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Veröffentlicht am 27.05.2026

Freundschaft über Grenzen hinweg

Bär und Schneck
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Freundschaft hat viele Facetten. Manche sind für einige gar nicht vorstellbar und doch gibt es sie. Freundschaft kann Grenzen überwinden, wie es niemand für möglich gehalten hätte.

Bär und Schneck leben ...

Freundschaft hat viele Facetten. Manche sind für einige gar nicht vorstellbar und doch gibt es sie. Freundschaft kann Grenzen überwinden, wie es niemand für möglich gehalten hätte.

Bär und Schneck leben zur gleichen Zeit am selben Ort. Sie haben sogar dieselben Vorlieben: Bäume zählen, zu den fernen Gipfeln schauen und fressen.

Sie wissen voneinander, aber reden nie miteinander, denn immer wenn der Bär wach ist, hält der Schneck Sommerschlaf und wenn der Schneck wach ist, hält der Bär Winterschlaf. Dann legt Schneck Leckereien vor die Höhle des Bären.

Doch einmal ist alles anders.

Der Autor und Illustrator erzählt sehr ruhig mit meist großformatigen Bildern in Braun- und Blautönen diese Freundschaftsgeschichte in der Natur. Der Bär wird dabei von ihm mit einem leichten Humor dargestellt, der in seiner Mimik und Gestik enthalten ist. (Besonders gut sichtbar ist dies am Ende des Buches, wo er sich wachzuhalten versucht.)

Der Text beschränkt sich meist auf ein bis zwei Sätze, die stets in die Illustrationen eingebunden sind, so dass viel Zeit für die Betrachtung und den Genuss der Bilder bleibt.

Der Autor wurde in Israel geboren, studierte dort und lehrt nun in Haifa Illustration. Dadurch gewinnt diese Geschichte an Tiefe und sollte auf das wirkliche Leben übertragen werden.

Ein wunderschönes, ruhiges Bilderbuch, das „mit Wärme die ermutigende Geschichte einer unwahrscheinlichen Freundschaft über Grenzen hinweg“ (Text des Verlages) erzählt.

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Veröffentlicht am 26.05.2026

Hart, härter, am härtesten?

Sunset Flip
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Nadine und August Schnuck betreten am 4. Juli 1989 morgens gleich nach Öffnung einen Spielwarenladen in San Rafael, Kalifornien, um die brandneue Actionfigur eines Wrestlers, genannt „The Aug“ zu kaufen.

Damit, ...

Nadine und August Schnuck betreten am 4. Juli 1989 morgens gleich nach Öffnung einen Spielwarenladen in San Rafael, Kalifornien, um die brandneue Actionfigur eines Wrestlers, genannt „The Aug“ zu kaufen.

Damit, denkt man, hat August, genannt Auggie, Schnuck als Wrestler „The Aug“ alles erreicht, aber eigentlich wollte er Schauspieler werden und das Wrestling ist für ihn nur ein Umweg dorthin.

Im Wechsel von Rückblick und Jetzt-Zeit erzählt der Autor Schnucks und Nadines Leben. Dabei laufen die Kapitel im Heute linear vom 4. Juli 1989 bis zum 05. Mai 2024, allerdings mit Zeitsprüngen, während die Kapitel in der Vergangenheit sich von „September 1988 – Mai 1989“ rückwärts bis zu“1959 – 1977“ bewegen. Dies ist am Anfang etwas verwirrend, tut dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch.

Sehr anschaulich erzählt der Autor, wie sich Auggie beim Wrestling in sein Alter Ego verwandelt. Dieses ständige Hin- und Herswitchen hinterlässt leider seine Spuren, bis er kaum noch unter- und entscheiden kann, wer er gerade ist.

Nur Nadine kann ihm da wirklich helfen. Aber auch die Ehe geht in die Brüche, obwohl auch der Wunsch nach einer heilen Familie Auggies Traum war. Doch beide Träume scheinen ausgeträumt und die grausame Wirklichkeit die Oberhand zu behalten.

Beim Lesen geht man diesen traurigen, harten Weg mit Auggie und Nadine, der doch so hoffnungsvoll begann. Durch die Rückblenden kann man seinen Lebensweg und sein Verhalten auch immer besser verstehen, aber die Katastrophe kommt unaufhaltsam.

Doch die letzten beiden Kapitel im Heute geben Hoffnung und weisen auf eine bessere Zukunft, wenn sie auch kein Happy End sind.

Ein sehr lesenswertes Buch über das Innenleben eines Mannes, der alles versucht, um seine Träume wahrwerden zu lassen und doch scheitert.

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Veröffentlicht am 14.05.2026

Hundeliebe

Penny, Prince und Ginny
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Dieses Buch wird jeden Hunde- und Tierliebhaber tief in seinem Herzen berühren. Der Autor beschreibt sein Leben mit seinen Hunden einfach so liebe- und verständnisvoll, dass es niemanden kalt lassen kann.

Angefangen ...

Dieses Buch wird jeden Hunde- und Tierliebhaber tief in seinem Herzen berühren. Der Autor beschreibt sein Leben mit seinen Hunden einfach so liebe- und verständnisvoll, dass es niemanden kalt lassen kann.

Angefangen bei seinem ersten Hund Prince bis hin zu seiner letzten Hündin Lottie stellt er jeden seiner Hunde in seinen Eigenarten und mit seinen speziellen Verhaltensweisen detailverliebt dar und das, obwohl er meistens sogar mehrere Hunde auf einmal gehalten hat.

Genauso bewegend beschreibt er seine Trauer um einen jeden verstorbenen Hund und dass keiner für ihn durch einen anderen zu ersetzen gewesen ist.

Besonders berührt hat mich seine Beziehung zu Penny, seiner zweiten Hündin, die er sich als Teenager von seinem Stiefvater nach dem Krieg ertrotzt und selbst bezahlt hat. Da es damals selbst für die Menschen ja kaum etwas zu essen gab, hat er sich „ein Bein ausgerissen“ um diesen Hund zu füttern und zu nähren, was diese ihm über fünfzehn Jahre mit treuer Liebe zurückgab.

Aber auch die Beziehungen zu Mopsi, dem Findelhund aus der Türkei, oder Hecate, dem Wunschhund vom Züchter, gingen mir sehr nahe.

Ein „Schmankerl“ auf diese rührenden Geschichten obendrauf, sind die liebevollen schwarz-weiß Zeichnungen der Illustratorin, die mal humorvoll, mal ernsthaft das Geschehen aufnehmen.

So liest sich dieses Buch in seinem sehr sympathischen, humorvollen Erzählstil angenehm leicht und hinterlässt doch tiefe Spuren, denn es ist ein Plädoyer für das Leben mit Hunden, die sich um ihren Menschen, aber auch um ihr „Rudel“ und andere hilfsbedürftige Tiere kümmern.

„Ein außergewöhnliches Buch über Freundschaft, Vertrauen und das Glück, sein Leben mit Hunden zu teilen“ (Zitat Verlag), dass man jedem Hunde- und Tierliebhaber sofort schenken kann.

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Veröffentlicht am 06.05.2026

Die weise grüne Schildkröte

Das Café am Rande der Welt
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Dies sehr bekannte Buch hat seinen absolut eigenen Flair, der auch beim wiederholten Lesen nicht verlorengeht. Die Bilder, die der Autor benutzt - Fragen auf einer Speisekarte, die Schildkröte, etc. - ...

Dies sehr bekannte Buch hat seinen absolut eigenen Flair, der auch beim wiederholten Lesen nicht verlorengeht. Die Bilder, die der Autor benutzt - Fragen auf einer Speisekarte, die Schildkröte, etc. - sind brillant und inspirierend.

Das Cover mit dem Café und Jons Auto, die stilisiert auf einem Schildkrötenpanzer als Berg getarnt stehen, und die anderen Bilder des Illustrators passen ganz wunderbar dazu.

Die Geschichte von Johns Selbstfindung und dem Sinn seines Lebens ist sowohl real als surreal und zieht die Lesenden unweigerlich in ihren Bann, denn sie bringt einen selbst zum Fragen und Forschen im eigenen Leben.

Die weise, grüne Meeresschildkröte gefällt mir besonders gut, sind doch Schildkröten eines meiner Lieblingstiere und in der hawaiianischen Kultur sowieso etwas ganz Besonderes. Und so lange ruhig und gelassen im Meer und in seinem Leben schwimmen zu können, ist einfach ein Traum.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Besuch aus der Zukunft in der Vergangenheit

Jetzt ist die beste Zeit von allen
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Was wäre, wenn du jemanden aus der Zukunft treffen würdest? Einfach so, plötzlich, mitten auf der Straße. Würdest du ihm glauben? Vor allem, wenn er dir sagt, dass er dir nichts aus der Zukunft verraten ...

Was wäre, wenn du jemanden aus der Zukunft treffen würdest? Einfach so, plötzlich, mitten auf der Straße. Würdest du ihm glauben? Vor allem, wenn er dir sagt, dass er dir nichts aus der Zukunft verraten darf, damit der „Verlauf der Dinge“ nicht verändert wird? Doch so ergeht es Michael und Gibby …

Es ist das Jahr 1999 im August. Michael und Gibby treffen Ridge mitten auf der Straße, wo er in seltsamer Kleidung und ziemlich verloren herumsteht und dann so tut, als kenne er sich aus. Als er ihnen später erzählt, er wäre der erste Zeitreisende aus der Zukunft, können sie es erst nicht glauben, aber alles spricht dafür, dass es stimmt.

Geschichten über Zeitreisende haben in der Sciencefiction-Literatur immer ihren ganz eigenen besonderen Reiz, denn wer möchte nicht wissen, wie das Leben früher war oder später sein wird.

Doch der Autorin glückt in diesem Jugendroman ein besonderer Schachzug: Die Zeit, in der der Roman spielt, ist nicht nur ein Stück aus der Zukunft – aus Ridges Zeit -, sondern auch - für uns heute - ein Stück aus der Vergangenheit, denn 1999 ist für heutige Jugendliche schon ganz schön weit weg.

Die Dinge von 1999 – Festnetztelefone, Videotheken, Videokassetten, Y2K, etc. – und die Sachen der Zukunft – EGG, RTM, Kompendium, etc. - sind fast gleich „exotisch“.

So müssen die Lesenden sich in zwei verschiedene Zeiten, die ihnen beide fremd sind, hineindenken und versuchen, mit den Protagonisten mitzufühlen und sie zu verstehen. Dadurch, dass die Hauptfiguren, verschieden alt und Junge und Mädchen sind, kann sich hier jeder/jede gut mit ihnen identifizieren.

Die drei Hauptfiguren sind sehr sympathisch mit ihren Stärken und Schwächen geschildert, vor allem Michael, der unter vielen Ängsten leidet. Aber natürlich gibt es auch die „Schurken“, hier vor allem zwei große Brüder und abwesende Elternteile. Durch das sehr real geschilderte Leben der Jugendlichen bekommt die Erzählung Tiefgang.

Die Geschichte ist ungemein spannend geschrieben und bringt durch den Wechsel der Zeiten – 1999 und 2199, die beide linear verlaufen – immer wieder neue Wendungen und neues Wissen hinein.

Ein sehr spannendes und interessantes Buch für alle die Sciencefiction, aber auch erzählte Geschichte lieben!

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