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Veröffentlicht am 09.06.2026

Packende und ziemlich blutige Horrorkomödie

Akuma
0

Mit diesem Buch legt die Autorin Nicole Siemer einen Horrorroman mit reichlich und bisweilen auch recht schwarzem Humor vor. Dabei handelt es sich um die Neuausgabe eines Buches, dass bereits 2020 bzw. ...

Mit diesem Buch legt die Autorin Nicole Siemer einen Horrorroman mit reichlich und bisweilen auch recht schwarzem Humor vor. Dabei handelt es sich um die Neuausgabe eines Buches, dass bereits 2020 bzw. 2021 unter dem Titel „Akuma“ erschienen ist. Und die Angabe auf dem Cover, dass man dieses Buch erst ab 16 Jahren lesen sollte, hat durchaus seine Berechtigung.

Die Autorin Kjara hat seit Jahren einen eher ungewöhnlichen Untermieter, denn in ihrem Kopf lebt der Dämon Akuma, der sich durch einen fragwürdigen Humor und dem Hang zu kreativen Problemlösungen auszeichnet. Sie ist den Pakt mit dem Dämon bereits als Kind eingegangen, um ihre Eltern und sich selbst aus einer äußerst brenzlichen Situation zu befreien, die Folgen hat sie seinerzeit aber noch nicht überblickt. Als sie sich nun in Erik verliebt, wird die ganze Angelegenheit noch einmal deutlich komplizierter. Und so kommt es zu irrwitzigen Verwicklungen mit einer ganzen Reihe von Todesfällen.

Mit einem packenden Schreibstil, überraschenden Wendungen und einem zuweilen ziemlich bissigen und schwarzen Humor treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran und erzeugt dabei schnell eine ungemeine Sogwirkung, die dafür sorgt, dass man das Buch kaum noch aus der Hand legen kann. Konsequent steuert sie das wilde Treiben auf einen fulminanten Showdown zu, der die Geschichte zu einem drastischen Ende bringt, bei dem aber keine wesentlichen Fragen offenbleiben. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Grundsätzlich handelt es sich hier um eine in sich abgeschlossene Geschichte, allerdings lässt sich die Autorin am Ende doch eine kleine Hintertür für eine mögliche Fortsetzung offen.

Wer auf blutige und wendungsreiche Horror-Roman mit schwarzem Humor steht, wird hier bestens bedient und spannend unterhalten.



Diese Rezension bezieht sich auf die Neuausgabe des Buches, die 2026 unter dem Titel "Ich, mein Dämon und ein paar Tote" im Empire-Verlag erschienen ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.06.2026

Packende und ziemlich blutige Horrorkomödie

Akuma
0

Mit diesem Buch legt die Autorin Nicole Siemer einen Horrorroman mit reichlich und bisweilen auch recht schwarzem Humor vor. Dabei handelt es sich um die Neuausgabe eines Buches, dass bereits 2020 bzw. ...

Mit diesem Buch legt die Autorin Nicole Siemer einen Horrorroman mit reichlich und bisweilen auch recht schwarzem Humor vor. Dabei handelt es sich um die Neuausgabe eines Buches, dass bereits 2020 bzw. 2021 unter dem Titel „Akuma“ erschienen ist. Und die Angabe auf dem Cover, dass man dieses Buch erst ab 16 Jahren lesen sollte, hat durchaus seine Berechtigung.

Die Autorin Kjara hat seit Jahren einen eher ungewöhnlichen Untermieter, denn in ihrem Kopf lebt der Dämon Akuma, der sich durch einen fragwürdigen Humor und dem Hang zu kreativen Problemlösungen auszeichnet. Sie ist den Pakt mit dem Dämon bereits als Kind eingegangen, um ihre Eltern und sich selbst aus einer äußerst brenzlichen Situation zu befreien, die Folgen hat sie seinerzeit aber noch nicht überblickt. Als sie sich nun in Erik verliebt, wird die ganze Angelegenheit noch einmal deutlich komplizierter. Und so kommt es zu irrwitzigen Verwicklungen mit einer ganzen Reihe von Todesfällen.

Mit einem packenden Schreibstil, überraschenden Wendungen und einem zuweilen ziemlich bissigen und schwarzen Humor treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran und erzeugt dabei schnell eine ungemeine Sogwirkung, die dafür sorgt, dass man das Buch kaum noch aus der Hand legen kann. Konsequent steuert sie das wilde Treiben auf einen fulminanten Showdown zu, der die Geschichte zu einem drastischen Ende bringt, bei dem aber keine wesentlichen Fragen offenbleiben. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Grundsätzlich handelt es sich hier um eine in sich abgeschlossene Geschichte, allerdings lässt sich die Autorin am Ende doch eine kleine Hintertür für eine mögliche Fortsetzung offen.

Wer auf blutige und wendungsreiche Horror-Roman mit schwarzem Humor steht, wird hier bestens bedient und spannend unterhalten.



Diese Rezension bezieht sich auf die Neuausgabe des Buches, die 2026 unter dem Titel "Ich, mein Dämon und ein paar Tote" im Empire-Verlag erschienen ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.05.2026

Spannender und atmosphärisch dichter Kriminalroman aus dem hohen Norden

Akte Nordsee - Die letzte Predigt
5

In diesem Kriminalroman schickt die Autorin Eva Almstädt die Anwältin Fentje Jacobsen und den Journalisten Niklas John in ihren vierten gemeinsamen Fall. Obwohl mich der Kriminalfall auch diesmal nicht ...

In diesem Kriminalroman schickt die Autorin Eva Almstädt die Anwältin Fentje Jacobsen und den Journalisten Niklas John in ihren vierten gemeinsamen Fall. Obwohl mich der Kriminalfall auch diesmal nicht ganz so überzeugen konnte wie noch in den ersten beiden Bänden, liefert das Buch unter dem Strich doch wieder sehr gute Krimiunterhaltung.

Man kann dieses Buch grundsätzlich auch ohne Vorkenntnisse aus den ersten drei Bänden lesen und verstehen. Alle dafür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere Anspielung auf frühere Ereignisse in Gänze genießen und nachvollziehen zu können, empfiehlt es sich aber schon, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Lena kommt anlässlich der Feier zum 25-jährigen Jubiläum ihrer Konfirmation zurück in ihr Heimatdorf Estherwiek und will das Treffen zugleich zu einem klärenden Gespräch mit ihrem Ex-Mann nutzen. Doch die Rückkehr reißt schnell alte Wunden wieder auf. Eine mysteriöse nächtliche Begegnung und ein Gespräch mit dem Pastor des Ortes setzen eine unheilvolle Entwicklung in Gang, in die auch Fentje und Niklas verwickelt werden. Obwohl sich die beiden nach einem Vorfall auf der Geburtstagsfeier von Niklas Vater aktuell aus dem Weg gehen, sind sie plötzlich gezwungen, gemeinsam in zwei verzwickten Mordfällen zu ermitteln.

Mit einem packenden Schreibstil, reichlich Lokalkolorit aus dem hohen Norden und einigen überraschenden Wendungen treibt die Autorin ihre atmosphärisch dichte Geschichte voran und bietet am Ende eine schlüssige Auflösung, bei der keine wesentlichen Fragen offenbleiben. Auch wenn die Geschichte diesmal etwas länger braucht, um echte Krimispannung zu entwickeln, konnte sie mich doch schnell in ihren Bann ziehen. Allerdings ist der Fall diesmal nicht ganz so raffiniert gestrickt, wie ich es sonst von der Autorin gewohnt bin. Die Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen sind durch die Bank gut gezeichnet und vielschichtig angelegt. Die neuen Figuren reihen sich dabei nahtlos in das bereits aus den ersten Bänden bekannte und gut aufeinander abgestimmte Ensemble ein. Besonders das mehr als gelungene Zusammenspiel der beiden Hauptakteure kommt auch diesmal wieder gut zum Tragen und sorgt für reichlich Verwicklungen. Dies lässt mich auch über die eine oder andere leichte Schwäche im Plot gnädiger hinwegsehen wie ich es sonst vielleicht getan hätte.

Wer auf spannende und atmosphärisch dichte Kriminalromane mit reichlich Lokalkolorit steht, wird hier erneut gut bedient und unterhalten, auch wenn die Klasse der ersten beiden Bände auch diesmal nicht ganz erreicht wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
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  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 19.05.2026

Packender und intensiver Roman mit einem interessanten Gedankenspiel

Hitler – Prophet der Finsternis
0

In diesem dialogischen Roman wagt der Autor Christoph Fromm ein interessantes Gedankenspiel. Was wäre, wenn Adolf Hiltler den zweiten Weltkrieg überlebt hätte und sich den Nürnbergern Prozessen hätte stellen ...

In diesem dialogischen Roman wagt der Autor Christoph Fromm ein interessantes Gedankenspiel. Was wäre, wenn Adolf Hiltler den zweiten Weltkrieg überlebt hätte und sich den Nürnbergern Prozessen hätte stellen müssen ?

Als der Nürnberger Prozess bereits weit vorgeschritten ist, taucht im Gerichtssaal plötzlich ein Mann auf, der behauptet, Adolf Hitler zu sein. Obwohl große Zweifel an seiner Identität bestehen, können medizinische Untersuchungen diese Behauptung nicht entkräften. Und so entschließt sich der internationale Gerichtshof, Anklage zu erheben. Als sein Verteidiger wird auf ausdrücklichen Wunsch des Angeklagten Hellmut von Darda bestimmt, ein ehemaliger Offizier, der erfolgslos versucht hat, Adolf Hitler zu töten.

Mit einem packenden und intensiven Schreibstil, der aber oftmals auch etwas sperrig daherkommt, legt der Autor eine gut aufgebaute Geschichte vor und liefert mit geschickt eingesetzten Rückblenden nach und nach die einzelnen Puzzlestücke, um das komplizierte Verhältnis zwischen dem Angeklagten und seinem Verteidiger zu entschlüsseln. Im Vorwort betont der Autor explizit, dass es sich hier um einen Roman und nicht um ein Sachbuch handelt. Um den manipulativen Charakter von Adolf Hitler korrekt abzubilden und auch zu entlarven, bedient er sich aber zahlreicher historischer Quellen und verwendet oftmals Originalaussagen. Dabei muss man schon sehr aufmerksam lesen, damit einem hier kein wichtiges Detail entgeht. Dieses Buch kann man definitiv nicht nebenbei lesen, sondern muss sich schon komplett auf die Geschichte einlassen und sie auf sich wirken lassen. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen, eine gut aufeinander abgestimmte Mischung aus realen und fiktiven Personen. Ein Personenregister zu Beginn des Buches leistet gute Hilfestellung, um sich in dem umfangreichen Personenaufgebot zurechtzufinden.

Ein bewegender und tiefgründiger Roman, der nicht nur gute und spannende Unterhaltung bietet, sondern zudem auch noch lange über sein Ende hinaus nachhallt.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Humorvoller Kriminalroman mit einer ordentlichen Portion Urlaubsfeeling

Mordseeparty
9

Mit diesem Buch legt die Autorin Emmi Johannsen aka Christine Drews den inzwischen siebten Band ihrer Krimireihe um das Ermittler-Duo Caro Falk und Jan Akkermann vor, die viel Spaß macht und zudem eine ...

Mit diesem Buch legt die Autorin Emmi Johannsen aka Christine Drews den inzwischen siebten Band ihrer Krimireihe um das Ermittler-Duo Caro Falk und Jan Akkermann vor, die viel Spaß macht und zudem eine gelungene Lektüre (nicht nur) für den nächsten Strandurlaub bietet.

Grundsätzlich sind hier keine Vorkenntnisse aus den ersten sechs Bänden erforderlich, um das Buch lesen und nachvollziehen zu können. Alle dafür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere Anspielung auf vergangene Ereignisse in Gänze genießen zu können, empfiehlt es sich aber schon, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Caro steckt mitten in den aufreibenden Vorbereitungen für eine rauschende Party zu ihrem 40. Geburtstag, als auf der Seehundbank die nackte Leiche eines Mannes gefunden wird. So bieten die Ermittlungen, die sie zusammen mit Jan und sehr zum Unwillen von Kommissar Bachmann aufnimmt, eine willkommemde Abwechslung zu diesem Stress. Als der Tote identifiziert wird, zeigt sich schnell, dass er in seinem Leben reichlich Motive geliefert hat, ihn zu ermorden. Doch wer von den zahlreichen Verdächtigen ist nun der Mörder oder die Mörderin ?

Mit einem lockeren Schreibstil treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran und bietet dabei eine gut aufeinander abgestimmte Mischung aus Krimispannung und Humor, die mir erneut viel Spaß bereitet hat und beim Lesen auch schnell reichlich Urlaubsfeeling erzeugen konnte. Mit einigen überraschenden Wendungen lenkt die Autorin dabei die Ermittlungen immer wieder geschickt in eine neue Richtung und liefert am Ende eine schlüssige und zugleich überraschende Auflösung, die diesmal allerdings auch eine ordentliche Portion Tragik beinhaltet. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Charakteren in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Wie bereits im letzten Band bin ich allerdings der Meinung, dass das lange Hin und Her zwischen Caro und Jan so langsam ausgelutscht wirkt und es höchste Zeit wird, dieses Dauerthema zu einem (glücklichen ?) Ende zu führen. Dies böte zudem die Möglichkeit für frischen Wind, damit auch die nachfolgenden Bände das hohe Niveau der Reihe halten können.

Wer auf lockere, aber dennoch spannende Urlaubslektüre mit sympathischen Charakteren steht, wird hier ein weiteres Mal bestens bedient.

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