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Veröffentlicht am 25.05.2026

Frida wird Vorschulkind. Aufregend.

Einfach Frida! Hurra, mein letztes Kindergartenjahr!
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„Einfach Frida!“ ist ein echt schönes Buch über Fridas letztes Kindergartenjahr. Es zeigt viele Situationen, die Kinder kurz vor der Schule erleben – mal lustig, mal aufregend, mal ein bisschen ...

„Einfach Frida!“ ist ein echt schönes Buch über Fridas letztes Kindergartenjahr. Es zeigt viele Situationen, die Kinder kurz vor der Schule erleben – mal lustig, mal aufregend, mal ein bisschen mulmig. Beim Lesen merkt man schnell: So geht es fast allen Vorschulkindern.
Frida ist 6 und im letzten Kindergartenjahr. Sie freut sich auf die Schule, hat aber auch ein paar Sorgen. Genau wie viele Kinder in diesem Alter.
Manchmal will sie morgens gar nicht in die Kita, manchmal ist sie super aufgeregt – zum Beispiel vor der Seepferdchen‑Prüfung oder der Übernachtung im Kindergarten.

Ihre Mama ist dabei total liebevoll und ruhig, was richtig gut tut und auch uns Eltern daran erinnert, wie man solche Momente entspannt begleiten kann.
Der Text ist einfach und gut verständlich. Es ist aber schon ein Buch mit viel Schrift und weniger Bildern, also eher etwas für Vorschulkinder oder zum gemeinsamen Vorlesen.
Die Kapitel sind kurz genug, um abends eins zu lesen – perfekt, wenn das Kind noch nicht so lange zuhören mag.
Die Bilder sind richtig schön gemacht: bunt, warm und voller kleiner Details. Kinder können sich super in Frida hineinversetzen. Das Buch nimmt Kinder ernst und zeigt ihnen: Du bist nicht allein mit deinen Gefühlen.

Ein warmherziges, ehrliches Buch über die Zeit zwischen Kindergarten und Schule.

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Veröffentlicht am 24.05.2026

Ein Mosaik aus Frauenleben

Das Mosaik der Frauen
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Das Buch hat mich echt überrascht – nicht nur wegen der Geschichte, sondern auch wegen der Art, wie sie erzählt wird.

Im Mittelpunkt steht Nadim, ein älterer Mann, der im Krankenhaus liegt und ...

Das Buch hat mich echt überrascht – nicht nur wegen der Geschichte, sondern auch wegen der Art, wie sie erzählt wird.

Im Mittelpunkt steht Nadim, ein älterer Mann, der im Krankenhaus liegt und weiß, dass er nicht mehr viel Zeit hat. Er möchte unbedingt seine Lebensgeschichte festhalten. Aber das Besondere ist: Er erzählt sie nicht einfach chronologisch, sondern über die Frauen, die ihn geprägt haben. Jede Frau ist wie ein Stein in seinem „Mosaik“.

Bevor man überhaupt zu Nadim kommt, lernt man aber erst Said kennen – einen Schriftsteller, der aus Syrien nach Deutschland geflüchtet ist. Er soll Nadims Geschichte aufschreiben. Am Anfang dachte ich: „Hä? Warum fängt das Buch mit jemand ganz anderem an?“ Aber irgendwann ergibt es Sinn, auch wenn ich zwischendurch kurz irritiert war.

Was ich richtig schön fand:

Nadims Leben ist total bewegt – Liebe, Politik, Flucht, Neuanfang.

Die Frauen in seinem Leben sind alle komplett unterschiedlich und jede bringt etwas Neues in seine Geschichte.

Manche Kapitel sind traurig, andere total warmherzig.

Und trotz allem, was er erlebt hat, bleibt Nadim ein unglaublich positiver Mensch.

Der Schreibstil ist super leicht, fast so, als würde dir jemand am Küchentisch Geschichten erzählen. Manchmal schweift er ab, erzählt kleine Anekdoten, kommt dann wieder zurück – aber genau das macht’s irgendwie charmant.

Am Ende hatte ich das Gefühl, dass das Buch weniger über „große Dramen“ geht, sondern mehr darüber, wie Menschen uns formen. Wie kleine Begegnungen, Beziehungen und Verluste uns zu dem machen, was wir sind. Dieses Bild vom Mosaik fand ich richtig schön.

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Veröffentlicht am 24.05.2026

Magie zum Wohlfühlen

The Faraway Inn
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The Faraway Inn ist ein richtig gemütliches, magisches Buch. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, als würde mich die Geschichte warm einhüllen. Calisa fährt wegen Liebeskummer zu ihrer Großtante, um dort ...

The Faraway Inn ist ein richtig gemütliches, magisches Buch. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, als würde mich die Geschichte warm einhüllen. Calisa fährt wegen Liebeskummer zu ihrer Großtante, um dort den Sommer zu verbringen. Sie denkt, es wird ein normaler Urlaub – aber das Inn ist alles andere als normal.

Das Gasthaus ist alt, ein bisschen schief und voller kleiner magischer Dinge. Eine Teekanne, die immer frischen Tee macht. Spiegel, die manchmal antworten. Kleine Drachen, die durchs Haus laufen. Und Gäste, die irgendwie seltsam wirken. Das fand ich total süß und sehr fantasievoll.

Calisa ist eine neugierige, liebe Figur. Sie will das Inn wieder schön machen und ihrer Tante helfen. Zusammen mit Jack, dem Sohn des Verwalters, kommt sie langsam den Geheimnissen des Hauses näher. Die beiden mögen sich immer mehr, aber ganz ruhig und ohne Kitsch. Das hat gut gepasst.

Als ihre Großtante plötzlich verschwindet, wird es spannender. Calisa reist durch geheime Türen in andere Welten und versucht, ihre Tante zu finden und das Inn zu retten. Trotzdem bleibt die Stimmung immer warm und gemütlich. Genau das macht das Buch so angenehm.

Der Schreibstil ist leicht und bildhaft. Man kann sich alles gut vorstellen – die Wälder, das alte Haus, die magischen Dinge. Ich habe mich beim Lesen richtig wohlgefühlt.

Für mich ist das eine schöne Wohlfühlgeschichte mit Magie, ein bisschen Abenteuer und einer zarten Liebesgeschichte. Perfekt, wenn man einfach mal abschalten will und in eine andere Welt eintauchen möchte.

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Veröffentlicht am 24.05.2026

Ein Roman der unter die Haut geht

Palastplatte
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Palastplatte hat mich sofort berührt. Der Roman fühlt sich an wie ein leises, aber sehr intensives Erinnern an eine Kindheit, die gleichzeitig schön und schwer war. Wir begleiten Henri über viele Jahre ...

Palastplatte hat mich sofort berührt. Der Roman fühlt sich an wie ein leises, aber sehr intensives Erinnern an eine Kindheit, die gleichzeitig schön und schwer war. Wir begleiten Henri über viele Jahre – vom Freibad‑Sommer mit ihrer besten Freundin Mo bis ins Erwachsenenleben. Und genau diese lange Zeitspanne macht die Geschichte so stark: Man sieht, wie aus zwei Mädchen zwei Frauen werden, und wie alles, was früher passiert ist, in ihnen weiterarbeitet.

Henri und Mo sind für mich das Herz des Buches. Diese Nähe zwischen ihnen – Bücher teilen, Sonnenmilch teilen, Schweigen teilen – wirkt so echt. Und wie sich daraus langsam eine erste Liebe entwickelt, ganz vorsichtig und ohne großes Drama, das fand ich unglaublich schön erzählt. Es ist diese Art von Freundschaft, die sich wie ein Zuhause anfühlt.

Gleichzeitig liegt über Henris Familie ein Schatten. Ihr Vater verändert sich, und sie spürt das schon lange, bevor jemand es ausspricht. Dieses Gefühl, dass etwas nicht stimmt, aber man es nicht benennen kann, ist so gut getroffen. Aus dieser Angst heraus beginnt Henri, Geistergeschichten zu schreiben. Das ist nicht nur eine zweite Erzählebene, sondern auch ein Ventil – ein Weg, das Chaos in Worte zu fassen. Das hat mich sehr bewegt.

Was ich besonders mochte: Die „Palastplatte“ selbst. Die Menschen dort – Katie mit dem Kuchen, Lucy mit ihren Ballettträumen, Herbert mit seiner Patchworkdecke – geben dem Buch Wärme. Trotz aller Probleme fühlt sich diese Welt lebendig und menschlich an. Man merkt, wie wichtig Gemeinschaft sein kann, gerade wenn zuhause etwas zerbricht.

Die Sprache ist ruhig, fein und sehr nah an Henri dran. Nichts ist übertrieben, nichts kitschig. Selbst die schweren Themen – psychische Krankheit, Angst, Verlust, Erwachsenwerden – werden so erzählt, dass man gut mitgehen kann, ohne dass es einen erschlägt. Viele Sätze bleiben hängen, weil sie so leise und gleichzeitig so wahr sind.

Für mich ist Palastplatte ein zarter, emotionaler Coming‑of‑Age‑Roman, der lange nachklingt. Ein Buch über Liebe, Freundschaft, Familie und darüber, wie man versucht, Worte für Dinge zu finden, die eigentlich zu groß sind. Ich fand es wunderschön und sehr bewegend.

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Veröffentlicht am 23.04.2026

Zurück in den Sommer der unvergessen bleiben wird

2006. Sommermärchen des Jahrhunderts
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Ganz ehrlich: Das Buch „2006 – Sommermärchen des Jahrhunderts“ hat mich richtig überrascht. Ich dachte zuerst, es wäre ein typisches Fußballbuch mit vielen bunten Bildern. Am Ende sind es gar nicht so ...

Ganz ehrlich: Das Buch „2006 – Sommermärchen des Jahrhunderts“ hat mich richtig überrascht. Ich dachte zuerst, es wäre ein typisches Fußballbuch mit vielen bunten Bildern. Am Ende sind es gar nicht so viele Fotos – und sie sind auch nur in Schwarz-Weiß. Schade, denn in Farbe hätten sie die Stimmung von damals noch stärker rübergebracht. Trotzdem passen die Bilder gut und wecken sofort Erinnerungen.

Was mich aber wirklich gepackt hat: Man erlebt das Jahr 2006 fast so, als würde man in ein altes Tagebuch schauen. Tim Frohwein erzählt alles Tag für Tag, und dadurch fühlt man sich total zurückversetzt. Ich hatte beim Lesen ständig dieses „Ach ja, stimmt, das war ja auch damals“-Gefühl. Viele Momente kamen wieder hoch, an die ich ewig nicht gedacht hatte.

Das Buch zeigt aber nicht nur die schönen Seiten. Es erinnert auch daran, wie skeptisch und müde Deutschland vor der WM war. Die schlechte Stimmung, die Kritik an Klinsmann, die politischen Themen – all das gehört eben auch zu diesem Jahr. Und genau das macht das Buch so spannend: Es zeigt, wie aus einem eher grauen Gefühl plötzlich dieser unglaubliche Sommer wurde, der uns alle mitgerissen hat.

Besonders gut gefällt mir, dass Frohwein nicht nur über Fußball schreibt. Er holt auch Politik, Medien, Musik und Alltagskultur mit rein. Dadurch merkt man erst, wie viel damals gleichzeitig passiert ist. Und trotzdem bleibt alles leicht verständlich und nahbar.

Während der WM beschreibt er dieses besondere „Flimmern“ in der Luft – dieses Wir-Gefühl, das man kaum erklären kann, aber sofort wieder spürt. Die Fanmeilen, die Grillabende, die Fahnen, die gute Laune überall. Und gleichzeitig vergisst er nicht die ernsten Themen, die damals im Hintergrund liefen. Das macht das Ganze sehr ehrlich.

Ich habe beim Lesen richtig mit meinem Mann in Erinnerungen geschwelgt. Und ich konnte meinem Sohn endlich erklären, warum dieser Sommer für uns so besonders war. Kaum zu glauben, dass das schon 20 Jahre her ist.

Mein Fazit: Das Buch ist nicht nur etwas für Fußballfans. Es ist für alle, die diesen Sommer erlebt haben – oder verstehen wollen, warum er so besonders war. Es ist emotional, aber trotzdem sachlich. Es ist Erinnerung, Zeitreise und Geschichte in einem. Und es bringt dieses Sommermärchen noch einmal zum Leuchten.

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