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Veröffentlicht am 29.05.2026

Spannender Krimi mit überraschenden Ende

Der Tote auf dem Kniepsand
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Auf der Insel Amrum wurde am Strand Kniepsand eine männliche Leiche gefunden,es stellt sich heraus,dass er vergiftet wurde.Die Identität ist schnell geklärt, es handelt sich um Dennis Claasen, der Kontakte ...

Auf der Insel Amrum wurde am Strand Kniepsand eine männliche Leiche gefunden,es stellt sich heraus,dass er vergiftet wurde.Die Identität ist schnell geklärt, es handelt sich um Dennis Claasen, der Kontakte ins Drogenmilieu gehabt hat.Da auf der NachbarInsel Sylt mehrmals mysteriöse Kokainpäckchen angeschwemmt wurden und sein Haus von Einbrechern durchsucht wurde,wird ein Zusammenhang vermutet.Da er im Haus seiner verstorbenen Großmutter lebt und seine Geschwister den Verkauf anstreben, was er verhindern möchte, könnte das Mordmotiv auch hier liegen.

Kommissarin Lena Lorenzen und ihre Kollegin Naya Olsen,werden von Flensburg aus auf die Insel beordert und ermitteln vor Ort ,ein Kollege arbeitet ihnen vom Festland aus zu. Da Lena ursprünglich von Amrum stammt, kennt sie viele Bewohner und hat sozusagen einen Heimvorteil.

Es war für mich der erste Fall mit Lena Lorenzen,was aber keinen Nachteil darstellte.Die wichtigsten Details aus der Vergangenheit wurden von der Autorin immer wieder eingefügt.Das hat sie so gut gemacht, dass für neue Leser die Wissenslücken aufgefüllt wurden, ohne die Leser mit Vorkenntnissen zu langweilen.

Mir waren die Protagonisten von Anfang an sympathisch, und ihre Vorgehensweise wirkte sehr realistisch. Genau wie ich als Leserin,waren auch die Ermittlerinnen zwischenzeitlich mal auf der falschen Fährte,was sehr authentisch wirkte.Dass neben der Krimihandlung Auch das Privatleben thematisiert wurde, ohne die Spannung zu schmälern, fand ich gut.

Ich habe zwischendurch mehrere Verdachtsmomente verfolgt, wäre aber nie im Leben auf diese Lösung gekommen,sowas mag ich bei einem Krimi.

Ich werde der Autorin folgen und würde gerne bei weiteren Fällen mitlesen.

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Veröffentlicht am 23.05.2026

Mutiger Neustart für die Liebe

Spätsommerglück
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Hannah ist Ende 50,als sie von Sohn und Schwiegertochter, mit der Nachricht überrascht wird,dass sie in Kürze Oma wird.Allerdings sind die Begleitumstände nicht so ,wie sie es sich gewünscht hätte.Zuerst ...

Hannah ist Ende 50,als sie von Sohn und Schwiegertochter, mit der Nachricht überrascht wird,dass sie in Kürze Oma wird.Allerdings sind die Begleitumstände nicht so ,wie sie es sich gewünscht hätte.Zuerst ist sie geschockt,dann überdenkt sie ihr Leben und stellt die Weichen für einen Neuanfang.

Sie bewirbt sich für den Job einer Granny Au Pair in Schweden.Kurz darauf meldet sich Saga Persson und beim ersten Videocall ist klar,dass die Chemie stimmt und so macht sie sich kurz darauf auf den Weg nach Schweden.Ihre Wohnung hat sie solange ihrer Freundin und Verlegerin Miriam überlassen,die dringend eine neue Unterkunft benötigte ,eine Win - Win Situation.

Bei Ihrer Ankunft wird sie von ihrer Gastfamilie herzlich willkommen geheißen, die beiden Kinder, Lycka und Samuel ,schließt sie sofort ins Herz,wäre da nicht Opa Anders ,der sie regelrecht feindselig behandelt,warum nur?Mit etwas Abstand versteht sie auch die Entscheidung ihrer Familie und genießt ihr Omaglück ,wenn auch teilweise aus der Ferne.

Eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen hat mich wieder mit einer absoluten Wohlfühlgeschichte begeistert,die ich in kurzer Zeit verschlungen habe.Von Liebe,Trauer,Wut ,Kränkung,aberauch viel Mut für Neuanfänge ,war alles vorhanden,was eine gute Geschichte braucht.Der Spagat zwischen den verschiedenen Emotionen ist ihr wieder ohne jeglichen Kitsch gelungen.Alle Protagonisten bekamen ausreichend Raum um sie kennenzulernen und zu verstehen(manchmal brauchte das etwas länger).Auch die Schönheit Schwedens, dass ich bis jetzt nur aus Büchern kenne, wurde entsprechend gewürdigt.Auch die Musik erhielt einen größeren Raum und so einige Ohrwürmer nisteten sich bei mir ein.

Ich lege das Buch mit einem lachenden und einem weinenden Auge zur Seite und freue mich auf neue Werke.Natürlich gibt es fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 20.05.2026

Trauerbewältigung der besonderen Art

Die Ozeanschwimmerin
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Sophie hat so ziemlich das Schlimmste erlebt ,was einem Menschen widerfahren kann,ihr Mann ,der vierzehnjährige Sohn und der Familienhund,kamen vor einem Jahr bei einem Bootsunglück ums Leben.Sie durchlebt ...

Sophie hat so ziemlich das Schlimmste erlebt ,was einem Menschen widerfahren kann,ihr Mann ,der vierzehnjährige Sohn und der Familienhund,kamen vor einem Jahr bei einem Bootsunglück ums Leben.Sie durchlebt schlimme Phasen der Trauer, hadert mit ihrem Schicksal und verliert teilweise den Lebensmut. Dann fasst sie einen Entschluss. In ihrer Firma wird jedes Jahr für einen Mitarbeitenden ein Sabbatical ausgelobt.Das nimmt sie zum Anlass für eine besondere Herausforderung, innerhalb eines Jahres sieben Meeresstraßen durchschwimmen, die so genannte Ocean‘s Seven Challenge.

Unterstützung erhält sie von ihrem Schwager Thomas ,ihrer Schwägerin Iona(der Zwillingsschwester ihres Mannes)und ihrem jungen Kollegen Raffael,der ihre außergewöhnliche Reise in Bild und Ton dokumentiert.Natürlich wird die Aktion durch ein erfahrenes Bootsteam begleitet.

Das Buch zeigt auf eine höchst emotionale Weise, alle Stationen dieser abenteuerlichen Reise, den Umgang der Protagonistin mit der sportlichen Herausforderung,den Kampf gegen die inneren Dämonen, sowie die innere Reise aller Beteiligten.

Es wird alles so eindrucksvoll und gleichzeitig realistisch geschildert, dass man sich beim Lesen mitten im Geschehen fühlt. Sei es die Begegnung mit Walen,Haien und anderen Meeresbewohnern,das Hineinschwimmen in einen Quallenteppich ,oder der immer wiederkehrende Kampf gegen unwägbare Naturgewalten.Natürlich wurde auch der Schönheit der Natur und den immer wieder einfließenden magischen Erlebnissen genügend Raum gegeben.Beim Lesen der teilweise sehr dramatischen Szenen ,durchlebte ich ein Wechselbad der Gefühle.

Mindestens genauso wichtig wie die sportliche Herausforderung war die innere Reise der einzelnen Teilnehmer/Teilnehmerinnen. Jeder hatte sein eigenes Päckchen zu tragen, musste mit verschiedenen Situationen umgehen und sich dabei auch damit auseinandersetzen,wie das eigene Leben in Zukunft verlaufen soll.

Die Beschreibung von Sophies Zwiesprache mit ihrem verstorbenen Mann,während des Schwimmens,brachte mich mehrfach an meine emotionalen Grenzen.Ein harmonisches Ende rundete die Geschichte ab.

Ich kenne die Autorin von vielen anderen Romanen,die ich auch sehr gerne gelesen habe,bei diesem Buch hat sie sich selbst übertroffen.Es wird noch lange nachhallen und gehört definitiv zu meinen Jahreshighlights.Ich vergebe fünf Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 14.05.2026

Warum musste Anna sterben?

Tote trinken keinen Riesling
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Eigentlich sollte es eine gemütliche Bustour entlang der deutschen Weinstraße werden, mit Rosi als Reiseleiterin.So jedenfalls der Plan ,der aber leider nicht aufging.Weil die Bustoilette (angeblich) defekt ...

Eigentlich sollte es eine gemütliche Bustour entlang der deutschen Weinstraße werden, mit Rosi als Reiseleiterin.So jedenfalls der Plan ,der aber leider nicht aufging.Weil die Bustoilette (angeblich) defekt war und mehrere Teilnehmerinnen ein dringendes Bedürfnis hatten,mußten sie sich in Büsche schlagen. Der Schreck war groß, als sie dort auf die Leiche der jungen Winzerin Anna Zeder trafen, die brutal erschlagen wurde.Außerdem fand Rosi am Tatort ein Medaillon,was ihrer Freundin Grete gehörte,der stärksten Konkurrentin der Toten.

Rosi und ihre Freundinnen Olga,eine Ex -Kommissarin und Monique,die ebenfalls mit an Bord waren, unterstützen, in bester Miss Marple Manier, die Polizei bei ihren Ermittlungen.Dabei entdecken sie einige Intrigen und dunkle Geheimnisse,welche so gar nicht zur idyllischen Pfalz passen wollen.

Ich habe die drei rüstigen Rentnerinnen von Anfang an ins Herz geschlossen.Die Art der Ermittlungen,welche von unzähligen Sprüchen und Zitaten begleitet wurde,brachte mich immer wieder zum Lachen.Darin versteckt waren aber auch viele zutreffende Lebensweisheiten.In einigen Episoden habe ich mich selbst und auch einige Personen aus meinem Umfeld wiedererkannt.
Am Ende gab es eine logische Auflösung,was mir mir gut gefiel.

Der Cozy Krimi war eine gelungene Mischung aus Spannung,Humor und vielen Begebenheiten aus dem ganz normalen Alltag.

Ein Prosit auf den gelungenen Start einer neuen Reihe,der von mir geschätzten Autorin und fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 09.05.2026

Mord mit Glamourfaktor

Léon und die Frau im blauen Kleid
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Commissario Léon de Cavallier ,ein reicher Adelsspross ,ist einerseits ein brillianter Ermittler,andererseits ein Snob,der seinesgleichen sucht. Als sein Teamkollege in den Ruhestand geht ,wird er ,sehr ...

Commissario Léon de Cavallier ,ein reicher Adelsspross ,ist einerseits ein brillianter Ermittler,andererseits ein Snob,der seinesgleichen sucht. Als sein Teamkollege in den Ruhestand geht ,wird er ,sehr zu seinem Missfallen, durch die junge Nadia Bentaleb ersetzt.Obwohl sie aus einem völlig anderen Milieu stammt,läßt sie sie sich von seinen arroganten Aktionen und Sprüchen nicht abschrecken,sondern bietet ihm Paroli.Bevor Sie sich richtig kennenlernen können, werden sie mit ihrem ersten Fall konfrontiert. Die Leiche einer jungen Frau, deren Identität zuerst nicht fest steht, wird morgens am Strand von Nizza angespült.Bei den Ermittlungen geraten sie in einen unglaublichen Sumpf ,in welchem es von krimineller Energie sprüht und Korruption zum Tagesgeschäft gehört.

Meine Meinung:

Der Autor ist mir bereits von unterschiedlichen Romanen bekannt und ich war sehr gespannt auf sein neues Werk.

Mit dem ungleichen Ermittlerpaar ist ihm ein weiterer guter Wurf gelungen. Die unterschiedliche gesellschaftliche Stellung ist Ihnen bei der Arbeit sehr zuträglich,so kann jeder auf seine Weise in die Ermittlungen eingreifen.

Ein Krimi in diesen „illustren Kreisen“ war für mich Neuland und ich musste mich erst an diese Gepflogenheiten gewöhnen. Schnell fand ich aber einen Zugang sowohl zu den Protagonisten,als auch dem Umfeld.Zuerst war mir der arrogante Schnösel Léon zuwider,schon bald erkannte ich aber seine andere Seite ,die er mit seinem Gehabe gekonnt zu verbergen sucht.Auch seine neue Kollegin, bringt ein nicht gerade kleines Päckchen mit sich, von dem sie in einem längeren Gespräch Léon berichtet.Bevor er ihrerseits seine Geschichte offenbaren kann (wir als LeserInnen wissen schon mehr),kommt es zu einem dramatischen Showdown,der sehr neugierig auf die Fortsetzung macht.

Von mir fünf Sterne für einen grandiosen Serienstart.

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