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Veröffentlicht am 31.05.2026

Facetten einer Beziehung

Wir in zehn Jahren
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Wir kennen alle diese rosarote Blase, die uns umgibt, wenn wir jemanden kennenlernen. Alles ist neu, aufregend und wunderschön. Wir sehen nur das, was wir sehen wollen und bemühen uns, die kleine Pflanze ...

Wir kennen alle diese rosarote Blase, die uns umgibt, wenn wir jemanden kennenlernen. Alles ist neu, aufregend und wunderschön. Wir sehen nur das, was wir sehen wollen und bemühen uns, die kleine Pflanze der Beziehung zu hegen und zu pflegen, weil wir uns mehr erhoffen, die Liebe unseres Lebens wittern, alles Herzblut hineinstecken. Aber dann kommt der Alltag, der erste Plan fürs gemeinsame Leben steht, Hund, Haus und Kind sind auf der Agenda nach Prioritäten geordnet. Und dann? Es folgt die realistische Variante, die erste Ruhe nach dem Liebessturm und damit einhergehend die große Herausforderung, die zwischenmenschliche Beziehungen mit sich bringen.

Genau das erleben Coralie und Adam, nach einem wunderschönen Kennenlernen 2013 folgt der klassische Plan und mit ihm das, was uns alle einholt: der Alltag, das Auf und Ab der Beziehung und die Herausforderungen der Zeit, die es zu überwinden gilt. Damit es am Ende noch ein richtiges Wir gibt und nicht ein lediglich gefühltes, das ein Schattendasein führt.

Jessica Stanley schildert in ihrem Roman die nüchterne Realität der Liebe- wir alle kennen sie, aber in Romanen wird meistens lediglich die erste Zeit geschildert, das romantische, herzergreifende und viele Hören auf nach dem ersten Tief mit einem Happy End, bei dem ich nicht schon oft gefragt habe, wie es wohl weiterging. Die Stärke des Romans liegt jedoch in der realitätsnahen Schilderung einer Londoner Patchworkfamilie unter dem Stern der Brexit Frage. Somit sind die Herausforderungen nicht mehr nur die, zwischen den Protagonisten, sondern auch die ihrer Zeit, politisch und wirtschaftlich, die auf die Familie einprasseln. Es ist ein Roman, der aneckt, sich stellenweise unangenehm liest, aber darin liegt auch seine Stärke. Nicht alltäglich, aber so nah an dem Leben nach dem Happy End, die Geschichte, die sonst keiner erzählen will.

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Veröffentlicht am 25.05.2026

Wer wir hätten sein können

Eine Liebe ohne Sommer
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Das ist die Frage, die unter den Nägeln brennt, das „was wäre wenn?“, die Idee von einer Beziehung, die nur eine kurze Zeit andauerte, war sie überhaupt real? Eine Liebe ohne von Liebe zu sprechen, denn ...

Das ist die Frage, die unter den Nägeln brennt, das „was wäre wenn?“, die Idee von einer Beziehung, die nur eine kurze Zeit andauerte, war sie überhaupt real? Eine Liebe ohne von Liebe zu sprechen, denn wer sagt denn so früh schon „Ich liebe dich“ und meint es dann auch so? Braucht es dazu nicht auch komplette Transparenz, das Gefühl den anderen zu kennen, wirklich in allen Facetten? Die Geschichte der Liebes eines Lebens, die jeder erzählen möchte und die Rosa nicht erzählen kann, denn diese, ihre eigene, ganz romantisch beginnende Liason, endet leider bevor sie die Antworten auf all diese Fragen selbst hat.


Es könnte schöner nicht beginnen, eine Begegnung, unscheinbar und doch einnehmend endet für Rosa mit dem Gefühl wirklich jemanden kennengelernt zu haben, der zu gut ist, um wahr zu sein. Nikolas ist charmant, äußerst attraktiv und dabei so aufmerksam, das Rosa sich schnell Fragen stellt: Warum will er mit ihr zusammen sein und warum hat sie das Gefühl, dass er sie aus Teilen seines Lebens bereits ausschließt? Bevor Rosa sich dessen klarer werden kann, stirbt Nikolas bei einem Unfall. Zurück bleiben viele Fragen, Unklarheiten und Geheimnisse, die Rosa nicht für sich stehen lassen kann und so beginnt sie Stück für Stück die Puzzleteile zusammenzufügen.


Der Klappentext und auch die ersten Seiten haben mich eigentlich auf einen melancholisch angehauchten Roman vorbereitet, auf Trauer, Angst und Verlust, Tränen und viel Dunkelheit. Aber tatsächlich ist es nicht das, was die Geschichte beinhaltet. Timothy Paul schreibt in seinem Debütroman zwar über einen schrecklichen, tragischen Verlust, aber verpackt es dann zu etwa Größerem: die Suche nach Antworten auf die Fragen, die Rosa von Beginn an beschäftigen, das Rätsel hinter der Person Nikolas und schlussendlich auch viel Erkenntnis darüber, was die beiden waren und eben auch nicht. Selbsterkenntnis und Reflexion, Grenzerfahrung und Perspektivwechsel, sowie das Wissen, dass es manchmal ganz anders ist, als es scheint. Der Stil bleibt leicht und flüssig, ist deswegen auch das perfekte Sommerbuch, denn neben der Schwere des Todes, bleibt hier vor allem die Skizzierung eines Lebens zurück, das, was bleibt und weniger das, was verloren ist. Eine Hymne aufs Leben und den Glauben an Liebe in allen Facetten.

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Veröffentlicht am 12.05.2026

Fragmente

Die Straße
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Viele kleine Teile, die nicht zueinander passen wollen. Wie die Teile eines Spiegels, auf dem Boden zerschellt, Scherben über Scherben. Sie waren mal ein Ganzes, hatten eine Verbindung, aber das ist am ...

Viele kleine Teile, die nicht zueinander passen wollen. Wie die Teile eines Spiegels, auf dem Boden zerschellt, Scherben über Scherben. Sie waren mal ein Ganzes, hatten eine Verbindung, aber das ist am Boden liegend nicht klar, nicht sichtbar. Jedes Teil erfüllt ihre Aufgabe, ergänzt ein anderes, aber alleine für sich bleibt es unwichtig, unklar und abgeschnitten.

So empfinde ich das neueste Werk von Robert Seethaler, in dem er zunächst viele einzelne Gedanken, Gespräche, Auszüge aus Momenten erfasst und dem Leser präsentiert. Ungekünstelt, ungeschnitten, wie eine Tonbandaufnahme, bei der einfach irgendwann jemand den Aufnahmeknopf gestartet hat. Er nimmt den Leser nicht mit, lässt in bewusst irren und wirren, die einzelnen Fragmente erst behutsam zusammenfügen. In dieser Straße, die keiner kennt und die doch so wichtig ist, ohne für sich den Anspruch zu erheben. All diese kleinen Teile machen sie jedoch aus, formen sie und fügen zusammen, was zusammen gehört. Das bisher leiseste Werk von Robert Seethaler, das ich gelesen habe und ich musste mich darauf einlassen, in einer Welt, die gerade so unglaublich laut ist, den leisen Tönen zu folgen. Definitiv etwas anderes, definitiv unkonventionell, definitiv herausfordernd.

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Veröffentlicht am 11.05.2026

Große Reise für die ganz Kleinen

Emmis großes Campingabenteuer
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Was passiert alles im Urlaub und was erwartet mich? Camping heißt was genau? Und bin ich dort alleine oder gibt es noch andere Kinder? Diese und andere Fragen, die Kinder haben, beantwortet „Emmis großes ...

Was passiert alles im Urlaub und was erwartet mich? Camping heißt was genau? Und bin ich dort alleine oder gibt es noch andere Kinder? Diese und andere Fragen, die Kinder haben, beantwortet „Emmis großes Campingabenteuer“ und ist somit ein wunderbarer Urlaubsbegleiter.

Emmi fährt mit ihren Eltern in den Urlaub und weiß nicht recht, was sie dort erwartet. Aber nach einer tollen Fahrt erreichen sie endlich den Campingplatz, der Emmi sofort in den Bann zieht. Es gibt so viel mehr zu entdecken, als sie gedacht hat. Neue Freunde wie Milo, Spielplätze, Badesee und immer etwas zu tun, egal ob Sonnenschein oder Regen. Zusammen ist man nie allein und kann alle Abenteuer bewältigen.

Das Kinderbuch ist sehr liebevoll illustriert, einfach zu verstehen und beinhaltet keine komplizierte Geschichte, sondern liest sich vielmehr wie ein Urlaubsbericht von Emmi zusammen mit ihrem Freund Milo. Es wird nie langweilig, weil den beiden immer etwas Neues einfällt. Und selbst, wenn es brenzlig wird, ist Emmi nicht alleine. So sieht ein Traumurlaub auf dem Campingplatz aus und macht Lust auf mehr. Glücksgefühle garantiert.

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Märchenfiguren tierisch unterwegs

Die Märchenponys, Band 1 - Schneewittchen hat jetzt vier Hufe
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Die Märchenfiguren haben es satt in ihrer Märchenwelt- immer das Gleiche und dann noch nicht einmal Urlaub. Das lässt sich ändern beschließt Endora, die Oberfee, verwandelt sieben Märchenfiguren in knuddelige ...

Die Märchenfiguren haben es satt in ihrer Märchenwelt- immer das Gleiche und dann noch nicht einmal Urlaub. Das lässt sich ändern beschließt Endora, die Oberfee, verwandelt sieben Märchenfiguren in knuddelige Ponys und schickt sie in die Menschenwelt, denn da ist es ja anscheinend viel besser. So landen sie schließlich auf einem idyllischen Ponyhof mit dem passenden Namen „Märchenhof“ mit der Mission Gutes zu tun. Dafür gibt sie jedem Pony eine passende Zauberkraft. Schneewittchen trifft im ersten Teil auf Mila, der das ganze Thema Reiten nicht geheuer ist, dabei muss sie doch ein Referat vorbereitet, was sowieso ein großes Missverständnis ist. Schneewittchen weiß, was zu tun ist und schmiedet mit allen Tieren des Hofs einen Plan, wie sie Mila helfen kann.

Das Buch ist wunderschön illustriert, hat eine tolle, wertige Haptik von außen, das Cover glänzt mit Goldelementen und der Stil ist verspielt, dabei mit viel Liebe zum Detail. Die Geschichte ist sehr schön geschrieben, nicht zu spannend, sondern genau die richtige Mischung, die Kinder fesselt und eben auch thematisch beschäftigt. Jede Märchenfigur hat ihre eigene Persönlichkeit, die sich stark an den Märchen orientiert. Und die Zauberkräfte dazu verleihen dem ganzen noch mehr Witz und Charme. Einziges Manko sind die Ausdrücke, die teilweise verwendet werden. Eine Empfehlung für alle Kids, die Ponys, Abenteuer mit Tieren und natürlich die Märchenfiguren lieben.

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