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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.05.2026

Haarscharf

Hope Joanna
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...hat das Buch den Balanceakt zwischen Humor genau auf meiner Wellenlänge und slapstickhaftem Klamauk gemeistert. Die Geschichte ist so abgedreht, dass ich aus dem Schmunzeln nicht mehr herauskam, dabei ...

...hat das Buch den Balanceakt zwischen Humor genau auf meiner Wellenlänge und slapstickhaftem Klamauk gemeistert. Die Geschichte ist so abgedreht, dass ich aus dem Schmunzeln nicht mehr herauskam, dabei war die Handlung chaotisch, fast willkürlich, aber immer absolut spannend und durchdacht und machte letztendlich tatsächlich Sinn. Hope Joanna ist eine absolut einzigartige Ermittlerin und das Team wird durch ihren neuen ehrgeizigen Partner und eine junge clevere Komissaranwärterin perfekt ergänzt. Das war mal ein Krimi, bei dem man die Ereignisse in keinster Weise hatte vorhersehen können - und jede neue Seite setzte noch einen drauf mit überraschenden und unglaublichsten Wendungen, die einer völlig durchgedrehten Achterbahnfahrt glichen. Dabei war das Thema durchaus ein ernstes, aber der unvergleichliche Humor, der das Buch durchzog, liess das Geschehen fast wie eine Satire wirken - unterhaltsam und unheimlich zugleich. Fazit: diesen unvergleichlichen Stil werde ich gerne öfters lesen.

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Veröffentlicht am 19.05.2026

Be a warrior, not a worrier

Miss Mojito
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Dieses Buch hat unglaublich Spaß gemacht beim Lesen. Gut, der Anspruch hält sich in Grenzen und die Story ist manchmal wirklich extrem hanebüchen, aber es gibt auch viele kleine Momente und Sätze, die ...

Dieses Buch hat unglaublich Spaß gemacht beim Lesen. Gut, der Anspruch hält sich in Grenzen und die Story ist manchmal wirklich extrem hanebüchen, aber es gibt auch viele kleine Momente und Sätze, die tatsächlich inspirieren, für sich selbst das Mojito-Feeling, sprich das eigene Glück zu finden. Und so flog ich nur durch die Seiten, bis - ja bis zum letzten Viertel und der dritten Aufgabe, die Yvonne in ihrer Auf-der-Suche-nach-dem-Glück Challenge erfüllen muss (lesen! dann wisst Ihr was ich meine). Da wird es wirklich so absurd und unglaubwürdig, das meine anfängliche Euphorie total verpuffte und ich mich bemühen musste, das Buch nicht in die Ecke zu pfeffern. Sorry, aber da ist es wirklich durchgegangen mit der Autorin. Waren die Ereignisse vorher noch mit viel gutem Willem anzunehmen, war dies einfach nur haarsträubend. Immerhin gab es am Schluss eine sensationelle Auflösung, die die meisten Fragezeichen und das viele ungläubige Kopfschütteln beim Lesen relativierten. Fazit: mega Unterhaltungswert, aber auch ein unglaublich fantastisches Luft-, nein, passenderweise wohl eher Sandschloss, das unter einem allzu kritischen Blick gnadenlos in sich zusammenfällt. Aber Spaß muss sein, und den hatte ich letztlich wirklich. Und ein paar neue Fremdwörter, etwa Pölster, habe ich auch gelernt. Geht doch.

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Veröffentlicht am 19.05.2026

Auch Raben haben gute Mütter

Tütensuppenglück
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Das Buch kam genau zum richtigen Zeitpunkt, als ich eine kleine Auszeit und Aufmunterung gebrauchen konnte. Und es passte perfekt: witzig, kurzweilig, ein bisschen chaotisch, aber auch sehr real und mit ...

Das Buch kam genau zum richtigen Zeitpunkt, als ich eine kleine Auszeit und Aufmunterung gebrauchen konnte. Und es passte perfekt: witzig, kurzweilig, ein bisschen chaotisch, aber auch sehr real und mit Wiedererkennungswert. Ich habe über Jools geschmunzelt, mit ihr gelacht und geweint und sie immer angefeuert, denn sie macht einen verdammt guten Job als Mutter und Familienmanagerin. Und dazu gehören nicht nur die schönen Alle-sind-happy Momente, sondern auch kleine und große Krisen, Wutanfälle und Selbstzweifel. All das wird in diesem Buch schonungslos gezeigt, und gerade deshalb wirkt es so authentisch und bodenständig. Fazit: perfekte Auszeit und längst nicht so kitschig wie das Äußere vermuten lässt.

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Veröffentlicht am 19.05.2026

Ein Sommer, der nie endet

Kein Sommer ohne August
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Was anfängt wie eine Kleinstadt-Romanze entwickelt sich hier zu einem unglaublich vielschichtigen Roman über Freundschaft, Familie, unausgesprochene Gefühle, Geheimnisse, Missverständnisse und all die ...

Was anfängt wie eine Kleinstadt-Romanze entwickelt sich hier zu einem unglaublich vielschichtigen Roman über Freundschaft, Familie, unausgesprochene Gefühle, Geheimnisse, Missverständnisse und all die kleinen und großen Lebensdramen dazwischen. Allerdings schwächelt das Buch an seiner Länge und verliert sich zuweilen in langatmigen und in meinen Augen unnötigen Ausschweifungen, die die Geschichte immer wieder ins Stocken bringen. Ganz toll fand ich, dass es hier eben keine Schema-F Liebesbeziehung gibt, sondern dass die Wege von Charlie und August zwar nah beieinander verlaufen und sich regelmäßig überschneiden, aber nicht sofort - vielleicht niemals? - zusammenführen. So geht es mehr um die innige Freundschaft und die vielen unausgesprochenen Dinge, die diese Freundschaft mit der Zeit verändern und ins Wanken bringen. Und dabei möchte man die beiden schütteln und ihnen zurufen: macht endlich den Mund auf, redet miteinander - und zwar richtig! Sehr beeindruckt hat mich die Unerschütterlichkeit, mit der August zu Charlie steht, auch als sie sich ziemlich dumm und blöd verhält. Charlie wollte ich manchmal schütteln und fragen, warum sie sich und anderen das Leben unnötig schwer machen muss. Doch letztlich fügt sich alles zu einem berührenden Ende, und viele lose Enden werden grandios zusammengeführt. Fazit: gefühlvolle und beeindruckende Geschichte, aber mit Längen.

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Veröffentlicht am 13.05.2026

Dieser Zug ist wahrlich abgefahren

Komm spielen
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Normalerweise stelle ich keine Vergleiche an, aber dieses Buch hatte einfach unglaublich starke King-eske Vibes und erinnerte mich u.a. an Werke wie Needful Things. Ähnlich gemächlich wird hier die Spannung ...

Normalerweise stelle ich keine Vergleiche an, aber dieses Buch hatte einfach unglaublich starke King-eske Vibes und erinnerte mich u.a. an Werke wie Needful Things. Ähnlich gemächlich wird hier die Spannung aufgebaut, auch wenn der Autor nicht ganz an die meisterhafte Art heranreicht, auch unscheinbare und alltägliche Momente mit einer lauernden Spannung zu untermalen - so war mir das Buch streckenweise (ha!) zu langatmig und hätte hier und da ein paar Kürzungen vertragen. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau, denn die Story ist sehr originell, ausgeklügelt und unheimlich. Ein paar Details, etwa die Hintergründe zur ominösen Splitterwelt, wurden mir allerdings zu kurz abgehandelt und liessen Fragen offen. Dennoch habe ich mich prächtig amüsiert und auch wenn ich Annie nicht uneingeschränkt sympathisch fand, konnte ich doch mit ihr mitfiebern - vor allem gegen Ende, als der Schrecken jeder Mutter sie einholt und zur Löwin werden lässt. Aber auch die weiteren Haupt- und Nebenfiguren wurden sehr lebensnah gezeichnet und verliehen der Geschichte eine ausgewogene Tiefe. Interessant fand ich den Ansatz, die Geschichte parallel aus der Sicht des Bösen zu erzählen - so wusste man immer was einen erwartet, wurde Zeuge durchaus schauriger und blutiger Ereignisse und konnte doch nur hilflos zusehen, wie das unausweichliche Schicksal seinen Lauf nahm und die Hauptpersonen das schreckliche Geheimnis noch immer nicht gelüftet hatten. Das Finale schliesslich, das gleich auf mehrfache Weise abgeliefert wurde, hatte es wirklich in sich und liess keine Wünsche offen. Ich jedenfalls bin sehr positiv überrascht von diesem Werk, das erfreulicherweise deutlich mehr Horror liefert als ich erwartet hatte, und werde den Autor künftig im Auge behalten.

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