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Cleopatra0103

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.06.2026

Spannender Krimi mit tollen Charakteren

Das Gesetz der Elite
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Dies ist das erste Buch des Autors, dass ich lese. Ich würde es auch eher als Krimi als als Thriller bezeichnen, da meiner Meinung nach die Ermittlungsarbeit und Spurensuche im Mittelpunkt stehen. Das ...

Dies ist das erste Buch des Autors, dass ich lese. Ich würde es auch eher als Krimi als als Thriller bezeichnen, da meiner Meinung nach die Ermittlungsarbeit und Spurensuche im Mittelpunkt stehen. Das spielt für mich aber keine Rolle, ich bin von diesem Buch restlos begeistert. Ein ungewöhnlicher Plot, tolle Schauplätze in Italien, ein packender Schreibstil und vor allem absolut begeisternde Charaktere. Die Hauptfiguren Colomba und Dante haben mich ab der ersten Minute gehabt. Ich kenne die Vorgänger-Romane nicht, dennoch kann ich gut einsteigen und habe nicht den Eindruck, etwas verpasst zu haben. Ganz im Gegenteil, der einzige kleine Wermutstropfen in diesem Buch sind die vielen Bezüge auf die vergangenen Fälle der beiden. Ich würde sehr gerne mehr darüber erfahren. Leider sind die Bücher in gedruckter Form nicht mehr erhältlich. Ich hoffe, dass die Reihe um den liebenswerten, aber äußerst ungewöhnlichen Assistenten, Dante und die attraktive, taffe Ermittlerin Colombo weitergeht. Ich bin jetzt schon ein Fan.

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Veröffentlicht am 29.05.2026

Brot und Spiele

Das Spiel
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Ein luxuriöses Anwesen, gleißende Hitze, 20 schöne junge Menschen, die sich im Pool amüsieren und in der Sonne relaxen. So unbeschwert und schön könnte das Leben sein. Doch hinter der schönen Fassade lauern ...

Ein luxuriöses Anwesen, gleißende Hitze, 20 schöne junge Menschen, die sich im Pool amüsieren und in der Sonne relaxen. So unbeschwert und schön könnte das Leben sein. Doch hinter der schönen Fassade lauern Gier, Selbstverliebtheit, Neid und der unbedingte Drang zu gewinnen. Denn darum geht es hier in diesem Spiel. Jeder ist sich selbst der nächste. Jeder hat seinen eigenen Vorteil im Blick. Ist es Herzlichkeit oder Berechnung, wenn man den anderen anlächelt oder angelächelt wird? Ist ein Kompliment oder ein verträumter Blick ernst gemeint oder nur Teil einer persönlichen Challenge, an deren Ende ein luxuriöses Geschenk steht? Lily, Anfang 20, wunderschön, aber nicht besonders glücklich und erfolgreich im Leben, fühlt sich auf dem Anwesen fast wie im Traum. Der schönste Mann interessiert sich für sie, es gibt tolle Geschenke, lustige Spiele. Doch was mit Leichtigkeit beginnt, wird zum brutalen Wettlauf gegen die anderen. Aus Lilys Perspektive werfen wir einen Blick auf diese ganz besondere Stimmung im Haus, das Miteinander in guten, aber auch in anstrengenden Zeiten, die verschiedenen Charaktere und die Challenges, bei denen die ganze Gruppe oder auch jeder einzelne Aufgaben zu bewältigen hat und zum Schluss gegeneinander antritt. Dabei zeigen die Bewohner, aber auch Lily nach und nach ihr wahres Gesicht. Der Sinn des Spiels scheint es zu sein, möglichst die Sponsoren der Geschenke kamerawirksam ins Bild zu setzen. Eine große Werbeshow. Daneben schaut der Zuschauer auf die Abgründe, die Lust und den Betrug, der im Haus bald zur Tagesordnung wird. Fast wie ein Sog werde ich beim Lesen immer tiefer in die Gruppendynamik hineingezogen. Dabei passiert nicht einmal wirklich viel, oft sitzen die Hauptdarsteller am Pool, kämmen sich die Haare, erzählen sich Nichtigkeiten, Oberflächlichkeiten. Doch immer schwingt diese subtile Spannung mit, das leicht Klaustrophobische in diesem Haus abgeschnitten von der Außenwelt, mitten in der Wüste und unter der heißen Sonne. Es ist erschütternd, welche Seiten im Menschen zu Tage kommen. Dabei ist dieses Buch kein Thriller oder Krimi, sondern schafft es auf ganz besondere Weise eine Spannung zu erzeugen, die von der ersten bis zur letzten Seite anhält. Ich kann das Buch kaum aus der Hand legen und möchte unbedingt wissen, wer das Spiel am Ende für sich entscheidet. Doch der Gewinner bleibt am Ende einsam zurück. War es das wert? Vage bleibt bis zum Schluss, in welcher Zeit dieses Buch eigentlich spielt. Es ist häufiger von Kriegen die Rede, die Realität scheint grau und wenig verheißungsvoll zu sein. Das ist auch ein Grund, warum sich Lily und einige andere Bewohner in diese Show flüchten. Das Buch ist ungemein zeitgemäß und aktuell und legt den Blick wie ein Brennglas auf die Gesellschaft und deren Drang nach immer mehr Konsum und den Wunsch, jedes einzelnen unbedingt gesehen und geliebt zu werden. Wirklich beeindruckend und absolut mitreißend. Ein toller Sommerroman.

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Veröffentlicht am 26.05.2026

Wieder einmal atemlose Spannung mit Art Mayer

Im Morgengrauen (Art Mayer-Serie 4)
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Dieser vierte Teil der Reihe um den eigenbrötlerischen, aber durchaus charismatischen Ermittler Art Mayer überzeugt mich wieder mit einem packenden Fall und dem gewohnt rasanten Schreibstil. Dieses Mal ...

Dieser vierte Teil der Reihe um den eigenbrötlerischen, aber durchaus charismatischen Ermittler Art Mayer überzeugt mich wieder mit einem packenden Fall und dem gewohnt rasanten Schreibstil. Dieses Mal steht der Kanzler Henrik Westphal im Mittelpunkt. Ein Social Media Video belastet ihn und wirft ihm sexuelle Belästigung vor. Ist es echt oder ein Fake? Doch plötzlich überschlagen sich die Ereignisse. Eine tote Frau in einem U-Bahn Tunnel. Ein verschwundener Kanzler. Eine eifersüchtige Ehefrau? Ein alter Freund, der auf Rache sinnt? Eine weitere Tote. Wie hängt das alles zusammen? Schnell gerät Art ins Zentrum der Ermittlung. Was verbindet ihn mit dem Kanzler? Was mit dessen Ehefrau Julie? Diejenigen, die die Vorgänger-Bände gelesen haben, kennen bereits viele Antworten, aber längst nicht alle. Dieser vierte Band wirft ein völlig neues Licht auf die Vergangenheit. Marc Raabe gelingt es auch dieses Mal wieder, mich völlig in seinen Band zu ziehen. Packend geschrieben, kurze Kapitel, rasante Cliffhanger. Wie der Klappentext schon andeutet und befürchten lässt, muss ich mich von einer meiner Lieblingsfiguren verabschieden. Das ist schade, aber ich hoffe, dass die Reihe um Nele und Art trotzdem weiter erzählt wird, auch wenn es so scheint, als wären alle Fäden der Vergangenheit entwirrt. Wer Spannung, Nervenkitzel, einen tollen Plot und äußerst facettenreiche und einnehmende Figuren sucht, ist bei dieser Reihe genau richtig. Für mich ein absoluter Volltreffer.

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Veröffentlicht am 20.05.2026

Dieses Buch macht sprachlos

Trophäe
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Eine Lektüre wie ein Fiebertraum. Dieser Roman ist schonungslos, hart, brutal, berührend, menschlich und unmenschlich zugleich. Durch die Augen von Hunter White begibt sich der Leser auf eine Reise durch ...

Eine Lektüre wie ein Fiebertraum. Dieser Roman ist schonungslos, hart, brutal, berührend, menschlich und unmenschlich zugleich. Durch die Augen von Hunter White begibt sich der Leser auf eine Reise durch die Wildnis Afrikas. Zunächst auf der Jagd nach einem Nashorn, dem letzten der Big Five, die der Jäger noch voll machen möchte. Wenn der Gedanke, die größten und mächtigsten Tiere Afrikas zu jagen schon abstoßend ist, lässt einen das, was das Buch noch bereithält, erschaudern Die Landschaft, die Gerüche und Geräusche des afrikanischen Busch sind auf jeder Seite spürbar. Die Hitze, das Schwirren der Fliegen und Mücken, die Gefahr, das Adrenalin. Hunter White ist der Inbegriff des weißen, erfolgreichen, selbstbewussten Amerikaners, für den alles käuflich ist und der sich in der Rolle des mächtigen Jägers unglaublich gut gefällt. Als die Jagd nach dem Nashorn in einem Misserfolg endet, bietet ihm sein Freund und Geschäftspartner eine weitere, noch exotischer, in seinen Augen unvergleichliche, Beute. Zunächst zögert Hunter doch sein Jagdtrieb gewinnt gegen die Moral. Die Erklärungsversuche, die Legitimation warum ein Mensch einen anderen Menschen jagt, werden in seinen Augen so logisch und schlüssig aus der Kolonialgeschichte hergeleitet, dass Hunter scheinbar guten Gewissens die Jagd beginnt. Auf einer atemlose Verfolgungsjagd durch die erbarmungslose Landschaft Afrika erfährt man viel über die Natur, die beeindruckende Tierwelt, aber auch über die Abgründe des Menschen. Dabei ist der Blick der Autorin, schonungslos, rau und doch voller Zuneigung und Liebe zur Natur, den Traditionen und Legenden des afrikanischen Volkes und ihren Ritualen. Beim Lesen schwanke ich zwischen Hoffen und Bangen, Angst, Ekel und Bewunderung für die Stärke der Gejagten. Am Ende bleiben Sprachlosigkeit und Bestürzung. Dieses kleine Buch ist von so einer Kraft und unvorhergesehenen Wucht, das es mir beim Lesen den Atem nimmt. Das Cover lässt mich ebenso innehalten. Die mächtige Gestalt des Nashorn, die filigranen Ohren, die majestätische Ausstrahlung. Ein ganz besonderes Buch, das mich sicherlich noch lange beschäftigen wird und man nicht so einfach vergisst.

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Veröffentlicht am 12.05.2026

Eine Liebesgeschichte wie ein Sog

Fast ein Leben
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Ich bin sprachlos. Berührt. Aufgewühlt. Diese Liebesgeschichte zwischen Laure und Erica ist eine der schönsten, die ich bisher gelesen habe. Atemlos lese ich von ihrem ersten Kennenlernen vor der Sacre ...

Ich bin sprachlos. Berührt. Aufgewühlt. Diese Liebesgeschichte zwischen Laure und Erica ist eine der schönsten, die ich bisher gelesen habe. Atemlos lese ich von ihrem ersten Kennenlernen vor der Sacre Coeur, diese schwerelosen Wochen der Verliebtheit im heißen Pariser Sommer Ende der 70er. Erotisch, wie ein Rausch. Man sieht das nahende Ende kommen, will es aber nicht wahrhaben. Doch es kommt wie es kommen muss, Trennung, Schmerz, Leid. Laure scheint unter der Trennung mehr zu leiden als die unbeschwerte junge Erica, die sich schnell in neue Abenteuer stürzt. Laure bleibt zurück in einem Paris, das einem als Leser plötzlich auch nur noch melancholisch, grau und trist erscheint. Die beiden Frauenfiguren könnten unterschiedlicher kaum sein. Laure ist extrem, alles an ihr widersetzt sich bestehenden Konventionen. Sie ist streitbar, ruppig und sexy. Erica ist ausgeglichener, impulsiver, manchmal beinahe naiv. Liebt eine von beiden mehr? Ich vermag es nicht zu sagen. Erica scheint sich immer nach einem Leben zu sehnen, das nicht das ihre ist. Ich verfolge das Leben der beiden Frauen, das Erwachsenwerden, die Jahre ohne einander. Beide Figuren durchlaufen im Laufe der Jahre eine Wandlung. Erica, anfangs von einer kindlichen Neugier geprägt, stumpft im Laufe der Geschichte immer mehr ab. Laure wird mit den Jahren weicher, nachgiebiger. Auch die anderen Figuren, insbesondere die Pariser Clique, aber auch Anthony, Ericas Mann, sind facettenreich und reißen mich beim Lesen mit. Insbesondere das Schicksal des schönen Michel, dem besten Freund, einer Säule in Laures chaotischem Leben, berührt mich sehr. Seine schwere Krankheit kündigt sich lange an, will man beim Lesen aber gar nicht wahrhaben. Es ist so bewegend beschrieben, wie sich die Freundinnen in den letzten Wochen um ihn kümmern. Auch Anthony ist eine sehr besondere Figur, er wirkt wie ein Geist aus einer fast vergessenen anderen britischen Welt. Manchmal wirkt es auf mich so, als würde Erica sich kopfüber in diese Beziehung stürzen, um zu fliehen. Doch vor was? Vor der Liebe, der eigenen Courage oder einem Leben, das einfach nicht sein soll. Immer wieder weht ein Hauch dessen durch die Zeilen, was hätte sein können. Ein gemeinsames Leben, eine lebenslange Liebe. Neben der Beziehung der beiden Frauen zeichnet der Roman aber auch ein gutes Bild der Gegebenheiten in den siebziger, achtziger und neunziger Jahren. Fehlende Rechte für gleichgeschlechtliche Beziehungen, Intoleranz, Vorurteile und Hass. Die Liebesgeschichte zwischen Laure und Erica wirkt sehr zeitgemäß, und obwohl man ihnen beim Lesen viele Jahre folgt, bleibt die Geschichte frisch und wird zu keiner Zeit langweilig. Das Ende ist sehr bewegend, bestürzend und macht mich traurig. Dennoch birgt die starke, lebensbejahend Laure eine große Zuversicht. Für mich ist sie eine der facettenreichsten Frauenfiguren, von denen ich in der letzten Zeit gelesen habe. Dieser wirklich elegante, sehr sinnlich geschriebene Roman der Autorin wird mir sicher noch lange im Gedächtnis bleiben und bekommt definitiv einen Platz auf der Liste meiner Lieblingsbücher. Ein unwiderstehliches Buch, das noch lange nachhallt.

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