Hurra, ein neuer Fantasy am Horizont
Dire BoundDas Buch hat mich richtig geflasht. Spannend und abwechslungsreich, werden wir gleich auf den ersten Seiten in die Thematik des Buches eingeführt. Vampire "Nabbers" die Kinder entführen und die Menschen ...
Das Buch hat mich richtig geflasht. Spannend und abwechslungsreich, werden wir gleich auf den ersten Seiten in die Thematik des Buches eingeführt. Vampire "Nabbers" die Kinder entführen und die Menschen und deren Kinder lernen nun sich zur Wehr zu setzen. Dazu kommen noch starke soziale Unterschiede zwischen den einzelnen Vierteln der Stadt. Da kommen leicht Erinnerungen an die Distrikte in Die Tribute von Panem auf. Aber das schadet dem Buch nicht, es hilft uns, uns leichter zurechtzufinden. Auch die Einteilung im Trainingslager in unterschiedlichen Gruppen weckt Erinnerungen an Hogwarts, auch nicht zum Schaden dieses Buches.
Schön langsam werden wir in diese neue Welt eingeführt. Dieser Prozess des Worldbuilding geschieht sehr logisch und konsequent.
Die Gestalten des Buches sind, wie meistens, einige von Anfang an sympathisch (Ich bin vorbehaltlos Team Meryn), andere, da fällen wir erst im Verlauf der ERzählung unser Urteil ob sympathisch oder abscheulich, andere sind vom ersten Auftreten an einfach nur abstoßend.
Neu (für mich) ist dieses Bonding zwischen Mensch und Schattenwolf. Dabei hatte ich das Gefühl, Meryn, dieser Teufelsbraten, Tausendsassa und Straßenkatze steht sich manchmal selbst im Weg, wenn es um die Bindung zu ihrem Schattenwolf Anassa geht. Erst als es schon fast zu spät ist, gelingt die Symbiose zwischen magischem Tier und Mensch.
Der Rhythmus des Buches ist von Anfang an forsch, hetzend, reißend. Keine Momente zur Ruhe zu kommen. Sable Sorensen treiben uns von einem Höhepunkt zum nächsten, hinter jeder Seite könnte wieder eine Battle kommen, ob verbal mit realen oder imaginären Gegnern, oder richtige Kämpfe, mit Messer, Schwertern, und was es da für Kampfwaffen noch gibt. Leichte Entgleisungen ins Triviale sind fast unvermeidlich: die Guten oder die scheinbar Bösen sind alle wunderschön anzusehen, die anderen haben irgendeinen Makel, der ihren Charakter nur unterstreicht.
Einziges Manko in meinen Augen ist der riesige Cliffhanger, in dem dieses erste Buch endet. Deswegen auch nur vier Punkte. Ich hoffe der zweite Teil lässt nicht allzu lange auf sich warten.