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Veröffentlicht am 08.05.2018

Gut mit Luft nach oben

Fire & Frost, Band 1: Vom Eis berührt
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Ruby ist ein Fireblood. Da es verboten ist, diese Fähigkeit zu haben, muss sie ihre Gabe verbergen und kann nur heimlich üben und versuchen die Macht des Feuers zu beherrschen. In einer gefährlichen Lage ...

Ruby ist ein Fireblood. Da es verboten ist, diese Fähigkeit zu haben, muss sie ihre Gabe verbergen und kann nur heimlich üben und versuchen die Macht des Feuers zu beherrschen. In einer gefährlichen Lage wird sie überraschend von dem Frostblood Arcus gerettet. Dieser hat ihr aber nicht ganz uneigennützig geholfen, denn einige versuchen, den bösartigen König vom Thron zu stoßen und brauchen dafür auch die Unterstützung von Ruby. Sie helfen ihr, ihre Fähigkeiten zu schulen und machen sie bereit für den Kampf.

Das Cover verdient mehr als fünf Sterne. Es ist magisch schön und passt mit ihrem Flammenhaar sehr gut zur Hauptdarstellerin. Es ist ein typischer Young-Adult-Roman aus dem Fantasy-Genre. Die Liebesgeschichte spielt eine wichtige Rolle. Auch das Geplänkel vorher. Dass die Heldin erwachsen werden muss und ihre Fähigkeiten erst schulen muss, kennt man auch aus diversen Serien.

Gut gefallen hat mir auch der Erzählstil, der passend aber nicht zu flach ist und durchaus auch für ältere Leser passt. Es handelt sich mal wieder um den Beginn einer Trilogie. also ist das Ende auch nicht so richtig rund, da es ja keine auserzählte Storyline ist. Ein guter Start in eine neue Reihe. Es ist aber noch etwas Luft nach oben offen.

Veröffentlicht am 02.03.2018

Das Ende der Geschichte

Die Geschichte des verlorenen Kindes
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Mit „Die Geschichte des verlorenen Kindes“ schließt Elena Ferrante ihre Geschichte über die wechselvolle Freundschaft von Elena und Lila. Es ist ein Portrait von zwei Frauen aber auch ein Kaleidoskop der ...

Mit „Die Geschichte des verlorenen Kindes“ schließt Elena Ferrante ihre Geschichte über die wechselvolle Freundschaft von Elena und Lila. Es ist ein Portrait von zwei Frauen aber auch ein Kaleidoskop der damaligen Gesellschaft, eine Collage von Italien und speziell von Neapel. Nicht nur persönliche menschliche Dramen und Entwicklungen wurden geschildert sondern auch und oft die politische und gesellschaftliche Landschaft. Die Entwicklungen und Veränderungen über mehrere Jahrzehnte.

Elena Ferrante erzählt sehr ausführlich und detailverliebt. Sie kehrt immer wieder zu vorher getroffenen Aussagen zurück, beleuchtet erneut, lässt Geschehnisse reflektieren und erneut betrachten. Mein Eindruck nach vier Büchern ist der, dass man da schon einiges hätte straffen und kürzen können. Die Spannung bezieht das Buch jedenfalls nicht aus dem eher langatmigen Erzählstil.

Es geht vor allem um die Entwicklung der zwei Mädchen zu Frauen und in den nachfolgenden Bänden um die Charakterbildung, die durch verschiedene Ereignisse aber auch durch das Alter, die Familienkonflikte und die Umwälzungen der Gesellschaft befeuert werden. Die Freundschaft der beiden verändert sich ebenfalls sehr stark und meiner Meinung nach ist es in weiten Phasen keine wirkliche Freundschaft mehr sondern eine Art Haßliebe.

Der vierte Band findet einen einigermaßen versöhnlichen Schluss. Sicher ist aber diese Reihe nicht für jedermann geeignet. Ein bisschen Geduld muss man schon aufbringen.

Veröffentlicht am 02.03.2018

unterhaltsam

Die Kamelien-Insel
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Sylvia ist erfolgreich in ihrem Job. Sylvia ist seit über 10 Jahren mit einem Wohnungsmakler verheiratet. Sylvia könnte es eigentlich gut gehen. Sie merkt gar nicht, dass sie von Job zu Job hetzt, ihre ...

Sylvia ist erfolgreich in ihrem Job. Sylvia ist seit über 10 Jahren mit einem Wohnungsmakler verheiratet. Sylvia könnte es eigentlich gut gehen. Sie merkt gar nicht, dass sie von Job zu Job hetzt, ihre Ehe nur noch eine Farce ist und das Leben eigentlich schon lange an ihr vorbei rauscht. Dann stirbt ihre Tante, die sie seit vielen Jahren nicht mehr gesehen hat. Und Syliva fährt in die Bretagne um zu sehen, was sie geerbt hat, bevor ihr Mann auf ihren Wunsch alles verkauft.

Von da an ändert sich alles schlagartig. Sie landet auf einer wunderschönen kleinen Privatinsel, die nun ihr gehört. Hier hatte ihre Tante eine Kameliengärtnerei. Sylvia spürt plötzlich, dass hier etwas Wertvolles und Unveräußerliches auf sie wartet. Hals über Kopf verliebt sie sich auch in den Gärtner auf der Insel und sie beschließt, dass sie ihr Erbe nicht veräußern sondern es antreten will. Ihr Mann hat aber inzwischen ganz andere eigene Pläne und verhandelt bereits mit einem interessierten Käufer, der auf der Insel eine Feriensiedlung anlgegen will.

Tabea Bach erzählt die Geschichte einer Frau, die wie aus einem langen Dornröschenschlaf erwacht. Die plötzlich die wirkliche Liebe findet und Geheimnisse aus ihrer Vergangenheit aufdeckt, die so manches in einem neuen Licht erscheinen lassen. Sie macht eine Kehrtwende in ihrem Leben und ihr Ehemann wird vom Freund zum Feind.

Die Sprache ist angenehm und einfühlsam. Vor allem Sylvia macht eine Entwicklung durch und verändert sich zum Ende hin sehr. Die weiblichen Charaktere sind stark und interessant. Bei den Männern hatte ich aber das Gefühl, sie wären doch ein bisschen eindimensional geraten. Der eine ist ein wirklich rund herum mieser Kerl und der andere einfach zu perfekt und fast zu gut. Die Geschichte ist auch etwas vorhersehbar aber das ist vielleicht auch dem Genre geschuldet. Unterhaltsam und gut lesbar.

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  • Erzählstil
  • Gefühl
  • Geschichte
Veröffentlicht am 23.10.2017

Die Gabe der Auserwählten

Die Gabe der Auserwählten
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Die Chroniken der Verbliebenen von Mary E. Pearson geht in die dritte Runde. „Die Gabe der Auserwählten“ schließt nahtlos an den Vorgängerband an. Nach einer kurzen Zeit der Flucht erreichen Lia und Rafe ...

Die Chroniken der Verbliebenen von Mary E. Pearson geht in die dritte Runde. „Die Gabe der Auserwählten“ schließt nahtlos an den Vorgängerband an. Nach einer kurzen Zeit der Flucht erreichen Lia und Rafe und ihre Getreuen eine halbwegs sichere Unterkunft. Hier können sie sich dem Versorgen der Verletzten und dem Schmieden von Zukunftsplänen widmen. Und hier brechen auch die ersten Differenzen zwischen den beiden auf. Rafe hatte wohl erwartet, dass Lia ihm bedingungslos vertrauen würde und sich ganz in seine beschützenden Hände begibt. Aber sie erkennt, dass sie etwas anderes möchte. Es kommt schließlich zum Bruch.

Das Buch hat ein tolles Cover, welches zu den beiden ersten Teilen passt. Der Schreibstil ist auch so, dass man den Roman nicht aus der Hand legen kann, bis das Ende erreicht ist. Das ist allerdings ziemlich abrupt und wenn ich diesen dritten Teil so Revue passieren lasse, passiert wenig außer, dass Lia und Rafe nicht mehr das naive Liebespaar sind sondern sich immer mehr zu Anführern entwickeln und Lia sich langsam auf ihre Gabe besinnt – was auch mal Zeit wird.

Natürlich ist auch Kaden immer noch mit von der Partie. Dadurch wird eine Art Dreiecksbeziehung aufgebaut – wie meistens in dieser Art von Geschichten. Allerdings auf sehr unterschwellige Art, was ich sehr angenehm finde. Erinnert ein bisschen an die Tribute von Panem. Ähnlich unsicher bin ich auch hier, wer denn nun der Richtige für Lia wäre und ob Kaden nicht doch falschspielt.

Ich kann die Geschichte sehr empfehlen. Wer etwas Geduld hat, sollte vielleicht mit dem dritten gleich warten, bis der Vierte herauskommt, denn nach diesem unbefriedigenden Ende kann ich es kaum mehr erwarten. Und da es noch eine ganze Weile dauert, bis diese Story ihr Ende findet, werde ich den dritten vielleicht in Teilen nochmal lesen, wenn es soweit ist.

Wegen des offenen Endes und der etwas dürftigen Action ziehe ich ein kleines Pünktchen ab.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Charaktere
  • Atmosphäre
  • Erzählstil
  • Gefühl
Veröffentlicht am 14.09.2017

Market Day

It's Market Day
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Optik:
Die Aufmachung von "It's Market Day" hat mich sehr angesprochen. Viele Bilder, viele Rezepte immer mit Bild, robustes Papier - für ein Kochbuch eine gute Idee, denn den ein oder andern Fleck kann ...

Optik:
Die Aufmachung von "It's Market Day" hat mich sehr angesprochen. Viele Bilder, viele Rezepte immer mit Bild, robustes Papier - für ein Kochbuch eine gute Idee, denn den ein oder andern Fleck kann es schon mal geben. Sowohl die Fotos der Gerichte als auch der Märkte und Menschen sind natürlich, nicht extrem gestellt oder fotogeshoppt. Sehr sympathisch.

Idee:
Da ich wahnsinnig gerne auf Märkte gehe, genau mein Ding diese Idee. Die Berichte sind gut geschrieben und unterhaltsam. Man erfährt tatsächlich etwas über die verschiedenen Länder und Sitten und Menschen. Die Gerichte waren teilweise etwas überraschend und hätte ich nicht unbedingt den jeweiligen Städten zugeordnet. Ich mag Kochbücher, die auch Geschichten erzählen.

Rezpete:
Eine kunterbunte Mischung an Rezpeten. Sicherlich werde ich nicht alle nachkochen aber es sind einige dabei, die mich angesprochen haben. Vor allem, dass sie nachkochbar und eher bodenständig daherkommen, gefällt mir gut.

Fazit:
Ein unterhaltsames Kochbuch. Für junge Leute auf jeden Fall ein guter Tipp.