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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.05.2026

Wie wir wirklich sind

Ich erzähle von meinen Beinen
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Als ich "Ich erzähle von meinen Beinen" von Cornelia Travnicek gelesen habe, hatte ich oft der Gedanke: Ja, genau so fühlt sich das manchmal an. Dieses ständige Funktionieren, das Organisieren, ...

Als ich "Ich erzähle von meinen Beinen" von Cornelia Travnicek gelesen habe, hatte ich oft der Gedanke: Ja, genau so fühlt sich das manchmal an. Dieses ständige Funktionieren, das Organisieren, das Denken an alles und alle. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Wally, eine Frau, die versucht, ihren Alltag zu bewältigen. Familie, Kind, Termine, Verantwortung und nach außen läuft alles scheinbar gut. Aber innerlich ist sie erschöpft, unruhig und oft völlig überfordert. Als bei ihrer Tochter ADHS festgestellt wird, beginnt sie plötzlich auch über sich selbst nachzudenken und vieles ergibt auf einmal einen neuen Sinn. Was mir an dem Buch so gefallen hat: Es ist unglaublich ehrlich. Es ist chaotisch, manchmal traurig, manchmal sogar komisch. Genau wie das echte Leben eben. Ich musste an vielen Stellen schmunzeln, weil ich manche Gedanken oder Situationen nur zu gut kannte.
Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen. Die Sprache ist besonders. Teilweise springen die Gedanken schnell hin und her, fast so, als wäre man direkt in Wallys Kopf. Das kann manchmal anstrengend sein, aber genau das macht das Buch so glaubwürdig. Man spürt ihre Müdigkeit, ihre Zweifel und diesen Wunsch, endlich einmal durchatmen zu können. Für mich ist das Buch vor allem eine Geschichte über Frauen, die jahrelang stark sein mussten und irgendwann merken, dass sie selbst dabei auf der Strecke geblieben sind. Aber es ist auch ein Buch darüber, sich selbst besser zu verstehen. "Ich erzähle von meinen Beinen" ist kein leichtes Wohlfühlbuch. Aber eines, das lange nachwirkt.

Veröffentlicht am 21.05.2026

Eine Reise durch die Zeit

Das White Octopus Hotel
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Das Hörbuch "Das White Octopus Hotel" von Alexandra Bell hat mich von Anfang an in eine ganz besondere Stimmung versetzt. Schon die Idee klang sehr interessant: Ein verlassenes Hotel in den Schweizer ...

Das Hörbuch "Das White Octopus Hotel" von Alexandra Bell hat mich von Anfang an in eine ganz besondere Stimmung versetzt. Schon die Idee klang sehr interessant: Ein verlassenes Hotel in den Schweizer Alpen, Geschichten über Zeitreisen und magische Gegenstände, und eine Frau, die plötzlich das Gefühl hat, dass ihre Vergangenheit nicht vorbei ist. Im Mittelpunkt steht Eve Shaw, eine Kunstbegutachterin. Eines Tages kommt ein fremde alte Mann zu ihr ind Büro und sie spürt sofort, dass sie ihn irgendwie kennt. Aber das kann doch nicht sein? Oder? Dieses Gefühl zieht sich durch die ganze Geschichte. Sind manche Menschen und Momente vielleicht für immer miteinander verbunden? Eve versucht mehr über das geheimnisvolle White Octopus Hotel zu erfahren. Und da beginnt eine Reise, die nicht nur durch Orte, sondern auch durch die Zeit führt. Was mir besonders gefallen hat, das das Hörbuch eine fast träumerische Atmosphäre schafft. Man kann sich das prachtvolle Hotel mit seinen großen Sälen, den langen Fluren und dem alten Glanz richtig gut vorstellen. Gleichzeitig ist etwas Melancholisches in der Geschichte, als würde die Vergangenheit nie ganz verschwinden. Die Sprecherin des Hörbuchs passt perfekt zur Stimmung. Beim Hören hatte ich oft das Gefühl, selbst durch die alten Hotelflure zu gehen und nach Antworten zu suchen. Das White Octopus Hotel ist ein ruhiges, magisches Hörbuch über Zeit, Erinnerungen und die Frage, ob das Ende manchmal auch ein neuer Anfang sein kann. Für mich war es eine Geschichte, die zum Nachdenken einlädt.

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Veröffentlicht am 11.05.2026

Schnelle unkomplizierte Rezepte

Cooking for Family
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Stressfrei kochen, die Zeit sparen und die ganze Familie glücklich machen, das Kochbuch von Julia Lanzke - Cooking for Family - verspricht genau das. Ich war sehr neugirig auf das Buch. Und auch ...

Stressfrei kochen, die Zeit sparen und die ganze Familie glücklich machen, das Kochbuch von Julia Lanzke - Cooking for Family - verspricht genau das. Ich war sehr neugirig auf das Buch. Und auch skeptisch. Und ich finde dieses Familienkochbuch richtig gut. Weil es einfache Rezepte sind. Und es gibt viele Tipps oder Lifehacks (Lifehacks sind clevere Tipps und Tricks, die den Alltag erleichtern, Zeit sparen oder Probleme kreativ lösen). Die Rezepte sind übersichtlich gestaltet. Zu jedem Rezept gibt es Tipps und Fotos. Eine Personenangabe und Zubereitungszeit sind auch dabei. Und es sind for allem die schnelle Rezepte. Dieses Buch ist die perfekte Lösung für alle, die im hektischen Familienalltag nach einfachen und leckeren Rezepten suchen. Zucchinilasagne, Lachsdöner und Warmer Heidelbeer-Crumble fanden wir toll.

Veröffentlicht am 30.04.2026

Die Suche nach dem Glück

Niemands Töchter
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Niemands Töchter ist mir durch das Cover aufgefallen. Der Roman ist eine fesselnde, komplexe Familiengeschichten, die aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Die Autorin schreibt sehr einfühlsam. ...

Niemands Töchter ist mir durch das Cover aufgefallen. Der Roman ist eine fesselnde, komplexe Familiengeschichten, die aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Die Autorin schreibt sehr einfühlsam. Vieles passiert zwischen den Zeilen, und man muss sich ein bisschen darauf einlassen. Diese Rezension bezieht sich auf die Hörbuchausgabe. Ich brauchte ein wenig, bis ich mich in die Geschichte hineingefunden habe. Es ist kein Hörbuch, das von Spannung lebt, sondern eher von Stimmung und Emotionen. Die Sprecherin, die auch Autorin selbst ist, hat mir gut gefallen. Sie liest ruhig und klar, und passt damit gut zur eher leisen Erzählweise. Im Mittelpunkt stehen mehrere Frauen, deren Lebenswege auf unterschiedliche Weise miteinander verbunden sind. Nach und nach erfährt man mehr über ihre Vergangenheit, ihre Entscheidungen und die Dinge, die sie geprägt haben. Dabei geht es viel um Familie oder auch darum, wenn Familie eben nicht da ist oder anders funktioniert, als man es sich wünscht.
Fazit: Niemands Töchter ist ein ruhiges, nachdenkliches Hörbuch über Identität, Familie und das Suchen nach dem eigenen Platz im Leben.

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Veröffentlicht am 29.04.2026

Ein packender Kriminalroman.

Wellengrab (Ein Fabian-Risk-Krimi 7)
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Wellengrab war mein erstes Buch, dass ich von dem Autor Stefan Ahnhem gelesen habe. Und die Reihe um Fabian Risk kannte ich vorher nicht. Die vorherigen Bände kannte ich nicht, trotzdem bin ich ...

Wellengrab war mein erstes Buch, dass ich von dem Autor Stefan Ahnhem gelesen habe. Und die Reihe um Fabian Risk kannte ich vorher nicht. Die vorherigen Bände kannte ich nicht, trotzdem bin ich sehr gut in die Geschichte reingekommen. Ich hatte es als Hörbuch. Das Buch ist spannend geschrieben und ist gut zu lesen. Der Fall ist komplex und greift mehrere Handlungsstränge auf, die sich nach und nach miteinander verbinden. Im Helsingborg sind Fabian Risk und seine Kollegen mit einer Reihe scheinbar unerklärlicher Fälle konfrontiert. Es gab ein Stromausfall. Doch die Zeugen verhalten sich seltsam, und nichts will zusammenpassen. Die Stimmung ist durchgehend eher schwer und ernst, was gut zur Reihe passt. Man muss allerdings wirklich aufmerksam zuhören, um alles zu verstehen. Die Geschichte ist teilweise ziemlich hart und nichts für zwischendurch. Wer empfindlich auf Gewalt reagiert, sollte das im Hinterkopf behalten. Der Sprecher macht seine Sache insgesamt gut. Er liest ruhig und klar, passt zur düsteren Atmosphäre und schafft es, die Spannung zu halten. Für Fans von Fabian Risk auf jeden Fall hörenswert, für Einsteiger vielleicht nicht der beste Start.

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