Grandios gut
Das Meer von MississippiEs gibt so Bücher, bei denen weiß man schon nach den ersten Seiten: ja, das ist es. So ging es mir auch mit diesem Roman, der mich von Anfang an gefangen nahm mit seiner eindringlichen Schilderung der ...
Es gibt so Bücher, bei denen weiß man schon nach den ersten Seiten: ja, das ist es. So ging es mir auch mit diesem Roman, der mich von Anfang an gefangen nahm mit seiner eindringlichen Schilderung der katastrophalen Hochwasserkatastrophe von 1927 und dem Schicksal einer Handvoll Menschen, die sich zu dieser Zeit an einem der am schlimmsten betroffenen Orte befanden. Zwei Prohibitionsagenten kommen nach Hobnob auf der Suche nach dem erfolgreichen Schwarzbrenner der Gegend und dem Mörder ihrer Kollegen. Ausgerechnet ein verwaistes Baby führt einen von ihnen ahnungslos genau zu der Frau, die die Destille betreibt. Und natürlich geschieht das Unausweichliche, als sie sich begegnen. Aus beiden Perspektiven im Wechsel geschildert, aus seiner und ihrer Sicht, spitzen sich die Ereignisse dramatisch zu, und am Ende verschwimmen die Grenzen zwischen Gut und Böse, während die grauen Fluten des Mississippi alles mit sich reißen. Es ist schon eine Weile her, dass mich ein Roman derart eindringlich fesseln konnte, dass ich ihn ihn Rekordzeit durchgelesen habe. Fazit: absolute Leseempfehlung.