bakterien – die heimlichen Helden
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Peter Wohlleben entführt uns mit diesem Buch in eine ganz besondere Welt - die Welt der Bakterien, diese omnipräsenten Wesen, die wir im Alltag übersehen, aber die uns Menschen und die Natur sehr prägen ...

Peter Wohlleben entführt uns mit diesem Buch in eine ganz besondere Welt - die Welt der Bakterien, diese omnipräsenten Wesen, die wir im Alltag übersehen, aber die uns Menschen und die Natur sehr prägen und beeinflussen. Am wichtigsten bei einem Sachbuch ist (meiner Meinung nach) der Schreibstil. Peter Wohlleben schafft es mit seinem Schreibstil uns in diese andere Welt mitzunehmen und unglaublich viel Fachwissen zu vermitteln, ohne dass Fakten an Fakten gereiht werden und ohne, dass uns der Kopf brummt. Stattdessen lernen wir, ohne überhaupt zu merken, dass wir so viel lernen :D Das Buch liest sich vielmehr wie eine Erzählung - eine Erzählung, der ich gerne lauschen möchte - eine wahre Kunst, die dieses Buch sehr prägt.

Die einzelnen Kapitel bieten uns die Möglichkeit, das Buch abschnittsweise zu lesen, um das Wissen auch ordentlich verdauen zu können. Außerdem haben wir so die Möglichkeit später mal wieder reinzulesen und einen kleinen Ausflug zu machen. Es ist absolut kein Vorwissen notwendig, Peter Wohlleben holt die Leser*innen ganz am Anfang ab.

Ich habe absolut nichts auszusetzen und sehr viel zu loben. Es ist daher eine umfassende Empfehlung für alle, ganz besonders für Bakterien-Laien, die Lust haben, auf sanfte Weise ganz tief in dieses Thema einzutauchen.

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Veröffentlicht am 21.05.2026

Zeitlos

Little Hollywood
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Namensgebend für das Buch “Little Hollywood” ist eine Videothek in einer Kleinstadt. Diese Videothek, Filme und ein bestimmter Mitarbeiter der Videothek sind der Rettungsanker für Leonie, die sich gerade ...

Namensgebend für das Buch “Little Hollywood” ist eine Videothek in einer Kleinstadt. Diese Videothek, Filme und ein bestimmter Mitarbeiter der Videothek sind der Rettungsanker für Leonie, die sich gerade im Sommer nach dem Abitur mit dem Loslassen der Vergangenheit und dem Einlassen auf die Zukunft beschäftigt. Diese Stimmungslage hat das Buch sehr gut getroffen. Insgesamt scheint die Stimmung, die Atmosphäre, eine viel größere Rolle in diesem Buch zu spielen als die tatsächliche Handlung, was tatsächlich sehr gut gelungen ist und nicht langweilig rüberkommt. Die wenigen Charaktere sind gut getroffen und wirken real. Auch wenn die Geschichte schon ein paar Jahre zurückliegt (Stichwort Videothek, wir befinden uns in den späten 90ern), wirkt das gesamte Buch sehr zeitlos. Natürlich gibt es ein paar Situationen, die heute so nicht mehr vorkommen würden, aber es wirkt insgesamt sehr nahbar und übertragbar, was mir sehr gut gefällt. Ein perfektes Buch für eine kleine Auszeit an lauen Sommerabenden.

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Veröffentlicht am 28.04.2026

Ein großartiges Buch

Solange ein Streichholz brennt
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Ein großartiges Buch auf verschiedensten Ebenen. Das Buch zeigt ganz eindrucksvoll, wie schnell ein Leben entgleiten kann und dass es absolut jeden treffen kann. Es zeigt auf, wie Obdachlose behandelt ...

Ein großartiges Buch auf verschiedensten Ebenen. Das Buch zeigt ganz eindrucksvoll, wie schnell ein Leben entgleiten kann und dass es absolut jeden treffen kann. Es zeigt auf, wie Obdachlose behandelt und voller Vorurteile betrachtet, aber größtenteils einfach ignoriert werden. Besonders gelungen ist hier die Erzählung aus zwei unterschiedlichen Perspektiven, die auf den ersten Blick so verschieden wirken, aber sich auf den zweiten Blick und im Laufe des Buches doch gar nicht mehr so sehr unterscheiden. Stilistisch wird dies dadurch unterstützt, dass wir immer mal wieder beide Protagonist*innen in vergleichbaren Situationen erleben.

Ich habe das Buch wirklich sehr verschlungen und es wird mich sicherlich noch eine ganze Weile gedanklich begleiten. Daher gibt es von mir eine große und ausnahmslose Empfehlung.

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Veröffentlicht am 25.04.2026

Viele Highlights, allen voran der Schreibstil

Gelbe Monster
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Der Titel "Gelbe Monster" und das Cover sind die ersten Highlights des Romans von Clara Leinemann - und weitere Highlights lassen nicht lange auf sich warten. Bereits die ersten Seiten ziehen mich in ihren ...

Der Titel "Gelbe Monster" und das Cover sind die ersten Highlights des Romans von Clara Leinemann - und weitere Highlights lassen nicht lange auf sich warten. Bereits die ersten Seiten ziehen mich in ihren Bann und dieser Bann lässt im Laufe des Buches nicht nach - ganz im Gegenteil. Der Schreibstil nimmt mich sofort mit in Charlies Gedanken und ermöglicht mir einzig und allein ihre Perspektive auf alle Geschehnissen. Dass wir die Handlung wie durch eine Brille betrachten, vermittelt die Autorin hervorragend und mit spielender Leichtigkeit. Auch wenn die Inhalte zum Teil harte Kost sind, fühlt sich der Lesefluss sehr flüssig und geschmeidig an. Die harte Kost (toxische Beziehungsmuster, Aggressionen, Scham, Eifersucht und das ein oder andere weitere Gefühl) wird locker flockig leicht und auf fast schon poetische Weise vermittelt. Die Protagonistin hat sich mit ihren Handlungen nicht unbedingt in das Herz der Leserinnen gebracht, aber sie schafft es dennoch nicht nervend zu sein (wie so mach andere unsympathische Protagonistinnen), sondern Mitgefühl zu wecken. Alles in allem, eine klare und absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 19.12.2025

Wirrer Themen-Mix, der dem Autor mit Bravour gelungen ist

The Spirit Bares Its Teeth
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Grandioses Buch voller wichtiger Themen. Super spannend, Transsexualität und Autismus mit einem mystischen Touch und Geistern sowie mit sektenähnlichen Strukturen im 19. Jahrhundert zu verbinden. Auch ...

Grandioses Buch voller wichtiger Themen. Super spannend, Transsexualität und Autismus mit einem mystischen Touch und Geistern sowie mit sektenähnlichen Strukturen im 19. Jahrhundert zu verbinden. Auch wenn es auf den ersten Blick echt verrückt klingt, der Autor hat es geschafft, diese unglaublichen wichtigen Themen durch das Setting im Buch hervorragend rüberzubringen. Sowohl die transsexuellen als auch die autistischen Aspekte finde ich wirklich sehr gut vermittelt und es ist unglaublich augenöffnend, sie aus der Ich-Perspektive von Silas, dem Protagonisten, zu lesen. Trotz überwiegend düsterer Stimmung, gibt es immer mal wieder Lichtblicke und Verbündete an Silas Seite. Das Buch ist sehr spannend geschrieben, ich hätte es am liebsten ohne Unterbrechung gelesen. Große Empfehlung an alle!

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