Brooklyn und Vincent
Ana Huangs Liebesromane mag ich sehr. Auch hier fährt sie wieder alle Geschütze auf. Neben der Liebesgeschichte gibt es auch wieder einen Kriminalfall mit spannendem Showdown zu lösen.
Vincent ...
Brooklyn und Vincent
Ana Huangs Liebesromane mag ich sehr. Auch hier fährt sie wieder alle Geschütze auf. Neben der Liebesgeschichte gibt es auch wieder einen Kriminalfall mit spannendem Showdown zu lösen.
Vincent ist Profifußaller und auch Brooklyn arbeitet bei seinem Verein, von daher spielt der Sport eine große Rolle.
Spannend und berührend - hat mir wieder sehr gut gefallen.
5 Sterne
Wir gehen mal los – Raffaella Romagnolo
Amedeo macht sich gezwungenermaßen mit seinem Vater auf eine Zweitageswanderung auf die Punta Liberte. Nach dem Tod der Mutter soll die Vater-Sohn-Beziehung gestärkt ...
Wir gehen mal los – Raffaella Romagnolo
Amedeo macht sich gezwungenermaßen mit seinem Vater auf eine Zweitageswanderung auf die Punta Liberte. Nach dem Tod der Mutter soll die Vater-Sohn-Beziehung gestärkt werden. Die Wanderung verläuft jedoch nicht wie geplant und Amedeo muss gleich mehrmals über sich selbst hinauswachsen.
Dies ist ein berührender Roman über Trauer und Verlust, aber auch über Mut und Neuanfang.
Frau Romagnolo mausert sich zu einer meiner Lieblingsautorinnen. Dies ist nun schon ihr dritter Roman, der mich überzeugen konnte.
Diese Geschichte ist mit unter 200 Seiten sehr kurz und schildert im Wesentlichen den Auf- und Abstieg auf den Punta Liberte – immer wieder unterbrochen durch Rückblenden und Erinnerungen an ein anderes Leben.
Es ist ein sehr trauriges Buch, melancholisch und poetisch. Sehr gut gefallen haben mir auch die wunderbaren Natur- und Landschaftsbeschreibungen. Diese ganz besondere Wanderung wird geradezu plastisch beschrieben.
5 Sterne
John of John – Douglas Stuart
Inseln auf Inseln
Cal kehrt nach mehreren Studienjahren in Edinburgh auf seine abgelegene Heimatinsel auf den Hebriden zurück. In der Stadt ist er nie wirklich angekommen, ...
John of John – Douglas Stuart
Inseln auf Inseln
Cal kehrt nach mehreren Studienjahren in Edinburgh auf seine abgelegene Heimatinsel auf den Hebriden zurück. In der Stadt ist er nie wirklich angekommen, aber auch zuhause fühlt er sich nicht wohl. Hier muss er seine homosexuellen Neigungen vor seinem strengen Vater John verbergen – doch auch der hat seine Geheimnisse.
Dieser Schmöker ist geradezu durchdrungen von einer tiefen Melancholie. Das Wetter ist rau, genau wie die Umgangsformen. Arbeit und Leben sind mühsam und hart. Werte und Moralvorstellungen werden von der Kirche und deren Vertretern festgesetzt und diktiert. Sowohl die Kirche als auch die Gläubigen sind schnell mit Verurteilungen und Ächtung als Strafe für geringste Vergehen zur Hand. Enge und düstere Zukunftsaussichten für einen jungen Mann, der sich nicht unterordnen will.
Douglas Stuarts Erzählstil ist einfach große Klasse. Scheinbar mühelos erschafft er eine lebendig-düstere Atmosphäre, die extrem authentisch wirkt. Ich mag diese wehmütigen Insel-Geschichten sehr.
Ein großes Thema dieses Romans ist die sehr komplexe und komplizierte Vater-Sohn-Beziehung. Beide verbergen ihre wahre Persönlichkeit voreinander und sprechen nur über das Nötigste. Einsamkeit und das Gefühl des Nicht-Verstanden-Werdens sind hier vorprogrammiert.
Eine wunderbare Geschichte voller verpasster Chancen, Liebe und Scham in einem atemberaubenden Insel-Setting, mit den typisch engstirnigen, hart arbeitenden Bewohnern.
Toll, 5 Sterne! Gerne mehr davon!
Violet und Cole
Elsie Silver hat sich mittlerweile zu einer meiner Lieblingsautorinnen dieses Genres gemausert.
Dies ist der zweite Teil rund um die Gold Rush Ranch.
Eine wunderbare Liebesgeschichte ...
Violet und Cole
Elsie Silver hat sich mittlerweile zu einer meiner Lieblingsautorinnen dieses Genres gemausert.
Dies ist der zweite Teil rund um die Gold Rush Ranch.
Eine wunderbare Liebesgeschichte mit tollen Figuren, auch aus dem ersten Band, der einige wichtige Themen behandelt.
Ich bin gespannt und freue mich auf den nächsten Teil der Reihe!
5 Sterne
Kala – Colin Walsh
Diesen Roman würde ich als literarischen Thriller einordnen. Durchaus spannend aber doch auch sehr gemächlich. Es dauert, bis sich die ersten Lösungsansätze zeigen. Dafür gibt es relativ ...
Kala – Colin Walsh
Diesen Roman würde ich als literarischen Thriller einordnen. Durchaus spannend aber doch auch sehr gemächlich. Es dauert, bis sich die ersten Lösungsansätze zeigen. Dafür gibt es relativ viel Personal, das akribisch und bis ins letzte Detail beschrieben und vorgestellt wird. Das dauert – dann jedoch wird es zum unbeschreiblichen Leseerlebnis.
Vor fünfzehn Jahre ist in der Kleinstadt Kinlough an der irischen Westküste ein Mädchen spurlos verschwunden. Zu einer Hochzeit kehren einige ihrer damaligen Freunde an den Ort zurück – andere sind nie weggewesen. Natürlich werden Erinnerungen und Schuldgefühle an die Oberfläche gespült. Es ist spannend zu sehen, welchen Einfluss dieser Schicksalsschlag auf die damaligen Jugendlichen, heutigen Erwachsenen hatte und immer noch hat.
Nach und nach kommen immer mehr Einzelheiten rund um den Vermisstenfall und die Dynamik zwischen den Freunden ans Licht. Tatsächlich werden plötzlich sterbliche Überreste im Wald entdeckt. Es gibt hier mehr als nur ein Geheimnis, das gelüftet werden will.
Man muss eine gewisse Gemächlichkeit in der Erzählweise sicherlich mögen. Anfangs fand ich auch die zahlreichen Figuren ein wenig verwirrend. Hier hilft eine Übersicht am Buchanfang. Zu allem Überfluss wird relativ häufig und abrupt zwischen den beiden Handlungszeiten hin und hergesprungen. Es kann also durchaus ein wenig dauern, bis man sich zurechtgefunden hat. Dann entfaltet sich aber eine extrem komplexe Geschichte, die es sich wirklich zu lesen lohnt und die einen gewaltigen Sog entwickelt.
Es wird aus den jeweiligen Perspektiven der verschiedenen Freunde Kalas erzählt. Auch die Sprache verändert sich bei jeder Person und ist teilweise auch recht umgangssprachlich, auf jeden Fall sehr gut lesbar. Interessant sind auch die manchmal recht unterschiedlichen Erinnerungen der erzählenden Figuren.
Ein psychologisch sehr tiefer Roman, der unter die Haut geht.
Hat mir sehr gefallen! 5 Sterne